Allianz Aktie aktuell Allianz: In „Striking Distance“ für den Ausbruch

News: Aktuelle Analyse der Allianz Aktie

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Allianz
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Zur Allianz Aktie

Ein Plus von gerade einmal 0,67 Prozent als Reaktion auf die am Freitagmorgen vorgelegte Quartalsbilanz wirkt äußerst mager. Aber immerhin hat sich die Allianz-Aktie damit gegen einen insgesamt etwas nachgebenden Markt gestemmt und Platz vier in der DAX-Gewinnerliste erreicht. Und die Ergebnisse an sich waren durchaus gut; was den Gewinn angeht, sogar klar besser als erwartet. Es dürfte ein anderer Aspekt gewesen sein, der die Aktie zum Wochenschluss ausbremste.

Der Umsatz kam um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, aber der Netto-Gewinn lag mit 2,06 Milliarden Euro sogar über den 1,95 Milliarden, die der Konzern im dritten Quartal 2019 erreicht hatte. Die Analysten hatten ihre Prognose mit im Schnitt mit 1,62 Milliarden deutlich tiefer angesetzt. Eigentlich also ermutigende Ergebnisse. Warum startete die Aktie trotzdem nicht durch?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Allianz Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Zum einen, weil im Zuge der Bilanz auch mitgeteilt wurde, dass der Finanz- und Versicherungskonzern das in den letzten Monaten ausgesetzte Aktienrückkauf-Programm nicht wieder aufnehmen, sondern darauf verzichten wird, die noch ausstehenden 750 Millionen Euro des Programms einzusetzen. Wenn eine solche „Stütze“ für den Kurs wegfällt, ist das, auch, wenn es sich in Relation zur Marktkapitalisierung von um die 68 Milliarden Euro nicht gerade um eine entscheidende Größe handelt, natürlich unerfreulich. Hinzu kommt die Charttechnik:

Die Aktie war zwar unter den Support bei knapp 160 Euro gefallen und hatte diesen im Wochenverlauf klar zurückerobert, was positiv zu werten ist. Aber die eigentlichen, mittelfristig relevanten Hürden kommen eben erst jetzt: Die Zone zwischen 171,70 und 176,80 Euro ist eine harte Nuss. Hier ballen sich die im Februar etablierte, mittelfristige Abwärtstrendlinie, die Zwischentiefs vom Juni und Juli und vor allem die 200-Tage-Linie.

Da müsste die Aktie durch – und das bedarf ordentlicher Umsätze und einer weiter positiven Marktstimmung, denn natürlich wird das bärische Lager versuchen, diese Zone aktiv zu verteidigen. So schlecht stehen die Chancen für die Käuferseite aber nicht, denn es fällt auf, dass der unten im Chart mit eingeblendete RSI-Indikator eine positive Divergenz ausgebildet hat. Das heißt, dass das letzte Tief der Aktie kein neues Tief im Indikator nach sich zog. Oft, wenngleich keineswegs immer, ist eine solche positive Divergenz eine „gutes Omen“. Nichtsdestotrotz wäre es angeraten, mit Käufen bzw. Zukäufen zu warten, bis diese Hürde mit Schlusskursen klar über der aktuell bei 176,80 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie übersprungen wurde. Denn neben dem besseren Chance/Risiko-Verhältnis ließe sich in diesem Fall ein relativ enger Stoppkurs knapp unter die dann in eine Unterstützung verwandelte Zone 171,70 und 176,80 Euro ansetzen.

Chart vom 06.11.2020, Kurs 168,06 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Allianz Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang September hatten wir unsere Aussichten auf die Aktie des deutschen Finanz- und Versicherungskonzerns von bullisch auf neutral gesenkt. Gründe hierfür waren zum einen das im Vorfeld produzierte tiefere Hoch, als auch die eher bärische Konsolidierung rund um die Marke von 180 EUR, welche drohte, nach unten gebrochen zu werden. Wenig später begann die Misere und die Kurse lösten das erste deutliche Verkaufssignal aus, welches die Kurse eine Etage nach unten beförderte. Im Bereich von 160 EUR fand der Titel einen guten Halt und konnte sich zwischenzeitlich wieder leicht erholen. Doch der Verkaufsdruck war insbesondere durch die mittlerweile fallenden gleitenden Durchschnitte deutlich erkennbar. Exakt am 20-Tage-Durchschnitt holten die Bären neuerlich zur Attacke aus und drückten die Kurse abermals in Richtung Support. Im gestrigen Handel ist nun auch dieser gebrochen worden.  

Expertenmeinung: Somit sehen wir, ähnlich wie bereits im September, ein klares Verkaufssignal. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse von hier aus eine weitere Etage in Richtung Süden laufen, ist hoch. Des Weiteren hat die Aktie mittlerweile bärisches Terrain betreten. Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs zeigt, dass die Bären mittlerweile das Zepter übernommen haben. Doch wohin kann die Reise gehen? Aktuell sieht es ganz danach aus, als ob sich die Aktie in Richtung der nächsten Unterstützung bewegt. Dies ist das Pivot-Tief von Mitte Mai, welches im Bereich bei 140 EUR ausgebildet wurde. Gleichzeitig stellt diese Marke auch unser aktuelles Kursziel dar. Wir senken daher unsere Prognosen von neutral auf bärisch.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 27.10.2020 Kurs: 156.66 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX

Warum notiert ausgerechnet die Aktie eines so robust daherkommenden Versicherungs- und Finanzkonzerns wie der Allianz so weit unter den bisherigen, im Februar ausgebildeten Hochs fest, während der DAX seinen bisherigen Rekordlevels schon sehr nahe ist? Und nicht nur das, die Aktie bewegt sich seit einem Vierteljahr in einer im Vergleich zu den vorherigen Ausschlägen sehr engen Seitwärtsrange. Man könnte doch meinen, dass sich die Trader so etwas nicht allzu lange mit ansehen, bevor versucht wird, mit einem schwungvollen Ausbruch wieder Leben in die Aktie zu bringen und so neue Gewinnperspektiven zu eröffnen. Aber nein, es wirkt, als habe man die Allianz-Aktie vergessen. Warum?

Das mag damit zu tun haben, dass sich die Versicherungs- und Finanzbranche hinsichtlich Corona-Problematik und Rezession ein wenig zwischen den Stühlen bewegt. Auf der einen Seite sind Unternehmen wie die Allianz keine Profiteure der Krise. Auf der anderen Seite kam es aber nicht zu einem derart massiven Umsatz- und Gewinneinbruch, dass man die Allianz als „fallen angel“ ansehen und in der Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zum gesamtwirtschaftlichen Status Quo als Turnaround-Kandidaten ansehen würde. Und auch, wenn die Analysten mehrheitlich davon ausgehen, dass der Rückgang des Unternehmensgewinns nur moderat ausfallen und 2021 bereits wieder über dem Level von 2019 liegen wird: Das ist für die Trader derzeit nicht „spannend“ genug. Ist die Aktie somit dazu verurteilt, noch monatelang weiter seitwärts zu laufen?

Allianz Aktie: Tages-Chart vom 16.09.2020, Kurs 181,80 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Nein, ein Ausbruch aus diesem Käfig zwischen einer massiv wirkenden Unterstützungs- und einer nicht weniger massiv erscheinenden Widerstandszone kann durchaus jederzeit erfolgen. Denn mit diesem „Problem“, dass sich die Allianz von den Perspektiven her derzeit zwischen den großen Profiteuren und den großen Verlierern der Rezession bewegt, ist sie ja nicht alleine, in dieser Situation befinden sich viele Unternehmen. Und keineswegs alle Aktien dieser Unternehmen laufen so müde seitwärts wie die der Allianz. Würde ein Ausbruch gelingen, würde man umgehend ganz anders argumentieren.

So ließe sich im Fall eines Ausbruchs nach oben argumentieren, dass die Aktie neben einer attraktiven Dividende auch ein günstiges Kurs/Gewinn-Verhältnis aufweisen würde, wenn die durchschnittlichen Prognosen der Analysten für 2021 eintreffen sollten. Würde die Aktie aus dieser Range nach unten ausbrechen, könnten die Bären dieselben Argumente einfach auf den Kopf stellen. Sie würden darauf verweisen, dass die Dividende in einer derart unsicheren Phase schließlich nicht sicher sei und es genug Indizien gäbe, dass die Erholung der Wirtschaft nicht dem „Best Case“-Szenario folgt, das nötig wäre, damit die Allianz 2021 wirklich den Gewinnlevel des Jahres 2019 überbietet. Am Ende lohnt es also nicht, Argumente und Vermutungen hin und her zu wälzen, die Charttechnik dürfte die besseren Vorlagen liefern.

Besonders markant wäre ein Ausbruch nach oben, denn zum einen reicht die Widerstandszone 194/197 Euro bis in den Herbst 2018 zurück, zum anderen würde ein Schlusskurs über dieser Zone auch den Break über die im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie bedeuten, unter der die Aktie seit über drei Monaten immer wieder nach unten dreht. Aus rein charttechnischer Sicht wäre der nächste größere widerstand das bisherige Jahreshoch bei 232,60 Euro.

Auf der Unterseite ist es eine Zone zwischen 169 und 177 Euro, die seit Anfang Juni mehrfach getestet und problemlos gehalten wurde. Sollte sie einem erneuten Abwärtsschub doch noch unterliegen, wäre der Weg bis zum ersten Kursziel um 140 Euro erst einmal frei.

Allianz Aktie: Wochen-Chart vom 16.09.2020, Kurs 181,80 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Corona-Krise setzte im März auch dem Finanz- und Versicherungskonzern ordentlich zu. Bis Ende Mai befanden sich die Kurse größtenteils unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Juni hat sich die gesamte technische Lage allerdings zum Besseren verändert, wenngleich die Kurse sich seither kaum von der Stelle bewegen. Aktuell konsolidiert die Aktie in einer sehr engen Spanne zwischen 180 und 188 EUR. Das große Warten hat begonnen und Aktionäre machen sich für einen eventuell bevorstehenden Breakout bereit. Die Frage ist nur, in welche Richtung die anhaltende Seitwärtsbewegung gebrochen wird. Derzeit befindet sich der Trend in einer neutralen Gesamtsituation.

Expertenmeinung: Die aktuell recht trendlose Phase wird auch von den gleitenden Durchschnitten klar und deutlich angezeigt. Diese bewegen sich fast regungslos seitwärts und geben derzeit absolut keine Signale von sich. Das Verlassen der eingezeichneten Formation dürfte die Lage doch deutlich verändern. Während Schlusskurse unterhalb des Bereichs von 180 EUR für neue Verkaufssignale sorgen würden, hätten die Bullen beim Verlassen nach oben große Chancen, die Aktie wieder in einen stabilen Aufwärtstrend zu überführen. Die Lage könnte kaum spannender sein. In den kommenden Tagen wird sich die Aktie wohl für eine Richtung entscheiden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 02.09.2020 Kurs: 183.50 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es ist schon einige Zeit her, dass wir die Aktie des deutschen Versicherungs- und Finanzunternehmens in unseren Analysen erwähnt haben. Jetzt scheint wieder ein geeigneter Moment zu sein, um sich den Chart der Allianz wieder etwas genauer zu Gemüte zu führen. Rund die Hälfte es Abverkaufs von März konnte das Papier zwischenzeitlich wieder aufholen, doch es fehlt nach wie vor der Anschluss zum DAX, welcher sich schon fast wieder zu den alten Hochs zurückkämpfen konnte. Wir sehen hier eine deutliche Underperformance gegenüber dem Markt. Dies ist kein sonderliches Zeichen von Stärke, wobei man auch sagen könnte, dass die Aktie wohl noch einiges an Aufholpotential haben dürfte. Der Trendverlauf selbst präsentiert sich derzeit neutral.

Expertenmeinung: Wohin die Reise gehen wird, hängt vor allem davon ab, wohin die in den letzten Wochen aufgebaute Seitwärtsbewegung nun gebrochen wird. Ein Breakout über 190 EUR würde die Bullen wieder auf den Plan rufen. Eine Rückkehr zu den Ständen von Februar dieses Jahres wäre in Folge im Bereich des Möglichen. Gelingt dieser Sprung jedoch nicht, bleibt nur noch der Bruch nach unten. Sollte die Unterstützung knapp oberhalb der Marke von 170 EUR gebrochen werden, bliebe wohl nur noch der Absturz in den Keller. Vorläufig sehen wir eine erhöhte Chance für einen positiven Ausgang und setzen unsere Erwartungen auf die bullische Seite.


Aussicht: BULLISCH

Chart vom 17.08.2020 Kurs: 180.72 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX

Der DAX hat das Sommer-Tief 2019 längst überboten, die 200-Tage-Linie ebenso. Es wirkt erstaunlich, dass ausgerechnet eine Aktie wie die Allianz beides noch als Hürde vor sich hat. Denn eigentlich gehört der Finanz- und Versicherungskonzern zu denjenigen Unternehmen, die weniger unter der Corona-Krise bzw. der Rezession leiden als die zahlreichen, sehr konjunktursensiblen Unternehmen, die im deutschen Leitindex gelistet sind. Aber es ist derzeit diese Phantasie starker Gewinnzuwächse, die das bullische Lager so anfeuert. Dabei wird, zumindest derzeit, gerne vom Tisch gewischt, dass solche erhofften, rasanten Erholungen auch ob des vorherigen Einbruchs auch dringend nötig wären, um Aktien-Rallyes zu rechtfertigen, die bei manchem DAX-Mitglied schon auf neue Rekordhochs geführt haben. Erst Anfang August wird die Bilanz des zweiten Quartals vorgelegt, aber gerade erst Anfang Juli war aus dem Allianz-Vorstand zu hören, dass man dort hofft, bereits im kommenden Jahr wieder an den Gewinnlevel anknüpfen zu können, den der Konzern vor der Corona-Krise erreicht hat. Und die Mitte Mai präsentierte Bilanz des ersten Quartals war durchaus angetan, um diese Hoffnung als Anleger teilen zu können. Der Umsatz hatte trotz des im März begonnenen, europaweiten Lockdowns um 5,7 Prozent zugelegt. Das operative Ergebnis fiel zwar um 22 Prozent, das war aber auch, bedingt durch den Investmentsektor des Konzerns, ein Nebeneffekt der im März weggebrochenen Aktienmärkte. Wie die Allianz derzeit wirklich dasteht, werden wir, sofern keine Vorab-Ergebnisse veröffentlicht werden, zwar erst am 5. August wissen, aber es ist durchaus möglich, dass die Aktie bereits vorher Zeichen setzt. Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass der Kurs sich jetzt der markanten Widerstandszone 193,60/197,50 Euro angenähert hat, die (in diesem Chart nicht zu sehen) bis in den Spätsommer 2018 zurückreicht und aktuell zusätzlich durch die 200-Tage-Linie verstärkt wird. Würde der Ausbruch über diese Zone gelingen, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht erst einmal frei. Eine „natürliche Grenze“ wäre zwar die obere Begrenzung des im März etablierten Aufwärtstrendkanals. Aber diese Linie läge bereits jetzt um 212 Euro und steigt zügig weiter, da wäre also einiges an Spielraum gegeben. Ein Aspekt spräche für einen Ausbruch nach oben: Die Allianz-Aktie notiert momentan noch etwa 20 Prozent von ihrem Februar-Hoch, der DAX als Benchmark-Index hingegen ist schon weit näher an seinem Rekordhoch dran. Und die Allianz-Aktie preist mit dem derzeitigen Kursniveau weitaus weniger Hoffnung ein als andere Index-Aktien. Daher steht die Chance gut, dass die Marktteilnehmer hier zugreifen, sobald diese Widerstandszone 193,60/197,50 Euro aus dem Weg geräumt wäre. Zugleich ließe sich eine Long-Positionierung dann knapp unterhalb dieser Zone – und damit akzeptabel nahe am möglichen Einstiegslevel – ansiedeln. Diese Aktie im Auge zu behalten, könnte also lohnen. Allianz Aktie Chart vom 21.07.2020, Kurs 188,84 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.