Allianz Aktie aktuell Allianz: Jetzt haben die Bullen hier ein Problem

News: Aktuelle Analyse der Allianz Aktie

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Zur Allianz Aktie

Manchmal sorgen überraschende, unerfreuliche Nachrichten bei den Marktteilnehmern für eine Überreaktion, die dann schnell wieder ausgeglichen wird. Aber was der Allianz-Konzern am Sonntag als ad hoc-Meldung mitteilte, könnte ein Problem werden, das sich festbeißt.

Die Sache reicht zurück in die Zeit des Corona-Crashs Anfang 2020. Hedgefonds der Vermögensverwaltungs-Tochter Allianz Global Investors (AGI) hatten damals immense Verluste eingefahren, zwei Hedgefonds mussten sogar liquidiert werden. Gegen diese Verluste sind Klagen in den USA anhängig. Die US-Börsenaufsicht (Securities & Exchange Commission, SEC) ermittelt. Aber das war bereits bekannt. Neu war, dass sich jetzt auch das US-Justizministerium (Department of Justice, DoJ) aktiv eingeschaltet hat.

Das hat die Allianz veranlasst, die Marktteilnehmer darauf hinzuweisen, dass (Zitat aus der ad hoc-Meldung) „… ein relevantes Risiko besteht, dass die mit den Structured Alpha Fonds verbundenen Angelegenheiten erhebliche Auswirkungen auf künftige Finanzergebnisse der Allianz Gruppe haben könnten.“ Damit haben die Investoren ein Problem, dass die Allianz sinnvollerweise auch so kommuniziert hat. Denn, um die ad hoc-Meldung erneut zu zitieren:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Allianz Aktie finden Sie hier.

„Es ist jedoch derzeit weder möglich, den Ausgang der Untersuchungen der SEC und des DOJ sowie der anhängigen Gerichtsverfahren vorherzusagen, noch den entsprechenden Zeitpunkt dafür einzuschätzen. Insbesondere ist es nicht möglich, die konkreten finanziellen Auswirkungen, einschließlich möglicher Strafzahlungen, zuverlässig abzuschätzen.“

Expertenmeinung: Kein Wunder, dass man verschreckt reagierte. Eine nicht quantifizierbare Belastung, die irgendwann kommen dürfte, also eine Gleichung mit lauter Unbekannten, die aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Gewinne drückt, das erinnert an den Schreck, den die Marktteilnehmer 2015 bekamen, als „Dieselgate“ ruchbar wurde. Es geht im Fall der Allianz zwar wohl nicht um eine vergleichbare Dimension. Aber auch, wenn viele, die daraufhin aussteigen wollten, bereits gestern ausgestiegen sind: Wer wollte im Angesicht eines solchen Damoklesschwerts jetzt die Hand aufhalten und einsteigen?

Dass Ungemach nennenswerter Größenordnung drohen kann, manifestierte sich auch in der Reaktion des ersten Analysten, der auf diese Entwicklung reagierte: Die NordLB senkte das Kursziel deutlich von zuvor 240 auf jetzt 190 Euro und wandelte die „Kaufen“-Einschätzung in „Halten“ um. Jetzt ist die Frage, ob das mit diesem „Halten“ auch auf charttechnischer Ebene klappt. Denn es ist zwar bereits einiges an Porzellan zerbrochen, aber nicht alles.

Sie sehen in diesem Chart auf Wochenbasis, dass durch das gestrige Minus von 7,76 Prozent zwar eine Toppbildung vollendet wurde und die Aktie durch die 200-Tage-Linie gerutscht ist. Auf der anderen Seite hielten die bis Anfang 2019 zurückgehende Wendezone 193/195 und die im März 2020 etablierte Aufwärtstrendlinie bei 188 Euro stand. Bleibt das so?

Noch ist das offen, aber es ist gut möglich, dass wir Ende der Woche mehr wissen, denn am Freitag steht die Quartalsbilanz des Allianz-Konzerns im Terminkalender. Starke Ergebnisse und ein von diesem US-Problem abgesehen positiver Ausblick auf das operative Geschäft könnten helfen, den Trend zu halten. Geht das indes schief und fällt die März 2020-Trendlinie, wird die Allianz-Aktie zu einem fallenden Messer, in das man besser nicht hineingreifen sollte!

Allianz-Aktie: Chart vom 02.08.2021, Kurs 193,70 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Allianz Aktie


Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Versicherungskonzern konnte in diesem Jahr bisher von der Stärke im DAX profitieren und kämpfte sich langsam, aber stetig seinen Weg nach oben. Mit dem Fehlausbruch über die Marke von 220 EUR endete aber die Rallye in der Allianz-Aktie. Die Ausbruchskerze zu einem neuen Hoch am 17. Juni wurde am nächsten Tag durch eine große rote Abverkaufskerze negiert. Dies leitete eine Korrektur ein, welche nach wie vor Bestand hat.

Bisher war die Frage, ob die Unterstützungslinie der letzten Monate halten würde und die Antwort hierauf dürften wir wohl im gestrigen Handel bekommen haben. Der Boden wurde gebrochen und es bildeten sich erneut klare Verkaufssignale. Das sieht aktuell alles andere als gut aus.

Expertenmeinung: Sofern das Niveau bei 210 EUR nicht schnell wieder zurückerobert wird, ist mit weiteren Abschlägen nach unten zu rechnen. Erschwerend kommt derzeit hinzu, dass die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 den Druck nach unten ebenfalls erhöhen. Bereits der technische Bounce der vorigen Woche wurde nahe der Indikatoren beendet. Diese agieren als Widerstände und laufen derzeit stetig nach unten. Die nächste Unterstützung findet sich bei rund 205 EUR. Sollte auch diese gebrochen werden, könnte die gesamte Performance der letzten Monate gefährdet sein. Vorerst sehen wir hier mehr Gefahren als Chancen und senken daher unsere Aussichten auf bärisch.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 08.07.2021 Kurs: 207.75 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die im November gestartete Impfstoff-Rallye ließ die Allianz-Aktie ordentlich ansteigen. Bis zum damaligen Zeitpunkt sah der Chart jedoch alles andere als gut aus und die Bären wurden ziemlich auf dem falschen Fuß erwischt. Nachdem der Turbo gezündet wurde, konnte das Wertpapier innerhalb kürzester Zeit über 30 Prozent an Wert zulegen. Wer sich danach versuchte zu positionieren, musste sich mit einer überaus schwierigen Achterbahnfahrt der Kurse auseinandersetzen.

In dieser Phase bildete sich mittlerweile ein recht klarer Boden rund um den Bereich von 185/186 EUR, welcher jüngst erfolgreich gehalten werden konnte. Nach oben hin lag das letzte Zwischenhoch bei 208.35 EUR. Der Trend befindet sich aktuell in einer neutralen Situation, was auch durch die seitlich orientierten gleitenden Durchschnitte nicht zu übersehen ist.    

Expertenmeinung: Der weitere Weg der Aktie wird nun davon abhängen, welcher Pivot-Punkt als nächstes gebrochen wird. Sollte der Allianz Aktie der Sprung auf ein neues Hoch gelingen, wäre eine mögliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation vom Tisch. Sollte der aktuelle Impuls jedoch lediglich dazu reichen, ein tieferes Hoch zu generieren, steigt die Gefahr, dass der Boden beim nächsten Test nach unten gebrochen wird. Dies würde bedeuten, dass die Kurse in den Bereich von 160 bis 165 EUR fallen könnten. Noch haben die Bullen die Chance dieses Szenario zu verhindern, doch Schwäche dürfen Sie sich in den kommenden Tagen keine leisten.  

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 05.02.2021 Kurs: 195.70 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX

Viele Anleger stürzen sich seit einem Monat auf Aktien von Unternehmen, die oft keine Chance haben, die Gewinne des „Prä Crona“-Jahres 2019 im kommenden Jahr auch nur annähernd zu erreichen. Trotz dieses Handicaps steigen solche Aktien bisweilen über die Hochs vor dem Corona-Crash. Auf der anderen Seite bleiben derzeit Aktien liegen, die dieses schwierige Jahr relativ unbeschadet überstehen, auf der anderen Seite aber keine expliziten „Corona-Gewinner“ waren oder sind. Einfach, weil Stabilität momentan nicht im Fokus der Trader steht.

Doch es ist zu bezweifeln, dass sich das allzu lange fortsetzt, nicht zuletzt deshalb, weil viele dieser aktuellen Kursraketen bereits absurde Bewertungen erreicht haben. Da die Realität mit den Hoffnungen vieler Akteure nicht mithalten kann, ist die Chance, dass „konservative“ Aktien mit solider Dividendenrendite und einem günstigen Kurs/Gewinn-Verhältnis wieder gesucht werden, durchaus realistisch. Aktien, zu denen auch die Allianz-Aktie gehört.

Der Finanz- und Versicherungskonzern hatte zwar für das dritte Quartal ein Umsatzminus zum Vorjahresquartal von 6,1 Prozent gemeldet. Aber der operative Gewinn lag mit 2,91 Milliarden Euro nur geringfügig unter dem des dritten Quartals 2019 (2,98 Milliarden) und weit über der durchschnittlichen Kurs-Prognose der Analysten von 2,65 Milliarden. Derzeit schätzen die Experten im Schnitt, dass der Konzern den Umsatz 2020 gegenüber dem Vorjahr trotz der kniffligen Gesamtsituation wird steigern können und der 2019er-Gewinn bereits im kommenden Jahr nicht nur wieder erreicht, sondern übertroffen wird. Hindert die Akteure womöglich eine hohe Bewertung am Einstieg?

Expertenmeinung: Die Bewertung ist nicht hoch, im Gegenteil. Würde die aktuell geltende Konsens-Prognose von 19,65 Euro Gewinn pro Aktie in 2021 eintreffen, würde sich daraus ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 10 errechnen – das läge am unteren Ende der Bewertung der letzten Jahre. Ob die Dividende von 9,60 Euro, die die Allianz für das Geschäftsjahr 2019 auszahlte, für 2020 gehalten wird, ist noch nicht bekannt, aber wäre es so, würde diese Aktie neben der günstigen Bewertung auch noch eine attraktive Dividendenrendite von gut 4,8 Prozent auf Basis des Mittwochs-Schlusskurses vorweisen. Was derzeit aber nicht gerade Goldgräberstimmung unter den Anlegern auslöst, wie der Chart zeigt.

Die Aktie zog Anfang November zwar ebenfalls an und überwand dabei die Widerstandszone 188/195 Euro. Doch kaum war das gelungen, verloren die Akteure das Interesse, die Aktie läuft seit gut drei Wochen müde seitwärts. Wann die Kombination aus Stabilität, günstiger Bewertung und lukrativer Dividende die Akteure wieder auf die Allianz aufmerksam macht, ist vorab nicht zu bestimmen, denn da geht es um emotional basierte Entscheidungen, die die Akteure derzeit auf die „ausgebombten“ Aktien fokussiert. Und wie lange so etwas vorhält, ist nicht einzugrenzen. Aber die Chance, dass auch die Allianz ihr „Prä Corona“-Hoch, im Februar bei 232,60 Euro markiert, ansteuern wird, bleibt erhalten, solange der Kurs die jetzt als Unterstützung fungierende Zone 188/195 Euro hält und dadurch ein bärisches Signal auf charttechnischer Ebene vermeidet.

Allianz Aktie: Chart vom 09.12.2020, Kurs 197,26 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Ein Plus von gerade einmal 0,67 Prozent als Reaktion auf die am Freitagmorgen vorgelegte Quartalsbilanz wirkt äußerst mager. Aber immerhin hat sich die Allianz-Aktie damit gegen einen insgesamt etwas nachgebenden Markt gestemmt und Platz vier in der DAX-Gewinnerliste erreicht. Und die Ergebnisse an sich waren durchaus gut; was den Gewinn angeht, sogar klar besser als erwartet. Es dürfte ein anderer Aspekt gewesen sein, der die Aktie zum Wochenschluss ausbremste.

Der Umsatz kam um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, aber der Netto-Gewinn lag mit 2,06 Milliarden Euro sogar über den 1,95 Milliarden, die der Konzern im dritten Quartal 2019 erreicht hatte. Die Analysten hatten ihre Prognose mit im Schnitt mit 1,62 Milliarden deutlich tiefer angesetzt. Eigentlich also ermutigende Ergebnisse. Warum startete die Aktie trotzdem nicht durch?

Expertenmeinung: Zum einen, weil im Zuge der Bilanz auch mitgeteilt wurde, dass der Finanz- und Versicherungskonzern das in den letzten Monaten ausgesetzte Aktienrückkauf-Programm nicht wieder aufnehmen, sondern darauf verzichten wird, die noch ausstehenden 750 Millionen Euro des Programms einzusetzen. Wenn eine solche „Stütze“ für den Kurs wegfällt, ist das, auch, wenn es sich in Relation zur Marktkapitalisierung von um die 68 Milliarden Euro nicht gerade um eine entscheidende Größe handelt, natürlich unerfreulich. Hinzu kommt die Charttechnik:

Die Aktie war zwar unter den Support bei knapp 160 Euro gefallen und hatte diesen im Wochenverlauf klar zurückerobert, was positiv zu werten ist. Aber die eigentlichen, mittelfristig relevanten Hürden kommen eben erst jetzt: Die Zone zwischen 171,70 und 176,80 Euro ist eine harte Nuss. Hier ballen sich die im Februar etablierte, mittelfristige Abwärtstrendlinie, die Zwischentiefs vom Juni und Juli und vor allem die 200-Tage-Linie.

Da müsste die Aktie durch – und das bedarf ordentlicher Umsätze und einer weiter positiven Marktstimmung, denn natürlich wird das bärische Lager versuchen, diese Zone aktiv zu verteidigen. So schlecht stehen die Chancen für die Käuferseite aber nicht, denn es fällt auf, dass der unten im Chart mit eingeblendete RSI-Indikator eine positive Divergenz ausgebildet hat. Das heißt, dass das letzte Tief der Aktie kein neues Tief im Indikator nach sich zog. Oft, wenngleich keineswegs immer, ist eine solche positive Divergenz eine „gutes Omen“. Nichtsdestotrotz wäre es angeraten, mit Käufen bzw. Zukäufen zu warten, bis diese Hürde mit Schlusskursen klar über der aktuell bei 176,80 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie übersprungen wurde. Denn neben dem besseren Chance/Risiko-Verhältnis ließe sich in diesem Fall ein relativ enger Stoppkurs knapp unter die dann in eine Unterstützung verwandelte Zone 171,70 und 176,80 Euro ansetzen.

Chart vom 06.11.2020, Kurs 168,06 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang September hatten wir unsere Aussichten auf die Aktie des deutschen Finanz- und Versicherungskonzerns von bullisch auf neutral gesenkt. Gründe hierfür waren zum einen das im Vorfeld produzierte tiefere Hoch, als auch die eher bärische Konsolidierung rund um die Marke von 180 EUR, welche drohte, nach unten gebrochen zu werden. Wenig später begann die Misere und die Kurse lösten das erste deutliche Verkaufssignal aus, welches die Kurse eine Etage nach unten beförderte. Im Bereich von 160 EUR fand der Titel einen guten Halt und konnte sich zwischenzeitlich wieder leicht erholen. Doch der Verkaufsdruck war insbesondere durch die mittlerweile fallenden gleitenden Durchschnitte deutlich erkennbar. Exakt am 20-Tage-Durchschnitt holten die Bären neuerlich zur Attacke aus und drückten die Kurse abermals in Richtung Support. Im gestrigen Handel ist nun auch dieser gebrochen worden.  

Expertenmeinung: Somit sehen wir, ähnlich wie bereits im September, ein klares Verkaufssignal. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse von hier aus eine weitere Etage in Richtung Süden laufen, ist hoch. Des Weiteren hat die Aktie mittlerweile bärisches Terrain betreten. Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs zeigt, dass die Bären mittlerweile das Zepter übernommen haben. Doch wohin kann die Reise gehen? Aktuell sieht es ganz danach aus, als ob sich die Aktie in Richtung der nächsten Unterstützung bewegt. Dies ist das Pivot-Tief von Mitte Mai, welches im Bereich bei 140 EUR ausgebildet wurde. Gleichzeitig stellt diese Marke auch unser aktuelles Kursziel dar. Wir senken daher unsere Prognosen von neutral auf bärisch.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 27.10.2020 Kurs: 156.66 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX