K+S Aktie Prognose K+S: Jetzt ist es passiert – diese Zone hätte halten müssen!

News: Aktuelle Analyse der K+S Aktie

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Die Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S gehörte zu den ganz wenigen Super-Performern des ersten Jahresdrittels 2022. Dass da auch mal eine Korrektur kommen würde, war allen klar. Aber jetzt hat diese Korrektur zu weit geführt und ein bärisches Signal generiert.

Düngemittel sind massiv gesucht. Und K+S stellt sie her. Dadurch lassen sich Verkaufspreise erzielen, die die ebenfalls gestiegenen Herstellungskosten bei Weitem übertreffen. K+S hat seine 2022er-Gewinnprognose in den vergangenen Monaten schon mehrfach angehoben. Der aktuelle Stand der Dinge lautet auf ein avisiertes EBITDA zwischen 2,3 und 2,6 Milliarden Euro. 2021 hatte das Unternehmen beim EBITDA 0,97 Milliarden Euro erzielt … und auch das war schon ein gigantischer Sprung gegenüber den 0,27 Milliarden des Jahres 2020. Bei dieser Dimension des Gewinnanstiegs war die Hausse der Aktie berechtigt. Und da der Gewinn prozentual stärker steigt als die Aktie, lag die Bewertung der Aktie über das Kurs/Gewinn-Verhältnis sogar am Jahreshoch von 36,45 Euro nur bei 4,4 … das war spottbillig. Eigentlich.

Denn die Sache hat eine Achillesferse: Die Gewinne werden über kurz oder lang wieder sinken, weil die Sondersituation eines massiven Nachfrageüberhangs nicht für alle Zeit fortbestehen kann. Der Vorteil des bullischen Lagers war: Wann diese Situation ein Ende hat, weiß man nicht. Und solange die Hausse läuft, denkt kaum jemand daran, dass der Tag X, an dem die Normalität zurückkehrt, bald sein könnte und jemand das im Kurs vorwegnehmen könnte. Doch solche Situationen bedeuten: Gewinnmitnahmen, die sonst harmlos wären, können genau diese „Tunnelblick-Stimmung“ kippen. Und das scheint gerade zu passieren.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur K+S Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Um die Relevanz dieser letzten, schwachen Handelswoche zu erkennen, muss man sich einen Chart auf Wochenbasis ansehen.

K+S-Aktie: Tages-Chart vom 10.06.2022, Kurs 24,17 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX

Denn die charttechnische Zone zwischen 24,74 und 25,86 Euro, die eigentlich das Ziel einer Korrektur hätte sein und halten müssen, besteht aus den Hochs der Jahre 2017 und 2018. Dass diese Zone auch jetzt noch von den Tradern als relevant angesehen ist, haben wir im März gesehen. Zunächst lief K+S dort problemlos nach oben durch. Doch Ende März kam es zu einem Rücksetzer, der genau dort, in dieser Zone, aufgefangen wurde und einen neuen Rallye-Impuls auslöste. Und als die Korrektur Ende Mai in diese Zone führte, kamen ebenfalls Käufe auf. Mit einem entscheidenden Unterschied: Es gelang nicht, die Dynamik zurück zu gewinnen. Die Aktie zog nur schwerfällig an und kam nicht weit. Keine zwei Wochen danach fiel der Kurs erneut in diesen Auffangbereich … und rutschte am Freitag darunter. Das kann Folgen haben, denn:

Da jeder weiß, dass die Gewinne des Unternehmens über kurz oder lang wieder auf einen normalen Level zurückkommen werden, ist dieser Gedanke jetzt, da die Aktie dynamisch fällt, wieder voll präsent. Und zugleich bedeutet der Bruch der Zone 24,74/25,86 Euro, dass der Weg aus charttechnischer Sicht frei wäre. Die nächste nennenswerte Supportlinie läge erst wieder im Bereich 18,61 Euro (Jahreshoch 2019) bis 20,15 Euro (die 200-Tage-Linie).

Könnte der Kurs derart weit durchgereicht werden? Da K+S mit den jetzt fließenden Milliarden sein Geschäft verbreitern kann und dadurch mittelfristig eine Grundlage für weiterhin solide Gewinne hat, muss das nicht so kommen. Aber in einem derart nervösen Markt wäre es gewagt, irgendetwas auszuschließen, daher: Solange K+S nicht schnell wieder über die Zone 24,74/25,86 Euro hinaus läuft, ist sie ein „fallendes Messer“, in das man besser nicht greift.

K+S-Aktie: Wochen-Chart vom 10.06.2022, Kurs 24,17 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX

 

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Vorherige Analysen der K+S Aktie

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Wie kann es angehen, dass die K+S-Aktie, die vor sechs Wochen scheinbar jeder haben wollte, ohne neue Nachrichten auf einmal 30 Prozent unter ihrem Jahreshoch notiert? Und das auch noch, während der deutsche Aktienmarkt gerade eine Rallye absolviert! Was ist da los?

Die Vorlage der Quartalszahlen liegt schon fast drei Wochen zurück, diese waren grandios und die Prognose eines bereits mehrfach angehobenen 2022er-Gewinnziels wurde bestätigt. Daran kann es also nicht liegen, dass die K+S-Aktie auf einmal so sehr in die Knie geht. Negative Analysteneinschätzungen gab es, wenn man das überhaupt negativ nennen will, seither nur zwei, bei denen die Kursziele jeweils marginal von 33 auf 32 und von 36 auf 33 gesenkt wurden. „Verkaufen“, das also, was einige Marktteilnehmer gerade tun, empfahl da aber niemand. Außerdem stammte keine dieser Anpassungen aus der vergangenen Woche, als die Aktie besonders kräftig verkauft wurde.

Ist es vielleicht der zweifelnde Blick auf die kommenden Jahre? Sicher, es ist schon richtig, dass diese Sondersituation, die K+S vor allem bei den Düngemitteln immens hohe Gewinnmargen ermöglicht, weil die Nachfrage extrem ist, nicht von Dauer sein kann. Aber mit den jetzt erzielten Milliardengewinnen lässt sich zukaufen, investieren, modernisieren, das Geschäft verbreitern. Damit ist die Basis für zukünftige Profitabilität vorhanden. Und selbst, wenn sich der jetzt vom Unternehmen für 2022 avisierte EBITDA-Gewinn von 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2023 halbieren würde, wäre die Aktie dann auf diesem Kursniveau noch ungewöhnlich billig bewertet. Also?

Expertenmeinung: Es scheint, als sei die K+S-Aktie derzeit einfach ein Opfer der mit der Rallye der deutschen Indizes rasant wachsenden Zuversicht unter den Anlegern. Die Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers ist eine der wenigen Aktien in einem starken, stabilen Aufwärtstrend gewesen, als der Gesamtmarkt wankte. Viel Geld floss hier hinein in der Erwartung, in K+S einen sicheren Hafen gefunden zu haben. Und jetzt?

Jetzt sausen DAX & Co. auf einmal nach oben, während ausgerechnet dieser „sichere Hafen“ anfängt, abzurutschen. Da kann es nicht wundern, wenn einige hektisch zurück in Wachstumswerte umschichten, weil sie hoffen, dass die jetzt durchstarten werden. Dass die Rahmenbedingungen dafür in keiner Weise eine Basis bieten, ist ja nicht jedermann bewusst, nicht wenigen fehlen die nötigen Fachkenntnisse um zu erkennen, dass ein solcher Favoritenwechsel auf Sand gebaut und damit kurzlebig sein dürfte.

Daher muss man zumindest vermuten, dass der Abverkauf der K+S-Aktie auch, wenn das fundamental gar nicht gerechtfertigt wäre, beschleunigt weitergehen würde, wenn die jetzt im Feuer stehende, immens wichtige charttechnische Unterstützungszone im Bereich 24,95/25,86 Euro durchbrochen werden sollte. Ein Test der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie, die momentan im Bereich 19,00/19,45 Euro eine Kreuzunterstützung bilden, wäre dann denkbar. Und es wäre dann, aus heutiger Sicht, eine sehr gute Gelegenheit, um diese Aktie einzusammeln. Wir werden sehen, ob sie den Weg dorthin findet.

K+S-Aktie: Chart vom 27.05.2022, Kurs 25,22 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX

Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S macht derzeit Geld wie Heu. Aber das weiß man seit Monaten, deswegen ist die Aktie ja derartig nach oben geschossen und damit einer der wenigen Super-Performer am deutschen Markt. Die Frage ist, ob die Hausse noch weitergeht.

Die Quartalszahlen, die K+S vergangene Woche ablieferte, waren grandios, aber damit war auch zu rechnen, nachdem das Unternehmen bereits im März die Gewinnprognose deutlich auf eine Spanne zwischen 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro auf EBITDA-Basis angehoben hatte. Die Gründe für die immens gestiegenen Gewinne kannte man auch längst: ein immenser Nachfrageüberhang, der die gestiegenen kosten bei Weitem überkompensiert.

Doch man weiß eben auch, dass man sich da in einer Sondersituation befindet, deren Dauer zwar nicht vorhersagbar ist, die aber dennoch irgendwann der Normalität weichen wird. Im Prinzip ist das also, wie bei allen Profiteuren der derzeitigen Kombination aus geopolitischen Spannungen und Lieferengpässen bei zugleich massiv gestiegenen Preisen, eine Hause auf Zeit. Was indes kein Grund wäre, vorzeitig vom Zug zu springen. Man müsste eben nur wissen, wann „rechtzeitig“ ist.

Expertenmeinung: Das Chartbild könnte da die entscheidenden Hinweise geben. Die K+S-Aktie hat seit ihrem bisherigen Jahreshoch, am 19. April bei 36,47 Euro markiert, zwei kleinere Korrekturschübe absolviert. Nachdem die am 11. Mai vorgelegte Bilanz immerhin keine neuen Gewinnmitnahmen auslöste, stabilisierte sich der Kurs und zog wieder leicht an, kam gestern aber trotz eines kräftig zulegenden Gesamtmarkts erst einmal ins Stocken. Von der Struktur her sieht das Chartbild jetzt aus, als habe sich eine sogenannte „bullische Flagge“ gebildet, sprich ein kurzfristiger Abwärtstrendkanal, der aber nur eine Konsolidierung innerhalb eines intakten Aufwärtstrends darstellt und folgerichtig nach oben verlassen wird. Ist das so?

Bei K+S gibt es … wie meist, so auch hier … in Sachen neuer Hochs natürlich ein „einerseits, andererseits“. Die Gewinnexplosion ist auf der Zeitachse begrenzt, die Aktie schon extrem gestiegen, das spräche dafür, dass dieser kurzfristige Abwärtstrend zumindest noch an die wichtige Unterstützungszone aus den Jahreshochs 2017/2018 im Bereich 24,95/25,45 Euro weitergeht, diese Supportzone im schlimmsten Fall sogar bricht. Auf der anderen Seite bedeuten diese immensen Unternehmensgewinne, auch, wenn sie nicht von Dauer sind, die Möglichkeit für K+S, sein Geschäft auszubauen und sich damit für die Zukunft auf breitete Füße zu stellen … was wiederum ein Argument wäre, die Aktie wieder einzusammeln, wenn die Korrektur vorbei ist. Also?

Derzeit würde sich als beste Lösung anbieten, dann wieder einzusteigen oder bestehende Long-Positionen auszubauen, wenn diese Flaggenformation nach oben verlassen wird, was momentan mit Schlusskursen über 32 Euro der Fall wäre. So spart man sich die Glaskugel und/oder den nicht machbaren Blick in die Köpfe der anderen Trader und handelt konsequent entsprechend der Charttechnik. Gerade dann, wenn die Emotionen überkochen und eine Aktie ungewöhnliche Ausschläge zeigt, fährt man damit meist am besten!

K+S-Aktie: Chart vom 17.05.2022, Kurs 29,54 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Sektor der Düngemittelproduzenten ist in den letzten Monaten wahrlich durch die Decke gegangen. In den USA profitierten von diesem Trend vor allem Titel wie Mosaic, Potash und Nutrien. Doch die Anstiege der Aktien scheinen allmählich ein Ende zu finden, denn all diese Papiere weisen seit Wochenbeginn deutliche Änderungen im Trendverlauf auf und bildeten durch die Bank weg deutliche Verkaufssignale.

Auf dem deutschen Börsenparkett kann sich die K+S-Aktie noch gegen diesen Verlauf stemmen, doch auch hier gibt es erste Anzeichen einer Abkühlung des Trends. Das tiefere Hoch von Anfang Mai signalisiert bereits abnehmenden Kaufdruck. Anleger sind nicht mehr bereit, höhere Kurse für die Aktie zu bezahlen. Droht auch hier der Verlust des Aufwärtstrends?  

Expertenmeinung: Der nächste wichtige Support für die Aktie befindet sich bei rund 29 EUR. Hier hat sich mittlerweile auch die 50-Tage-Linie eingefunden. Zusammen bilden diese Punkte eine überaus wichtige Ebene, welche keinesfalls gebrochen werden sollte.

Wenn doch, wäre dies das Ende der vorläufigen Aufwärtsbewegung und die Kurse könnten deutlich unter Druck geraten.  Noch ist es nicht so weit, doch Anleger sollten sich bereits auf dieses mögliche Szenario vorbereiten. Aufgrund des tieferen Hochs und der Sektorschwäche der Kollegen an der Wall Street bleibe ich vorläufig bei meiner neutralen Bewertung der Aktie.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 09.05.2022 Kurs 29.85 Kürzel: SDF | Online Broker LYNX

Aktien, die seit Jahresbeginn kräftige Kursgewinne vorweisen können, muss man mit der Lupe suchen. Daher ziehen die wenigen Kursraketen das Geld vieler Anleger an und drohen heiß zu laufen. K+S gehört zu diesem kleinen Kreis … und jetzt zeigt der Chart ein Warnsignal.

Nachdem K+S Mitte April die EBITDA-Prognose (EBITDA = Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) dramatisch auf eine Spanne zwischen 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro angehoben hatte (2021: 0,969 Mrd.), stieg die Aktie zwar auf erneute, mehrjährige Hochs. Aber nur für zwei Tage. Am Dienstag vergangener Woche wurde ein neues Jahreshoch abverkauft, die Aktie beendete den Handelstag im Minus. Es entstand ein Warnsignal im Candlestick-Chart in Form eines „bearish engulfing pattern“, d.h. die rote Kerze des Dienstags hüllte den grünen Kerzenkörper des vorherigen Handelstags komplett ein.

Diese Formation ist deswegen „nur“ ein Warnsignal, weil sie durch weitere rote Kerzen als relevant bestätigt werden muss. Die blieben am Mittwoch und Donnerstag aus, das bullische Lager dürfte da bereits aufgeatmet haben. Aber am Freitag setzte der Abgabedruck erneut ein, damit wurde das „bearish engulfing pattern“ doch noch als negatives Signal bestätigt. Und dass das ohne neue Nachrichten zu dieser Aktie passierte, ist ein Grund mehr, warum diejenigen, die hier aggressive Long-Trades halten, vorsichtig werden sollten.

Expertenmeinung: Bezogen auf die für 2022 avisierten Gewinne war die K+S-Aktie auch am bisherigen Jahreshoch von 36,45 Euro noch nicht zu hoch bewertet. Aber den Marktteilnehmern ist klar, dass hier eine Sondersituation vorliegt. Sobald sich die Engpässe am Rohstoffmarkt bereinigen und die geopolitische Lage eine Entspannung sieht, dürften die Gewinne wieder zurückkommen. Zwar kann und wird K+S diesen Geldsegen nutzen, um sich noch solider und breiter aufzustellen, so dass man für die kommenden Jahre grundsätzlich weiter sehr optimistisch sein kann, aber:

Wenn ein Kurs derart schnell so weit steigt … immerhin wurden seit dem letzten Kurs 2021 in der Spitze bereits 140 Prozent Gewinn erreicht … sind Trader mit Gewinnmitnahmen schnell bei der Hand. In einem nach unten weisenden Gesamtmarkt, bei dem man insgesamt unruhiger agiert, sowieso. Daher muss man jetzt genau darauf achten, ob die K+S-Aktie die Unterstützungszone, die am Freitag am Tief des Handelstages erreicht wurde, hält oder nicht.

Es geht um die Supportzone aus dem März-Verlaufshoch bei 30,07 Euro und der oberen Begrenzung der Anfang April entstandenen Aufwärts-Kurslücke bei 30,60 Euro. Ein Bereich, der momentan noch durch die 20-Tage-Linie verstärkt wird, die den Bullen in den vergangenen Wochen als Leitstrahl diente, wie der Chart zeigt. Genau dort wurden die Abgaben am Freitag abgefangen – das zeigt, dass die Bullen auf dem Posten sind und um die Bedeutung dieser Auffangzone wissen, aber:

Sollte das in den kommenden Tagen nicht mehr gelingen, d.h. sollte K+S durch diese Zone hindurch rutschen und auch darunter schließen, wäre eine Korrektur bis zur mittelfristig relevanten Unterstützung in Form der Hochs der Jahre 2017 und 2018, die bei 24,74 und 25,86 Euro warten, durchaus realistisch.

K+S-Aktie: Chart vom 22.04.2022, Kurs 31,73 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX

Wieder hat die Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S ein neues Jahreshoch markiert, wieder ziert sie die Spitze der MDAX-Gewinnerliste. Und der Auslöser der Käufe ist keine Überraschung: K+S hob die Gewinnprognose erneut an. Aber wie lange geht das noch gut?

K+S hatte bereits am 9. Februar einen Ausblick abgeliefert, der es in sich hatte. Da projizierte man für 2022 einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 1,6 und 1,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg zwischen 65 und 95 Prozent gegenüber dem EBITDA von 2021 entsprechen würde. Und schon 2021 war gut gelaufen. Jetzt jedoch setzte man noch eins drauf, und wie: Der Gewinnausblick auf EBIDA-Basis wurde jetzt auf eine Spanne zwischen 2,3 und 2,6 Milliarden Euro nach oben angepasst. Da dürfte so mancher Großkonzern neidisch werden.

Damit avisiert K+S einen Gewinn, der im Vergleich zu 2021 prozentual deutlich stärker steigt als die Aktie bislang zulegte. Dadurch ist die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis trotz dieser Super-Rallye überaus niedrig, die Aktie von dieser Warte her also weiterhin „billig“. Doch so ziemlich jedem Anleger dürfte klar sein: Diese Gewinnexplosion ist eine Sondersituation, hervorgerufen durch den aktuell immensen Bedarf an Düngemitteln und die wegen der Knappheit durchsetzbaren Preiserhöhungen, die die gestiegenen Kosten weit überkompensieren. Das geht nicht ewig so weiter, K+S wird solche Gewinne in den Folgejahren nicht halten können. Warum nicht also gleich die Gelegenheit neuer Hochs nutzen, um bei der Aktie auszusteigen und den Gewinn einzufahren?

Expertenmeinung: Dazu sollte man zwei Faktoren bedenken. Zum einen wird K+S in den kommenden Jahren sicher nicht solche Extrem-Gewinne sehen. Aber sie könnten trotzdem deutlich höher liegen als in früheren, schwierigeren Jahren. Und die Bewertung der Aktie ist ja noch nicht voll mitgelaufen. Auch, wenn man „nur“ einen halb so hohen Gewinn für 2023 unterstellen würde, wäre das Kurs/Gewinn-Verhältnis derzeit nicht zu hoch.

Zum anderen wird K+S diese Sondersituation natürlich nutzen, um mit diesen voraussichtlich zu verdienenden Milliarden voranzukommen, z.B. indem man Unternehmen zukauft und/oder Geld in Innovation oder neue Geschäftsfelder steckt wie zuletzt beispielsweise das Recycling. Damit würde man die Umsatz- und Gewinnbasis für die Zukunft stärken.

Daher könnte man zwar sicherlich darüber nachdenken, bei solchen Kurssprüngen immer mal wieder ein paar Aktien abzugeben. Aber die Gesamtposition wäre durchaus haltenswert, solange der K+S-Kurs keine Verkaufssignale generiert. Je nach Ausrichtung und Risikolevel bestehender Positionen wären dafür zwei Zonen wichtig:

Kurzfristige Trader dürften da auf das Zwischenhoch von Ende März bei 30,07 Euro achten, das vor einigen Tagen mit einer Aufwärtskurslücke überboten wurde und das in Kürze durch die zügig heranlaufende 20-Tage-Linie, aktuell bei 28,90 Euro, verstärkt wird.

Wer mittelfristig agiert, sollte sich eher an der markanten Unterstützung in Form der Hochs der Jahre 2017 und 2018 orientieren, die bei 24,74 und 25,86 Euro einen wichtigen Support bieten. Solange diese Zonen jeweils halten, könnte für das Gros einer bestehenden Position gelten: Gewinne laufen lassen!

Chart vom 13.04.2022, Kurs 33,99 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX