K+S: Heute noch langweilig, aber bald wieder spannend?

von |
In diesem Artikel

K+S
ISIN: DE000KSAG888
|
Ticker: SDF --- %

---
EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur K+S Aktie

Seit drei Monaten läuft die K+S-Aktie volatil in einer breiten Handelsspanne seitwärts. Für Daytrader interessant, für mittel- und langfristige Anleger indes eine Situation, mit der nichts anzufangen ist. Aber K+S war schon immer für kräftige Impulse gut. Kommt bald der nächste?

K+S (ehemals Kali & Salz) ist ein Unternehmen, das aus fundamentaler Sicht schwer zu greifen ist. Die Schwerpunkte der Produktion sind kali-basierte Düngemittel, Salze und Chemikalien für verschiedenste industrielle Anwendungen. Vor allem das Düngemittel-Geschäft, Schwerpunkt des Unternehmens, ist kaum prognostizierbar, denn neben der Konkurrenzsituation, die immer neue Herausforderungen birgt, ist die Nachfrage seitens der Landwirtschaft wetter- und klimabedingt nie auch nur einigermaßen berechenbar. Viele Anleger orientieren sich bei der K+S-Aktie daher vor allem, teilweise sogar ausschließlich, an der Charttechnik. Was grundsätzlich auch ratsam ist.

Denn man darf zwar bei einer grundsätzlich volatilen Aktie damit rechnen, dass sie sich über kurz oder lang aus dem derzeitigen, charttechnischen „Käfig“ zwischen 10,90 und 13,35 Euro befreien wird. Aber die jüngsten Bilanzzahlen zum zweiten Quartal, die am 12. August vorgelegt wurden, favorisieren keine Richtung, auf die man hinsichtlich eines Ausbruchs besonders achten müsste. Besser ist es daher, einfach die charttechnischen Schlüsselzonen im Auge zu behalten.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur K+S Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die letzte Bilanz war deswegen nicht imstande, die K+S-Aktie aus ihrem Käfig zu befreien, weil das Unternehmen zwar die Gewinnprognose auf EBITDA-Basis deutlich von 500-600 auf 700-800 Millionen Euro anhob, das aber immer noch recht deutlich hinter den Ergebnissen der starken Jahre 2014 bis 2016 zurückbleibt. Dies in Verbindung mit der Sorge, dass das sehr volatile, konjunktursensible Umfeld, in dem K+S operiert, dazu führen könnte, dass 2022 schon wieder schlechter ausfallen könnte, führte zu Zurückhaltung. Aber:

Gerade in solchen Fällen hat der Trend eine entscheidende Bedeutung. Gelänge ein Ausbruch nach oben, würde allein das die Skepsis vieler Trader überlagern. Würde K+S die unterhalb der derzeitigen Seitwärtsspanne liegende Supportzone brechen, würde aus Skepsis indes schnell Pessimismus und würde die Leerverkäufer locken, die Aktie gezielt weiter zu drücken. Am Ende sind es also diese charttechnischen Ankerpunkte, auf die es zu achten gilt. Was auch deswegen der bessere Weg ist, weil die nächsten Quartalsergebnisse, selbst wenn es zu Vorab-Zahlen käme, frühestens in knapp zwei Monaten anstehen.

Auf der Oberseite ist es das Hoch vom Juli bei 13,35 Euro, auf das es ankommt. Dass die K+S-Aktie im August als Reaktion auf die eigentlich gute Quartalsbilanz knapp unter diesem Widerstand scharf nach unten drehte, macht diese Marke umso wichtiger. Wird sie überwunden, ist nach oben wieder alles drin.

Auf der Unterseite ist es eine recht breite Unterstützungszone zwischen 9,86 Euro (die 200-Tage-Linie) und 11,00 Euro, die, sollte sie fallen, den Weg nach unten freigeben würde. Aktuell wäre es einen Tick weniger wahrscheinlich, dass es zu dieser bärischen Variante kommt, aber es wäre bei K+S nicht ratsam, sich vorab auf eine Trading-Richtung festzulegen, dazu ist das „Überraschungspotenzial“ auf der Nachrichtenseite einfach zu groß!

Chart vom 27.08.2021, Kurs 12,105 Euro, Kürzel SDF | Online Broker LYNX
Sie möchten Aktien aus unserem Börsenblick einfach, schnell und professionell handeln?

Erledigen Sie Ihre Aktiengeschäfte besser mit einem Depot über LYNX. Als renommierter Aktien-Broker ermöglichen wir Ihnen einen günstigen Aktienhandel direkt an den Heimatbörsen.

Informieren Sie sich hier über den Aktien-Broker LYNX.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

K+S befindet sich im Höhenflug. Die Aktie hat den höchsten Stand seit 2019 erreicht. Einige Anleger dürften sich inzwischen die Frage stellen, ob sie die Gewinne nicht eintüten sollten.
Für andere geht es eher um Verlustbegrenzung.

Zwei Seiten einer Medaille

Seit dem Vorjahrestief hat die Aktie von K+S eine fulminante Rallye hingelegt. Es fehlt nicht mehr viel, dann hat sich der Kurs verdreifacht.

Bei all der Freude darf man allerdings nicht vergessen, dass das vielen Anlegern nur wenig hilft. Sie sitzen selbst jetzt noch auf erheblichen Verlusten und langsam aber sicher nähern sich ernstzunehmende Hürden.

Chart vom 06.07.2021 Kurs: 13,23 Kürzel: SDF - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 06.07.2021 Kurs: 13,23 Kürzel: SDF – Tageskerzen

Vorerst könnte die Rallye weitergehen. Bei Kursen von 15,00 Euro und darüber dürfte der Verkaufsdruck aber spürbar zunehmend.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Widerstandszone zwischen 15 und 17,50 Euro im ersten Anlauf überwunden wird.

Übergeordnet stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Aktie spätestens in diesem Bereich scheitert und dann wieder zum Aufwärtstrend zurückkommt, welcher derzeit knapp unter 12 Euro verläuft.

Fällt die Aktie unter die Trendlinie, trübt sich das Chartbild weiter ein.

Das treibt die Aktie an

Bisher wurde K+S vom beispiellosen Preisanstieg von Kali getragen. Vor allem in Brasilien scheint es eine Knappheit zu geben. Dort hat sich der Preis im Jahresverlauf mehr als verdoppelt.

Vorerst dürfte das bei K+S die Gewinne sprudeln lassen. Daher haben zuletzt auch zahlreiche Analysten ihre Gewinnschätzungen für das laufende Jahr erhöht.

Inzwischen traut man dem Unternehmen ein Ergebnis von 1,40 Euro je Aktie zu. Das ist erfreulich und lässt K+S mit einem KGV von 9,4 günstig erscheinen.

Augen auf

Das aktuell zuträgliche Umfeld sollte allerdings nicht über die allgemeinen Probleme von K+S hinwegtäuschen.

Die Aktie von Kali und Salz ist nicht ohne Grund ein langfristiger Underperformer. Seit mehr als einer Dekade sind Umsatz, Margen, Gewinn und Cashflow tendenziell rückläufig.
Darüber hinaus ist das Unternehmen hoch verschuldet.

Man muss ganz klar sagen: Langfristige Investoren sollten sich wohl eher andernorts umsehen.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das deutsche Bergbauunternehmen feierte zum Ende des vorigen Jahres ein fulminantes Comeback an der Börse. Von November bis Mitte Januar konnte sich die K+S Aktie nahezu verdoppeln – was für eine Performance. Dass sich danach einige Anleger für Gewinnmitnahmen entschieden, war völlig logisch. Kein Aktienkurs führt stetig wie eine Einbahnstraße nur in eine Richtung und so gehören Zwischenkorrekturen nun mal zum Großen und Ganzen dazu. Nachdem sich knapp oberhalb der Marke von 8 EUR ein Boden ausbildete, mussten Anleger auf neue Signale warten. Der Widerstand bei 9 EUR war im Chart klar ersichtlich und musste für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung gebrochen werden. Dies geschah im gestrigen Handel und die Aktie konnte den Anstieg bis zur Schlussglocke halten und somit über dem Wiederstand schließen. Das sieht richtig gut aus.

Expertenmeinung: Nach dem gestrigem Breakout könnte die Aktie nun erneut in Fahrt kommen. Die nächsten möglichen Kursziele wären die letzten Zwischenhochs von Januar und März. Somit könnte das Wertpapier schnell mehr als 10 Prozent an Wert zulegen. Ob der Widerstandsbereich bei rund 10.40 EUR jedoch ebenfalls gebrochen werden kann, bleibt abzuwarten. Falls doch, wäre danach sogar noch Luft für Anstiege bis in den Bereich von 14 bis 15 EUR vorhanden. Unterstützungen im Chart finden sich derzeit an den runden Marken von 8 und 9 EUR. Vorläufig bleibt das Gesamtbild attraktiv und wir halten an unserer bullischen Bewertung der Aktie fest.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 28.04.2021 Kurs: 307.10 Kürzel: FB | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das deutsche Bergbauunternehmen gibt seit Jahresbeginn ordentlich Gas und befindet sich aktuell in einer beeindruckenden Aufwärtsbewegung. Diese begann schon im Herbst des vorigen Jahres und zwischenzeitlich konnte sich die K+S-Aktie sogar verdoppeln. Das Wertpapier liefert eine klare Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs, auch wenn es immer wieder innerhalb der intakten Trendfolge zu stärkeren Korrekturen kam. So auch in den letzten beiden Handelswochen. In der Nähe des 50-Tage-Durchschnitts übernahmen nun die Bullen erneut das Ruder uns es scheint sich gerade ein weiterer Impuls in Richtung Norden zu bilden. Auch im längerfristigen Wochenchart sieht die Gesamtlage nicht minder attraktiv aus. Hier konnte die Aktie gerade eine lange Bodenbildung nach oben verlassen und nimmt erst richtig Fahrt auf. Somit dürfte der Trend wohl noch eine Zeit lang beibehalten werden.

Expertenmeinung: Mittelfristig hat sich gerade ein neues Pivot-Tief bei 8.81 EUR gebildet, welches als Referenzmarke für den Aufwärtstrend dient. Im längerfristigen Chartbild ist der nächste wichtige Boden bei 7.37 EUR zu finden. Solange diese Ebenen nicht nach unten gebrochen werden, ist damit zu rechnen, dass sich die Kurserholung weiter fortsetzen dürfte. Die letzten beiden Aufwärtsbewegungen von November auf Dezember und jene von Januar hatten jeweils eine Impulshöhe von rund 3 EUR. Wenn wir nun diese Spanne zum letzten Tief hinzuaddieren, wäre das nächste technische Kursziel für der K+S Aktie knapp unter der Marke von 12 EUR anzusetzen. Das Potential nach oben dürfte demnach noch nicht ganz ausgeschöpft zu sein. Wir behalten unsere bullische Haltung auf die Aktie bei.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 08.02.2021 Kurs: 9.65 Kürzel: SDF | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mal wieder müssen sich Aktionäre des deutschen Bergbauunternehmens mit dem Druck der Bären auseinandersetzen. Die Aktie hat schon seit Jahren mit einem beständigen längerfristigen Abwärtstrend zu kämpfen und verlor allein seit 2018 rund 80 Prozent an Wert. Zwar konnten sich die Kurse in den letzten Monaten wieder stabilisieren, doch beim Blick auf den Wochenchart ist eine klare bärische Konsolidierung auszumachen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eingezeichnete Unterstützungslinie bald nach unten gebrochen werden dürfte, ist immens hoch. Der zuletzt schiefgelaufene Fehlausbruch über die Marke von 6.50 EUR ist ein weiteres Zeichen von fehlendem Vertrauen unter den Anlegern. Die Bullen hatten ihre Chance und haben diese einfach nicht genutzt. Das sieht nicht gut aus.

Expertenmeinung: Aktuell belassen wir unsere Aussichten auf die K+S Aktie auf der neutralen Ebene. Sollte es jedoch zu Schlusskursen unterhalb der Trendlinie inklusive der Marke von 5.50 EUR kommen, wäre ein Absenken in Richtung bärisch unumgänglich. Hier befindet sich ein weiterer wichtiger Supportbereich, welcher im Juli noch etwas Rückhalt liefern konnte.  Sollte auch dieser brechen, ist die nächste Talfahrt in Richtung Süden wohl nicht mehr aufzuhalten. Von mittel- bis längerfristigen Kaufsignalen sind wir nach wie vor weit entfernt.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 31.08.2020 Kurs: 5.836 Kürzel: SDF | Online Broker LYNX

Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen einfach alles gekauft wird. Die Börsenparty geht unvermindert weiter, Papa Trump hat schließlich versprochen, dass alles gut wird.

Im einer Pressekonferenz sprach der US-Präsident von einem „major therapeutic breakthrough“ gegen die Pandemie und meinte damit die offizielle Zulassung von Rekonvaleszentenplasma in den USA.
Oder vielleicht wolle man auch einen in Großbritannien entwickelten Impfstoff nutzen und die US-Zulassungsbehörde FDA einfach übergehen. Trump ist ein echter Freund von Gesetz und Ordnung.

„Major breakthrough“ oder so

Eine bahnbrechende Erfindung ist Rekonvaleszentenplasma aber nicht. In anderen Ländern nutzt man das Plasma von Genesenen bereits seit Monaten, denn es enthält Antikörper gegen Covid.
Auch in den USA wird das Verfahren in Notfällen bereits angewendet. Es ist auch keine neue Technologie, ganz im Gegenteil, das Verfahren ist eher uralt.

Auch wir haben das Thema bereits vor Monaten aufgegriffen, zum Beispiel hier im Absatz „Noch eine gute Nachricht“.

Wen interessiert das?

Aber wen interessiert das? Wenn man eine Rallye aufrechterhalten möchte und an steigende Kurs glaubt, nimmt man eben jedes Argument, die einen bestätigen. So handelt die Masse schon immer.

Wie sagt man so schön? Die Kurse machen die News, nicht umgekehrt.

Auch vor dem Covid-Crash wurde das Virus über Wochen hinweg ignoriert. Die Rallye war eben zu schön. Dann kam es plötzlich zur absoluten Panik.

Ich möchte kein Selbstlob betreiben, aber auch bei diesem Thema waren wir der Börse voraus und genau damit verdient man an der Börse Geld: Früher und schneller den richtigen Schluss ziehen.

Bereits Ende Januar (Absatz „Chance Risiko Preis“) und Anfang Februar („Es hagelt Tiefschläge“) hatten wir mehrfach gewarnt.

Die Dax-Analyse vom 16.03.2020, dem Tag des Jahrestiefs, in dem ich dazu geraten hatte, ab jetzt schrittweise einzusteigen, finden Sie auf unserer Seite.

Immer das Gleiche

Dieselbe Ignoranz findet man bei vielen Aktien. Probleme werden ignoriert, Verlierer-Werte gekauft. Schließlich muss das jetzt endlich mal der Boden sein und günstig ist die Aktie ohnehin, zumindest denken es Anleger.

Das heutige Beispiel dafür ist K+S. Die Aktie notiert ohne News über 5% im Plus bei 6,53 Euro.

Ich bin froh, dass ich immer wieder vor der Aktie gewarnt habe, als das Papier noch das Vielfache Wert war. Die letzten Warnungen erfolgten bei 16,15 und 11,18 Euro.
Das zwischenzeitliche Stimmungs- und Kurstief wurde bei 4,50 Euro erreicht.

Es hilft eben nicht, dass eine Aktie bereits von 50 auf 20 gefallen ist, wenn es ganz grundlegende Probleme gibt und die sehen bei K+S wie folgt aus.

Sind Sie mit Ihrem Broker wirklich zufrieden? Ich bin bei LYNX.

Realität, bitte kommen?

Der Umsatz ist in den letzten zehn Jahren von über 5 auf unter 4 Mrd. Euro eingebrochen. Die Margen sind schlecht, man hat Probleme mit der Profitabilität, der freie Cashflow ist in den meisten Jahren negativ.

Der Return on Capital tendiert gegen null und ein großer Teil von dem, was man erwirtschaftet, geht für Zinsen drauf.

K+S hat ernsthafte strukturelle Probleme, wächst nicht und hat in der jüngeren Vergangenheit einen erdrückenden Schuldenberg angehäuft.
Die Nettofinanzschulden sind in den letzten zwölf Monaten übrigens von 4,4 auf 5,6 Mrd. Euro explodiert.

Das Unternehmen erfüllt nicht mal die Grundbedingungen für ein Investment.

Warum sollte man sich mit solchen Unternehmen überhaupt beschäftigen, man hat schließlich die Wahl? Es gibt zigtausende andere Aktien und die Mehrheit wäre eine bessere Anlage.
Das Kernproblem ist bei jedem Kurs von K+S dasselbe: Das Unternehmen erschafft keinen Mehrwert.

Den heutigen Käufern wünsche ich viel Glück, eine Erholung ist schließlich immer möglich. Hoffentlich wird aus dem Trade keine Depotleiche.

Mehr als 10.700 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 24.08.2020 Kurs: 6,53 Kürzel: SDF - Wochenkerzen
Chart vom 24.08.2020 Kurs: 6,53 Kürzel: SDF – Wochenkerzen | Online Broker LYNX