Airbnb Aktie Prognose Annäherung von Russland, Ukraine und Airbnb

News: Aktuelle Analyse der Airbnb Aktie

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Sowohl an der Börse als auch in der Realwirtschaft und Politik kann sich die Lage mit einem Schlag komplett drehen. Das gilt umso mehr im Krieg. Aber was hat das mit Airbnb zu tun?

Kreativität

Der Krieg in der Ukraine hat zu allerlei unvorhergesehenen Entwicklungen geführt. Wer hätte gedacht, dass die Nato, EU und USA so entschlossen auf den Einmarsch reagieren?
Es ist kaum zwei Wochen her, da waren Waffenlieferungen aus Deutschland an eine Kriegspartei undenkbar.

Das sollte man sich immer wieder vergegenwärtigen. Sowohl an der Börse als auch in der Realwirtschaft und Politik kann sich die Lage mit einem Schlag komplett drehen.

Aktien, die sich gestern noch im Crash-Modus befanden, heben plötzlich ab und umgekehrt.
Das gilt derzeit auch für den Dax, der am Mittwoch, während ich diese Zeilen schreibe, fast 4% im Plus ist.

Der Auslöser dürfte eine verbale Annäherung von Russland und der Ukraine sein. Beide Seiten scheinen erstmals mit ihren Forderungen zurückzurudern. Russland hat zuletzt nicht mehr von “Denazifizierung” gesprochen und auch nicht mehr als Vorbedingung gestellt, dass die Ukraine die Waffen niederlegt.
Die Ukraine scheint ihrerseits scheint wohl zur Neutralität und Gesprächen über den Status der Separatisten-Gebiete im Donbas bereit.

Was ist jetzt?

So viel zur aktuellen Situation. Manch ein Leser wird sich an dieser Stelle fragen, wie da Airbnb reinpasst.
Manche Dinge sind wirklich unvorhersehbar, womöglich fehlt mir aber auch nur die Kreativität.

Die scheint vielen Nutzern von Airbnb nicht zu fehlen, denn tausende haben in den letzten Tagen Ferienwohnungen in der Ukraine gebucht, um die Menschen dort ganz direkt zu unterstützen.

Ich muss wirklich sagen, das hat mich zum Schmunzeln gebracht. Presseberichten zufolge wurden mehr als 61.000 Buchungen durchgeführt und das bevor die entsprechenden Berichte auf einschlägigen Internet-Portalen aufgetaucht sind.

Es ist nicht so, dass dadurch das Geschäft von Airbnb nachhaltig beflügelt würde, es war aber Anlass genug, sich die Aktie nochmal anzusehen.

Die Krise längst abgehakt

Aktuell fragt man sich, von welcher Krise man überhaupt spricht, wenn man das Wort benutzt. In diesem Fall geht es um die Corona-Krise und die damit einhergehenden Reisebeschränkungen.

Die haben sich natürlich entsprechend auf Airbnb ausgewirkt. Im Jahr 2020 waren die Umsätze entsprechend stark rückläufig und sind von 4,81 auf 3,38 Mrd. USD eingebrochen.
Unter dem Strich fuhr man Milliardenverluste ein.

Doch dann kam 2021 plötzlich die Kehrtwende, obwohl es weiterhin Reisebeschränkungen gab.
Man kann jetzt mutmaßen, woran das lag, genau weiß man es aber nicht.

Ich würde vermuten, dass die Reiseaktivität 2020 aufgrund von Corona massiv rückläufig war, viele aber 2021 wirklich wieder Urlaub machen wollten. Das allerdings vor allem in Inland, beziehungsweise mit Auto statt Flieger.
Hotels und Menschenansammlungen wollte die Mehrheit wohl meiden und wählte daher verstärkt Ferienwohnungen.

Das kann sich sehen lassen

Inzwischen wissen wir jedenfalls, dass Airbnb das Vorkrisen-Niveau längst überwunden hat.

Im Geschäftsjahr 2021 lag die Zahl der gebuchten Nächte zwar noch 8% unter dem Niveau von 2019, das Buchungsvolumen kletterte allerdings um 23%.
Der Umsatz konnte um 25% auf 6,0 Mrd. USD gesteigert werden und das Nettoergebnis hat sich von -674 auf -352 Mio. USD deutlich verbessert.

Im dritten und vierten Quartal 2021 war man bereits profitabel. Erstaunlicherweise hat die Aktie auf diese Entwicklungen bisher kaum reagiert.
Der Kurs ist auf dem Niveau der IPO und weit entfernt von den Hochs.

Da sich die positive Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen dürfte, stehen die Chancen gut, dass der Kurs auch nachhaltig steigen wird.

Airbnb wollte aufgrund der hohen Unsicherheiten keine Prognose für das gesamte Jahr vorlegen. In den ersten Wochen des Jahres habe man aber positive Entwicklung beobachtet.
Das Buchungsverhalten normalisiere sich zunehmend.

Daher stellt man für Q1 einen Umsatz von 1,41 – 1,48 Mrd. USD in Aussicht, nach 0,89 Mrd. USD im Vorjahr und 0,84 Mrd. USD im Jahr 2019.

Chart vom 09.03.2022 Kurs: 142,13 Kürzel: SBUX - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 09.03.2022 Kurs: 142,13 Kürzel: SBUX – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht scheint der Boden erneut gehalten zu haben. Mit dem Anstieg über 137,50 USD ist es zu einer deutlichen Entspannung gekommen. Grundsätzlich ist dadurch der Weg in Richtung 150-160 USD frei.

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