Fraport Aktie Prognose Bei Fraport könnte richtig was gehen. Reisebeschränkungen bald passé

News: Aktuelle Analyse der Fraport Aktie

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Fraport
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Die Dax -Familie ist freundlich in das neue Börsenjahr gestartet. Ob das ein Omen ist, werden wir sehen. Maßgeblich dazu beigetragen haben eine ganze Reihe von Corona-Verlierern. Sie scheinen heute gefragt zu sein.

An der Dax-Spitze steht Airbus, aber auch die gebeutelte Siemens Energy zeigt relative Stärke.
Im MDax stehen Fraport, die Lufthansa sowie Teamviewer ganz oben.

Anleger scheinen also vor allem auf ein Abklingen der Pandemie und die am stärksten gefallenen Aktien zu setzen, was ich als durchaus nachvollziehbar und rational bezeichnen würde.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend lohnen, aber über ein bisschen mehr an Normalität würden wir uns wohl alle freuen.

Fraport – Eine Gelegenheit?

Logistik ist nicht gerade meine Lieblingsbranche und das hat ganz offensichtliche Gründe. In der Regel ist das Geschäft kapitalintensiv, margenschwach und von enormem Wettbewerbsdruck geprägt. Der günstigste Anbieter bestimmt den Preis.

Darüber hinaus handelt es sich bei Fraport auch noch um einen halben Staatsbetrieb. Man hat es also mit überbordender Bürokratie und Ineffizienz zu tun. Gute Investments sind ehemalige Staatsbetriebe in den seltensten Fällen, das gilt übrigens nicht nur für Deutschland.

Falls Sie Fraport an dieser Stelle noch nicht verworfen haben, könnte es jetzt trotzdem noch interessant werden.
Denn die Betreiber von Flughäfen sind im Logistik-Sektor ein echter Spezialfall. Die negativen Eigenschaften der Branche werden dadurch kompensiert, dass es sich um faktische Monopole handelt.

Fraport kann für den Betrieb des Flughafens Frankfurt zwar nicht jeden beliebigen Preis aufrufen, eine ordentliche Gewinnspanne gesteht man dem Unternehmen aber zu.
Daher lag die operative Marge historisch recht stabil bei knapp über 20%.

Rückenwind

Darüber hinaus wächst die Branche insgesamt – zumindest war das bis zur Pandemie der Fall und ich würde die These in den Raum werfen, dass das der Wachstumskurs perspektivisch wieder eingeschlagen wird.

Gleichzeitig expandiert Fraport über Zukäufe und die Eingliederung weiterer Flughäfen.
Inzwischen ist man an 31 Standorten auf vier Kontinenten aktiv.

Fraport betreibt die Flughäfen in Ljubljana (Slowenien) sowie Fortaleza und Porto Alegre (Brasilien) zu 100%. In Lima (Peru) ist man zu 70% beteiligt, in Burgas und Varna (Bulgarien) zu 60%, in Antalya (Türkei) zu 51%, in Xi’An (China) zu 24,5% und in Neu-Delhi (Indien) zu 10%.
In Griechenland ist man gleich an allen 14 Nationalflughäfen mit 73,4% beteiligt und an Athen hält man ebenfalls Anteile.

In Summe hat das dazu geführt, dass man den Umsatz in den neun Jahren vor Corona von 2,37 auf 3,71 Mrd. Euro steigern konnte.
Der Gewinn legte im selben Zeitraum von 2,60 auf 4,54 Euro je Aktie zu. Kapitalerhöhungen wurden nicht durchgeführt.

Nichts passiert

Wirklich interessant wird die Sache aber, da der Kurs heute noch auf demselben Niveau wie damals notiert.
Fraport leidet zwar stark unter den Reisebeschränkungen und musste im letzten Geschäftsjahr einen Umsatzeinbruch um mehr als die Hälfte und einen Verlust von 658 Mio. Euro hinnehmen, man steht aber nicht mit dem Rücken zur Wand.

Es waren keine Kapitalerhöhungen notwendig, um durch die Krise zu kommen. Staatshilfen hat man zwar in Anspruch genommen, man hätte sie aber nicht zwingend benötigt.
Fraport war vor der Krise ein gesundes Unternehmen und hätte sie auch ohne Hilfe überstanden (im Gegensatz zu Lufthansa oder TUI) und daher dürfte die kommende Erholung auch erfreulicher ausfallen.

Man hat den Gewinn je Aktie, den man perspektivisch einfahren wird, nicht durch überbordende Schulden oder Kapitalerhöhungen verwässert.
Darüber hinaus scheint man die Krise zur Verschlankung genutzt zu haben. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag der Umsatz zwar noch weit unter dem Vorkrisen-Niveau, der operative Cashflow war jedoch wieder positiv.

Bald wieder Rekordgewinne?

Die Konsensschätzungen für 2021 liegen bei einem Ergebnis von 0,30 Euro je Aktie. Fraport ist also bereits wieder profitabel.
Für 2022 werden 3,00 Euro je Aktie erwartet und 2023 kann man mit 4,85 Euro womöglich fast schon einen Rekordgewinn einfahren.

Zeichnet es sich ab, dass sich dieses Szenario bewahrheitet oder sogar noch übertroffen wird, dürfte die Börse die Entwicklung wie gewohnt vorwegnehmen. In der Vergangenheit wurde Fraport meist mit einem KGV von 20+ bewertet. Daraus ergäbe sich ein Kursziel von 97 Euro.
Wie der Zufall so will, entspricht das nahezu exakt dem Allzeithoch.

Chart vom 03.01.2022 Kurs: 61,98 Kürzel: FRA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 03.01.2022 Kurs: 61,98 Kürzel: FRA – Wochenkerzen

Bevor es so weit ist, bietet der laufende Aufwärtstrend unmittelbares Potenzial bis zu den letzten relevanten Hochs bei 65 und 70 Euro.
Der Trendkanal würde aber auch Raum bis 75 Euro bieten.

Für antizyklische Anleger würde sich die Unterseite des Trendkanals zum Einstieg anbieten, der derzeit bei 57,50 Euro verläuft.

Fällt die Aktie hingegen unter 52,50 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

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Vorherige Analysen der Fraport Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im gestrigen LYNX Webinar haben wir uns mit dem Thema Sektorrotation näher beschäftigt. In den letzten Tagen war besonders auffällig, dass gerade der Bereich Tourismus in den USA ordentlich Rückenwind bekam. So stiegen beispielsweise die Aktien von Fluggesellschaften, Hotels oder auch Kreuzfahrtunternehmen. Dieser Trend setzte sich in Folge auch am deutschen Parkett weiter fort.

Auch die Fraport-Aktie profitierte hiervon und konnte sich in den letzten Tagen deutlich vom DAX abkoppeln. Der Ausbruch aus der Konsolidierung gelang zu Beginn der vorigen Woche. Die Bullen übernahmen eindrucksvoll das Ruder und die Kurse schossen wie Phönix aus der Asche Richtung Norden. Für einen neunen Aufwärtstrend ist es noch zu wenig, aber ein höheres Hoch ist im Chart bereits deutlich erkennbar.

Expertenmeinung: Sollten Anleger jetzt noch einsteigen? Natürlich könnten die Kurse bis zum nächsten Widerstand auf bis zu 64.56 EUR durchmarschieren, doch das Risiko eines Pullbacks ist imminent. Die Kurse haben in kürzester Zeit nahezu 20% an Wert zugelegt und es bedarf einer dringenden Verschnaufpause. Hierbei könnte die 20-Tage-Linie ins Spiel kommen. Ein solcher Rücklauf würde wesentlich bessere Chancen auf einen guten Einstieg mit sich bringen und daher ist wohl noch etwas Geduld gefragt. Die Stimmung scheint mittlerweile aber deutlich ins Lager der Bullen gewandert zu sein. Daher stufen wir die Fraport-Aktie derzeit bullisch ein.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 27.09.2021 Kurs: 61.54 Kürzel: FRA | Online Broker LYNX