Börsenblick

Zurück November Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Zalando: Nach dem Kurssprung ist vor dem Kurssprung

Aktuelle Analyse der Zalando Aktie

In den letzten Wochen scheinen die Investoren Zalando vergessen zu haben, wie es scheint. Die Aktie läuft seit Mitte September nirgendwohin. Aber das wird sich ändern: Morgen steht die Bilanz für das dritte Quartal an. Und es würde überraschen, wenn das nicht dazu führen würde, dass die Aktie mal wieder mit einer gewaltigen Kurslücke in den Handel startet. Denn dieser Wechsel zwischen Totenstarre und allgemeiner Hektik ist für diese Aktie Routine. Entweder es handelt nahezu niemand oder alle auf einmal. Die einzige Kleinigkeit, die im Vorfeld offen bleibt ist, in welche Richtung der Kurssprung führen wird.

Der scharfe Abriss der Aktie Mitte September bietet da eher keine Vorgabe. Das war einer der seltenen Fälle, in denen die Aktie schlagartig in Wallung kam, ohne dass dies auf Vorab-Informationen zu Umsatz und Gewinn seitens des Unternehmens oder auf konkreten Bilanzdaten basierte. Mitte September reduzierte Zalandos größter Aktionär, der schwedische Investor Kinnevik, seinen Anteil deutlich. Etwa fünf Prozent der Zalando-Aktien wurden auf einen Schlag weitergereicht. Nur passierte das nicht über die Börse, die Aktien wurden an institutionelle Investoren verteilt. Basis des Gaps nach unten als Reaktion auf diese Nachricht war nur, dass Kinnevik die Aktien mit 42,50 Euro unter dem da vorher erreichten Börsenkurs abgab. Doch ein „Rabatt“ ist bei derart großen Tranchen normal. Und der Verdacht, dass Kinnevik aussteigt, weil man einen Abstieg des Kurses wegen schlechter Ergebnisse fürchtet, wurde dort klar dementiert. Die Frage ist:

Expertenmeinung: Kann es sein, dass sich die Aktie deswegen seither nicht nennenswert erholte, weil viele Anleger fürchten, dass der Großaktionär womöglich doch weiß, was sie nicht wissen und morgen schwache Zahlen präsentiert werden? Das ist natürlich nicht unmöglich. Aber wäre das der Grund, wieso Zalando so müde seitwärts schleicht, hieße das, dass viele bereits „bad news“ eingepreist hätten. Und die Aktie somit aus den Schuhen springen könnte, wenn die Bilanz wider Erwarten der Skeptiker stark ausfällt. Eine Chance, vorher zuzugreifen?

Für Anleger, die investieren statt Roulette spielen wollen, nein. Denn es ist schlicht nicht abzuschätzen, wie diese Bilanz ausfallen wird. Die Analysten rechnen im Schnitt mit einem Minus von etwa elf Cent pro Aktie und einem gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 25 Prozent gestiegenen Umsatz. Das Minus wäre im eher ruhigen Sommerquartal nicht überraschend. Aber fällt es kleiner aus … oder größer? Und, vor allem, wie sieht Zalando das alles entscheidende, bereits angelaufene vierte Quartal? Das ist nicht vorhersehbar, daher wäre jegliche Vorab-Positionierung eine gewagte Wette. Sollte die Reaktion auf die Bilanz eindeutig sein, wäre ein Trade in Ausbruchsrichtung zu erwägen. Aber die Handelsspanne, in der Zalando dann hin und her springen könnte, ohne charttechnisch eine taugliche Indikation zu liefern, ist groß. Erst unterhalb der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie bei derzeit 34,50 Euro wäre die Aktie wirklich bärisch, erst über dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch von 48,36 Euro bullisch (wobei dann auch das Rekordhoch aus dem Jahr 2018 bei 50,35 Euro als potenzieller Widerstand nahe wäre). So spannend das morgen auch werden dürfte, hier sollte man mit Vorsicht agieren!

Zalando Aktie: Chart vom 29.10.2019, Kurs 41,26 Euro, Kürzel ZAL | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN