Börsenblick

Zurück Mai Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktuelle Analyse:
Zalando: Eine riskante Wette

Viele Trader glauben, dass Gaps, d.h. Lücken im Kursverlauf, unbedingt geschlossen werden müssten, bevor die Bewegung in Trendrichtung weitergehen kann. Das entbehrt zwar der zwingenden Logik. Aber wenn genug Akteure so vorgehen, funktioniert es. So wie es bei Zalando funktionieren könnte. Vorausgesetzt, die Wette, die viele der bullischen Trader eingegangen sind, geht auf.

Denn der Grund, dass die Aktie Ende Februar auf einmal senkrecht davonzog, liegt nicht alleine an der Geschäftsentwicklung. Es ist richtig, dass man nach dem fatalen dritten Quartal 2018 damit rechnete, dass das vierte Quartal womöglich ebenso schwach werden würde und der Start ins neue Jahr ebenso. Und ja, die Ergebnisse beider Quartale widerlegten diese Befürchtungen.

Wirklich grandios waren diese Quartalsbilanzen aber nicht, die Ende Februar für das vierte Quartal und Mitte April als vorläufiges Ergebnis für das erste Quartal für die beiden Kurssprünge der Aktie gesorgt hatten. Und ob ein „es hätte schlimmer kommen können“ ausreicht, um die Aktie wieder in alte Höhen zu tragen? Eher nicht. Da kommt ein anderer Aspekt ins Spiel, der auf den ersten Blick clever anmutet:

Expertenmeinung: Man macht dabei einfach eine Art „Versicherung“ auf, indem man sich sagt: Entweder Zalando schafft es jetzt bald, eine vernünftige Gewinnmarge zu erreichen und den beeindruckenden Umsatzsteigerungen somit taugliche Gewinne hinzu zu gesellen. Oder aber der Onlinehändler wird zum Übernahmekandidaten von noch größeren Onlinehändlern, die in Europa bislang noch nicht flächendeckend agieren.

Von chinesischen Onlineriesen wie z.B. JD.com oder, derzeit heiß gehandelt, Alibaba. Dass Alibaba unlängst erklärte, sich grundsätzlich in Europa verstärken zu wollen, ist für viele fast schon eine Bestätigung, obwohl es keine Belege gibt, dass es auch nur eine Kontaktaufnahme gegeben hätte. Aber selbst wenn, wäre das eine riskante Wette. Denn ja, normalerweise würde das interessierte Unternehmen den Anlegern ein Angebot für ihre Aktien machen, das deutlich über dem aktuellen Kurs liegt.

Aber derzeit hat Zalando durch die mickrigen Gewinne eine derart hohe Bewertung, dass ein potenzieller Käufer es sich dreimal überlegen würde, bevor er mehr bietet, als die Aktie derzeit kostet. Wenn, sollte man sich daher besser nicht auf solche Wetten, sondern auf den Chart an sich verlassen. Da sehen wir, dass die Aktie im April das Gap vom September geschlossen hatte. Was zwar wiederum mit einem Gap vonstattenging, aber das April-Gap wurde durch die Korrektur der vergangenen Wochen ebenso geschlossen – passt also aus Trader-Sicht.

Aber erst, wenn Zalando über 43,20 Euro schließen und damit die Widerstandszone überwinden würde, an der der Kurs Anfang Mai abgewiesen wurde, wäre der Weg nach oben wirklich frei. Bis dahin könnte die Aktie jederzeit die im Wochenverlauf verteidigte Supportlinie bei 38 Euro brechen und das bullische Bild damit ruinieren. Und wollten die Trader dann auf ein Gap blicken, das es noch zu schließen gälte, würden sie das weit unten, zwischen 27 und 29,30 Euro finden.

Chart vom 16.05.2019, Kurs 39,66 Euro, Kürzel ZAL

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN