Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Zalando: Das Unternehmen ist nicht zufrieden … die Anleger auch nicht

Wenn man sich den Zalando-Chart auf Tagesbasis so ansieht … ein wenig sah es bis Dienstagfrüh ja schon nach einer Bodenbildung als Basis einer Aufwärts-Trendwende aus. Seit gestern aber sieht es, das zeigt der Chart auf Wochenbasis, viel mehr nach Trendbruch aus. Und zwar nach dem Bruch der entscheidenden Trendlinie. Der Linie, die die Zalando-Aktie seit ihrem Börsendebut vor gut vier Jahren begleitet.

Chart auf Wochenbasis vom 06.11.2018, Kurs 31,46 Euro, Kürzel ZAL

Mit einem Minus von 8,5 Prozent wurde die Chance auf die Aufwärts-Wende am Dienstag förmlich abgeschossen. Auslöser war die Bilanz zum dritten Quartal. Nachdem Zalando im September eine Gewinnwarnung veröffentlichte, die eine große Abwärts-Kurslücke in den Kursverlauf gerissen hatte, hatten sich die Gemüter offenbar großenteils wieder beruhigt. Die Hoffnung kam auf, dass es schlimm wohl doch nicht kommen werde. Aber dieses am Dienstag vorgelegte Zahlenwerk machte deutlich: Doch, es kam so schlimm.

Es sei das ungewohnt lange heiße Wetter gewesen, das die Kunden davon abhielt, noch im Lauf des dritten Quartals ihre Mode und Schuhe für die Herbst- und Wintersaison zu ordern, so der Online-Händler. Der Umsatz lag mit 1,2 Milliarden Euro noch einen Tick unter den nach der Gewinnwarnung scharf nach unten angepassten Analystenprognosen (1,22 Milliarden) aber immerhin fast zwölf Prozent über dem Umsatz des Vorjahresquartals von 1,07 Milliarden.

Der Verlust von knapp 39 Millionen (Vorjahresquartal +0,4 Millionen) lag niedriger als die Schätzung von im Schnitt 45 Millionen, aber der Nettoverlust dafür mit 41,7 Millionen umso höher.

Jetzt könnte man darauf bauen, dass Zalando diese Scharte im laufenden Quartal auswetzen könnte. Immerhin könnten die Kunden die Bestellungen nachholen – und das Weihnachtsgeschäft käme dann noch obendrauf. Aber zum einen könnte es sein, dass diese potenziellen „Nachholkäufe“ schon so nahe an Weihnachten liegen, dass sich da einiges aufhebt. Und zum anderen bleibt die große, offene Flanke des Unternehmens offen: die zu geringe Gewinnmarge, wobei man in einigen Regionen sogar draufzahlt.

Alleine der Umstand, dass der Umsatz zum Vorjahr zulegte und trotzdem ein dickes Minus eingefahren wurde, macht das deutlich.

Das Unternehmen selbst konstatierte, mit diesem abgelaufenen Quartal unzufrieden zu sein – die Anleger waren es, man kann es im Chart nicht übersehen, erst recht. Die Aktie sackte als Reaktion auf das Ergebnis mit Schwung auf die übergeordnete Aufwärtstrendlinie zurück. Im Oktober konnte diese Linie noch verteidigt werden. Aber sollte das damals markierte Verlaufstief von 30,18 Euro fallen, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht nach unten erst einmal frei. Und allzu viel Luft bliebe bis dorthin jetzt nicht mehr.

Chart auf Tagesbasis vom 06.11.2018, Kurs 31,46 Euro, Kürzel ZAL

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