Börsenblick

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Aktienanalyse:
Zalando sieht übel aus. Großaktionär macht auch Kasse

Aktuelle Analyse der Zalando Aktie

Zalando ist ein Online-Versandhändler. Neben Schuhen und Bekleidung gehören auch Accessoires, Sportartikel sowie Beauty-, Wellness- und Wohnartikel zum Angebot.

Kommender Gigant?

Insgesamt vermarktet Zalando über 200.000 Artikel von mehr als 1.500 Modeherstellern.
Mit Logistikstandorten in Deutschland, Italien, Frankreich, Schweden und Polen erfolgt eine Auslieferung der Artikel in mittlerweile 15 europäische Länder.

Dadurch konnte der Umsatz seit dem Börsengang 2014 von 2,21 auf 5,39 Mrd. Euro gesteigert werden. Das muss Zalando erstmal nachmachen.

Beim Gewinn hapert es allerdings, denn der schwankte in dem betrachteten Zeitraum zwischen 0,20 und 0,48 Euro je Aktie.

Die Bullen werden allerdings argumentieren, dass es doch erfreulich ist, dass man bei diesem Wachstum überhaupt profitabel ist.
Dieses Argument sollte man nicht leichtfertig wegwischen. Dass sich bei der Profitabilität über Jahre hinweg keinerlei Verbesserung zeigt, sollte man aber auch nicht ignorieren.

Tatsächlich sind die Margen sogar auf breiter Front rückläufig.
Der operative Cashflow stagniert und der freie Cashflow ist überwiegend negativ. Wirklich überzeugend ist das nicht.

Wie läuft es aktuell?

Im Westen nichts Neues. Das laufende Geschäftsjahr fügt sich nahtlos ins Bild.

Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 17% auf 2,975 Mrd. Euro und die Margen waren weiter rückläufig.
Das Ergebnis ist von 0,15 auf 0,11 Euro je Aktie gesunken.

Nach der Veröffentlichung dieser Zahlen schoss die Aktie mehr als 10% in die Höhe, auf über 48 Euro.

Meine Einschätzung der Lage sah damals allerdings etwas anders aus, Zitat:
Warum die Börse die Zahlen feiert, erschließt sich mir nicht.

Auch bei folgender Aussage bleibe ich:
Ebenso wenig (erschließt sich mir) die Konsensschätzung für den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr. Demnach soll der Gewinn von 0,21 auf 0,36 Euro je Aktie stark steigen, obwohl das Ergebnis im ersten Halbjahr rückläufig war.

Doch selbst wenn die Prognosen erfüllt werden, kommt Zalando derzeit auf ein KGVe von 133.
Mit gewöhnlichen Bewertungsmethoden kann man den aktuellen Börsenkurs also kaum rechtfertigen.

Die Warnung kam jedenfalls zu keinem schlechten Zeitpunkt. Es war exakt das Hoch und wenige Tage später notierte die Aktie über 20% tiefer.

Hier finden Sie weitere Informationen: Zalando: Langsam wird es gefährlich

Großaktionär macht Kasse

Kinnevik hat die hohen Kurse genutzt und Kasse gemacht. Die Schweden haben rund 13,13 Mio. Zalando-Aktien zu einem Preis von 42,50 Euro veräußert und somit 558 Mio. Euro erlöst.
Die Beteiligung wurde von 31% auf 26% gesenkt.

Der größte Einzelaktionär von Zalando scheint also auch nicht mehr viel Potenzial zu sehen.

Charttechnik

An dieser Front wird es zunehmend problematisch. Zalando ist mehrfach und über Monate hinweg im Widerstandsbereich zwischen 47,50 und 50 Euro gescheitert.

Das deutet auf ein mittel- bis langfristiges Top hin. Fällt die Aktie jetzt unter 40 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 37,50 und 35 Euro.
Darunter trübt sich das Chartbild nachhaltig ein.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 42,50 Euro, entspannt sich die Lage vorerst wieder. Das übergeordnete Top-Muster wäre aber auch dann nicht vom Tisch.

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Chart vom 17.09.2019 Kurs: 41,90 Kürzel: ZAL - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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