Aktuelle Analyse:
Zalando: Der „Zalando-Optimismus“ ist zurück

Derzeit sind viele Marktteilnehmer am Aktienmarkt angesichts der zügig und stur steigenden Kurse wieder optimistisch. Aber der „Zalando-Optimismus“ ist von einer noch stureren Art, gleicht dem „Amazon-Optimismus“ vergangener Jahre. Man setzt auf grandiose Quartalsergebnisse, bekommt eine Enttäuschung verpasst und kauft sofort in daraufhin wegsackende Kurse wieder ein.

Basis dieses Verhaltens ist der feste Glaube daran, dass Zalando am Ende ebenso erfolgreich sein wird wie amazon.com, wenngleich in kleinerem Rahmen, weil der Onlinehändler nach demselben Prinzip agiert wie das große Vorbild: Das Hauptaugenmerk liegt auf der Steigerung des Umsatzes. Der Gewinn ist vorerst nicht so wichtig, erst muss die Marktstellung dominant genug sein, dann ließe sich an die Gewinne denken.

Amazon.com hat das vorexerziert. Jahrelang blieben die Anleger dort geduldig. Und mittlerweile sprudeln die Gewinne. So soll es auch bei Zalando werden, das hoffen die Käufer. Aber es ist letztlich eine Wette … und die kann auch schiefgehen. Immerhin hatte sich der Kurs der Aktie nicht umsonst im zweiten Halbjahr 2018 mehr als halbiert. Doch auf einmal ist das Gros dieser Verluste aufgeholt. Seit dem Tief Ende Dezember bei 20,99 Euro hat sich die Zalando-Aktie im Kurs glattweg verdoppelt. Gewagt oder eine sichere Sache? Ersteres.

Expertenmeinung: Richtig ist, dass Zalando vergangene Woche die vorläufigen Ergebnisse des ersten Quartals präsentierte und überraschend einen Gewinn ankündigte. Wobei die Aussage, dass man einen Gewinn im „einstelligen Millionenbereich“ erreicht habe, alles zwischen einer und neun Millionen sein kann.

Elektrisiert wurden die Akteure deswegen, weil die Analysten im Vorfeld mit einem Minus um die zehn Millionen rechneten und Zalando das extra erwähnte. Dass der Umsatz zugleich gegenüber dem Vorjahresquartal im Rahmen der Erwartungen zulegte ist positiv, weil das andeutet, dass das Hauptproblem des Unternehmens, die dünne Gewinnmarge, gelindert sein könnte. Aber Zalando hob daraufhin nicht seine 2019er-Prognose an. Da avisierte das Unternehmen Ende Februar einen Gewinn, gerechnet als bereinigter Gewinn vor Steuern und Zinsen, zwischen 175 und 225 Millionen Euro. Nach den 173,4 Millionen 2018 ist das eine Spanne, die ein Gewinnwachstum zwischen einem und 30 Prozent avisiert.

Das ist, salopp formuliert, ein wenig vage. Und da diese 173,4 Millionen 2018 das waren, womit man auch rechnen musste, als die Aktie zwischen Juli und Dezember wie ein Stein fiel, fragt man sich schon, woher dieser Optimismus rührt wenn nicht aus der Tradition, bei Zalando grundsätzlich optimistisch zu sein. Was indes auch hieße, dass die Tradition, unsanft aus diesen Träumen geweckt zu werden, ebenso weitergehen kann.

Jetzt, da nach einem untypisch weitreichenden „Ab“ ein ebenso gewaltiges „Auf“ folgte, erst recht. Die Aktie hatte nach dieser vorläufigen Quartalsbilanz einen Sprung gemacht und damit die obere Begrenzung der großen Kurslücke zwischen 38 und 41,80 Euro erreicht, die im Zuge von „bad news“ im September entstanden war. Gelingt der Ausbruch nach oben, wäre diese Kurslücke eine ideale Basis, um den Stop Loss Long knapp unter deren untere Begrenzung bei 38 Euro zu legen. Bis dahin wäre die Kreuzunterstützung aus der oberen Begrenzung des Dezember-Trendkanals und der 200-Tage-Linie bei 34,50/34,70 Euro eine sinnvolle Basis, um sich gegen eine mögliche kalte Dusche zu wappnen.

Chart vom 23.04.2019, Kurs 41,42 Euro, Kürzel ZAL | LYNX Aktienempfehlungen

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