Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Zalando: Ein Abbild der Anlegernerven

Ein Minus von 11,6 Prozent bei einer Aktie, die ohnehin schon eine Kurshalbierung binnen weniger Monate hinter sich hat: Man könnte denken, dass da mindestens eine erneute Gewinnwarnung aufgelaufen sein müsste, um einen solchen Abgabedruck zu erzeugen.

Das ist richtig und falsch zugleich – und bezeichnend dafür, wie dünn derzeit die Nerven der Anleger sind. Denn ja, es gab durchaus eine Gewinnwarnung, nur nicht beim Online-Händler Zalando, sondern bei einem britischen Unternehmen, dass nicht einmal den Schwerpunkt auf Schuhwerk, sondern auf Mode allgemein und auf Beautyprodukten hat.

Der britische Onlinehändler ASOS ist der größte seiner Art in Großbritannien, was vorgenannte Bereiche angeht. Und dieses Unternehmen war es, das am Montag mit einer Umsatzwarnung überraschte. Dass das sofort auf Zalando und andere Einzelhändler, sogar auf die Sportartikelhersteller adidas und PUMA abstrahlte, ist ein Signal dafür, dass nervöse Akteure in diesen Tagen schnell bei der Hand sind, Aktien wie heiße Kartoffeln fallen zu lassen und die Leerverkäufer nicht zögern, in solche offenen Flanken hineinzustoßen.

Expertenmeinung: Denn zwingend ist der Rückschluss, dass der Umsatz bei Zalando die Erwartungen verfehlen könnte, nur, weil das bei ASOS der Fall ist, nicht. Zum einen gibt es nur teilweise Überscheidungen in der Angebotspalette, zum anderen ist die Gemengelage in Großbritannien aufgrund der Sorgen um die Konsequenzen des in seiner Form weiterhin offenen, aber immer näher rückenden BrExit eine andere.

In einem hypernervösen Umfeld wie derzeit spielen jedoch die Leerverkäufer die entscheidende Rolle. Üben sie aktiv und gezielt Druck aus, stellt sich ihnen kaum jemand entgegen. Entsprechend kritisch – aus Sicht der verbliebenen Bullen – stellt sich das Chartbild der Zalando-Aktie dar. Es gelang zwar, die Unterstützungszone 22,80/24,00 Euro zumindest einigermaßen zu halten und sich vom Tagestief leicht abzusetzen. Aber da die Ungewissheit bleibt, dass Zalando vielleicht eben doch im entscheidenden Weihnachtsgeschäft Probleme bekommen könnte. Und da sich solche Mutmaßungen kurzfristig nicht widerlegen lassen, wäre es keineswegs überraschend, wenn es dem Bären-Lager gelingen sollte, auch die Unterstützungszone 22,80/24,00 Euro deutlicher nach unten zu durchbrechen.

Chart vom 17.12.2018, Kurs 22,95 Euro, Kürzel ZAL | LYNX Online Broker

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