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Aktienanalyse:
TRATON: Trendwende … oder doch nur eine bärische Flagge?

Aktuelle Analyse der Traton Aktie

TRATON, die im Sommer 2019 an die Börse gegangene Nutzfahrzeuge-Tochter des VW-Konzerns, legte am Dienstagmorgen vorläufige Ergebnisse für das erste Quartal vor. Die, wie zu erwarten war, unerfreulich ausfielen. 2019 war es gelungen, die Umsatzrendite, d.h. die Gewinnmarge, von 5,8 Prozent im Jahr 2018 auf 7,0 Prozent zu steigern. Aber schon im vergangenen November, als TRATON die Zahlen für die ersten neun Monate 2019 vorlegte, prophezeite das Unternehmen für 2020 ein „deutlich schwierigeres Umfeld“. Damals hatte die Anleger das nicht weiter irritiert, denn man war im Herbst 2019 noch im Taumel der Wachstumsphantasien im Vorgriff auf die Befriedung des Handelskriegs USA/China. Heute sieht das anders aus. Zumal TRATON damals, im November, von dieser Pandemie nichts ahnen konnte. Die kommt jetzt noch mit aller Macht als bärisches Element hinzu.

Operativ blieben im ersten Quartal 2020 zwar noch 160 Millionen Euro hängen, aber verglichen mit den 1,5 Milliarden operativem Gewinn 2019 ist das natürlich eine kalte Dusche, basierend auf dem schwachen Umsatz von 5,7 Milliarden und der massiv von 7,0 Prozent im Jahr 2019 auf nur noch 2,8 Prozent gesunkenen Umsatzrendite. Und wie es weitergeht? TRATON kann, verständlicherweise, keinerlei Prognose abgeben. Damit stellt sich für die Investoren die Frage: Ist die Aktie, die sich zwischen Ende Februar und Mitte März im Kurs glatt halbiert hatte, weit genug gefallen, um in der derzeitigen Gemengelage einen Boden unterstellen zu können?

Expertenmeinung: Darauf verlassen sollte man sich besser nicht. Denn TRATON teilte im Zuge dieser vorläufigen Bilanzdaten mit, dass die Pandemie die Produktionsketten der Nutzfahrzeugindustrie nahezu zum Erliegen gebracht habe. Lieferengpässe bedingten Produktionsstopps. Bis dieses Problem gelöst ist, kann sich das hinziehen. Und was kommt danach? Der Auftragseingang hatte schon im Herbst 2019 nachgelassen, aber jetzt? Ob Busse oder LKW, in einem Umfeld, das derart von Unsicherheit und wirtschaftlichem Druck geprägt ist, werden es sich viele Unternehmen zweimal überlegen, ob sie neue Fahrzeuge ordern sollten. Ohne Wachstum sind Ausbau und Erneuerung von Lkw- und Bus-Flotten ein Luxus, den man eher nicht riskiert.

Gut möglich also, dass sich die Lage für TRATON in den kommenden Monaten verschärft. Und dann muss das bisherige Baisse-Tief bei 10,85 Euro nicht das Ende des Abstiegs gewesen sein. Darauf blind zu setzen, wäre aber einerseits gewagt und andererseits unnötig, denn die Aktie hat jetzt einen kurzfristigen Aufwärtstrendkanal etabliert, der sich als Wegweiser für kommende Trades gut eignet. Sollte es gelingen, den Kreuzwiderstand aus der oberen Begrenzung des Kanals und der unteren Begrenzung der am 12. März entstandenen Kurslücke durch Schlusskurse über 16 Euro zu bezwingen, wäre erst einmal weiter Spielraum nach oben gegeben. Sollte dieser Aufwärtstrendkanal, dessen untere Begrenzung am Mittwoch bei 13,21 Euro verlief und mit der 20-Tage-Linie eine Kreuzunterstützung bildet, jedoch nach unten verlassen werden und sich damit als bärische Flagge entpuppen, wäre der Weg an das bisherige Tief … und ggf. auch darunter … aus charttechnischer Sicht frei.

TRATON Aktie Chart vom 22.04.2020, Kurs 13,76 Euro, Kürzel 8TRA | Online Broker LYNX

 

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