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Aktienanalyse:
SAP: Bekommen die Bullen am Dienstag neuen Treibstoff?

Aktuelle Analyse der SAP Aktie

Wenn eine Aktie eine derart hartnäckige Widerstandslinie wie das im Juli bei genau 125 Euro markierte Rekordhoch bei SAP erst überwindet, dann aber die Anschlusskäufe zu gering ausfallen und der Kurs wieder unter diese vorherige Hürde rutscht, ist das grundsätzlich sehr negativ. Aber im Fall von SAP muss man das relativieren. Zum einen, weil der Kurs bislang mit zuletzt 123,84 Euro nicht allzu weit unter das alte Hoch gefallen ist, so dass sich das bullische Lager jederzeit noch aus der Bredouille befreien könnte. Zum anderen, weil die Entscheidung, ob die Aktie auf Sicht der kommenden Wochen wieder deutlich zurückkommt oder aber sich im zweiten Anlauf deutlich und nachhaltig nach oben absetzt, erst am kommenden Dienstag fallen wird. Grund:

Da ist die Veröffentlichung der Bilanz des vierten Quartals 2019 vorgesehen. Zugleich rechnen die Marktteilnehmer damit, dass der Softwarekonzern einen Ausblick auf das laufende Quartal, im Idealfall auch eine Guidance für das Gesamtjahr 2020 geben wird. Wenn diese Ergebnisse inklusive des Ausblicks überzeugen können, wird der derzeitige „Malus“ eines wieder unterbotenen, vorherigen Rekordhochs wie weggewischt sein. Sollte das Zahlenwerk jedoch enttäuschen, würde es auch nicht helfen, wenn es gelingen sollte, den Kurs im Vorfeld der Bilanz wieder klar über 125 Euro zu heben. Die Würfel fallen also am Dienstag – was wird erwartet?

Expertenmeinung: Hinsichtlich des Umsatzes rechnet man im Durchschnitt der Analystenprognosen mit einem Zuwachs um etwa 8,5 Prozent auf ca. 8,06 Milliarden Euro. Beim Gewinn liegt die Konsens-Erwartung bei 1,72 Euro pro Aktie. Dabei werden die Experten ebenso wie die Trader vor allem das Wachstum im Cloud-Bereich im Auge haben. Wichtig ist im Hinterkopf zu behalten, dass die „Flüsterschätzungen“, also das, was die Marktteilnehmer wirklich erwarten, meist über den offiziellen Prognosen liegen. Um die Hausse auszubauen wäre es daher nötig, dass ein wenig mehr auf den Tisch kommt als „nur“ das Erfüllen der Prognosen, wobei ein überzeugender Ausblick durchaus imstande wäre, ein nicht umwerfendes viertes Quartal in den Hintergrund zu drängen und die positive Stimmung der Akteure trotzdem aufrechtzuerhalten.

Solange die SAP-Aktie nicht als Reaktion auf die Bilanz unter 117,50 Euro schließt und dadurch aus dem vorherigen Seitwärtstrend nach unten heraus fällt, bleibt das bullische Gesamtbild erhalten. Ob es dazu kommt oder nicht, ist indes im Vorfeld der Ergebnisse unmöglich absehbar. Daher wäre es jetzt nicht ratsam, sich ausgerechnet so kurz vor wegbereitenden Bilanzdaten neu zu engagieren. Wer dabei ist, sollte indes bei einer schwachen Reaktion auf das Zahlenwerk erwägen, sicherheitshalber die Gewinne zu realisieren, sofern es sich um aggressive, kurzfristige Trading-Positionen handelt. Wer mittelfristig agiert, kann es deutlich ruhiger angehen, die mittelfristig entscheidende Aufwärtstrendlinie verläuft derzeit erst bei 110 Euro.

Chart vom 23.01.2020, Kurs 123,84 Euro, Kürzel SAP | LYNX Online-Broker

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