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Aktuelle Analyse:
Infineon: Also doch – der Marge geht es an den Kragen

Ende März hatte man sich noch verwundert die Augen gerieben: Der Chiphersteller Infineon senkte damals seine Jahresprognose und malte ein reichlich graues Bild. Aber nachdem die Aktie am Tag dieser Prognosesenkung äußerst negativ reagiert hatte, machte der Kurs auf dem Absatz kehrt und stieg nicht nur auf den vorherigen Level, sondern weit darüber. Ob die Marktteilnehmer wirklich dachten, Infineon könnte nicht rechnen oder würde, aus welchem Grund auch immer, die eigene Prognose zu tief ansetzen?

Es ging sogar so weit, dass die Aktie die wichtige Widerstandszone 20,50/21,00 Euro überbot, als spielten die Ende März avisierten Rückgänge des Umsatzes um fünf Prozent und der operativen Marge auf 16 Prozent keine Rolle. Aber dann ging den Bullen offenbar die Puste aus. Der Kurs konsolidierte in dieser wieder zur Unterstützung gewordenen Zone 20,50/21,00 Euro und fiel am Montag, ausgelöst durch den „Trump Tweet-Schock“, wieder darunter. Da gelang es noch, die Kursverluste Richtung Handelsende deutlich einzugrenzen. Am Dienstag dann aber nicht mehr … zu Recht, denn:

Expertenmeinung: Die am Dienstagmorgen vorgelegten Ergebnisse des ersten Kalenderquartals (bei Infineon das zweite Geschäftsjahresquartal) machten deutlich, was Infineon-CEO Ploss im Zuge der Erläuterungen zur Bilanz unterstrich: Der Boom ist erst einmal vorbei. Der Umsatz legte zwar gegenüber dem Vorjahresquartal zu, aber der Nettogewinn fiel zugleich deutlich von 457 Millionen im ersten Quartal 2018 auf jetzt 231 Millionen Euro. Was noch unter der durchschnittlichen Prognose der Analysten lag (253 Millionen). Die operative Marge lag zwar mit 16,7 Prozent besser als im Vorfeld gedacht, aber Infineon rechnet für das laufende Quartal mit einer bis auf 15 Prozent zurückgehenden Marge.

Wie markant eine rückläufige Marge hier wirkt, zeigt der Vergleich des Gewinns pro Aktie, den Infineon mitlieferte: Der fiel auf 20 Cent pro Aktie nach 40 Cent im Vergleichszeitraum 2018. Diese Zahlen blieben denen, die in den Wochen zuvor alle Warnungen in den Wind geschlagen hatten, im Hals stecken. Infineon fiel zwar „nur“ um drei Prozent, schloss damit aber noch unter dem aufgekauften Tagestief des Montags, klar unter der Zone 20,50/21,00 Euro und nur noch geringfügig oberhalb der wichtigen 200-Tage-Linie, die aktuell bei 19,45 Euro verläuft. Würde dieser gleitende Durchschnitt auf Schlusskursbasis durchbrochen, wäre der Weg nach unten erst einmal frei: Die nächste markantere Auffanglinie würde erst bei 17,40 Euro in Form der Oktober-Aufwärtstrendlinie warten!

Chart vom 07.05.2019, Kurs 19,76 Euro, Kürzel IFX | LYNX Aktienempfehlungen

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