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Aktienanalyse:
Infineon: Kann das wirklich gutgehen?

Aktuelle Analyse der Infineon Aktie

Das Tempo der Aufwärtsbewegung ist zwar nicht so hoch wie das des vorangegangenen Kurseinbruchs. Aber seit dem Tief der Infineon-Aktie, am 19. März bei 10,07 Euro erreicht, hat sich der Kurs in der Spitze schon fast verdoppelt. Zwar ist das Hoch, das vor dem Corona-Crash am 14. Februar bei 23,06 Euro markiert wurde, trotzdem noch ein Stück entfernt. Aber die Aktie des Chipherstellers ist nichtsdestotrotz wieder tief in die obere Hälfte der von der 200-Tage-Linie geteilten Handelsspanne vorgedrungen. Da stellt sich vielen die Frage, wie weit die Aktie noch steigen könnte. Immerhin gehört Infineon zu den sogenannten „Fahrstuhl-Aktien“, also den Titeln, die besonders stark auf konjunkturelle Veränderungen reagieren und daher zusammen mit Boom und Baisse der Wirtschaft sehr weitreichende Trends entwickeln.

Zwar fiel das Anfang des Monats präsentierte Ergebnis des zweiten Geschäftsquartals (das Geschäftsjahr endet bei Infineon immer am 30.9.) sehr ermutigend aus, denn der Umsatz lag leicht über dem des Vorquartals, der Gewinn nur moderat darunter. Aber die Unternehmensführung wies darauf hin, dass der Halbleitersektor von der Krise keineswegs verschont wird. Wollte das niemand hören? Die Aktie war zwar in den zwei Tagen vor der Bilanz stark gefallen, aber kaum lagen die Daten am Abend des 4. Mai auf dem Tisch, begannen am Folgetag massive Käufe. Wieso?

Expertenmeinung: Weil der Vorstand in ergänzenden Statements auch positive Aussagen ablieferte. So sei Infineon krisenerprobt und werde auch diese Krise meistern, nicht zuletzt, weil man sich frühzeitig auf die Lage eingestellt habe. Zudem, so war von dort zu hören, seien die langfristigen Wachstumstreiber des Halbleitergeschäfts intakt. Das sind Aussagen, die Mut machen, keine Frage. Aber was, wenn diese Rezession nicht im Eiltempo überwunden würde? Ganz offenbar ist das im Kurs jetzt nicht mehr eingepreist. Es ist verblüffend, dass auch die Analysten eisern an ihrer positiven Einschätzung festhalten, nur ein Zehntel der Experten hat die Aktie derzeit mit „Verkaufen“ eingestuft. Andererseits ist das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei ca. 19,50 Euro zur Wochenmitte erreicht worden. Kann dieser so stetig wirkende Anstieg wirklich gutgehen?

Die Bullen haben aktuell zwei Vorteile. Zum einen, dass sich nahezu alle Marktteilnehmer wünschen, dass die Krise schnell ausgestanden ist. Dementsprechend ist man mit Käufen, die einem die eigenen Hoffnungen quasi bestätigen, schnell bei der Hand. Zum anderen wird es dauern, bis sich herausstellt, ob die Maßnahmen der Regierungen und Notenbaken reichen, um das Wachstum zurückzubringen oder nicht. Bis zum Beweis des Gegenteils könnte man also optimistisch bleiben. Was hieße, dass Infineon auch noch die jetzt erreichte Hürde bei 19,38 Euro überwinden und dann, so verwegen das nüchtern betrachtet auch sein mag, an das bisherige Jahreshoch heranlaufen könnte. Doch wenn die Hoffnung nicht von Fakten unterfüttert wird, sollte man auf der Long-Seite immer mit einem offenen Auge schlafen und sich konsequent absichern. Ein Stoppkurs knapp unter der aktuell entscheidenden Unterstützungszone aus 20-Tage-, 200-Tage-Linie und März-Aufwärtstrend im Bereich 17,20/17,90 Euro wäre unbedingt zu überlegen!

Infineon Aktie Chart vom 21.05.2020, Kurs 18,88 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

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