Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Infineon: Waren da die Terminmarkt-Hexen die Mütter der Rallye?

Es ist schon interessant, dass die Aktie eines Zulieferers der Chipindustrie am selben Tag unter Druck gerät, weil u.a. die UBS ein höchst bärisches Kursziel ausgibt (siehe unsere heutige Analyse zu Siltronic), während „der“ deutsche Chiphersteller Infineon sich an die Spitze der DAX-Gewinner setzt. Vor allem, weil diesen knapp vier Prozent, die Infineon da aufsattelte, keine neuen, wirklich entscheidenden Nachrichten zugrunde lagen.

Die letzte Neueinstufung seitens Analysten ging auf den 7. März zurück. Das war zwar eine sehr bullische Einschätzung, denn da hob Exane BNP das Kursziel für die Aktie deutlich von 19,50 auf 25 Euro an und hob die Empfehlung von „Neutral“ auf „Übergewichten“ an. Aber als diese Kurziel-Anhebung präsentiert wurde, zeitigte das in der Aktie keinerlei Reaktion:

Infineon schloss an diesem 7. März im Minus. Aber am Freitag zog sie auf einmal davon. Seltsam? Nicht, wenn man den Blick mit einem Auge auf das Chartbild und mit dem anderen auf den Terminkalender richtet:

Expertenmeinung: Infineon zog wohl kaum zufällig ausgerechnet zur Abrechnung der Optionen am Terminmarkt in den Bereich der Hochs der vergangenen Wochen und zudem nahe an einen Basispreis am Optionsmarkt (20 Euro) an. Solche überraschenden Kursbewegungen vor und/oder an einem solchen Abrechnungstag sind nicht selten, nicht umsonst nennt man solche Termine „Hexensabbat“.

Aber bedeutet das, dass die Aktie in dieser neuen Woche wieder nach unten abdreht? Nicht zwingend. Es wäre zwar keine Überraschung, zumal Infineon durch diesen „verhexten“ Kursanstieg nahe an die wichtige 200-Tage-Linie (aktuell bei 19,98 Euro) herangelaufen ist, an der der Kurs in den vergangenen Wochen mehrfach nach unten abgewiesen wurde. Aber wer hier trendkonform auf der Short-Seite agiert, sollte abwarten, ob das nach diesem Abrechnungstermin womöglich deutlich kleiner werdende bullische Lager wirklich versucht, mit einem Break über diesen wichtigen gleitenden Durchschnitt den „Deckel“ weg zu sprengen, der auf der Aktie liegt. Zumal es da mit der 200-Tage-Linie noch nicht getan wäre.

Denn Sie sehen in unserem Chart auf Wochenbasis, dass knapp über der 200-Tage-Linie die Nackenlinien-Zone der großen, im September 2018 vollendeten Toppbildung liegt. Diese Widerstandszone wartet zwischen 20,50 und 21,15 Euro. Erst, wenn Infineon auch diese Zone bezwungen hätte, wäre die Aktie wieder bullisch. Dann aber wäre dieses bullische Signal äußerst markant, so dass man sich in diesem Fall durchaus einen Seitenwechsel überlegen könnte.

Chart vom 15.03.2019, Kurs 19,80 Euro, Kürzel IFX | LYNX Aktienempfehlungen

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