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Aktuelle Analyse:
Infineon: Ob diese Rallye eine gute Idee ist?

Vor gut einer Woche hat der Chiphersteller Infineon seine Umsatz- und Margenprognose gesenkt. Im laufenden Quartal sei man zwar in etwa im Plan, für das zweite Geschäftshalbjahr, bei Infineon von April bis September einschließlich, rechnet das Unternehmen mit einem geringer als saisonal üblichen Anstieg des Umsatzes. Schuld seien die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten (sprich Handelskrieg und BrExit) und eine weniger dynamische Nachfrage. Also die „üblichen Verdächtigen“.

Die Aktie verlor an diesem 27. März kräftig. Aber kaum ließ der Abgabedruck am Folgetag nach, wurden die Marktteilnehmer wieder mutig. Der Kurs zog am vergangenen Freitag, ausgehend von der Oktober-Aufwärtstrendlinie, zunächst verhalten, ab Montag und damit mit dem Beginn des neuen Quartals äußerst dynamisch an. Per Mittwochabend notierte Infineon bereits deutlich über dem Niveau, das der Kurs vor der Umsatzwarnung aufwies. Die Gründe?

In den Medien war zu lesen, die Anleger würden bereits weiter in die Zukunft blicken, über das gerade zur Hälfte absolvierte, bis 30.9. laufende Geschäftsjahr hinaus und dort wieder bessere Perspektiven sehen. Ist das so?

Expertenmeinung: Wenn Infineon selbst nicht so weit in die Zukunft blicken kann … und das angesichts der genannten Unsicherheiten völlig zu Recht … können es andere auch nicht. Und die Reaktion der Analysten ließ keine Zweifel offen, wie diese gekappte Prognose einzuordnen ist: 13 Analysten senkten in den letzten Tagen daraufhin das Kursziel und teilweise auch die Einschätzung, die neuen Kursziele landeten in einer Spanne zwischen 17 und 24 Euro. Da derart zeitnah nach solchen negativen Nachrichten so massiv zuzugreifen, ist mehr als verwegen. Wobei das weniger Privatanleger sein dürften, die hier so heftig zulangen.

Es dürfte kein Zufall sein, dass diese Käufe vor allem mit dem Beginn des neuen Quartals einsetzten. Viele institutionelle Investoren wie Fonds oder Versicherungen überprüfen und ändern strategische Ausrichtung und Gewichtung des Portfolios vor allem zu Quartalswechseln. Aber ob es eine gute Idee ist, bei Aktien aus Branchen so massiv zuzugreifen, die von den derzeitig problematischen Rahmenbedingungen besonders intensiv betroffen wären, ist sehr fraglich.

Die Aktie selbst ist jetzt an die 200-Tage-Linie herangelaufen, an welcher sie im Februar und März mehrfach nach unten abgewiesen wurde. Würde der Ausbruch über die Linie diesmal gelingen, wäre das unter Nichtbeachtung der fundamentalen Risiken zwar grundsätzlich bullish. Aber selbst rein technisch orientierte und risikofreudige Trader sollten sich hier erst einen Long-Trade überlegen, wenn auch die nächste, nahe liegende Hürde in Form der Nackenlinien-Zone der Toppbildung des Vorjahres zwischen 20,45 und 21,15 Euro bezwungen wurde. Und auch dann gilt, dass die Charttechnik die Kursgewinne allein „stemmen“ müsste, solange die Gemengelage so unsicher bleibt.

Chart vom 03.04.2019, Kurs 19,68 Euro, Kürzel IFX | LYNX Aktienempfehlungen

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