Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Gerresheimer: Hier liegt die Flinte noch nicht im Korn

Aktuelle Analyse der Gerresheimer Aktie

Ein Minus von 7,2 Prozent beförderte die Aktie des Gerresheimer-Konzerns am Dienstag an die Spitze der MDAX-Verliererliste. Man darf sich allerdings fragen, ob das nicht ein deutlich zu großer Schluck aus der Pulle war. Denn die diese Abgaben auslösende Nachricht war zweifellos nicht gut, aber sie kam auch nicht gerade einem Beinbruch gleich.

Das Unternehmen, das vor allem Verpackungs- und Systemlösungen anbietet, hatte im Sommer 2018 das Schweizer Unternehmen Sensile Medical gekauft, das sogenannte Mikropumpen entwickelt und herstellt. Diese sind unter anderem im Bereich der Medizintechnik anzusiedeln.

Das war bislang nicht gerade eine Domäne von Gerresheimer, aber die Finger nach einem solchen Wachstumsmarkt auszustrecken, erscheint schlüssig. Jetzt wurde am Dienstag von Gerresheimer gemeldet, dass der französische Pharmariese Sanofi einen an Sensile Medical vergebenen Auftrag zur Entwicklung von Mikropumpen zur Insulinversorgung storniert habe. Nicht gut, sicher. Aber damit war die Meldung noch nicht beendet.

Expertenmeinung: Gerresheimer meldete zugleich, dass Sensile Medical einen Vertrag zur Entwicklung einer Mikropumpe mit einer anderen Zielausrichtung mit dem Schweizer Unternehmen SQ Innovation abgeschlossen habe und weitere Projekte mit Pharmakunden existieren, die Gerresheimer optimistisch hinsichtlich des Zukunftspotenzials der Mikropumpen sein lassen.

Darüber hinaus hat ein stornierter Entwicklungsauftrag bei Sensile Medical eher nicht das Potenzial, dem Gesamtunternehmen eine bilanzielle Delle zuzufügen, die einem Abschlag von 7,2 Prozent in der Aktie entsprechen würde. Der Grund, warum die Aktie so stark reagierte, dürfte über das Ignorieren der positiven Aspekte der Unternehmensmeldung hinaus in der charttechnischen Situation gelegen haben, denn:

Der Chart zeigt, dass die Aktie seit dem Frühjahr in einer breiten Seitwärtsspanne unterwegs ist. Deren obere Begrenzung bei 74,80 Euro wurde Anfang November angegangen, konnte aber nicht überboten werden. Seither lief die Aktie unterhalb dieser Hürde seitwärts. Das dürfte einige Akteure bereits in Bereitschaft versetzt haben auszusteigen, sollte sich abzeichnen, dass Gerresheimer nach unten abdreht.

Diese Meldung in Kombination mit der relativen Marktenge der Aktie hat daher zu einem schnellen Rutsch geführt, zumal dabei die 20-Tage-Linei fiel, unter der so mancher einen Stop Loss gelegt haben dürfte. Aber zum Handelsende lief der Kurs wieder in den Bereich der aktuell um 67,50 Euro verlaufenden, zeitweise schon deutlicher unterbotenen 200-Tage-Linie zurück. Ein Indiz, dass die ersten gegen Abend erkannten, dass dieser Abschlag recht überzogen wirkt. Zwar könnte die Aktie nach dem Motto „kleine Ursache, große Wirkung“ trotzdem weiter nachgeben. Aber erst, wenn Gerresheimer diese mehrmonatige Handelsspanne mit Schlusskursen unterhalb von 61,50 Euro nach unten verlassen hätte, wäre der Weg zurück nach oben wirklich erst einmal zugestellt.

Chart vom 19.11.2019, Kurs 67,00 Euro, Kürzel GXI | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN