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Aktuelle Analyse:
Fresenius: Kurs halbiert. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?

Fresenius SE ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für Dialyse, Krankenhaus und die ambulante Versorgung von Patienten. Das Unternehmen ist mit über 270.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern tätig.

Die Fresenius Gruppe ist in vier eigenständig agierende Unternehmensbereiche gegliedert. Fresenius Helios ist Europas größte private Klinik-Gruppe. Kabi bietet lebensnotwendige Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen für kritisch und chronisch Kranke. Fresenius Vamed ist auf das Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen spezialisiert.

Darüber hinaus hält der Konzern über 30% an Fresenius Medical Care, weltweit führend bei der Behandlung von chronischem Nierenversagen.

Einordnung im Dax

Fresenius dürfte wohl zu den besten Großunternehmen gehören, die Deutschland zu bieten hat. Der größte Teil der Dax-Konzern kann von einem ähnlich hohen Wachstum nur träumen, sonst stünde der Leitindex an ganz anderer Stelle.

Denn in den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 12,34 auf 33,89 Mrd. Euro gestiegen. Selbst das inzwischen teuerste Dax-Unternehmen SAP kam im selben Zeitraum „nur“ auf etwas mehr als eine Verdopplung.

Darüber hinaus kletterte der Gewinn von Fresenius in dieser Zeit von 0,53 auf 3,25 Euro je Aktie. Die Dividende wurde von 0,22 auf 0,75 Euro je Aktie erhöht. Das macht Fresenius zum einzigen Dividenden-Aristokraten, den Deutschland zu bieten hat.

Laufendes Geschäftsjahr und Gewinnwarnung

In den ersten drei Quartalen gestaltete sich das Geschäft aber bereits schwierig. Der Umsatz stagnierte weitgehend und lag bei 24,7 Mrd. Euro. Das Ergebnis konnte allerdings noch leicht gesteigert werden, von 2,40 auf 2,46 Euro je Aktie.

Ohne den übernommenen Bereich Biosimilars hätte der Gewinn bei 2,61 Euro je Aktie gelegen. Die Sparte ist langfristig aber äußerst aussichtsreich. Biosimilars sind das Biotech-Pendant zu Generika im Pharmabereich.
Da in den nächsten Jahren zahlreiche Patente der umsatzstärksten Biotech-Medikamente auslaufen, ist eine starke Position in diesem Bereich sinnvoll. Tatsächlich gibt es derzeit auch nur wenige Konkurrenten, das Feld ist gerade erst im Entstehen.

Allzu große Freude dürften die Zahlen dennoch nicht ausgelöst haben, es war ein vergleichsweise schwaches Jahr. Die Aktie kam auf der Oberseite nicht mehr weiter. Für größere Turbulenzen sorgte dann die Gewinnwarnung von Fresenius Medical Care.

Ende letzter Woche kappte Fresenius selbst die Prognose und die Aktie ging in den freien Fall über.
Das Unternehmen rechnet aufgrund der aktuellen und der erwarteten Geschäftsentwicklung für 2019 mit einem organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Konzernergebnis wird jedoch auf gleichem Niveau wie 2018 erwartet.
Bisher hatte der Markt einen Anstieg des Gewinns um 9% erwartet. Stattdessen dürfte es wohl erst ab 2020 wieder spürbar aufwärtsgehen.

Fundamentale Bewertung

Der Newsflow war zuletzt also nicht gerade hilfreich. Einziger Lichtblick ist die Aussicht auf eine weiter steigende Dividende. Fresenius strebt auch für 2018 und 2019 eine Erhöhung der Ausschüttungen an. Bei einem Gewinn von über 3,00 Euro ist eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie auch keine große Herausforderung.

Aktuell dürfte die Stimmung wohl auf dem Boden sein. Der Ausblick ist schwach, man traut dem Unternehmen nicht mehr viel zu. Alle zu erkennenden, negativen Szenarien scheinen aber eingepreist zu sein. Sollte man jetzt also einsteigen?

Die Dividendenrendite liegt knapp über 2% und für 2018 und 2019 wird jeweils ein Gewinn von 3,35 Euro je Aktie erwartet.
Fresenius kommt dementsprechend auf ein KGV von 12,2.

Das ist tatsächlich der niedrigste Wert seit mehr als 10 Jahren. In der Vergangenheit lag das KGV meist über 20. Für langfristig orientierte Anleger ist das wohl der richtige Zeitpunkt, um einzusteigen.
Schließlich notiert die Aktie heute wieder an dem Punkt, wo man 2014 bereits war. In diesem Zeitraum ist der Umsatz allerdings um mehr als 40% und der Gewinn um mehr als 60% gestiegen.

Charttechnik

Fresenius hat massive Kursverluste verbucht und sich seit dem Vorjahreshoch halbiert. Durch den jüngsten Kurssturz ist die Aktie allerdings in einen interessanten Bereich eingetaucht.
Knapp über 38 Euro laufen zwei langfristige Aufwärtstrendlinien zusammen. Genau hier hat der Abverkauf am Freitag gestoppt. Darüber reihen sich unterhalb von 40 Euro bedeutenden Unterstützungen auf. Die maßgeblichen Marken liegen bei 37,50 und 35 Euro. Es besteht die begründete Hoffnung, dass sich zwischen 35 und 40 Euro ein Boden ausbilden wird.
Darunter liegen die nächsten Unterstützungen bei 33,50 und 30 Euro. Bei der aktuellen Gesamtkonstellation bietet sich ein schrittweiser Einstieg an.

Chart vom 10.12.2018 Kurs: 40,75 Kürzel: FRE – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 10.12.2018 Kurs: 40,75 Kürzel: FRE – Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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