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Aktienanalyse:
Carl Zeiss Meditec: Starke Zahlen, aber die Aktie signalisiert Gefahr

Aktuelle Analyse der Carl Zeiss Meditec Aktie

Die Aktie von Carl Zeiss Meditec gehört zu den ganz großen Outperformern des bisherigen Börsenjahres. Besonders positiv ist, dass sie bei der Wende Ende 2018 zu den Vorreitern gehörte: Hier drehte die Tendenz bereits einen Monat vor dem Gesamtmarkt nach oben. Und zwar aus demselben Grund, der den Kurs seither derart dynamisch höher getrieben hat: Medizintechnik sieht man als relativ resistent im Fall einer Rezession an, denn der Bedarf im Medizinsektor steigt. Und die am Mittwochmorgen vorgelegten vorläufigen Ergebnisse des am 30.9. beendeten Geschäftsjahrs 2018/2019 geben den Optimisten Recht:

Der Umsatz legte zum Vorjahr um 13,9 Prozent zu und erreichte mit 1,459 Milliarden Euro ein Niveau, das die unternehmenseigene Prognosespanne von 1,35 bis 1,42 Milliarden komfortabel übertraf. Zum Gewinn konnte man noch keine genauen Angaben machen, aber der dürfte überproportional gestiegen sein, denn laut dieses vorläufigen Berichts wird die Gewinnmarge deutlich über der eigenen Prognose, über dem Vorjahr (15,4 Prozent) und sogar über der laut Carl Zeiss vom Markt erwarteten Marge von 18,5 Prozent liegen. Perfekt! Aber was die Aktie daraufhin veranstaltete, ließ manchem Bullen wohl das Lächeln gefrieren:

Am Ende schloss die Aktie zwar im Plus. Aber nur um 0,76 Prozent. Das Gros der zeitweise bis zu 6,4 Prozent betragenden Gewinne wurde wieder abverkauft. Und dass, obwohl die Aktie am Tageshoch mit 111,50 Euro einen neuen Verlaufsrekord erreichte. Bereits im August und September kam es zu kräftigem Abgabedruck, sobald der Kurs einen Level um 110 Euro erreichte. Mit einem solchen Bilanzergebnis im Rücken hätten die Bullen die Basis gehabt, diesen Bann zu brechen. So aber dominiert Enttäuschung nach Zahlen, wie sie kaum hätten besser ausfallen können. Und das könnte natürlich andere Marktteilnehmer dazu verleiten, ebenfalls auszusteigen, zumal:

Auch, wenn sich mit dieser vorläufigen Bilanz bestätigte, dass man mit dem Gedanken, dass die Medizintechnik sich gegen ein schwindendes Wachstum der Gesamtwirtschaft stemmen könnte, richtig lag: Am Aktienmarkt steigt die Nervosität derzeit rapide. Dass die deutschen Aktien ebenso wie die US-Indizes nach einem schwachen Dienstag auch am Mittwoch deutlich in die Knie gingen und so ausgerechnet das Quartal extrem schlecht startet, in dem es im Vorjahr zu massiven Verlusten kam, kann viele dazu bewegen, ihre Exposition am Aktienmarkt zu reduzieren. Und oft ist es dann so, dass viele Akteure dort Gewinne mitnehmen, wo sie am größten sind. Grundsätzlich keine gute Idee, psychologisch, aber verständlich. Gerade die vorherige Dynamik könnte der Carl Zeiss-Aktie daher zum Verhängnis werden, wenn die Abgaben weitergehen sollten und dabei eine charttechnische Schlüsselzone brechen sollte.

Chart auf Wochenbasis vom 02.10.2019, Kurs 105,60 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Sie sehen im Chart, dass die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei 96,75 und die kurzfristige Aufwärtstrendlinie bei 101,50 Euro mittlerweile im Bereich des letzten Zwischentiefs (97,85 Euro) verlaufen. Das ist ein auf kurzfristiger Ebene kritischer Bereich. Sollte er fallen, wäre mit einem Test der eigentlichen, die im vergangenen Herbst begonnene Hausse führenden doppelten Supportzone aus dem übergeordneten Aufwärtstrend und der 200-Tage-Linie bei 85,60/86,50 Euro zu rechnen. Mittelfristig bärisch wäre Carl Zeiss Meditec damit zwar erst unterhalb dieses Bereichs. Aber bis dort hinunter ist es ein gutes Stück Weg. Wer aggressiv auf der Long-Seite agiert, sollte daher überlegen, sich unterhalb des Bereichs 96,75/101,50 Euro mit einem Stoppkurs abzusichern.

Chart auf Tagesbasis vom 02.10.2019, Kurs 105,60 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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