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Aktienanalyse:
Carl Zeiss Meditec: Gut war hier einfach nicht gut genug

Aktuelle Analyse der Carl Zeiss Meditec Aktie

Eigentlich waren die Zahlen, die das Medizintechnikunternehmen Carl Zeiss Meditec am Montagmorgen für das erste Quartal des am 1. Oktober begonnenen Geschäftsjahres 2019/2020 vorlegte, sehr gut. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 14 Prozent, der Gewinn, vor Zinsen und Steuern gerechnet (EBIT), um gut 18 Prozent. Der überproportional gestiegene Gewinn basierte auf der von 14,9 im vierten Kalenderquartal 2018 auf jetzt 15,4 Prozent gestiegenen Gewinnmarge. Anfangs legte die Aktie auch kräftig zu, zog zu Beginn des Handels kurzzeitig über fünf Prozent an. Doch dann wendete sich das Blatt. Und unbedingt überraschend war das nicht.

Denn so gut dieses Ergebnis auch war, man hatte damit gerechnet. Die durchschnittliche Analystenprognose hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Marge wurde nur um eine Winzigkeit überboten. Zu wenig offenbar, um zu verhindern, dass Marktteilnehmer den anfänglichen Aufwärtsimpuls nutzten, um sich gute Gewinne zu sichern. Und zu wenig, damit angesichts dieses Intraday-Turnarounds genug Anleger die Hand aufhielten, um das Minus zum Handelsende wieder aufzuholen.

Expertenmeinung: Es klingt zwar motivierend, dass Carl Zeiss Meditec im Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr bekräftigte, die Gewinnmarge weiter, in die Region 17 bis 19 Prozent, steigern zu wollen. Aber das war nur eine Bekräftigung, diese Ziele waren bekannt. Und mindestens mit dem Niveau der Märkte, in denen das Unternehmen agiert, wachsen zu wollen, wie dies im Ausblick mitgeteilt wurde, taugte als positive Überraschung nicht. Hinzu kommt die hohe Bewertung: Auf Basis der 2019er-Gewinne läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 60. Und selbst, wenn der Gewinn 2019/2020 um 20 Prozent und damit stärker steigen würde als 2018/2019, läge das KGV dann auf aktuellem Kursniveau bei 50 und damit untypisch hoch.

Kein Wunder also, dass nicht wenige dieses morgendliche Plus nutzten, um nahe des am 20. Januar bei 122,10 Euro markierten Verlaufsrekords auszusteigen – das gestrige Tageshoch kurz nach Handelsstart lag gerade einmal einen Euro darunter. Könnte das dennoch nur eine kurzfristige Schwächephase sein? Grundsätzlich natürlich, aber wer sich bei seinen Trades eng an der Charttechnik orientiert, dürfte kurzfristig eher nicht auf der Long-Seite zugreifen wollen. Denn nachdem die Aktie zunächst an einer parallel zur im November 2018 begonnenen Aufwärtstrendlinie laufenden Widerstandslinie abgeprallt war, sackte der Kurs Ende Januar durch die nächstgelegene Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie. Genau an dieser Linie blieb ein Erholungsversuch in der vergangenen Woche stecken. Dass eben diese 20-Tage-Linie am Montag erst mit Schwung überboten, dann aber durch diesen an sich schon negativen Abwärts-Turnaround wieder deutlich unterboten wurde, war klar negativ. Das gibt aus charttechnischer Sicht den Weg an den doppelten Leitstrahl der mittelfristigen Aufwärtsbewegung in Form der 200-Tage-Linie (aktuell bei 100,70 Euro) und der vorgenannten, Ende 2018 etablierten Aufwärtstrendlinie (momentan bei 96 Euro) frei. Wer da auf der Long-Seite agieren wollte, würde in ein fallendes Messer greifen, das äußerst scharf sein könnte.

Carl Zeiss Meditec Aktie Chart vom 10.02.2020, Kurs 109,40 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX

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