Zoom Video Communications Aktie Prognose Zoom mit Zahlen: Zwei Schritte vor, einen zurück

News: Aktuelle Analyse der Zoom Video Communications Aktie

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Zoom Video Communications
ISIN: US98980L1017
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Zur Zoom Video Communications Aktie

In den letzten Tagen hat Zoom endlich ein Lebenszeichen gesendet. In kürzester Zeit ist die Aktie im Vorfeld der Zahlen von 114 auf 132 USD gestiegen.
Ein Plus von mehr als 15%, im Verhältnis zu dem vorangegangenen Abverkauf ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ende der Korrektur

Man kann es kaum glauben, aber vor wenigen Monaten notierte die Aktie noch bei 588 USD.
Zoom hat also wahrlich umfassend korrigiert, jetzt müsste das Unternehmen nur noch die passenden Zahlen liefern und es könnte wieder spürbar aufwärts gehen.

Montag hat Zoom nachbörslich Daten zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021/21 vorgelegt, welches bis Ende Januar lief.

Der Gewinn lag mit 1,29 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,08 USD. Der Umsatz übertraf mit 1,07 Mrd. die Analystenschätzungen von 1,05 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 21%. Je nachdem, ob man Gaap oder Non-Gaap Kennzahlen verwenden, kletterte das Ergebnis um 6% oder 84%.

Diese Informationen kann man unterschiedlich auslegen, die Zahlen lag aber über den Erwartungen und die Richtung stimmt ebenfalls.
Darüber hinaus hat Zoom Aktienrückkäufe mit einem Volumen von 1,0 Mrd. USD beschlossen. Derzeit würde das ausreichen, um rund 2,5% der ausstehenden Aktien einzuziehen.

Die Zahl der Großkunden mit einem Umsatz über 100.000 USD ist auf Jahressicht um 66% auf 2.725 gestiegen.
Zoom steht also zunehmend auf einer breiten Basis und scheint sich vor allem bei größeren Unternehmen durchzusetzen.

So weit, so gut

Nachbörslich tendiert Zoom trotzdem etwas schwächer und das hat einen Grund. Man hat zwar die Erwartungen übertroffen, im Gegenzug aber einen schwachen Ausblick vorgelegt.

Für das angebrochene Geschäftsjahr 2022/23 stellt Zoom einen Umsatz von 4,54 Mrd. USD in Aussicht, was nur noch einem Plus von 11% entspricht.
Bisher war der Markt von 4,77 Mrd. USD ausgegangen.

Dass das Wachstum nach dem coronabedingten Boom nachlassen würde, war abzusehen, jedoch nicht in diesem Umfang.

Das Ergebnis soll sogar von 5,07 auf 3,45 – 3,51 USD je Aktie sinken.
Euphorie löst das alles sicherlich nicht aus.

Eine Frage der Perspektive

Auf der anderen Seite sollte man Zoom auch nicht unterschätzen. Das Unternehmen hat sehr schnell den Sprung in die Profitabilität geschafft und ist einer der größten Profiteure eines anhaltenden Trends.
Arbeit wird in Zukunft dezentraler und digitaler. Dass vor allem große Unternehmen auf Zoom setzen, ist ein gutes Zeichen. Das zeigt, wo es perspektivisch hin geht.

Ferner schläft man bei Zoom auch nicht. Es vergehen kaum ein paar Wochen in denen das Unternehmen nicht einen neuen Service, eine neue Lösung anbietet oder einen weiteren Kooperationspartner gewinnt.

Kürzlich hat die Bundesregierung Zoom als erste Video-App für Behörden zugelassen und es gab Gerüchte über eine Zoom-App für Tesla-Fahrzeuge.

Und natürlich muss man sich auch fragen, wie sinnvoll es ist, dass die Aktie heute wieder auf dem Niveau von 2019 notiert, obwohl sich der Umsatz seitdem mehr als verzehnfacht hat.

Chart vom 01.03.2022 Kurs: 130 Kürzel: ZM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.03.2022 Kurs: 130 Kürzel: ZM – Wochenkerzen
Chart vom 01.03.2022 Kurs: 130 Kürzel: ZM - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.03.2022 Kurs: 130 Kürzel: ZM – Tageskerzen

Wir werden sehen, wie sich die Aktie im regulären Handel entwickeln wird. Aus technischer Sicht sind die wirklich wichtigen Marken relativ weit entfernt.
Klar negative Signale ergäben sich unter 106 und unter 100 USD.

Über 135 USD würde es zu einem Kaufsignal kommen. Nachhaltig aufhellen würde sich das Chartbild aber erst über 150 USD.

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Vorherige Analysen der Zoom Video Communications Aktie

An der Börse passiert immer wieder dasselbe, nur die Namen ändern sich. Das ist einerseits erschreckend, denn daraus muss man schlussfolgern, dass es keinerlei Lernkurve gibt.

An der Börse passiert immer wieder dasselbe, nur die Namen ändern sich. Das ist einerseits erschreckend, denn daraus muss man schlussfolgern, dass es keinerlei Lernkurve gibt.

Andererseits ist das die Basis für eine Outperformance am Aktienmarkt. Wenn man erkennt, dass der Markt kurzfristig ausschließlich von Emotionen getrieben und langfristig von Zahlen getrieben wird, ergeben sich daraus entsprechende Möglichkeiten.

Diese Erkenntnis ist einer der Eckpfeiler für antizyklisches Investieren. Wenn die Aktienmärkte bereits stark gestiegen sind, geht es vor allem darum, Risiken zu identifizieren.
Sind Aktien, oder bestenfalls der ganze Markt, bereits eingebrochen, liegt die Hauptarbeit vielmehr darin, Potenzial zu identifizieren.

Wenn man allerdings lange genug dabei ist, und schon einige Höhenflüge und Abstürze mitgemacht hat, fällt das zunehmend leichter.
Mein persönlicher Optimismus erreicht immer dann Spitzenwerte, wenn in Panik verkauft und der Weltuntergang prognostiziert wird.

Was hat das mit Zoom zu tun?

Zoom ist nur eines von unzähligen Beispielen, welches man für die Wankelmütigkeit und Emotionalität der Börse anführen könnte.

Wie könnte man es sonst erklären, dass eine Aktie in kürzester Zeit von 60 auf nahezu 600 USD schießt, wodurch der Börsenwert gerundet von 15 auf 150 Mrd. USD explodierte.

Menschen, die nicht an der Börse aktiv sind, kann man das nicht erklären, weil es rational betrachtet auch keinen Sinn ergibt.
Ein Großteil davon ist auf Angst und Gier zurückzuführen.

Während der Kurs von Zoom gestiegen ist, kannte die Begeisterung kein Ende. Jeder wollte dabei sein und von dem großartigen Erfolg profitieren.
So zumindest das vordergründige Argument.

In Wirklichkeit wird nur gekauft, weil man hofft, dass der Kurs noch ein bisschen mehr steigt, damit man einen schnellen Gewinn eintüten kann.

Angst und Gier

Das Problem ist nur, dass es irgendwann keine neuen Käufer mehr gibt, die den Kurs noch ein wenig in die Höhe treiben könnten.
Plötzlich fliegt einem die Sache um die Ohren und wer dann beim Traden nicht diszipliniert ist und seine Verluste nicht realisiert, für den hat das Leiden begonnen.

Was meist folgt, ist eine lange Phase der „Ausblutung“. All die Trader, die irgendwo bei 300, 400 oder 500 USD gekauft haben, hoffen darauf, dass ihr Einstandskurs wieder erreicht wird, damit sie wenigstens plus minus null aus der Geschichte herauskommen.

Doch leider geschieht das nicht, die Kurse purzeln immer weiter und jeden Tag geben einige Anleger auf und realisieren ihre inzwischen üppigen Verluste.
Mitunter kann sich das über etliche Monate ziehen, so wie es auch bei Zoom der Fall ist. (Zoom hat das Rekordniveau im Oktober 2020 erreicht, also vor 15 Monaten).

Aktuell haben wir es mit einer Situation zu tun, der der Rallyephase in gewissem Sinne gleicht.
Damals haben sich die Käufe selbst befeuert, heute befeuern sich die Verkäufe selbst.

Es ist hoffnungslos

Gleichzeitig gibt es kaum einen Grund, um einzusteigen. Trader haben ohnehin kein Interesse und es ist auch kein Boden in Sicht, der Investoren anlocken würde.

Dabei stehen die Chancen recht gut, dass man ausgehend von diesem Niveau langfristig gut mit der Aktie fahren würde.

Das Wachstum von Zoom ist zwar rückläufig, aber ungebrochen. Im letzten Quartal lag das Umsatzplus immerhin bei 35%.
Darüber hinaus ist man hochprofitabel, die operative Marge lag zuletzt bei 27,7%.

Hinzu kommt, dass Zoom inzwischen „nur“ noch auf eine forward P/E von 35,6 kommt. Das ist zwar kein klassisches Schnäppchen, aber es gibt durchaus auch Slow-Grower, die nicht viel günstiger sind.

Für einen Branchenführer mit einem hochprofitablen, gut skalierbaren Geschäftsmodell und den vorliegenden Wachstumsraten, ist die Bewertung also vollkommen vertretbar.

Chart vom 21.01.2022 Kurs: 154,40 Kürzel: ZM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 21.01.2022 Kurs: 154,40 Kürzel: ZM – Wochenkerzen

Man kann wirklich gespannt sein, ob die gesamten Corona-Kursgewinne vernichtet werden, bevor die Aktie dreht.
Uns soll es recht sein. Je tiefer es geht, desto besser fällt die zukünftige Rendite aus und desto besser ist das Chance-Risiko-Verhältnis. Bereits heute ist das langfristige CRV positiv.

Fällt die Aktie jetzt unter 150 USD, könnte es zu einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 130-133 USD kommen. Darunter wäre der Weg in Richtung 105 USD frei. Fällt die Aktie auf dieses Niveau, wären alle Corona-Kursgewinne dahin, obwohl sich der Konzernumsatz seitdem mehr als versechsfacht und der Gewinn vervierzigfacht hat.

Erstaunlich, nicht wahr? Umso mehr, da auch zukünftig weiteres Wachstum erwartet wird. Bis 2025 soll sich der Konzernumsatz verdoppeln.