VERBIO Aktie aktuell VERBIO: Das ist jetzt die Nagelprobe

News: Aktuelle Analyse der VERBIO Aktie

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Zur VERBIO Aktie

Am Mittwoch legte der Biokraftstoff-Hersteller VERBIO das Ergebnis des am 30.6. beendeten Geschäftsjahres 2020/2021 vor. Die Aktie fiel massiv, obwohl längst vorläufige Ergebnisse auf dem Tisch lagen … denn jetzt kam auch die Perspektive für das Geschäftsjahr 2021/2022.

An den Zahlen zum am 30. Juni beendeten Geschäftsjahr 2020/2021 gab es nichts zu mäkeln. Der Umsatz war zwar mit +17,6 Prozent nicht gerade rasant gestiegen, reiht sich aber in die Folge der zuvor seit drei Jahren sehr konstant steigenden Umsätze ein. Und entscheidend war, dass es gelang, den Gewinn durch anziehende Margen überproportional um 36,2 Prozent auf EBITDA-Basis zu steigern.

Doch die beeindruckende Hausse der letzten zwölf Monate hat eine Achillesferse. Die Aktie ist deutlich schneller gestiegen als der Unternehmensgewinn, dadurch wurde mit dem jetzt erzielten Jahresergebnis ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 38 erreicht. Das wäre nur dann gerechtfertigt, wenn VERBIOs Gewinnwachstum in vergleichbarem Tempo weitergeht. Und was der Biokraftstoff-Produzent da am Mittwoch für das angelaufene Geschäftsjahr 2021/2022 prognostizierte, passte definitiv nicht in dieses Bild:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur VERBIO Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Denn nach den 166,3 Millionen Euro, die VERBIO im abgelaufenen Geschäftsjahr vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erreicht hatte, avisiert man für 2021/2022 nur ein EBITDA von 150 Millionen … also weniger. Kein Wunder also, dass die Anleger einigermaßen entsetzt reagierten und die Aktie fiel. Aber sollte man jetzt noch aussteigen, könnte der Abstieg nennenswert weitergehen?

Dass sollte man sich lieber in den kommenden Tagen genauer anschauen. Im Zuge der 2021/2022er-Perspektive wies VERBUIO auch darauf hin, dass die Nachfrage nach Biokraftstoffen weiter zunimmt. Man investiert kräftig, will die Produktionskapazität bis 2023 verdoppeln. Mittelfristig würde das Wachstum also durchaus weitergehen, ein 2021/2022 niedrigeres EBITDA eher ein investitionsbedingtes Atemholen sein.

Sehr viele Akteure, die im Vorfeld zu viel erwartet und die riskant hohe Bewertung ignoriert hatten, könnten im Zuge des Abverkaufs am Mittwoch bereits ausgestiegen sein. Und wer hier mittel- und langfristig dabei ist, könnte eine solche Situation allemal aussitzen und ggf. sogar an wichtigen Unterstützungen zukaufen. Daher sollte man, unabhängig davon, ob der am Mittwoch noch umkämpfte Support um 47 Euro hält, als mittelfristig agierender Anleger vor allem auf die auf dieser Zeitebene wichtige Auffangzone 40,60/42,50 Euro achten, bestehend aus der 200-Tage-Linie und dem mittelfristigen Aufwärtstrend. Sollte diese Zone getestet werden und halten, könnte man, mit einem etwas längerem Atem ausgestattet, da sogar darüber nachdenken, eine bestehende Position zu verstärken, sofern man solche Zukäufe dann mit einem Stoppkurs knapp unterhalb der 200-Tage-Linie versieht.

VERBIO-Aktie: Chart vom 22.09.2021, Kurs 48,56 Euro, Kürzel VBK | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der VERBIO Aktie

VERBIO ist Europas größter Biokraftstoff-Produzent. Das ist ein Wachstumsmarkt, Umsatz und Gewinn steigen kräftig. Doch trotz charttechnisch perfektem Aufwärtstrend gibt es bei der VERBIO-Aktie einen Haken: sie ist mittlerweile immens hoch bewertet.

Die Geschäftsentwicklung des Biokraftstoff-Herstellers lässt keine Wünsche offen. Ende April hatte VERBIO seine eigene Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2020/2021 (Geschäftsjahresende ist hier immer der 30. Juni) von zuvor 130 auf 150 Millionen Euro auf EBITDA-Basis (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) angehoben. Auf Basis der Ende Juli vorgelegten, vorläufigen Ergebnisse wurde diese Prognose noch einmal übertroffen: 167 Millionen blieben auf EBITDA-Basis in der Kasse des im SDAX gelisteten Unternehmens, dazu stieg der Umsatz um 15 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro.

Dass eine solche Aktie in einem Aufwärtstrend läuft, ist damit folgerichtig. Der Haken ist aber, wie schnell und weit die Aktie gestiegen ist. Denn diese Hausse hat die Gewinnentwicklung weit hinter sich gelassen. Die Folge: VERBIO ist für einen Kraftstoff-Produzenten hoch bewertet, um nicht zu sagen: überbewertet.

Expertenmeinung: Zwar sehen wir bei VERBIO Wachstumsraten und ein entsprechend starkes Potenzial, das man bei klassischen Kraftstoffproduzenten wie BP, Exxon Mobil oder Total nicht ansatzweise findet. Aber wenn man sich ansieht, dass letztgenannte Unternehmen Kurs/Gewinn-Verhältnisse zwischen 10 und 15, nicht selten noch darunter, aufweisen, stellt sich schon die Frage, ob und wie lange sich das derzeitige Kurs/Gewinn-Verhältnis von VERBIO aufrechterhalten lässt. Denn das liegt, basierend auf diesem 2020/2021er-Gewinn, bei etwa 40.

Vor genau einem Jahr schloss VERBIO bei 14,22 Euro. Derzeit liegt das Kursniveau viermal so hoch, der Gewinn ist aber „nur“ um 37 Prozent gestiegen, von 122 Millionen im Geschäftsjahr 2019/2020 auf 167 Millionen im Geschäftsjahr 2020/2021. Das allein macht deutlich, wie teuer die Aktie geworden ist und wie stark das Wachstum in den kommenden ein, zwei Jahren sein müsste, um einen derart hohen Kurslevel zu rechtfertigen, geschweige denn weitere Kursgewinne fundamental zu unterfüttern. Steht diese Hausse also vor ihrem Ende?

Damit sollte man immer rechnen, wenn man hier engagiert ist, aber ob es deswegen sinnvoll wäre, umgehend auszusteigen, ist die Frage. Denn „teuer“ ist die Aktie ja seit Monaten und steigt trotzdem sukzessiv weiter. Solange nicht zu viele Trader kalte Füße bekommen, muss die Wende also nicht eintreten.

Derzeit sehen wir einen intakten Aufwärtstrendkanal. Dessen obere Begrenzung verläuft bei ca. 61 Euro, es wäre nicht ausgeschlossen, dass die Aktie noch bis dahin läuft. Würde der Trendkanals indes brechen, wäre das ein guter Grund, um erst einmal das Weite zu suchen. Der Haken: Die untere Begrenzung des Kanals ist gerade einmal bei 40 Euro angekommen. So weit möchte wohl niemand mit nach unten mitlaufen müssen, daher wäre momentan die Kreuzunterstützung aus dem Juni-Hoch und der Mai-Aufwärtstrendlinie um 47 Euro eine sinnvolle Basis, um einen Stoppkurs zu platzieren. Denn ohne Stopp dabei zu sein, das wäre bei einer derart teuer bewerteten Aktie definitiv riskant.

Chart vom 25.08.2021, Kurs 52,80 Euro, Kürzel VBK | Online Broker LYNX

Die Bilanz des Biokraftstoff-Produzenten VERBIO, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, zeigt zwar ein solides Wachstum und Gewinne auf Rekordniveau. Aber die Anleger hatten in die VERBIO-Aktie noch mehr eingepreist. Das rächt sich jetzt.

Im immer am 30. Juni endenden Geschäftsjahr 2019/2020 hatte VERBIO ein deutlich höheres Wachstum erreicht, als man das noch Anfang 2020 erwartet hatte. Ein Anstieg des EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 28,4 Prozent elektrisierte die Anleger. Die Aktie erlebte einen gewaltigen Höhenflug, der Kurs vervierfachte sich zwischen August und Februar, weil die Marktteilnehmer unterstellten, dass dieses Wachstumstempo beibehalten, womöglich sogar gesteigert werde. Doch das ist eben nicht der Fall.

Gestern legte VERBIO das Neun-Monats-Ergebnis des Geschäftsjahres 2020/2021 vor. Das EBITDA stieg um 16,2 Prozent, der Umsatz um 6,8 Prozent. Das ist grundsätzlich tadellos und zeigt, dass der Biokraftstoff-Hersteller auf soliden Pfaden wächst. Aber für die Anleger und damit für die Aktie war das eben zu wenig, weil die Erwartungen zu hoch gehängt wurden.

Expertenmeinung: Dabei ist die Erkenntnis, dass VERBIO weniger schnell wachsen wird als im außergewöhnlichen Jahr 2020, durchaus nicht neu. Erst Ende April hatte das Unternehmen seine Gesamtjahresprognose angehoben, lag da aber mit einer EBITDA-Prognose von 150 Millionen Euro für 2020/2021 unter der durchschnittlichen Analystenerwartung, die im Schnitt einen Gewinnanstieg um die 25 bis 30 Prozent sehen. Gegenüber den 2019/2020 erreichten 122 Millionen Euro wären diese 150 Millionen „nur“ ein Zuwachs um 23 Prozent. Was an sich stark genug wäre, um einen Aufwärtstrend der Aktie zu halten … nur war die Aktie eben weit schneller gestiegen als die Gewinne.

Die Vervierfachung des Kurses zwischen Sommer 2020 und Anfang 2021 hat die Bewertung immens erhöht. Aktuell würde sich ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 28 auf Basis der aktuellen Gewinnprognose ergeben. Am Rekordhoch der Aktie, am 2. Februar bei 43,80 Euro erreicht, hatte das KGV sogar bei 35 gelegen. Das ist nicht zu viel für einen Hightech-Wert, aber VERBIO produziert Kraftstoffe, da liegen die Bewertungen gemeinhin weit niedriger. In den letzten Jahren lag das KGV bei VERBIO meist in der Region zwischen 10 und 20.

Das dürfte viele Akteure am Donnerstag bewogen haben, starke Gewinne mitzunehmen, solange sie noch da sind. Zumal das Chartbild solchen Verkäufen Vorschub leistet, nachdem gerade erst in den vergangenen Tagen der Versuch fehlschlug, das bisherige Rekordhoch zu bezwingen. Aber auch, wenn sich das Pendel durch das gestrige Minus weiter in Richtung Trendwende neigt, ist diese noch nicht vollzogen.

VERBIO-Aktie: Chart vom 06.05.2021, Kurs 34,90 Euro, Kürzel VBK | Online Broker LYNX

Noch könnte die aktuell bei 31,50 euro verlaufende, mittelfristige Aufwärtstrendlinie halten. Erst, wenn die fällt, wäre der Weg nach unten kurzfristig frei. Wobei dann bereits das Zwischentief vom März bei 27,90 Euro und bei 26,35 Euro die 200-Tage-Linie potenzielle Wendepunkte wären. Hier ggf. kurzfristig den Gewinn mitzunehmen, wenn der mittelfristige Aufwärtstrend fällt, wäre somit zu erwägen, Short zu gehen aber eher nicht. Denn auch, wenn zu viele Anleger mit mehr gerechnet haben, das Wachstum von VERBIO ist solide und nicht das Problem, sondern nur eine kurzfristig zu heiß gelaufene Aktie.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Weg raus aus den fossilen Brennstoffen ist besonders in Europa ein Thema, welches gerade auf uns zukommt. Zur Erreichung der Klimaziele müssen die Staaten Alternativen finden, um die selbstgesteckten CO2 Ziele zu erreichen. Hier punktet beispielsweise die Verbio Vereinigte Bioenergie-Aktie und seit geraumer Zeit haben die Bullen diesen Titel auf dem Schirm. Schon enorm, was sich hier in den letzten 12 Monaten abspielte. Während des Ausbruchs der Corona-Pandemie befand sich der Kurs der Aktie zwischenzeitlich bei rund 6 EUR, um danach, wie von der Tarantel gestochen, einen atemberaubenden Aufwärtstrend hinzulegen. Dieser hielt bis Mitte Januar dieses Jahres Stand. Als die Bewegung dann aber doch zu parabolisch wurde, beendeten zwei Ermüdungskerzen die Übertreibungsphase. Seither ist wieder etwas Ruhe ins Kursgeschehen der Aktie zurückgekehrt.

Expertenmeinung: Die erste größere Zwischenkorrektur der Verbio Vereinigte Bioenergie Aktie folgte im Februar und erst vor wenigen Wochen gelang der Sprung zurück über die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50. Sofort zog die Aktie wieder deutlich an und legte in den letzten Wochen einen ordentlichen Zwischensprint hin. Aktuell korrigieren die Kurse gerade in Richtung des gebrochenen Widerstands bei rund 34 EUR, welcher zu einer nicht unwichtigen Unterstützung im Chart wurde. Wenn die Kurse von hier aus wieder nach oben drehen, wäre dies wohl eine weitere überaus attraktive Kaufchance.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 13.04.2021 Kurs: 34.96 Kürzel: VBK | Online Broker LYNX

Die VERBIO-Aktie startete mit dem ersten Schlusskurs des Jahres 2020 bei 11,80 Euro und beendete dieses turbulente Jahr mit 30,70 Euro. Damit gehört das Unternehmen zu den großen Gewinnern des Jahres 2020 am deutschen Aktienmarkt. Aber Sie sehen es im Chart: Die Bullen hatten offenbar nicht das Bedürfnis, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, die Aktie läuft einfach immer weiter. Per Montagabend standen gegenüber dem letzten Kurs 2020 schon wieder 38 Prozent Plus zu Buche. Das kann nicht ewig gutgehen, oder?

Ewig nicht, aber das, was wir an jüngsten Bilanzdaten haben, ist beeindruckend. Der Hersteller von Biokraftstoffen vermochte seinen Umsatz im ersten Quartal des (immer bis zum 30.6. laufenden) Geschäftsjahres 2020/2021 um gut 24 Prozent zu steigern, der Gewinn kletterte weit überproportional um 124 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das ist eine Dynamik, die, ließe sie sich aufrechterhalten, eine solche Rallye allemal weiter befeuern könnte. Und wir werden bald wissen, ob das der Fall ist. Denn während wir auf die Bilanz des vierten Quartals 2020 bei vielen deutschen Unternehmen noch recht lange warten müssen, weil man das mit der Bilanz des Gesamtjahres zusammenlegt, liefert VERBIO seine Zahlen, da mitten im bis Ende Juni laufenden Geschäftsjahr, ohne Zeitverzug … und zwar übermorgen, am 4. Februar. Kann das der Treibsatz zu erneuten Rekordhochs sein?

Expertenmeinung: Das kann gut sein, aber selbst, wenn man die Zahlen vorher kennen würde, bleibt völlig offen, wie die Marktteilnehmer das Ergebnis einschätzen und ob und wie sie darauf dann reagieren. Ob die beeindruckenden Umsatz- und Gewinnsteigerungen der vergangenen zwei Jahre die Erwartungen so hoch haben laufen lassen, dass selbst „sehr gut“ nicht gut genug wäre oder aber die Erwartungen womöglich gar nicht so überzogen sind, auch, weil die Aktie gerade mal in die Nähe des durchschnittlichen Kursziels der Analysten gelaufen ist, man muss es abwarten. Klar ist indes, was charttechnisch gelingen muss, um diese Rallye aufrechtzuerhalten:

Der Aufwärtstrend hat in diesem linearen Maßstab des Charts zunehmend an Dynamik gewonnen, weshalb eine Aufwärtstrendlinie nie mehr als zwei Punkte verbinden würde. Solche „Zweipunkt-Linien“ sind unbestätigt und nicht viel wert. Ganz anders aber sieht das mit der 20-Tage-Linie aus. Dieser im Chart blau gehaltene gleitende Durchschnitt hat die Funktion des Leitstrahls der Rallye übernommen. Seit Ende November war es diese Linie, an der die Aktie immer wieder durchstartete. Ein positives Zeichen, denn diese Linie ist eine gern genutzte Orientierung der Trader.

Dass VERBIO eine Mini-Korrektur vergangene Woche knapp oberhalb dieser Linie beendete, ist das Sprungbrett zu einem Break über das bisherige, letzten Mittwoch bei 43,40 Euro markierte Verlaufshoch. Denkbar ist dabei zwar, dass die Bullen die Aktie schon vor den Zahlen über diesen Level ziehen, um vollendete Tatsachen zu schaffen, wenn die Bilanz am Donnerstag auf den Tisch kommt. Aber entscheidend ist nur, was danach passiert. Solange VERBIO diese 20-Tage-Linie auf Schlusskursbasis hält, könnte die Aktie selbst eine kurze, negative Reaktion auf das Zahlenwerk aufholen und durchstarten. Rutscht der Kurs aber durch, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Aktie dann deutlicher „ausatmen“ wird.

Chart vom 01.02.2021, Kurs 42,45 Euro, Kürzel VBK | Online Broker LYNX

Hätten Sie gedacht, dass eine der stärksten Aktien am deutschen Aktienmarkt ein Hersteller von Biokraftstoffen ist? Das Tief im März 2020 lag bei 5,91 Euro. Kaum zehn Monate später, am 8. Januar, erreichte die Aktie von VERBIO mit 37,45 Euro einen Verlaufsrekord. Das macht eine Performance von über 530 Prozent in weniger als einem Jahr. Das kann doch seitens des Unternehmensgewinns nicht unterfüttert sein … oder explodiert der Umsatz von Biodiesel und Bioethanol gerade?

Nein, aber er steigt – und das recht konstant. Aber nicht in solchen Dimensionen. Und auch, wenn es VERBIO gelingt, über steigende Margen einen überproportionalen Gewinnzuwachs zu erzielen, so ist die Aktie doch in der Tat diesem Gewinnzuwachs weit voraus- und davongelaufen. Richtig ist: Die Gewinnentwicklung kann sich sehen lassen. Im jeweils am 30. Juni endenden Geschäftsjahr verdiente VERBIO 2018/2019 0,84 Euro pro Aktie, im Geschäftsjahr 2019/2020 waren es 1,01 Euro. Trotz des Lockdowns im Frühjahr.

Und auch das Anfang November berichtete erste Quartal von Juli bis September lief tadellos. Der Umsatz stieg zum Vorjahresquartal um 24,4 Prozent, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag 124 Prozent über dem Sommerquartal 2019. Damit hatte VERBIO bereits in diesem ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Hälfte des Gewinns des Gesamtjahres 2019/2020 eingefahren. An Dynamik fehlt es hier also nicht, nur:

Expertenmeinung: Selbst, wenn sich der Gewinn pro Aktie im laufenden Geschäftsjahr 2020/2021 verdoppeln sollte und man als Vergleichsbasis das Hoch der Aktie vor dem Corona-Crash hernehmen würde, das bei 13,32 Euro lag, hätte sich der Aktienkurs im Vorgriff eines solchen Gewinnanstiegs mit +150 Prozent deutlich stärker nach oben bewegt als der Bilanzgewinn. Die Aktie ist also teuer geworden. Dabei wäre ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 16,5, das sich im Fall einer Verdoppelung des 2019/2020er-Gewinns von 1,01 Euro pro Aktie ergeben würde, im Vergleich zum Gesamtmarkt zwar niedrig. Aber es geht hier um ein Unternehmen aus dem Energiesektor – und da sind tiefere Bewertungen üblich. Ist VERBIO also teuer … so teuer, dass man hier, sofern man investiert ist, den Gewinn mitnehmen sollte?

Zu schnell sollte dieses Urteil besser nicht ergehen. Denn wenn das Umsatz- und Gewinnwachstum sich in den kommenden Jahren halten sollte, hätte die Aktie zwar angesichts dieser Fahnenstange, die der Kurs ausgebildet hat, kräftiges Rückschlagpotenzial, aber mittelfristig dennoch das Zeug dazu, noch einiges höher zu laufen. Der Haken bei dieser Überlegung ist natürlich das Wörtchen „wenn“. Denn wie sich die Geschäftsentwicklung in ein, zwei oder drei Jahren darstellt ist, wie bei jedem anderen Unternehmen auch, nun einmal unsicher. Was tun?

Wer diesen heißen Ritt mitmacht, könnte sich derzeit an der 20-Tage-Linie als Basis für einen Stoppkurs orientieren. „Normale“ Aufwärtstrendlinien hat der Kurs längst weit unter sich gelassen, aber dieser gleitende Durchschnitt hat sich zuletzt als Leitstrahl der Rallye etabliert, Ende November und Ende Dezember hatte VERBIO genau dort wieder Gas gegeben. Aktuell bahnt sich ein erneuter Test dieser momentan bei 31 Euro verlaufenden Linie an … man darf gespannt sein, ob die Bullen erneut zugreifen werden!

Chart vom 14.01.2021, Kurs 33,20 Euro, Kürzel VBK | Online Broker LYNX