ThyssenKrupp Aktie aktuell thyssenkrupp: Dramatischer Abverkauf – wohin kann die Reise gehen?

News: Aktuelle Analyse der ThyssenKrupp Aktie

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ThyssenKrupp
ISIN: DE0007500001
Ticker: TKA
Währung: EUR

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Basis 6 Monate neutral
Zur ThyssenKrupp Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Meldungen im gestrigen Handel überschlugen sich förmlich, so gehörte die Aktie des Industriekonzerns thyssenkrupp mit einem Minus von über 15 Prozent zu den größten Verlierern. Doch was war passiert? Die Corona-Krise sorgte beim Unternehmen für herbe Verluste. Über 819 Millionen Euro wurden im zweiten Quartal verloren. Zwar erwartet das Unternehmen in den kommenden Quartalen eine leichte Verbesserung, doch die Aktionäre zeigten sich geschockt. Die stetige Aufwärtsbewegung der letzten Wochen wurde innerhalb eines Tages negiert. So geht die Aktie wieder in eine Korrekturphase über und zeigt erneut starke Verkaufssignale. Dies dürfte wohl erst der Beginn einer größeren Entladung Richtung Süden sein.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ThyssenKrupp Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das Problem im gestrigen Handel war, dass die Aktie zudem nahe dem Tagestief schloss. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es noch zu Folgebewegungen in dieselbe Richtung kommen dürfte. Die nächste Unterstützung befände sich dann bei 5.81 EUR, dem Pivot-Tief von Ende Juni. Sollte dieses gebrochen werden, wäre gar ein Impuls auf bis zu 4.00 EUR denkbar. Dort konnten die Bullen zuletzt im Mai die Talfahrt stoppen. Insgesamt sieht die Gesamtlage alles andere als rosig aus. Wir belassen unsere Aussichten auf die Aktie auf der bärischen Seite.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 13.08.2020 Kurs: 6.21 Kürzel: TKA | Online Broker LYNX

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der ThyssenKrupp Aktie

ThyssenKrupp ist ein Industriekonzern mit den Schwerpunkten Stahlverarbeitung, Industriegüter und Dienstleistungen.

Die Tätigkeitsfelder reichen von Flach- und Edelstahl über den Handel mit Werk- und Rohstoffen bis hin zum Bau von Großanlagen, Schiffen, Aufzügen und Fahrtreppen.

Mehrwert

Bevor ich diese Analyse geschrieben habe, habe ich darüber nachgedacht, ob es sich überhaupt noch lohnt.
Ich habe meine negative Haltung zu Thyssen bereits so oft zum Ausdruck gebracht, ich kann es nicht mehr zählen.

Doch vielleicht kann man noch jemanden davon abbringen, sich mit solchen Aktien ins Knie zu schießen.

Die heutigen Quartalszahlen zeigen wie anfällig und schwach das Unternehmen ist.

Hier ein Auszug aus einer vorherigen Analyse:

Unterschätzen Sie das nicht

Man kann bei Thyssen zu keinem positiven Ergebnis kommen. Ich nutze das Unternehmen in Seminaren und Webinaren regelmäßig als Negativ-Beispiel. Thyssen bringt so ziemlich alle Eigenschaften mit, die man als Investor meiden sollte.

Ein rückläufiger Umsatz, Probleme mit der Profitabilität. Strukturelle Probleme, weitgehend austauschbare Produkte, hohe Schulden. Konjunkturanfällig.
In Wirklichkeit verdient man seit mehr als einem Jahrzehnt kein Geld mehr. Das einzige, was bei Thyssen andauernd steigt, ist die Zahl der ausstehenden Aktien.

Die meisten Anleger unterschätzen vollkommen, welchen Schaden solche Unternehmen einem Portfolio zufügen können.
Wer mit Thyssen in den letzten Monaten mehr als 80% verloren hat, muss das erstmal andernorts ausgleichen.
Man hätte aber selbst auf Sicht von 10-20 Jahren kein Geld verdient. Die Aktie notiert heute tiefer als 1999 oder währen der Finanzkrise
.

Die letzte Bastion

Die Bullen hatten über Jahre hinweg nur ein Argument: Thyssen Elevator. Doch auch das ist Geschichte.
Der Konzern hat das beste Pferd im Stall verkauft. Die Anteile gehen nicht an die Aktionäre und der Verkaufserlös wird einfach im Konzern verbrannt. Game Over.

Schwache Unternehmen und Krisen

Es ist einfach. Krisen treffen schwache Unternehmen natürlich am härtesten. Wer ohnehin schon zu kämpfen und keine Rücklagen hat, steht schnell mit dem Rücken zur Wand.

Man könnte bei Thyssen noch viel früher ansetzen, doch betrachten wir vorerst nur die drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres.

Im ersten Quartal sank der Auftragseingang um 4%, der Umsatz um 1% und man verbuchte einen Verlust von 432 Mio. Euro.

In den ersten sechs Monaten summierte sich das Minus bereits auf 1,14 Mrd. Euro. Der freie Cashflow lag aber sogar bei -2,77 Mrd. Euro
Die Nettoschulden explodierten von 4,83 auf 7,55 Mrd. Euro.

Langfristige Chance?

Doch wie sagt man so schön, soll man nicht kaufen, wenn die Kanonen donnern? Schließlich bemisst sich der Wert eines Unternehmens nicht an einigen wenigen Quartalen.

Das ist vollkommen richtig, es gilt eben nur zu unterscheiden, ob es sich um kurzfristige oder ganz grundlegende Probleme handelt.

Bei Thyssen ist eindeutig das zweite der Fall. Der Umsatz ist seit etlichen Jahren rückläufig, die Margen kratzen an der Null-Linie.
Seit 2010 war man in fünf Jahren nicht profitabel, der Cashflow ist fast durchgehend negativ.

Wie sind die Zahlen heute ausgefallen?

Der absolute Tiefschlag kam heute, halten Sie sich fest.

Im dritten Quartal ist der Umsatz um 34% auf 5,76 Mrd. Euro eingebrochen und der Verlust lag bei 819 Mio. Euro.

Die Nettoverschuldung ist auf Jahressicht von 5,10 auf 8,46 Mrd. Euro gestiegen und jetzt wird es erst richtig brenzlig:

In nur einem Jahr haben sich 2,49 Mrd. Euro an Eigenkapital in Luft aufgelöst. Jetzt ist das Eigenkapital auf unter null gesunken.
Könnte man durch den Verkauf der Aufzugssparte nicht mit größeren Mittelzuflüssen rechnen, müsste man langsam über eine Insolvenz diskutieren.

Ohne Elevator wird man das Thema Insolvenz mittelfristig aber ohnehin wieder aufgreifen müssen.
Interessanterweise wäre Elevator die einzige Sparte gewesen, die derzeit einen nennenswerten Gewinn erwirtschaftet. Aber man hat das beste Pferd im Stall nun mal verkauft.

Mehr als 50.000 zufriedene Kunden. Ich bin einer davon.

Die nächsten Hiobsbotschaften

Der Auftragseingang ist im dritten Quartal um 42% auf 4,79 Mrd. Euro eingebrochen. Die nächsten Hiobsbotschaften zeichnen sich also ab.

Das gilt übrigens für bedeutende Teile der Wirtschaft. Was denken Sie, wie es den meisten Maschinenbauern, der Auto- und Luftfahrtbranche, der Industrie- oder Reiseunternehmen derzeit geht?

Ich hatte mich heute ja bereits zu TUI geäußert: Droht auch hier eine Insolvenz?

Ebenso hätte man heute Leoni oder Nordex rauspicken können. Auch dort läuft es miserabel.
Stellen Sie sich auf mehr davon ein.

Thyssen ist mehrfach an dem Widerstand bei 7,50 Euro gescheitert. Jetzt könnte die nächste Abwärtsbewegung eingeleitet werden.
Mögliche Kursziele liegen bei 6,00 und 4,50 Euro.
Die Abwärtstrendkanäle würden auch Spielraum bis 3,00 Euro offerieren.

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Chart vom 13.08.2020 Kurs: 6,30 Kürzel: TKA - Wochenkerzen

Als ich heute um 9:00 Uhr die Kurstafeln von Dax, MDax & Co betrachtete hatte ich ein Déjà-vu.
Zwei Dinge scheinen sicher zu sein: Dass die europäischen Indizes gegenüber den USA Underperformen und welche Aktien auf der Abschussliste stehen.

Es ist schon erstaunlich. Der S&P500 notiert fast am Allzeithoch und gibt vorbörslich knapp 1% nach. Beim Nasdaq sieht es sogar noch besser aus.
Das reicht aber schon aus, um bei uns für Unruhe zu sorgen. Dax, MDax und Co sind wie selbstverständlich doppelt so stark im Minus.

In den USA schossen gestern noch die Krisenverlierer wie Boeing und United Airlines in die Höhe, bei uns wird alles abverkauft. Deutsche Anleger haben es nicht gerade leicht.

Traurig

Das sollte Sie als Börsianer aber nicht wundern, meine Leser umso weniger. Ich möchte mich nicht wiederholen, aber der Dax ist nicht gerade eine Ansammlung der besten Unternehmen Deutschlands, geschweige denn der Welt.

Größtenteils verwaltet man vergangene Prosperität. Das Wachstum ist gering, die Konzerne sind verkrustet und haben zu viele Altlasten.

Mit dem Großteil der Aktien kann man schlichtweg kein Geld verdienen. Sie sind zwar vermeintlich günstig bewertet, doch was bringt das, wenn das Unternehmen nur auf der Stelle tritt?

Der breiten Masse dürfte überhaupt nicht klar sein, wie gering die Qualität vieler Unternehmen ist. Jeden Tag kaufen unbedarfte Anleger diese „Kelleraktien“ – später mehr dazu.

Die 5

Unterdessen fungieren die großen Tech-Konzerne in den USA als echte Zugpferde. Nimmt man die Rallye unter die Lupe, wird recht schlecht klar, dass der allergrößte Teil der Gewinne auf nur 5 Unternehmen entfällt.

Wer sie nicht im Depot hatte, konnte den Markt kaum schlagen. Der Börsenwert von Apple und Microsoft ist seit dem März-Tief jeweils um rund 500 Mrd. USD gestiegen.
Bei Amazon sind es 400 Mio., bei Google 300 Mio. und bei Facebook immerhin 250 Mio. USD.

Um das einen Kontext zu rücken: Der Börsenwert des S&P500 ist seit dem Crash-Tief um knapp 4.000 Mrd. USD gestiegen. Die Hälfte davon entfällt auf diese fünf Aktien.

Und unsere 5?

Man stellt sich unweigerlich die Frage, ob wir in Deutschland etwas Ähnliches haben. Leider nicht. Daran fehlt es leider auch bei all unseren europäischen Nachbarn.

Wir haben zwar auch sehr gute Unternehmen, aber keine hochkapitalisierten Zugpferde. Vielleicht abgesehen von SAP. Doch selbst diese Aktie notiert noch weit unter dem Allzeithoch und eine Aktie alleine kann es auch nicht richten.

Die anderen Schwergewichte sind nicht gerade hilfreich. Siemens notiert auf dem Niveau von 2007, ebenso die Allianz. Von der Deutschen Telekom sprechen wir besser gar nicht.

Die Keller 5

Was wir in Deutschland haben, sind zu viele Kellerkinder. Aber die kann man wenigstens einfach und zielgerichtet identifizieren. Kommt es zu einer Korrektur, werden sie umgehend abverkauft.

In Wirklichkeit ist es nämlich jedem klar, dass sie Schrott sind – zumindest unterbewusst. Aber man zockt eben. Man wird schon einen noch dümmeren finden, dem man die Papiere zu einem höheren Preis andrehen kann.
Eine gute Strategie ist das nicht.

Als Anleger sollte man diese Aktien einfach aus dem Kopf und den Watchlisten streichen. Man erspart sich eine Menge Kopfschmerzen. Es sind schwache Unternehmen mit einer Kombination aus folgenden Eigenschaften: Fehlendes oder geringes Wachstum, fragwürdige Profitabilität, hohe Schulden.

Wer stand und steht heute also wieder auf der Abschussliste? Es sind immer dieselben.
Heute ganz vorne mit dabei: Deutsche Bank, HeidelbergCement, Commerzbank, ThyssenKrupp, Telefonica, Nordex. Ein Chart schlimmer als der andere. Ein Investorengrab nach dem anderen.

Weg damit

Wenn Sie als Investor erfolgreich sein wollen, dürfen sich diese wandelnden Toten nicht in ihrem Depot befinden. Ähnliche Werte gibt es in jedem Markt, in jedem Land.

Sortieren Sie sie aus. Glücklicherweise müssen Sie sich diese Arbeit nur einmal machen. Am besten Sie fangen heute mit dem Dax oder Ihrem favorisierten Index an.
Innerhalb kürzester Zeit werden Sie ihn durchgearbeitet haben und sehr viele Unternehmen identifiziert haben, mit denen Sie sich nicht mehr beschäftigen müssen.
Es ist ein Leichtes, die Hälfte aller Aktien zu streichen.

Konzentrieren Sie sich zukünftig nur noch auf die Perlen. Der einfachste Weg dorthin ist als allererstes die faulen Äpfel rauszuwerfen.
Und ich wage noch eine Wette: Sie werden dabei sehr viel lernen und problematische Aktien in Zukunft in kürzester Zeit identifizieren können.

Chartgalerie des Schreckens

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Kein Wunder, dass es in Deutschland kaum Investoren gibt.

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Sind Sie mit Ihrem Broker wirklich zufrieden? Ich bin bei LYNX.

Chart vom 09.06.2020 Kurs: 8,60 Kürzel: DBK - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 2,71 Kürzel: O2D - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 4,44 Kürzel: CBK - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 49,77 Kürzel: HEI1 - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 9,80 Kürzel: NDX1 - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 7,21 Kürzel: TKA - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

ThyssenKrupp ist ein Industriekonzern mit den Schwerpunkten Stahlverarbeitung, Industriegüter und Dienstleistungen.

Die Tätigkeitsfelder reichen von Flach- und Edelstahl über den Handel mit Werk- und Rohstoffen bis hin zum Bau von Großanlagen, Schiffen, Aufzügen und Fahrtreppen.

Unterschätzen Sie das nicht

Ich habe mich in der Vergangenheit bereits oft zu Thyssen geäußert und das Ergebnis war immer gleich negativ. Egal ob zu Kursen von 40 oder 20 Euro. Hier bei LYNX noch zu 16,58 Euro und 13,55 Euro oder auch erst kürzlich.

Man kann zu keinem positiven Ergebnis kommen. Ich nutze das Unternehmen in Seminaren und Webinaren regelmäßig als Negativ-Beispiel. Thyssen bringt so ziemlich alle Eigenschaften mit, die man als Investor meiden sollte.

Ein rückläufiger Umsatz, Probleme mit der Profitabilität. Strukturelle Probleme, weitgehend austauschbare Produkte, hohe Schulden. Konjunkturanfällig.
In Wirklichkeit verdient man seit mehr als einem Jahrzehnt kein Geld mehr. Das einzige was bei Thyssen andauernd steigt, ist die Zahl der ausstehenden Aktien.

Die meisten Anleger unterschätzen vollkommen, welchen Schaden solche Unternehmen einem Portfolio zufügen können. Wer mit Thyssen in den letzten Monaten mehr als 80% verloren hat, muss das erstmal andernorts ausgleichen.
Man hätte aber selbst auf Sicht von 10-20 Jahren kein Geld verdient. Die Aktie notiert heute tiefer als 1999 oder währen der Finanzkrise.

Selbst wenn Sie nur traden möchten, sollten Sie solche Aktien meiden. Es ist ungleich einfacher bei SAP eine Aufwärtsbewegung mitzunehmen, als bei Thyssen.
Warum sollte man sich das Leben unnötig schwer machen?

Die letzte Bastion

Die Bullen hatten über Jahre hinweg nur ein Argument: Thyssen Elevator. Doch auch das ist Geschichte. Der Konzern hat das beste Pferd im Stall verkauft. Die Anteile gehen nicht an die Aktionäre und der Verkaufserlös wird einfach im Konzern verbrannt. Game Over.

Zum Glück haben Anleger aber eine Alternative: Thyssen Elevator können Sie vergessen: Otis!

Schwach bleibt schwach

Wie in der Schwesteranalyse zu SAP beschrieben: Starke Unternehmen bleiben stark, meist über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Dasselbe gilt auch umgekehrt. Schwach bleibt schwach.

Die Quartalszahlen von Thyssen passen also komplett ins Bild. Es ist dasselbe Trauerspiel wie immer.

Was mich heute auch sehr gefreut hat und mir das Leben erleichtert: Auf der IR-Seite von Thyssen im Bereich Finanzberichte werden mir zuerst Präsentationen von 2012/13 und 2003 angezeigt. Top. Das habe ich natürlich gesucht. (Ironie)
Es ist fast ein Witz, dass auch damals der Umsatz rückläufig war und der Gewinn eingebrochen ist.

Kommen wir zurück zur aktuellen Lage. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/2020 ist der Umsatz um 4% auf 15,9 Mrd. Euro gesunken. Das EBIT ist von +55 auf -443 Mio. Euro implodiert.
Der Verlust ist von -0,18 auf -2,12 Euro je Aktie in die Höhe geschossen.

Der Verlust entspricht der Hälfte des Börsenwerts. Trotz der Milliardeneinnahmen durch den Verkauf der Aufzugssparte ist das existenzbedrohend. Das Eigenkapital verringerte sich kurzerhand von 2,2 auf 1,2 Mrd. Euro.

Magengrube und Ausblick

Da wären wir schon beim Thema. Zum ehemals besten Pferd im Stall finden wir in dem Bericht auch einige Daten.
Bei Thyssen Elevator ist der Umsatz im ersten HJ um 2-3% gestiegen und man hat ein EBIT von 402 Mio. Euro erzielt.
Für die bisherigen Aktionäre von Thyssen dürfte das alles ein Schlag in die Magengrube sein.

Bereits jetzt ist absehbar, dass sich die Lage bei Thyssen nicht verbessern dürfte. Weder kurzfristig und langfristig ohnehin nicht.
Der Auftragseingang ist um 8% eingebrochen, doch die größten Auswirkungen der Pandemie folgen ja erst noch.

Daher erwartet man einen deutlichen Rückgang des Umsatzes und ein stark negatives bereinigtes EBIT. Im dritten Quartal wäre ein Verlust von bis zu 1 Mrd. Euro möglich. Lesen Sie es nochmal, das kann das Gehirn so schnell gar nicht verarbeiten.

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Chart vom 12.05.2020 Kurs: 4,40 Kürzel: TKA - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp befindet sich erneut im Abwärtsrausch und der Titel stürzte im gestrigen Handel abermals dramatisch ab. Nachdem das Wertpapier bereits im Laufe der vorigen Woche ein deutliches Verkaufssignal präsentiert hatte, stellt dies nun die technische Bestätigung nach unten dar. Mitgrund für die negative Stimmung ist nicht nur der schwache Chart, sondern auch nicht zufriedenstellende Quartalsergebnisse. Der Umsatz gegenüber dem Vorjahr ist rückläufig und der Verlust je Aktie betrug in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres satte 31 Cent je Aktie. Dauerhafte Verluste und kein Licht am Ende des Tunnels sind nicht gerade das, was Aktionäre sich erwarten. Jetzt droht erneut eine Fortführung des bereits vor Jahren gestarteten Abverkaufs.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ThyssenKrupp Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Aus langfristiger Sicht war gerade der Bruch der psychologisch wichtigen Marke von 10 EUR ein herber Tiefschlag für die Aktie. Dass es in den letzten Wochen zu einer Erholungsrallye kam, ist lediglich mit dem berühmten Tropfen auf den heißen Stein gleichzusetzen. So konnte lediglich ein kleiner Teil der im Februar und März eingefahrenen Verluste wieder aufgeholt werden. Hier droht erneut der Absturz in Richtung des Tiefs von Mitte März. Alles andere würde uns derzeit überraschen. Wir gehen von einem Kursziel im Bereich von 3 bis 3.50 EUR aus.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 11.05.2020 Kurs: 4.853 Kürzel: TKA | Online Broker LYNX

Lassen Sie sich nicht täuschen

Man hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Rallye oder Erholung gar kein Ende mehr finden wird. Doch natürlich ist das ein Trugschluss.

Tatsächlich war an der Kurserholung bisher überhaupt nichts Ungewöhnliches. Lassen Sie sich nicht täuschen, die Kuh ist noch lange nicht vom Eis.
Nach einem Crash holt der Markt sehr oft 50 – 62% des Einbruchs wieder auf, bevor der Verkaufsdruck wieder übermächtig wird. Beim Dax waren es 50%, beim stärkeren S&P500 die genannten 61,8%.

Daraus kann man sehr wichtige Rückschlüsse ziehen. Der Dax ist als Exportindex besonders anfällig. Die Bullen haben aber weltweit ihre Munition verschossen.
Daher sollte man in dieser Großwetterlage eher von Käufen absehen.

Ausgehend von den Retracements ist eine Korrektur sehr wahrscheinlich. Wir werden sehen, wie weit sie gehen wird. Die bisherigen Jahrestiefs müssen nicht zwangsweise erreicht oder unterschritten werden.

Der S&P500 könnte aber durchaus auf 2.730 oder 2.650 Punkte sinken. Darunter wäre sogar der Weg in Richtung 2.460 – 2.500 Punkte frei.
Beim Dax liegen mögliche Kursziele bei 10.000 und 9.500 Punkte. Darunter wäre der Weg in Richtung Jahrestief offen.

…Nach den Charts geht es weiter…

Chart vom 04.05.2020 Kurs: 2.832 Kürzel: SPX - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 04.05.2020 Kurs: 10.490 Kürzel: DAX - Tageskerzen | LYNX Online Broker

Schwach ist schwach

Das bringt uns direkt zu der nächsten Frage. Welche Aktien sollte man ganz explizit meiden? Es sind wie immer die üblichen Verdächtigen.
Schwache Unternehmen, mit fragwürdiger Profitabilität und hohen Schulden.

Diese Aktien stehen mit ganz oben auf den Verkaufszetteln. Sie werden als erstes abgestoßen, weil die meisten Anleger und Fonds genau wissen, dass es sich um Kellerkinder handelt.
Im Dax sind das heute zum Beispiel…

HeidelbergCement: Ein langfristiger Underperformer, der sich langsam wieder den Tiefs aus der Finanzkrise nähert.

Infineon: Zyklische Branche und dank einer überteuerten Übernahme auch hoch verschuldet.

Daimler: Underperformer, hoch verschuldet und ebenfalls fast wieder an den Tiefs der Finanzkrise.

Im MDax sieht es ähnlich aus. Dort steht ThyssenKrupp ganz oben auf der Abschussliste. Man nimmt wieder Fahrt in Richtung Allzeittief auf, welches man erst kürzlich markiert hat.
Ebenso die Deutsche Pfandbriefbank, die seit der IPO auch keine Performance brachte.
Ebenso freenet, die heute wieder auf dem Niveau von 2003 notiert.

Investoren müssen und können daraus eine ganz wichtige Erkenntnis ziehen: Mit diesen Aktien lässt sich kaum Geld verdienen. Man sollte sie nicht nur jetzt, sondern ganz grundsätzlich meiden.
Machen Sie sich das Leben einfacher und konzentrieren sich auf die langfristigen Outperformer, die starken Unternehmen.

Mehr als 9.400 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.
Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.