Hypoport Aktie aktuell Hypoport: Ausgereizt? Die Toppbildung mahnt zur Vorsicht

Aktuelle Analyse der Hypoport Aktie

In diesem Artikel

Hypoport
ISIN: DE0005493365
Ticker: HYQ
Währung: EUR

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Zur Hypoport Aktie

Hypoport betreibt Finanzdienstleistungs-Plattformen im Internet. Ein Bereich, der nicht nur solide Wachstumsraten vorzuweisen hat, sondern auch von der Corona-Krise bislang nicht nennenswert beeinträchtigt wird. Dementsprechend stark waren die Zahlen, die Hypoport am 11. Mai zu den ersten drei Monaten vorlegen konnte. Er Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28, der Gewinn vor Steuern und Zinsen um 31 Prozent. Darüber hinaus hielt das Unternehmen da an der Anfang März ausgegebenen Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr fest. Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Pandemie in Europa einen Höhepunkt erreicht hatte, war das ein sehr positives Signal für die Anleger.

Nur haben die Marktteilnehmer diese starke Perspektive jetzt bereits eingepreist. Ende Mai ging der Kurs über das aus dem Februar stammende, vorherige Allzeithoch von 386,50 Euro hinaus, in der Spitze erreichte die Aktie am 3. Juni 423,50 Euro. Seither konsolidiert sie volatil seitwärts, wenn man es mit einer bullischen Brille sehen will. Skeptiker hingegen sehen darin eine Toppbildung oberhalb des vorherigen Rekordhochs. Letzteres wäre wohl schnell vom Tisch, wenn das Ergebnis des zweiten, jetzt gerade beendeten Quartals erneut eine positive Überraschung würde. Aber es dauert noch, bis sich dieser Vorhang lüftet, diese Quartalsbilanz ist erst für den 3. August avisiert. Die Bullen müssten also solange durchalten. Gelingt das?

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Expertenmeinung: Auffällig ist, dass vier Analysten ihr Kursziel für Hypoport seit der Vorlage der letzten Quartalsbilanz aktualisierten und alle das Ziel anhoben, diese Ziele aber mit 370, 390, 395 und 400 Euro allesamt schon „gesehen“ wurden. Und bislang stellen die 400 Euro das höchste aller Experten-Kursziele. Das wiederum ist nachvollziehbar, weil die Aktie relativ teuer bewertet ist. Ein Umsatz- und Gewinnanstieg um die 30 Prozent ist tadellos, aber das hieße, dass die Aktie, vorausgesetzt, es bliebe auf das Gesamtjahr 2020 gerechnet bei diesen 30 Prozent Gewinnplus, mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis um 75 bewertet wäre. Das ist ambitioniert, so gesehen wird die Luft da dünn.

Gut denkbar also, dass aus dieser potenziellen Toppbildung wirklich ein Topp wird, das eine Korrektur einleitet. Immerhin hat sich der Kurs, gerechnet von den Selloff-Tiefs Mitte März, in recht kurzer Zeit verdoppelt. Was sollte Anleger davon abhalten, bei einer Aktie, die von der Bewertung her zumindest für die kommenden Monate erst einmal ausgereizt wirkt, derart starke Gewinne einfach mal mitzunehmen? Hier sollte man auf die Unterstützungszone zwischen 356 und 386,50 Euro achten, in welche Hypoport schon einem Mitte Juni eingetaucht war. Sollte diese auf Schlusskursbasis fallen, wäre ein Test der 200-Tage-Linie bei aktuell 312 Euro ein recht wahrscheinliches Szenario.

Hypoport Aktie Chart vom 30.06.2020, Kurs 394,00 Euro, Kürzel HYQ | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Hypoport Aktie

Als wir Hypoport am 12. Mai analysiert hatten, hatte der IT-Plattformdienstleister für die Finanzindustrie gerade seine Bilanz zum ersten Quartal vorgelegt und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die Ergebnisse waren tadellos: Umsatz +28, EBIT +31 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Und im Ausblick sieht das Unternehmen einen Gesamtjahres-Gewinnanstieg von bis zu 22 Prozent gegenüber 2019. Starke Zahlen, aber trotzdem gab die Aktie an diesem 11. Mai, an dem das Zahlenwerk herauskam, erst einmal nach, statt durchzustarten. Das dürfte zwei Gründe gehabt haben: Zum einen hatte der Kurs im Vorfeld schon bis zu 80 Prozent des „Corona-Sellofs“ aufgeholt. Zum anderen dürften viele erkannt haben, dass die Bewertung in Relation zu einem Gewinnwachstum von 20 bis 25 Prozent schon sehr hoch war. Aber wer dachte, dass damit der Beginn einer nennenswerten Korrektur eingeläutet worden wäre, lag daneben:

Nur wenige Tage danach testete die Aktie die im März etablierte, supersteile Aufwärtstrendlinie erfolgreich und bestätigte damit die Relevanz dieser Linie als Leitstrahl der Aufwärtsbewegung. Und auch deren immenser Steigungswinkel wurde den Bullen bislang nicht zum Verhängnis, denn die Aktie zog rasant davon und übertraf am Montag sogar das bisherige Verlaufshoch von 386,50 Euro. Erst am Dienstag dann kam es, nachdem ein neuer Verlaufsrekord bei 406 Euro erreicht wurde, zu ersten Gewinnmitnahmen. Aber die alte Bestmarke von 386,50 Euro, die als nächstgelegene Unterstützung dient, wurde dabei erst einmal gehalten. Woher rührt diese immense Dynamik?

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Expertenmeinung: Auf Zurückhaltung und Vorsicht basieren die Käufe zweifellos nicht, immerhin würde das Erreichen der 2020er-Prognosen auf dem aktuellen Kursniveau ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von gut 73 bedeuten, in Relation zum erwarteten Gewinnanstieg ungewöhnlich hoch. Und diese Prognose muss auch erst einmal erreicht werden. Denn das Jahr ist so schwer vorhersehbar wie kaum eines zuvor. Voraussetzung für ein Gewinnwachstum am oberen Ende der Prognose wäre, dass Hypoport von der weltweiten Rezession weiterhin nicht beeinträchtigt wird und zugleich das Wachstum zügig zurückkehrt. Das muss erst einmal so kommen. Und auch dann müsste sich ein Käufer die Frage stellen, welche Gewinnperspektiven er bei einer solchen Bewertung für ein nicht einmal zur Hälfte absolviertes Jahr noch hätte, wenn das Kurs/Gewinn-Verhältnis bereits jetzt so hoch liegt.

Es dürfte vor allem das Momentum der Rallye selbst sein, das die Käuferseite motiviert, immer weiter zuzugreifen. Solange der Schwung hoch ist, ist man dabei. Die Kehrseite der Medaille: Gerade bei ein wenig marktengen Aktien wie dieser kann es leicht passieren, dass alle auf einmal ihren Gewinn mitnehmen wollen und zugleich kaum jemand die Hand aufhält, wenn eben dieses Momentum der Rallye dahin ist. Ob die gestrigen Gewinnmitnahmen auf Rekordlevel da bereits die Vorwarnung darstellen, ist noch offen. Aber spätestens, wenn die Kreuzunterstützung aus der März-Aufwärtstrendlinie und dem Hoch des Aprils im Bereich von 357 Euro fallen sollte, wäre zu überlegen, sich hier erst einmal, zumindest bei einem Teil der Position, den Gewinn zu sichern.

Hypoport Aktie Chart vom 26.05.2020, Kurs 389,00 Euro, Kürzel HYQ | Online Broker LYNX

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Die Bilanz, die Hypoport, ein IT-Plattformdienstleister für die Finanzindustrie zum ersten Quartal vorlegte, konnte sich wirklich sehen lassen. Der Umsatz stieg zum Vorjahresquartal um 28 Prozent, der Gewinn, vor Zinsen und Steuern gerechnet (EBIT) um 31 Prozent. Zugleich bestätigte Hypoport die bisherige, Anfang März gelieferte Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Vorläufige Zahlen zu den ersten drei Monaten hatte Hypoport bereits vor einer Woche gemeldet, da aber noch kein Statement zur Gesamtjahresprognose abgegeben.

Da bleibt es also bei der bisherigen Zielsetzung: Hypoport will 2020 einen Umsatz über 400 Millionen erreichen, das wären mindestens 18 Prozent mehr als 2019. Der Gewinn soll zwischen 35 und 40 Millionen Euro liegen, nach 33 Millionen 2019. Das klingt respektabel in einem Umfeld, in dem die potenziellen Kunden, konkret Finanzdienstleister aus der Kredit-, Versicherungs- und Immobilienwirtschaft, nicht unbedingt auf Rosen gebettet sind. Ist Hypoport da zu optimistisch?

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Expertenmeinung: Das ist aufgrund der zahlreichen, nicht eingrenzbaren Parameter der derzeitigen Gesamtsituation nicht vorhersagbar. Aber immerhin hat Hypoport bei der gestrigen Vorlage dieser Quartalsbilanz bereits zwei Monate unter diesen erschwerten Bedingungen absolviert. Wenn man da dennoch an der Prognose von Anfang März festhält, sollte man vermuten dürfen, dass man das im Unternehmen entsprechend unterfüttert sieht. Für den Anleger stellt sich somit die Frage, ob man bei der Aktie zugreifen sollte? Immerhin gehört sie auf Basis dieser Zahlen und Prognosen zu der eher kleinen Gruppe der von den Pandemie-Folgen nicht betroffenen Unternehmen.

Da wäre zumindest ein wenig Vorsicht kein Fehler, denn das haben sich, wie man am Chartbild erkennt, auch schon andere gedacht. Das am 20. Februar erreichte, bisherige Rekordhoch von 386,50 Euro ist nicht mehr allzu weit entfernt, denn der Kurs hat grob 80 Prozent des vorherigen Kurseinbruchs schon wieder aufgeholt. Und die Aktie ist nicht gerade billig bewertet:

Das Kurs/Gewinn-Verhältnis läge derzeit auf Basis des 2019er-Gewinns bei 88, im Fall des Erreichens der oberen Spanne der 2020er-Gewinnprognose immer noch knapp über 70. Sollte die Aktie den Widerstand in Form des April-Hochs bei 357 Euro auf Schlusskursbasis überwinden, wäre der Weg aus rein charttechnischer Sicht zwar bis an das bisherige Rekordhoch von 386,50 Euro frei. Aber das bereits jetzt recht „sportliche“ Kurs/Gewinn-Verhältnis und die Möglichkeit, dass die momentan schwierigen Rahmenbedingungen die Prognosen nicht so sicher machen wie in einem normaleren Umfeld machen deutlich, dass man auf der Long-Seite zumindest besondere Vorsicht walten lassen und sich konsequent mit Stoppkursen absichern sollte.

Hypoport Aktie Chart vom 11.05.2020, Kurs 339,50 Euro, Kürzel HYQ | Online Broker LYNX

 

Die Karriere der Aktie der Finanzdienstleistungsplattform Hypoport seit Anfang 2019 ist mehr als beeindruckend. Die Aktie begann das Jahr bei 144 Euro und legte bis zum vorläufigen Rekordhoch (22. Januar 2020) bei 359,50 Euro somit in wenig mehr als einem Jahr knapp 150 Prozent zu. Das wäre dann unproblematisch, wenn der Gewinn pro Aktie in einem vergleichbaren Tempo zulegen würde. Aber da rechnet man für 2019 mit einem Zuwachs um etwa 20, für 2020 mit einer Steigerung um ca. 30 Prozent. Und das ist zu wenig, um die Aktie als „günstig“ anzusehen, denn:

Da das Tempo dieser Hausse den Gewinnanstieg um ein Vielfaches abhängte, wurde die Aktie seitens der Bewertung deutlich teurer. Ende 2018 lag das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der in 2018 auch wirklich erzielten Gewinne bei 40. Was auch schon nicht gerade „billig“ war. Aber auch, wenn man jetzt die seitens der Analysten im Schnitt prognostizierten 2020er-Gewinne als Basis nimmt, obwohl die ja erst einmal wirklich eingefahren werden müssten, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis jetzt bei sagenhaften 57. Am Rekordhoch vor einer Woche lag das KGV sogar über 62. Das ist eine „Flughöhe“, in der jede Irritation bei Umsatz und Gewinn dazu führen kann, dass die Aktie kräftig unter Druck gerät. Aber bedeutet das, dass man hier getrost Short gehen könnte, weil Hypoport ohnehin über kurz oder lang nach unten kommen muss?

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Expertenmeinung: Das bedeutet es nicht. Denn man darf nicht vergessen, dass all diejenigen, die in den letzten knapp 13 Monaten eingestiegen sind, auch imstande waren, die Bewertung der Hypoport-Aktie zu verfolgen. Und sie blieben trotzdem dabei. Die Nachricht am Dienstag, dass Hypoport 30.000 eigene Aktien verkauft, um weitere Akquisitionen zu finanzieren, könnte den Gedanken aufkommen lassen, dass man sogar im Unternehmen selbst den Eindruck hat, dass der aktuelle Level ein guter sei, um die Aktie zu verkaufen, denn man hätte solche Summen ja auch auf anderem Wege bereitstellen können. Aber nicht einmal das irritiert die Anleger bislang. Hypoport gab am Dienstag nur 1,2 Prozent nach … und bislang hält an charttechnischen Ankerpunkten, was halten muss, um den Aufwärtstrend intakt zu halten.

Sie sehen im Chart, dass der Kurs am Dienstag knapp oberhalb der steilen Oktober-Aufwärtstrendlinie, derzeit bei 311 Euro, wieder nach oben drehte. Dort griffen also einige Marktteilnehmer bereits zu. Und solange man nicht gezielt aggressiv und kurzfristig agiert, wäre ein Bruch dieser nächstgelegenen Unterstützung auch noch kein Grund, um das Handtuch zu werfen. Denn die wirklich entscheidende Unterstützungszone wartet erst im Bereich zwischen 250 und 261,50 Euro. Dort ballen sich 200-Tage-Linie, mittelfristige Aufwärtstrendlinie sowie mehrere Wendemarken aus dem Sommer und Herbst zu einer massiven Supportzone. Solange diese hält, gäbe es für die Bären – außer im Rahmen kurzfristiger Korrekturen – bei dieser Aktie nicht viel zu holen.

Chart vom 28.01.2020, Kurs 324,00 Euro, Kürzel HYQ | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Hypoport ist im Bereich Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft tätig. Zur Unternehmensgruppe gehört unter anderem Dr. Klein, sowie Europace, Genopace und Vergleich.de.

Kurstreiber?

Das Hauptgeschäft entfällt auf den B2B-Marktplatz Europace, über die Banken und Vermittler unternehmensübergreifend Immobilienfinanzierungen und anderen Kredite abwickeln können.
Auf dieses Segment entfielen zuletzt mehr als 40% des Umsatzes und zwei Drittel des Gewinns.

Dementsprechend stark wirken sich positive Nachrichten zu Europace aus und das ist auch der Grund für den heutigen Kursanstieg.

In den ersten neun Monaten lag das Transaktionsvolumen auf der Plattform mit 50,4 Mrd. Euro 18% über dem Vorjahr. Im dritten Quartal lag das Plus sogar bei 24%.
Das Wachstum scheint sich also weiter zu beschleunigen. Das nährt natürlich die Hoffnung auf gute Quartalszahlen.

Es läuft und läuft

Dass es bei Hypoport läuft, ist allerdings kein neues Phänomen. Seit 2010 konnte der Umsatz von 68 auf 266 Mio. Euro gesteigert werden.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 0,53 auf 3,66 Euro je Aktie.

Wie viele Plattform-Systeme, ist das Geschäft gut skalierbar. Darüber hinaus ist der Kapitalbedarf von Hypoport gering und dementsprechend konnte man immer wieder zukaufen.
Nennenswerte Schulden hat man nicht und es waren auch keine Kapitalerhöhungen notwendig.

In der Summe vereint das Unternehmen also eine ganze Reihe an wünschenswerten Eigenschaften.
Als Investor kann man zum richtigen Preis zuschlagen.

Ausblick und Bewertung

In diesem Jahr dürfte sich der positive Trend fortsetzen. Der Gewinn soll von 3,66 auf 4,40 Euro je Aktie steigen.

All diese Tatsachen rechtfertigen natürlich eine entsprechende Bewertung. Ich hätte keine großen Bedenken, für Hypoport ein KGV von 30 zu zahlen.
Das war in den letzten Jahren auch immer wieder möglich, vor allem nach Korrekturen.

Aktuell liegt das KGV allerdings bei 66 und das KGVe bei 55.
Selbst bei diesem hohen Wachstum ist das zu viel.

In den letzten fünf Jahren lag das KGV per Jahresschlusskurs nie über 44 und im Tief waren es nur 17. Derzeit ergibt sich also eine erhebliche Diskrepanz, die Bewertung war nie höher.

Das ist selten der richtige Zeitpunkt um einzusteigen. Die Kursrisiken sind hoch und ebenso die Chance, dass man zu einem späteren Zeitpunkt mit einem besseren Chance-Risiko-Verhältnis einsteigen kann.

Charttechnik

Auch an dieser Front sendet die Aktie Warnsignale. Seit 16 Wochen kommt die Aktie auf der Oberseite nicht mehr weiter. Die obere Trendkanal-Begrenzung kann nicht nachhaltig überwunden werden.

Der heutige Kurssprung findet ebenfalls keine Anschlusskäufe. Jetzt kann es jederzeit zu einem erneuten Rücksetzer in Richtung 225 Euro kommen.

Diese Unterstützung müssen die Bullen verteidigen, denn darunter wären Verluste in Richtung 200 Euro möglich.

Prozyklische Signale ergeben sich hingegen nur im Falle eines Ausbruchs über 262 Euro.

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Chart vom 07.10.2019 Kurs: 244,50 Kürzel: HYQ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Die Aktie des Finanzdienstleisters und Plattformbetreibers Hypoport hat im laufenden Jahr eine atemberaubende Karriere hingelegt: Von 138 Euro Ende Dezember bis auf ein Rekordhoch von 261,50 Euro Ende August, das ist eine beeindruckende Entwicklung. Doch derzeit erwarten weder die Analysten noch das Unternehmen selbst, dass die Gewinne im laufenden Jahr vergleichbar durch die Decke gehen. Um die 20 Prozent mehr Gewinn, aber ein Aktienkurs, der so äußerst viel mehr gestiegen ist, das macht die Aktie eben erst einmal vor allem teurer.

Momentan würde sich für 2019 auf Basis der Konsens-Schätzungen der Schätzungen der Analysten ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp über 50 ergeben. Das ist auch einigen Experten zu viel, die Einschätzungen liegen gleichmäßig verteilt zwischen „Kaufen“, „Halten“ und „Verkaufen“. Keine allzu gute Bewertung. Und dass die Marktteilnehmer ebenfalls immer mehr geteilter Meinung sind, manifestiert sich in einer deutlich zunehmenden Volatilität im Bereich des bisherigen Rekordhochs.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Hypoport Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Schon seit knapp drei Monaten sind Schwankungen von zehn Prozent binnen weniger Tage keine Seltenheit. Und seit Anfang Juli wird die Aktie immer wieder in der Region um 260 Euro umgehend nach unten abgewiesen. Das war in der vergangenen Woche bereits zum vierten Mal der Fall. Da stellt sich natürlich, nicht zuletzt mit Querblick auf die verhaltenen Analysten, die Frage, ob sich genug Käufer für einen fünften Anlauf finden, bei einem KGV, das jetzt schon über 50 liegt.

Der Weg durch die entscheidende Unterstützungszone, deren Bruch dieser Super-Hausse ein Ende setzen würde, war per Freitagabend nicht allzu viel weiter als der auf neue Rekordhochs. Zwischen der 200-Tage-Line bei 199 Euro und der Ende Dezember etablierten Aufwärtstrendlinie bei 217 Euro liegen die mittelfristig entscheidenden Supportlinien. Bei dieser Volatilität kann die Aktie da schnell durchrutschen … und den Bären wäre zweifellos klar: „Billig“ wäre die Aktie seitens des KGV selbst dann nicht. Da dieser Abstieg der Aktie in den vergangenen Tagen auch noch gegen einen steigenden Gesamtmarkt ablief, ist es in der Tat so: Hier wird es langsam brenzlig für die Bullen!

Chart vom 13.09.2019, Kurs 237,00 Euro, Kürzel HYQ | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen