Grenke Aktie aktuell Grenke: Das sieht top aus – Breakout-Alarm!

News: Aktuelle Analyse der Grenke Aktie

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Grenke
ISIN: DE000A161N30
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Grenke Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des deutschen Finanzdienstleisters musste sich voriges Jahr mit Gerüchten über mögliche Bilanzunregelmäßigkeiten auseinandersetzen. Anleger, welche sich bei Wirecard die Finger verbrannt haben, kennen diese Thematik nur zu gut und hatten daher überaus sensibel auf die Nachrichten rund um die Grenke-Aktie reagiert. Mittlerweile hat sich das Kursgeschehen wieder beruhigt und es bildete sich ein symmetrisches Dreieck im Chart. Anfang der vorigen Woche hatte ich das Setup erstmals erwähnt und einen möglichen Breakout in Aussicht gestellt. Nun, einige Tage später, haben sich diese Erwartungen erfüllt und ein heftiger Kursschub stand diese Woche auf dem Plan. Dennoch bleibt abzuwarten, ob dieser Ausbruch nachhaltig sein wird, denn bislang haben sich noch keine Anschlusskäufe gebildet. Hierzu müssten die Kurse über die Breakout-Kerze gehen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Grenke Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Unsere Aussichten auf Grenke können wir dennoch von neutral auf bullisch anheben. Allerdings gibt es noch gewisse Restrisiken, welche wir bereits erläutert haben. Die Aktie braucht einen Schlusskurs über der Marke von 43.04 EUR. Dann wäre der Weg nach oben frei. Der nächste Widerstand befindet sich bei 46.00 EUR. Danach wäre erst wieder bei 60 EUR mit Gegenwind zu rechnen. Nach unten hin sollte die Grenke Aktie nicht mehr unter 37 EUR fallen. Sollte dies geschehen, wären Anleger wohl mit einem Fehlausbruch konfrontiert. Derzeit stehen die Chancen der Bullen zusammengefasst recht gut.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 28.01.2021 Kurs: 41.26 Kürzel: GLJ | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Grenke Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Finanzdienstleister Grenke kam zuletzt im September des vorigen Jahres gehörig unter Druck. Nachrichten über mögliche Bilanztäuschungen hatten die Grenke-Aktie schwer belastet und der freie Fall konnte erst bei rund 25 EUR gestoppt werden. Die erste Erholung endete nahe dem fallenden 50-Tage-Durchschnitt, der auch im November nochmals für Gegenwind sorgte. Gleichzeitig bildeten sich in den letzten Monaten zahlreiche höhere Tiefs, welches zumindest zeigen, dass es doch noch Anleger gibt, welche sich hier langfristig positioniert und ihr Interesse bekundet haben. Aus technischer Sicht werden die Kurse gerade im Rahmen eines symmetrischen Dreiecks zusammengepresst und ein Ausbruch aus der Formation steht unmittelbar bevor. Die Frage ist nur, wohin die Reise gehen wird.  

Expertenmeinung: Bereits im Dezember des vorigen Jahres hatten wir unsere neutrale Haltung auf die Aktie bekundet. Diese bleibt vorerst bestehen. Dennoch könnte sich dies bald ändern, denn ein Ausbruch dürfte viel frisches Momentum ins Kursgeschehen bringen. Natürlich will keiner einen Breakdown nach unten sehen. Bei einem Ausbruch über die Marke von 40 EUR, könnte sich eine nachhaltige Erholung anbahnen, welche die Aktie zur alten Stärke geleiten könnte. Anstiege auf 60 bis 70 EUR würden uns in Folge nicht wirklich überraschen. Noch ist der Titel kein Kauf und der Ausbruch muss geduldig abgewartet werden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 19.01.2021 Kurs: 38.30 Kürzel: GLJ | Online Broker LYNX

Durch einen Short-Angriff ist die Grenke Aktie massiv unter die Räder gekommen. Anlegern steckt wohl noch Wirecard in den Knochen. Doch wie groß ist das Risiko wirklich?

Das ganz große Geld

Vor dem Short-Angriff durch Viceroy galt das Familienunternehmen Grenke als unbescholten. Zuvor waren noch nie Beschuldigungen aufgekommen und die Familie Grenke hält nach wie vor rund 40% der Anteile.

Tatsächlich sind Fälle von Bilanzfälschung bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland auch extrem selten.
Im Gegensatz dazu stellen sich die Vorwürfe von Leerverkäufern in der absoluten Mehrzahl haltlos heraus.

Das gilt übrigens auch für Viceroy. Im Jahr 2018 hatte man dort zum Beispiel auch schwerste Anschuldigungen gegen AMD vorgebracht und sogar einen Nachruf für das Unternehmen verfasst.
Anschließend hat sich die Aktie verzehnfacht.

Warum Deutschland, warum Grenke?

Warum Leerverkäufer in den letzten Monaten gerade Deutschland ins Visier nehmen, sollte ebenfalls klar sein.
Den Anlegern hier steckt Wirecard noch in den Knochen. Werden Vorwürfe laut, kann man damit besonders heftige Kursstürze auslösen.
Leerverkäufer wie Viceroy können damit das ganz große Geld verdienen.

Grenke bietet sich als Ziel geradezu an. Das Unternehmen hat knapp eine Million an laufenden Leasing-Verträgen.
Das ist für das Unternehmen erfreulich, aber auch entsprechend unübersichtlich.

Es ist leicht Vorwürfe in die Welt zu posaunen und sehr schwierig sie zu widerlegen. Das nutzen die „Researchhäuser“ gerne für sich aus.

Vertrauen

Bisher konnte man bei Grenke keine nennenswerten Verfehlungen feststellen, dabei zieht sich die Sache schon seit Monaten.
Unter dem Strich hat die Aktie zwei Drittel an Wert verloren und hätte demnach 200% Potenzial zum bisherigen Hoch – sollten sich die Anschuldigungen als Luftnummer entpuppen.

Mit absoluter Sicherheit kann das wohl niemand sagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man bei Grenke allerdings schwerwiegende Probleme finden wird, dürfte aber nicht allzu groß sein.
Noch dazu stellt sich die Frage, ob das das operative Geschäft überhaupt nachhaltig schädigen würde.

Wirecard wickelte beispielsweise Transaktionen für Händler ab und arbeitete mit ihrem Geld. In diesem Business ist ein Vertrauensverlust tödlich.

Bei Grenke ist die Sache quasi umgekehrt. Die Kunden haben die Geräte bei sich stehen und zahlen monatlich an Grenke.
Was würde es für einen Leasingnehmer eines Druckers (oä) für eine Rolle spielen, wenn Grenke nicht ganz koscher verhalten hätte?

Was wäre, wenn?

An der Börse ist aber ohnehin nur alles eine Frage von Chance, Risiko und deren Verhältnis.

Im Fall von Grenke ergibt sich eine relativ einfache Überlegung. Derzeit notiert die Aktie bei 37 Euro. Wieviel könnte sie in verschiedenen Szenarien Wert sein?

In einem unwahrscheinlichen Worst-Case-Szenario könnten es trotzdem noch 20 Euro sein.
Zur Berechnung wurden die Barmittel und Leasingforderungen den Verpflichtungen gegenübergestellt.
Das wäre bei einem „Run-Off“ der Fall, also der Einstellung des Neugeschäfts und entsprechender Abwicklung der Bestandsverträge.

Stellen sich die Vorwürfe allerdings als haltlos heraus, dürfte die Aktie eher 80-90 Euro Wert sein.
Das entspräche bei mehreren Kennzahlen der durchschnittlichen Bewertung der letzten Jahre.

Eine Möglichkeit

In diesem Szenario könnte man den Marktführer im Bereich kleiner Leasing-Tickets derzeit für ein KGV (2019) von 12,8 kaufen können.
In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 28,8.

Zuvor war die Bewertung also immer stattlich und das mit gutem Grund.
Grenke verzeichnete enormes Wachstum und konnte den Gewinn in einem Jahrzehnt von 0,68 auf 2,92 Euro je Aktie steigern.

Das Unternehmen hat über 1 Million laufende Verträge mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von 8.000 €.
Die Effizienz, die erforderlich ist, um ein profitables Geschäft mit solch niedrigen Auftragswerten und hohen Volumina zu betreiben, ist enorm schwer zu replizieren.

Grenke hat den Prozess allerdings über Jahrzehnte hinweg standardisiert und automatisiert, um einen Kostenvorteil zu erzielen.
Das Unternehmen hat also einen echten Burggraben.

Darüber hinaus ist der Markt groß, Grenke kann das Wachstum aus den laufenden Einnahmen finanzieren und erzielt dennoch eine hohe Eigenkapitalrendite von 13%.

Chance-Risiko-Verhältnis

In Summe sind das sehr überzeugende Argumente.
Wenn Sie davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit eines allumfassenden Bilanzskandals bei unter 50% liegt, ist die Mathematik auf ihrer Seite. Das Chance-Risiko-Verhältnis wäre positiv.  

Darüber hinaus besitzt Grenke derzeit 796 Mio. Euro an Barmitteln, was 44,8% des Börsenwerts entspricht.
Daher würde ich dem Unternehmen dringend zu Aktienrückkäufen raten. Dadurch würde nicht nur ein Mehrwert für die Anteilseigner geschaffen, womöglich würde dadurch auch das Vertrauen zurückkehren.

Chart

Aus technischer Sicht steht eine Richtungsentscheidung unmittelbar bevor. Rutscht die Aktie unter den Aufwärtstrend, droht ein Rückfall in Richtung 30 Euro.

Die bevorzugte Variante ist allerdings bullisch. Über 40 Euro käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit einem ersten Kursziel bei 47 Euro.

Chart vom 15.01.2022 Kurs: 37,42 Kürzel: GLJ - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 15.01.2022 Kurs: 37,42 Kürzel: GLJ – Tageskerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ab und zu braucht es auch an der Börse eine gewisse Zeit, bis Wunden heilen. So könnte man das Kursgeschehen der Grenke-Aktie der letzten Wochen zusammenfassen. Im September erlitt die technische Gesamtlage einen tiefen Riss, denn es kursierten Gerüchte bezüglich möglicher Bilanzfälschungen und betrügerischer Aktivitäten. Ähnliche Vorwürfe standen vor nicht allzu langer Zeit auch bei Wirecard im Raum und wie die ganze Geschichte endete, wissen wir. Wir wollen damit nicht ausdrücken, dass auch hier tatsächlich solche Aktivitäten stattfanden, aber die Furcht vor einem weiteren Fiasko erklärt, warum einige Investoren einfach das Handtuch geschmissen haben. Nun scheint sich die Gesamtlage wieder etwas beruhigt zu haben. Die Kurse konsolidieren im Rahmen eines symmetrischen Dreiecks und noch im Dezember dürfte es hier zu einem Breakout aus der Formation kommen.

Expertenmeinung: Nach wie vor befindet sich die Grenke-Aktie in einer bärischen Gesamtsituation. Von höheren Hochs war bislang noch nichts zu sehen, aber das könnte sich womöglich ändern. Sollte Grenke der Ausbruch über die Marke von 40 EUR gelingen, könnten die frisch kreierten Kaufsignale wieder einige Bullen zum Leben erwecken. Zumindest kurzfristig dürften sich die Kurse in Folge wieder deutlich erholen. Anders würde sich die Lage eher zum Negativen entwickeln, wenn die untere Unterstützung, welche derzeit bei rund 35 EUR verläuft, gebrochen werden würde.    

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 14.12.2020 Kurs: 37.00 Kürzel: GLJ | Online Broker LYNX

Grenke ist einer der führenden deutschen Anbieter von IT-Leasing. Das Unternehmen ist auf den sogenannten Small-Ticket-Bereich spezialisiert, also Produkte mit Anschaffungskosten unter 25.000 Euro.

Version A

In dieser Analyse stellen wir Ihnen zwei Szenarien vor und wägen diese gegeneinander ab.

Beginnen wir mit Version A:
In der Vergangenheit gehörte die Aktie zu den großen Outperformern am deutschen Aktienmarkt.

Das hat einfache Gründe. Das Geschäft von Grenke ist weder kompliziert noch aufregend, dafür aber kalkulierbar und generiert stetige Einnahmen.

Das Unternehmen reicht Leasinggeräte wie Drucker vom Hersteller an den Endkunden durch.
Einerseits verdient man am Service-Geschäft, andererseits an der Finanzierung und der Spanne zwischen Kaufpreis und Leasingeinnahmen.

Das hat zu einem sehr ansehnlichen Wachstum geführt. In den letzten zehn Jahren hat sich der Umsatz vervielfacht.

Das Geschäft ist gut skalierbar, daher hat sich die Profitabilität in diesem Zeitraum ebenfalls verbessert.

Unter dem Strich führte das dazu, dass der Gewinn von 0,68 auf 2,92 Euro je Aktie kletterte.
Die Dividende wurde von 0,20 auf 0,80 Euro erhöht.

Kein Wunder also, dass sich die Aktie in dieser Zeit sehr gut entwickelt hat.

Zielscheibe

Inzwischen hat man mehr als eine dreiviertel Million laufender Leasingverträge. Das ist einerseits erfreulich, bei dieser großen Anzahl, ist die Lage aber auch kaum überschaubar.

Schließlich kann von außen betrachtet niemand beurteilen, ob alle Leasingnehmer auch hehre Ziele verfolgen. Tatsächlich ist das sogar unwahrscheinlich, so wie in allen Lebensbereichen.

Version B

Soweit Version A der Geschichte. Version B sieht etwas anders aus. Viceroy erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen Grenke.

Darunter Betrug gegenüber kleineren Unternehmen, Bilanzfälschung und Geldwäsche für Kriminelle.

Mal ganz pragmatisch

Ob man Viceroy Glauben schenken möchte, oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

In den meisten Fällen liegen die Leerverkäufer aber falsch und die Vorwürfe verlaufen im Sand.

Wer schon länger an der Börse aktiv ist, dürfte sich an etliche Short-Attacken erinnern. Mir ist zum Beispiel die Attacke auf Ströer Anfang 2016 sehr lebendig in Erinnerung geblieben.

Tatsächlich sind Fälle von Bilanzfälschung extrem selten, wenn derzeit auch jeder Wirecard im Hinterkopf hat.
Wann gab es in Deutschland zuletzt so einen Fall? In dieser Größenordnung gab es das noch nie.

Dass Leerverkäufer oft genug vollkommen haltlose Vorwürfe vorbringen, sollte jedem klar sein. Das gilt übrigens auch für Viceroy.
Dort hatte man 2018 zum Beispiel auch schwerste Vorwürfe gegen AMD erhoben und sogar einen „Nachruf“ für das Unternehmen verfasst.

Als Börsianer müssen Sie eins verstehen: Short-Attacken haben gar nicht das Ziel, irgendetwas aufzudecken, sondern den Verfassern Gewinne zu bescheren.

Es ist ein höchst lukratives Geschäft. Denken Sie nur darüber nach, was man bei Viceroy und in deren Umfeld mit diesem Short verdient hat.

Es könnten leicht Millionen sein.

Mal ganz pragmatisch 2.0

Niemand kann aktuell mit Sicherheit sagen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist.

Entweder glaubt man Grenke, einem deutschen Familienunternehmen mit einer vierzigjährigen Geschichte und mehreren hunderttausend Kunden.
Dann könnte die Aktie 75 oder 100 Euro Wert sein.

Oder man glaubt eben Viceroy, dann ist die Aktie womöglich nichts Wert.

Das muss jeder selbst abwägen. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist nach dem brachialen Abverkauf aber gar nicht so schlecht.
Bei einem Kurs von 30 Euro kann man schließlich maximal 30 verlieren, womöglich aber deutlich mehr gewinnen, sollten sich die Vorwürfe als haltlos herausstellen.

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Chart vom 17.09.2020 Kurs: 30,00 Kürzel: GLJ - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 17.09.2020 Kurs: 30,00 Kürzel: GLJ – Tageskerzen

Crash beim im MDAX notierten IT-Leasing-Anbieter Grenke. Die Aktie verlor am Dienstag sagenhafte 18,84 Prozent. Solche extremen und überraschenden Kursbewegungen lösen bei den Anlegern automatisch das „Fight-or-Flight“-Syndrom aus. Die einen sehen diesen Einbruch als die Chance, billig an die Aktie zu kommen und wollen kaufen. Die anderen fürchten, dass vom Kurs bald nichts mehr übrig sein könnte und wollen aussteigen. Doch wer bekommt am Ende Recht? Gemeinhin derjenige, der nicht in operative Hektik verfällt und sich erst einmal anschaut, was da überhaupt los ist. Und dann käme man zu dem Schluss, dass es wohl am besten wäre, sich die Sache erst einmal aus größtmöglicher Distanz anzusehen, denn bislang ist völlig offen, ob man der Geleimte wäre, wenn man jetzt kauft oder auf der Nase landet, wenn man aussteigt.

Was war passiert? Ein britischer Börsendienst namens „Viceroy Research“ wirft Grenke Bilanzfälschung und dubiose Geschäftspraktiken vor. Dementsprechend sei man dort Short positioniert. Normalerweise würde das keine solche Reaktion auslösen, aber: Hinter diesem Börsendienst steht ein gewisser Fraser Perring. Der war der erste, der schon vor Jahren mit dem Finger auf Wirecard zeigte und dieselben Vorwürfe erhob. Damals ging Wirecard rigoros und erfolgreich gegen Perring vor. Erst als die Financial Times Jahre später ins selbe Horn stieß, ging es Wirecard an den Kragen. Aber jetzt stellt sich auf Basis der extremen Reaktion der Grenke-Aktie eine Frage, die man hier und heute nicht beantworten kann:

Expertenmeinung: Nutzt Fraser Perring seinen Nimbus als Fachmann für faule Äpfel, der ihn nach der Wirecard-Pleite umgibt, um die Kurse gezielt mit solchen Aussagen zu beeinflussen oder hat er tatsächlich Recht? Denn natürlich fährt denen, die sich erinnern, dass er damals der erste war, der Wirecard anprangerte, der Schreck in die Glieder. Und das ließe sich ja trefflich ausnutzen. Sie sehen im Chart, dass die Grenke-Aktie ohnehin im Abwärtstrend verlief. Die Käufer waren also vorher schon in der Defensive, die Leerverkäufer jederzeit bereit, weiter Druck zu machen.

Wenn jetzt solche Aussagen daherkommen, die man natürlich erst einmal belegen und genau prüfen müsste, kommt doch so mancher Trader auf die Idee, dass diese relative Schwäche der Grenke-Aktie im Vorfeld womöglich deswegen bestand, weil „irgendwer“ bereits „irgendwas“ wusste. Und Perring hatte ja klargemacht, dass er bereits Short sei. Kurz: Durch diese Meldung konnte er seine Short-Position vergolden. Der Witz dabei ist zudem: Würde Grenke jetzt genauso rigoros gegen diese Aussagen vorgehen wie einst Wirecard, würden nicht wenige wohl denken, dass das ja genauso läuft wie damals und schlussfolgern, dass Grenke sich nur deswegen so wehrt, weil die Vorwürfe stimmen. Aber genau das lässt sich hier und heute absolut nicht sagen! Was bedeutet:

Dieser „Touchdown“ auf dem März-Tief von 40,50 Euro kann die Basis einer massiven Gegenbewegung nach oben werden, ebenso gut aber die Vorstufe für den Bruch dieses März-tiefs sein. Solange hier niemand wirklich etwas weiß und man daher rein emotional entscheiden müsste, ob man jetzt einsteigt oder im Gegenteil Short geht, kann es nur eine richtige Lösung geben: Wegbleiben und beobachten, wie diese Sache weitergeht!

Grenke Chart vom 15.09.2020, Kurs 44,64 Euro, Kürzel GLJ | Online Broker LYNX