Grenke Aktie aktuell Betrug bei Grenke? Das sollten Sie jetzt tun

News: Aktuelle Analyse der Grenke Aktie

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Grenke
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Zur Grenke Aktie

Grenke ist einer der führenden deutschen Anbieter von IT-Leasing. Das Unternehmen ist auf den sogenannten Small-Ticket-Bereich spezialisiert, also Produkte mit Anschaffungskosten unter 25.000 Euro.

Version A

In dieser Analyse stellen wir Ihnen zwei Szenarien vor und wägen diese gegeneinander ab.

Beginnen wir mit Version A:
In der Vergangenheit gehörte die Aktie zu den großen Outperformern am deutschen Aktienmarkt.

Das hat einfache Gründe. Das Geschäft von Grenke ist weder kompliziert noch aufregend, dafür aber kalkulierbar und generiert stetige Einnahmen.

Das Unternehmen reicht Leasinggeräte wie Drucker vom Hersteller an den Endkunden durch.
Einerseits verdient man am Service-Geschäft, andererseits an der Finanzierung und der Spanne zwischen Kaufpreis und Leasingeinnahmen.

Das hat zu einem sehr ansehnlichen Wachstum geführt. In den letzten zehn Jahren hat sich der Umsatz vervielfacht.

Das Geschäft ist gut skalierbar, daher hat sich die Profitabilität in diesem Zeitraum ebenfalls verbessert.

Unter dem Strich führte das dazu, dass der Gewinn von 0,68 auf 2,92 Euro je Aktie kletterte.
Die Dividende wurde von 0,20 auf 0,80 Euro erhöht.

Kein Wunder also, dass sich die Aktie in dieser Zeit sehr gut entwickelt hat.

Zielscheibe

Inzwischen hat man mehr als eine dreiviertel Million laufender Leasingverträge. Das ist einerseits erfreulich, bei dieser großen Anzahl, ist die Lage aber auch kaum überschaubar.

Schließlich kann von außen betrachtet niemand beurteilen, ob alle Leasingnehmer auch hehre Ziele verfolgen. Tatsächlich ist das sogar unwahrscheinlich, so wie in allen Lebensbereichen.

Version B

Soweit Version A der Geschichte. Version B sieht etwas anders aus. Viceroy erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen Grenke.

Darunter Betrug gegenüber kleineren Unternehmen, Bilanzfälschung und Geldwäsche für Kriminelle.

Mal ganz pragmatisch

Ob man Viceroy Glauben schenken möchte, oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

In den meisten Fällen liegen die Leerverkäufer aber falsch und die Vorwürfe verlaufen im Sand.

Wer schon länger an der Börse aktiv ist, dürfte sich an etliche Short-Attacken erinnern. Mir ist zum Beispiel die Attacke auf Ströer Anfang 2016 sehr lebendig in Erinnerung geblieben.

Tatsächlich sind Fälle von Bilanzfälschung extrem selten, wenn derzeit auch jeder Wirecard im Hinterkopf hat.
Wann gab es in Deutschland zuletzt so einen Fall? In dieser Größenordnung gab es das noch nie.

Dass Leerverkäufer oft genug vollkommen haltlose Vorwürfe vorbringen, sollte jedem klar sein. Das gilt übrigens auch für Viceroy.
Dort hatte man 2018 zum Beispiel auch schwerste Vorwürfe gegen AMD erhoben und sogar einen „Nachruf“ für das Unternehmen verfasst.

Als Börsianer müssen Sie eins verstehen: Short-Attacken haben gar nicht das Ziel, irgendetwas aufzudecken, sondern den Verfassern Gewinne zu bescheren.

Es ist ein höchst lukratives Geschäft. Denken Sie nur darüber nach, was man bei Viceroy und in deren Umfeld mit diesem Short verdient hat.

Es könnten leicht Millionen sein.

Mal ganz pragmatisch 2.0

Niemand kann aktuell mit Sicherheit sagen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist.

Entweder glaubt man Grenke, einem deutschen Familienunternehmen mit einer vierzigjährigen Geschichte und mehreren hunderttausend Kunden.
Dann könnte die Aktie 75 oder 100 Euro Wert sein.

Oder man glaubt eben Viceroy, dann ist die Aktie womöglich nichts Wert.

Das muss jeder selbst abwägen. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist nach dem brachialen Abverkauf aber gar nicht so schlecht.
Bei einem Kurs von 30 Euro kann man schließlich maximal 30 verlieren, womöglich aber deutlich mehr gewinnen, sollten sich die Vorwürfe als haltlos herausstellen.

Mehr als 10.900 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.
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Chart vom 17.09.2020 Kurs: 30,00 Kürzel: GLJ - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 17.09.2020 Kurs: 30,00 Kürzel: GLJ – Tageskerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Grenke Aktie

Crash beim im MDAX notierten IT-Leasing-Anbieter Grenke. Die Aktie verlor am Dienstag sagenhafte 18,84 Prozent. Solche extremen und überraschenden Kursbewegungen lösen bei den Anlegern automatisch das „Fight-or-Flight“-Syndrom aus. Die einen sehen diesen Einbruch als die Chance, billig an die Aktie zu kommen und wollen kaufen. Die anderen fürchten, dass vom Kurs bald nichts mehr übrig sein könnte und wollen aussteigen. Doch wer bekommt am Ende Recht? Gemeinhin derjenige, der nicht in operative Hektik verfällt und sich erst einmal anschaut, was da überhaupt los ist. Und dann käme man zu dem Schluss, dass es wohl am besten wäre, sich die Sache erst einmal aus größtmöglicher Distanz anzusehen, denn bislang ist völlig offen, ob man der Geleimte wäre, wenn man jetzt kauft oder auf der Nase landet, wenn man aussteigt.

Was war passiert? Ein britischer Börsendienst namens „Viceroy Research“ wirft Grenke Bilanzfälschung und dubiose Geschäftspraktiken vor. Dementsprechend sei man dort Short positioniert. Normalerweise würde das keine solche Reaktion auslösen, aber: Hinter diesem Börsendienst steht ein gewisser Fraser Perring. Der war der erste, der schon vor Jahren mit dem Finger auf Wirecard zeigte und dieselben Vorwürfe erhob. Damals ging Wirecard rigoros und erfolgreich gegen Perring vor. Erst als die Financial Times Jahre später ins selbe Horn stieß, ging es Wirecard an den Kragen. Aber jetzt stellt sich auf Basis der extremen Reaktion der Grenke-Aktie eine Frage, die man hier und heute nicht beantworten kann:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Grenke Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Nutzt Fraser Perring seinen Nimbus als Fachmann für faule Äpfel, der ihn nach der Wirecard-Pleite umgibt, um die Kurse gezielt mit solchen Aussagen zu beeinflussen oder hat er tatsächlich Recht? Denn natürlich fährt denen, die sich erinnern, dass er damals der erste war, der Wirecard anprangerte, der Schreck in die Glieder. Und das ließe sich ja trefflich ausnutzen. Sie sehen im Chart, dass die Grenke-Aktie ohnehin im Abwärtstrend verlief. Die Käufer waren also vorher schon in der Defensive, die Leerverkäufer jederzeit bereit, weiter Druck zu machen.

Wenn jetzt solche Aussagen daherkommen, die man natürlich erst einmal belegen und genau prüfen müsste, kommt doch so mancher Trader auf die Idee, dass diese relative Schwäche der Grenke-Aktie im Vorfeld womöglich deswegen bestand, weil „irgendwer“ bereits „irgendwas“ wusste. Und Perring hatte ja klargemacht, dass er bereits Short sei. Kurz: Durch diese Meldung konnte er seine Short-Position vergolden. Der Witz dabei ist zudem: Würde Grenke jetzt genauso rigoros gegen diese Aussagen vorgehen wie einst Wirecard, würden nicht wenige wohl denken, dass das ja genauso läuft wie damals und schlussfolgern, dass Grenke sich nur deswegen so wehrt, weil die Vorwürfe stimmen. Aber genau das lässt sich hier und heute absolut nicht sagen! Was bedeutet:

Dieser „Touchdown“ auf dem März-Tief von 40,50 Euro kann die Basis einer massiven Gegenbewegung nach oben werden, ebenso gut aber die Vorstufe für den Bruch dieses März-tiefs sein. Solange hier niemand wirklich etwas weiß und man daher rein emotional entscheiden müsste, ob man jetzt einsteigt oder im Gegenteil Short geht, kann es nur eine richtige Lösung geben: Wegbleiben und beobachten, wie diese Sache weitergeht!

Grenke Chart vom 15.09.2020, Kurs 44,64 Euro, Kürzel GLJ | Online Broker LYNX

Meldungen über kräftige Umsatzsteigerungen sind derzeit am deutschen Aktienmarkt ja eher Mangelware. Umso mehr Beachtung fand die am Mittwoch vor Handelsbeginn lancierte Meldung des IT-Leasing-Anbieters Grenke, dass man dort entsprechend erster Berechnungen mehr zugelegt hat als vorab vermutet. Das Neugeschäft legte in den ersten neun Monaten um 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, was Grenke dazu ermutigte, die Gesamtjahres-Prognose für das Neugeschäft der Gruppe Leasing auf eine Spanne von 18 bis 21 Prozent anzuheben (vorher lag die Prognose bei +16 bis +19 Prozent). Ob der Gewinn da mithalten kann oder womöglich sogar überproportional zulegt, wird indes noch offenbleiben, bis das Unternehmen die vollständigen Zahlen zum ja gerade erst beendeten Quartal vorlegt, womit Ende Oktober/Anfang November zu rechnen ist. Aber unter dem Strich steht der Eindruck, dass hier ordentlich etwas vorangeht. Aber reicht das für eine nachhaltige Wende der Aktie nach oben? Expertenmeinung: Das ist noch ganz und gar nicht sicher. Denn wer sich den Chart genauer ansieht, stellt fest, dass bei der Formulierung, dass hier etwas vorangeht, besser das Wörtchen „wieder“ eingebaut werden sollte. Ende Juli hatte Grenke nämlich mit der Bilanz des zweiten Quartals enttäuscht und die Gewinnprognose gesenkt. Das sorgte für abrupten Absturz der Aktie. Und der müsste jetzt erst einmal ausgebügelt werden. Dass der Kurs am Mittwoch zulegte, dabei aber noch keine klaren bullischen Zeichen setzen konnte, wundert daher nicht: Die Anleger bleiben eher vorsichtig, zumal ja über den Gewinn noch nichts verlautbart wurde. Dass es gelungen ist, den Abstieg der Aktie als Reaktion auf die schwachen Zahlen des zweiten Quartals noch oberhalb der Tiefs vom Herbst 2018 aufzufangen, ist zwar schon mal gut. Aber das potenzielle Doppeltief, das sich danach im August und September ausgebildet hat, will erst einmal vollendet sein. Dessen Nackenlinie verläuft bei 79,50 Euro. Ein Level, der zwar im Verlauf des Mittwochs intraday überboten wurde, aber nicht zum Handelsende. Zumindest diese Linie müsste auf Schlusskursbasis überboten sein, bevor die Aktie auf kurzfristiger Ebene wieder positiver zu sehen wäre. Und um über ein Trading-Long-Signal hinaus bullisch eingestuft zu werden, gälte es, auch noch über 85 Euro zu schließen und damit zu beginnen, die Ende Juli als Reaktion auf die schwache Bilanz des zweiten Quartals gerissene Kurslücke zu schließen. Chart vom 02.10.2019, Kurs 78,50 Euro, Kürzel GLJ | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Grenke ist einer der führenden deutschen Anbieter von IT-Leasing. Das Unternehmen ist auf den sogenannten Small-Ticket-Bereich spezialisiert, also Produkte mit Anschaffungskosten unter 25.000 Euro.

So wünscht man sich das

Das Unternehmen hat mehr als eine dreiviertel Million laufender Leasingverträge. Man ist also breit aufgestellt. Das Geschäft von Grenke ist weder kompliziert noch aufregend, dafür aber kalkulierbar und generiert stetige Einnahmen. An Wachstum fehlt es ebenfalls nicht. In den letzten fünf Jahren hat sich der Umsatz von 1,47 Mrd. auf 2,91 Mrd. Euro nahezu verdoppelt. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,47 auf 2,78 Euro je Aktie. Das Unternehmen hat eine ganze Reihe an Charakteristiken, die man sich als Investor wünscht und daher habe ich die Aktie in der Vergangenheit immer wieder zum Kauf empfohlen. Zuletzt am 08. Januar, als die Aktie nach einem negativen Analystenkommentar einbrach und bei 70 Euro notierte. Wie so oft stellte sich diese Kursreaktion als perfekte Kaufgelegenheit heraus. Bankenratings und ihre Kursziele sind vollkommen nutzlos und können bestenfalls als Kontraindikator genutzt werden.

Grenke wird in der Luft zerrissen

Seit der Empfehlung hat sich die Aktie sehr erfreulich entwickelt, im Hoch lag das Plus bei 50%. Das hat sich mit dem heutigen Tag verändert, denn Grenke ist deutlich eingebrochen. Eine Standortbestimmung ist also notwendig. Waren die Zahlen wirklich so schlecht? Das Vermietungsvolumen legte im ersten Halbjahr um 21% auf 7,74 Mrd. Euro zu. Das Neugeschäft stieg um 21,3% auf 1,40 Mrd. Euro. Wachstumstreiber ist nach wie vor das Geschäft außerhalb der DACH-Region. Der operative Gewinn hinkte allerdings deutlich hinterher und legte nur um 8,6% auf 83,7 Mo. Euro zu. Das Ergebnis je Aktie stagnierte sogar und lag bei 1,33 Euro. Das war vor allem auf eine gestiegene Schadensquote der Kunden und damit einhergehenden Rückstellungen zurückzuführen.

Ausblick und Bewertung

Der eigentliche Grund für den Kurssturz war aber die Gewinnwarnung. Das Neukundengeschäft soll mit 16 – 19% wachsen (bisher war man von 14 – 19% ausgegangen), das Ergebnis kann aber nicht mithalten. Grenke hat die Gewinnerwartungen von 147 – 156 Mio. Euro auf 138 – 148 Mio. Mio. Euro gesenkt. Das ist deutlich weniger, als bisher angenommen, entspricht aber noch immer einem Gewinnwachstum von 5 – 13%. Darüber hinaus scheint sich an der grundlegend positiven Unternehmensentwicklung wenig geändert zu haben. Die neue Prognose entspricht einem Ergebnis von 2,80 – 3,05 Euro je Aktie. Grenke kommt dementsprechend auf ein KGV von 28,8 und ein KGVe von 26,3 – 28,6. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 28 und im tief bei 21,7. Bei meiner Empfehlung im Januar kam Grenke auf ein KGV von 25,2. Aus fundamentaler Sicht nähern wir uns also Kaufkursen. Noch nicht engagierte Anleger, mit mehrjährigem Horizont, könnten den Kauf einer ersten Tranche erwägen. Mit Blick auf die charttechnisch wackelige Lage ist ein schrittweiser Einstieg empfehlenswert.

Charttechnik

Grenke ist mit einem Schlag in die Unterstützungszone bei 79-80 Euro abgestürzt. Dort stößt die Aktie wieder auf Interesse. Es wäre durchaus möglich, dass sich in diesem Bereich bereits der Boden ausbildet. Oberhalb von 82,50 Euro ergeben sich erste bullische Tendenzen und der Weg bis 85 Euro wäre frei. Kann auch diese Marke überwunden werden, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Zielen bei 86,50 und 89 Euro. Fällt Grenke hingegen nachhaltig unter 79 Euro, droht eine Ausdehnung der Korrektur bis 75 oder 70 Euro. Nahe 70 Euro bieten sich antizyklische Käufe an. Mehr als 5.600 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Handeln wie die Profis? Mein Broker ist LYNX. Chart vom 30.07.2019 Kurs: 80,20 Kürzel: GLJ - Tageskerzen | LYNX Online Broker