Ford Aktie aktuell Ford mit 5 Milliarden Verlust – steht das Unternehmen vor der Pleite?

News: Aktuelle Analyse der Ford Aktie

In diesem Artikel

Ford
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Ford Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Eigentlich möchte man meinen, dass im Kursverlauf der letzten Monate bereits negative Nachrichten im Kurs der Aktie eingepreist sein dürften, doch der Quartalsbericht des US-Automobilherstellers Ford zeigte ein noch düsteres Bild. So hat der Konzern im ersten Quartal einen Verlust von 2 Milliarden US-Dollar aufgerissen, welcher sich im zweiten Quartal noch deutlich erhöhen dürfte. Das Unternehmen rechnet mit einem Minus von 5 Milliarden US-Dollar. Über 2 Milliarden US-Dollar an Cash wurden verbrannt und der Umsatz ging um fast 15 Prozent zurück. Noch ist die Liquidität des Unternehmens hoch, denn laut Angaben des Unternehmens, sollten rund 35 Milliarden US-Dollar an Cash übrig sein. Somit hat der Konzern genügend Reserven, um selbst ohne Produktion bis zum Ende des Jahres durchhalten zu können.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Ford Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Während sich digitale Unternehmen in der aktuellen Krise noch recht robust zeigen, sehen wir, dass die Industrie derzeit schwere Einbrüche hinnehmen muss. Die Folgen der Produktionsausfälle und des Wirtschaftsstopps sind gerade bei Ford deutlich erkennbar. Die Aktie reagierte im nachbörslichen Handel und verlor deutlich an Wert. Wenn auch noch der Boden des eingezeichneten Dreiecks nach unten verletzt wird, hätten die Bären leichtes Spiel. Vorläufig sehen wir noch kein Licht am Ende des Tunnels. Die Aktie bleibt vorerst noch auf Talfahrt.

Aussicht: BÄRISCH

Ford Aktie Chart vom 28.04.2020 mit Kurs: 5.38 Kürzel: F | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Ford Aktie

Gestern notierten die US-Märkte bereits vorbörslich deutlich im Plus. Wie immer finden Medien und Berichterstatter Gründe dafür.
Wie sagt man so schön? Die Kurse machen die News, nicht umgekehrt.

Genannt wurden die Maßnahmen der chinesischen Notenbank, die den Markt Anfang der Woche mit Liquidität überschüttete. In einer Nacht presste man umgerechnet 171 Mrd. USD in das System.
Die europäischen Einkaufsmanger-Indizes signalisieren weiterhin Wachstum. Der US-Arbeitsmarktbericht ist gut ausgefallen.

Man hätte aber auch für einen Kurssturz einen Grund gefunden. Der Einzelhandelsumsatz in der Eurozone ist im Dezember gesunken, auf Jahressicht war der Anstieg geringer als erwartet.
In Deutschland sind die Neuwagenzulassungen im Januar um 7% gesunken.

Die Zahl, der mit dem Coronavirus infizierten ist in den letzten beiden Tagen von 19.700 auf aktuell 28.322 in die Höhe geschnellt. Die Straßen im Reich der Mitte sind wie leergefegt. Erste Einzelhändler mussten bereits ihre Prognose senken.
Alle anderen Unternehmen mit Exposure, Produktionsstandorten oder Zulieferern vor Ort hoffen und bangen. Der Spuk möge doch vor dem Ende des chinesischen Neujahrsfests vorbei sein.
Da die Zahl der Infizierten aber immer schneller steigt und da es nur noch 4 Tage bis dahin sind… ist das eher unwahrscheinlich.

Weitere Tiefschläge

Weitere Tiefschläge lieferten Unternehmen, die von all diesen Problemen nicht mal betroffen sind. Allen voran Ford. Erst vor wenigen Tagen hatte ich noch vor der Aktie gewarnt: Vor diesen Aktien sollten Sie sich hüten

Meine Erwartungen waren also alles andere als Hoch, doch Ford hat auch das noch unterboten. Der Umsatz ist im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 3% auf 155,9 Mrd. USD gesunken. Der Gewinn hat sich in Luft aufgelöst und ist von 0,92 auf 0,01 USD je Aktie gesunken.
Selbstverständlich macht man Sondereffekte verantwortlich, aber was ändert das an der Realität?

Ford hat es im vergangenen Jahr geschafft, in aller Welt Marktanteile zu verlieren. Im wichtigen Heimatmarkt Nordamerika, aber auch in Südamerika, Europa, China und Asien/Pazifik. Lediglich im Mittleren Osten konnte man kleine Fortschritte verbuchen.

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Chart vom 06.02.2020 Kurs: 8,35 Kürzel: F - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Notable Mentions

Doch zum Glück ist man nicht allein. Weitere Horrormeldungen kamen von Peabody Energy. Dereinst ein Milliardenkonzern, doch im letzten Quartal hat man einen Umsatzeinbruch um 20% auf 1,117 Mrd. USD und einen Verlust von 290,2 Mio. USD verbucht.
Das entspricht ungefähr der Hälfte des Börsenwerts. Daher musste man auch die Dividende streichen. Gleichzeitig sprach man im Quartalsbericht vornehmlich von Kosteneinsparungen, geringeren Investitionen und wie gut die Liquidität des Unternehmens sei.

Wenn man es immer wieder betonen muss, ist das ein schlechtes Zeichen. Jedenfalls hat man 3,87 Mrd. USD an Schulden und macht zumindest derzeit keinen Gewinn.
Da man in den letzten 5 Jahren aber ohnehin nur einmal profitabel war, spielt das wohl auch keine Rolle mehr. Die Aktie hätte perfekt in den zuvor verlinkten Artikel gepasst: „Vor diesen Aktien sollten Sie sich hüten.“
Peabody legte dennoch massiv zu, wahrscheinlich waren einige Marktteilnehmer erleichtert, dass man bis zur Insolvenz doch noch einige Quartale durchhält.

Weitere Kandidaten für den heutigen Artikel waren Carlyle Group. Umsatz und Gewinn lagen weit unter den Erwartungen, die Dividende wurde gekürzt. Die Aktie legte dennoch zu.
Capri (ehemals Michael Kors) hat mit Blick auf den Coronavirus den Ausblick gekappt. Die Aktie legte dennoch zu.

Doch auch unsere heimischen Unternehmen mischen mit. Siemens leidet unter einem rückläufigen Ergebnis im Industriegeschäft. Infineon hat einen Gewinneinbruch gemeldet, quittiert wurde das mit einem Kurssprung.

All das billige Geld scheint nach wie vor jegliche Vernunft beiseite zu schieben. Das dürfte wohl so bleiben. Herzlich willkommen in der „postfaktischen“ Welt.

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An der Börse kann man gutes Geld verdienen, vor allem wenn man Fehler vermeidet.
Die meisten Anleger konzentrieren sich hauptsächlich auf das Potenzial einer Aktie, die erfolgreichsten Investoren haben aber alle eins gemeinsam: Sie denken zuerst über das Risiken nach.
Charlie Munger spricht immer davon, dass man Probleme auf den Kopf stellen soll.

“Invert, always invert.“ – Charlie Munger

Kapitalerhalt steht vor allem. Der größtmögliche Kapitalvernichter ist eine Insolvenz. Schulden sind also ein zentrales Thema.

Im schlimmsten Fall ist ein Unternehmen
1. Kapitalintensiv (hoher Buchwert),
2. Hat niedrige Margen
3. Schlechte interne Rendite (Return on Investments usw)
4. Hohe Schulden

Diese Kombination ist offensichtlich gefährlich und es ist erstaunlich auf wie viele Unternehmen diese Punkte weitgehend zutreffen. Es ist das Who-is-Who der Rohrkrepierer.
Schauen wir uns einige Beispiele an.

Ganz oben auf der Liste: Ford

Heute notiert die Aktie des Autobauers auf dem Niveau von 1987 und auch in den letzten Jahren gab es nur eine Richtung. Das hat Gründe.
Das Umsatzwachstum ist seit 2015 minimal. Die operative Marge tendiert gegen Null, das Geschäft ist kapitalintensiv.
Die langfristigen Schulden steigen stetig und summieren sich auf 100 Mrd. USD, nahezu das dreifache des Börsenwerts.

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Chart vom 03.02.2020 Kurs: 9,08 Kürzel: F - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Coty

Der Hersteller von Beauty-Produkten hat ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. Das Wachstum tendiert gegen Null, zuletzt war der Umsatz sogar rückläufig und man musste Milliardenverluste melden.

Das Geschäft erwirtschaftet aber auch in guten Jahren kaum etwas, denn die operative Marge liegt bei nur 5%. Gleichzeitig hat man bei einem Umsatz von 8,65 Mrd. USD ganze 7,45 Mrd. USD Schulden.
Kein Wunder, dass am Ende kaum etwas übrig bleibt.

Chart vom 03.02.2020 Kurs: 10,42 Kürzel: COTY - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Goodyear

Der Reifenhersteller ist seit jeher ein Underperformer, die Aktie notiert heute auf dem Niveau von 1982.
Schaut man sich die Zahlen an, ist das keine Überraschung. Der Umsatz ist seit mehr als 10 Jahren rückläufig und das Geschäft ist Material- und kapitalintensiv.
Nahezu alles, was man erwirtschaftet, muss direkt reinvestiert werden, ohne einen Mehrwert zu generieren.

Hinzu kommen 5,58 Mrd. USD Schulden, weit mehr als der Börsenwert von 3,15 Mrd. USD.

Chart vom 03.02.2020 Kurs: 13,38 Kürzel: GT - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Rohstoffaktien: Auswahl genug

Aus dem Rohstoffsektor hätte man aus unzähligen Beispielen wählen können. Das Geschäft ist bekanntermaßen kapitalintensiv, unsicher und schwierig.
Ein Kupferproduzent kann schließlich nur hoffen, dass die Kosten nicht schneller steigen als der Kupferpreis. Bei Gold, Öl und jedem anderen Rohstoff sieht es genauso aus.

Das bekommt der Gas-Sektor derzeit schmerzhaft zu spüren. Die Lage ist prekär. Der Preis hat sich in den letzten Monaten halbiert und fällt unerbittlich weiter.
Die meisten Gasproduzenten machen enorme Verluste und sind ohnehin hoch verschuldet.

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Erdgas Chart vom 03.02.2020 Kurs: 1,825 Kürzel: NG - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Nehmen wir als Beispiel Diamond Offshore. In den letzten zwölf Monaten hat man bei einem Umsatz von 937 Mio. USD einen Verlust von 362 Mio. USD hinnehmen müssen.
Gleichzeitig hat man 1,97 Mrd. USD an Schulden.

Nicht weniger problematisch ist die Situation bei QEP Resources. Die Bilanz der letzten 12 Monate: 1,29 Mrd. USD Umsatz und ein Verlust von 616 Mio. USD.
Die Schulden summieren sich auf 2,03 Mrd. USD, wobei ein bedeutender Teil zeitnah refinanziert werden muss.

Chart vom 03.02.2020 Kurs: 4,71 Kürzel: DO - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 03.02.2020 Kurs: 3,23 Kürzel: QEP - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die aktuelle Berichtssaison in den USA ist voll im Gange und die Unternehmenszahlen könnten nicht unterschiedlicher sein. Gewinner und Verlierer halten sich derzeit die Waage. Der US-amerikanische Automobilhersteller Ford gehört zu den Verlierern und verlor im gestrigen Handel deutlich an Wert. Grund waren die eher bescheidenen Aussichten des Konzerns. Zwar verzeichnete das Unternehmen einen starken Gewinnsprung im letzten Quartal, doch die Anlegererwartungen für den Rest des Jahres wurden gesenkt. Die Ford Aktie ging mit einem zarten Abschlag in den gestrigen Handelstag, welcher sich zu einem klaren Abverkauf entwickelte. Aktionäre trennten sich in Scharen von dem Wertpapier und der Abwärtstrend bekam somit neue Energie.

Expertenmeinung: Auf der Suche nach wichtigen Unterstützungen auf dem Weg nach unten findet sich nicht mehr allzu viel, was den Kursen noch etwas Rückhalt bieten könnte. Ein kleiner Support befindet sich bei 8.44 USD, dem Pivot-Tief von Anfang Oktober. Danach wird man erst wieder bei 7.41 USD fündig. Dieser Punkt markiert das Tief des Jahres 2018 und könnte unter Umständen noch angesteuert werden. Die Wahrscheinlichkeit auf eine Fortführung der bärischen Abwärtsbewegung ist derzeit deutlich höher, als die Chancen auf eine Rallye. Hier haben eindeutig weiterhin die Bären das Sagen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 24.10.2019 mit Kurs: 8.60 Kürzel: F | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen