Bechtle Aktie Prognose Bechtle: -10,51 Prozent … hart abgestraft. Zu hart?

News: Aktuelle Analyse der Bechtle Aktie

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Bechtle
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Zur Bechtle Aktie

Dass die Stimmung am Aktienmarkt derzeit angeschlagen ist, erkennt man an den radikalen Verkäufen, die auftauchen, wenn Erwartungen auch nur leicht verfehlt werden. Das traf am Donnerstag die Aktie des IT-Dienstleisters Bechtle als Folge der Vorab-Ergebnisse für 2021.

Denn das, was Bechtle da vorlegte, war keineswegs schlecht. Zwar blieb der Anstieg des Vorsteuergewinns mit +18 Prozent etwas hinter der durchschnittlichen Erwartung der Analysten zurück. Auch der Umsatz, der gut sieben Prozent zulegte, war etwas besser erwartet worden. Aber da führte Bechtle Lieferschwierigkeiten als Grund an. Ein Klotz am Bein, der nicht von Dauer sein dürfte. Und eigentlich hätte die Anleger der ebenfalls gemeldete Rekord-Auftragsbestand versöhnlich stimmen können, der mit 1,87 Milliarden Euro 80 Prozent höher lag als Ende 2020.

Aber von „versöhnlich“ war nichts zu sehen. Die Bechtle-Aktie schloss sehr nahe am Tagestief, es wollte also so gut wie niemand trotz des so deutlich gedrückten Kurses die Hand aufhalten. Und dass die Analysten der DZ Bank ihr Kursziel als Reaktion auf diese Zahlen von zuvor 64,10 auf 55,00 Euro nach unten nahmen, war zweifellos nicht hilfreich, die negative Stimmung zu verbessern. Zwar läge auch dieses Kursziel deutlich über dem gestrigen Schlusskurs. Aber es liegt auf einem Level, den der Kurs erst vergangene Woche gesehen hatte. Und die Einschätzung „Halten“, welche die DZ Bank mitlieferte, animierte natürlich auch nicht zum Einstieg. Aber ist das Minus nicht dennoch überzogen?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Bechtle Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das lässt sich erst beantworten, wenn die kompletten Bilanzdaten vorliegen und, vor allem, die Perspektive für 2022. Denn dass der Auftragsbestand sehr gut ist, ist eine Sache, aber nur, wenn auch starke Gewinnmargen erzielbar sind, schlägt das positiv auf den Gewinn pro Aktie durch. Dazu muss Bechtle etwas sagen, das aber wird wohl erst zum regulären Bilanztermin am 18. März passieren.

Bis dahin bleibt letztlich nur die Charttechnik als Orientierung, was sich mit dieser Aktie bzw. diesem Abverkauf anfangen ließe. Der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass der Kurs mit diesem Abschlag eine Toppbildung vollendet hätte … vorausgesetzt, die Aktie würde es heute nicht doch noch zum Handelsende über deren Nackenlinie bei 47,16/47,86 Euro schaffen.   

Ob die Bechtle-Aktie deutlich weiter nachgibt, in Richtung der mittelfristigen Aufwärtstrendlinien bei 35 und 31 Euro rutscht, ist zwar eher fraglich, schließlich war das, was das Unternehmen an Zahlen ablieferte, nur wenig unter den Prognosen. Aber das bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass man zwingend bereits nahe eines Tiefs wäre, dafür ist dieses bärische Signal im Chart zu markant. Erst, wenn es gelänge, diese Nackenlinien-Zone des Topps so deutlich zu überbieten, dass Bechtle auch über dem Vorwochen-Hoch bei 54,76 Euro schließt, wo der Kurs zuletzt nach unten gedreht hatte, könnte man sich hier einen Einstieg überlegen.

Bechtle-Aktie:Chart vom 10.02.2022, Kurs 46,41 Euro, Kürzel BC8 | Online Broker LYNX

 

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Vorherige Analysen der Bechtle Aktie

Abwärts geht es meistens schneller als aufwärts. Bechtle ist von 70 auf 50 Euro zurückgekommen und notiert jetzt direkt an der zentralen Unterstützungszone. Dreht Bechtle genau hier?

Wie die Zeit verfliegt

Bechtle ist einer der führenden Anbieter von IT-Konzepten für Gewerbekunden in Deutschland.
Das Geschäftsmodell verbindet IT-Dienstleistungen mit dem herstellerunabhängigen Direktvertrieb von Hard- und Software für inzwischen mehr als 75.000 Kunden.
Die Services von Bechtle umfassen hierbei alle Dienstleistung von der IT-Strategieberatung über die Projektplanung und Durchführung, Systemintegration bis zum Komplettbetrieb der IT ganzer Unternehmen.

Es ist schon eine ganze Weile her, seitdem ich die letzte Analyse zu Bechtle geschrieben habe. Über weite Strecken war die Bewertung schlichtweg zu hoch. Doch das ist kein Problem, wenn man sich zuvor schon positioniert hat, wie es viele unserer Leser hoffentlich getan haben.

Die Aktie ist auch seit Tag 1 (1. Januar 2018) im Musterdepot auf Guidants und dank kostenloser Aktien mehr als 500% im Plus
Hier ein Auszug aus der letzten Analyse von Anfang 2019 – unglaublich wie die Zeit verfliegt.

Bechtle ist eine deutsche Erfolgsgeschichte und dementsprechend ist die Aktie ein klarer Outperformer. Größere Korrekturen sind selten und sollten daher genutzt werden. Aktuell ist die Aktie knapp 20% vom Hoch entfernt und steht kurz vor einem Kaufsignal. Sollte man jetzt auf den Zug aufspringen?

Seitdem hat sich der Aktienkurs äußerst erfreulich entwickelt. Obendrein haben die Anleger für jede damals gehaltene Aktie zwei zusätzliche erhalten.

In all dieser Zeit hat sich an meiner positiven Einschätzung des Unternehmens nichts geändert, die Bewertung war nur zu hoch.
Zuletzt hat Bechtle aber wieder eine größere Korrektur vollzogen – und die könnte sich als Gelegenheit herausstellen.

Eine Maschine

Bechtle läuft wie ein Uhrwerk. Jahr um Jahr meldet man neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn.

In Summe sind die Einnahmen in der letzten Dekade von 1,99 auf 5,82 Mrd. Euro gestiegen.
Der Ergebnis legte von 0,50 auf 1,53 Euro je Aktie zu.

Das Geschäft ist nicht kapitalintensiv, daher kann man die Expansion aus den laufenden Mitteln finanzieren.
Zu einer Verwässerung der Aktienbasis ist es daher nicht gekommen, ganz im Gegenteil.

Bechtle hat über die Jahre hinweg immer wieder kostenlose Papiere an die Aktionäre ausgeschüttet. Die realen Gewinne der Anleger sind also viel höher, als ein Blick auf den Chart erahnen lässt.

Darüber hinaus hat man die Dividende von 0,13 auf 0,45 Euro je Aktie erhöht.

Ausblick und Bewertung

Während des Höhenflugs der letzten zwei Jahre stieg das KGV zeitweise allerdings auf über 40.
Das ist selbst für Bechtle ein wenig hochgegriffen.

Durch die starke geschäftliche Entwicklung und den jüngsten Rücksetzer, liegt das KGV derzeit bei 28,8 und das KGVe bei 27,2.

Langsam befinden wir uns wieder auf einem annehmbaren Niveau. In den letzten fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 29,0.
Aus dieser Sicht wäre also durchaus Luft vorhanden.

Im den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte der Umsatz um 10% auf 4,44 Mrd. Euro gesteigert werden. Das EBIT legte um 20,6% auf 88,4 Mio. Euro zu.
Perspektivisch sollte sich die positive Entwicklung fortsetzen.

Chart vom 31.01.2022 Kurs: 52,46 Kürzel: BC8 - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 31.01.2022 Kurs: 52,46 Kürzel: BC8 – Wochenkerzen

Bechtle ist zur zentralen Supportzone bei 48 – 50 Euro zurückgekommen und scheint dort zu drehen.
Gelingt jetzt ein Ausbruch über 53,30 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 55 sowie 57,50 Euro.

Übergeordnet sollte der Bereich zwischen 60 Euro und Allzeithoch anvisiert werden.

Der im TecDAX und im MDAX notierte IT-Dienstleister meldete am Montagvormittag vorläufige Ergebnisse für das dritte Quartal. Mit +5,35 Prozent lag die Bechtle-Aktie danach in der TecDAX-Gewinnerliste ganz vorne. Waren die Zahlen wirklich so überraschend gut?

Was den Umsatz angeht nicht, denn mit einem Umsatzplus von acht Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2020 lag man genau im Schnitt der Analystenprognosen. Der Gewinn könnte in der Tat, wie von Bechtle kommuniziert, über der „Markterwartung“ gelegen haben, wobei man damit die durchschnittliche Analystenprognose meint. Aber da die normalerweise nicht die hier kommunizierten Gewinne vor Steuern (EBT) abdecken, sondern eher EBIT oder EBITDA, ist das so einfach nicht abzusehen. Dieses EBT legte um 21 Prozent zu, damit standen da 87 Millionen Euro nach 71,7 Millionen im dritten Quartal 2020 zu Buche.

Im Schnitt rechnen die Analysten beim Nettogewinn mit einem Plus von 17 Prozent im Gesamtjahr. So gesehen kommt es darauf an, wie sich das nach den anderen Abzügen netto darstellt – und diese Zahlen kommen erst am 11. November. Aber umwerfend stärker als gedacht ist das Ergebnis eher nicht. Besser ja, aber reicht das, um diesen Sturmlauf fortzusetzen, der vor zwei Wochen nach einer scharfen Korrekturbewegung begonnen hatte?

Expertenmeinung: Natürlich wäre das alleine wegen der Dynamik der Rallye denkbar. Seit Bechtle im August einen Aktiensplit im Verhältnis 3:1 (drei neue für eine alte Aktie) durchgeführt hat, wirkt die Aktie billiger, für das Trading lukrativer und wurde auch Anlegern bekannt, die vorher von Bechtle wenig bis gar nichts wussten. Dass die Trader hier jetzt gut dabei sind, wird am Chartbild deutlich: Da geht es mittlerweile zu wie in einer Achterbahn.

Bechtle-Aktie: Chart vom 25.10.2021, Kurs 64,94 Euro, Kürzel BC8 | Online Broker LYNX

Aber der Anlass der scharfen Abwärts-Korrektur sollte einen Blick wert sein. Das Verkaufen fing an, als das Bankhaus Metzler die Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ herunterstufte, mit einem Kursziel von 62 Euro. Das mittlerweile wieder überboten ist, das durchschnittliche Analysten-Kursziel von momentan 55 Euro sowieso.

Billig ist die Aktie auch nicht, denn das derzeitige Kurs/Gewinn-Verhältnis von 35 auf Basis der 2021er-Gewinnschätzung der Analysten liegt höher als in den Jahren vor Corona, als man sich zwischen 20 und 30 bewegte. Ob diese höhere Bewertung berechtigt ist, wird darauf ankommen, ob sich die Gewinndynamik im Gesamtjahr und im kommenden Jahr vergrößert. Wenn sich das nicht abzeichnet, wäre die Luft nach oben aus rein fundamentaler Sicht dünn, dann bleibe nur noch der Schwung der Aktionen kurzfristiger Trader, aber:

Achterbahnen sausen eben auch immer wieder nach unten, die gerade beendete Korrektur hat das ja belegt. So gesehen wäre es in jedem Fall zu erwägen, hier wenn, dann nur mit einer konsequenten Stoppkurs-Absicherung zu agieren, die derzeit um die 60 Euro sinnvoll platziert wäre.

Mitte August führte der IT-Dienstleister Bechtle einen Aktiensplit durch: Statt vorher einer hatten die Aktionäre danach drei Bechtle-Aktien im Depot. Das Ziel solcher Aktionen: Die Aktie optisch billiger und damit für Anleger attraktiver zu machen. Der Effekt ist nicht zu übersehen:

Bechtle war bereits im Vorfeld gestiegen, weil Trader auf diesen „Split-Effekt“ setzten und stieg im Anschluss an diesen am 12.8. umgesetzten Split weiter, überwand dabei das vorherige Rekordhoch und setzt derzeit neue Bestmarken. Am Dienstag auch dadurch befeuert, dass die UBS Bechtle erstmal bewertete und hier ein „Kaufen“ mit Kursziel 71 Euro vergab.

Aber wer hier investiert ist oder über einen Einstieg nachdenkt, sollte nicht vergessen, dass das Unternehmen ob eines solchen Splits ja keinen Cent mehr verdient als vorher. Steigt die Aktie davor und danach auf Basis dieses Tricks, die Aktie preiswert erschienen zu lassen, wird sie auf Basis des Kurs/Gewinn-Verhältnisses dennoch teurer. Und irgendwann eben auch zu teuer. Und wenn der Effekt eines Aktiensplits nachlässt, kann eine solche Aktie genauso kippen wie jede andere. Die Frage ist, wann das bei Bechtle soweit sein könnte.

Expertenmeinung: Grundsätzlich jederzeit. Hier sollte man, so dynamisch dieser Aufwärtstrend auch wirkt, besser immer mit einem Auge nach unten schauen und sich konsequent absichern. Denn das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt mit derzeit etwa 36 schon recht hoch in Relation zum Wachstumstempo. Wobei Bechtle zwar wie viele Unternehmen der IT-Branche 2020 keinen Rückgang der Gewinne hinnehmen musste, sondern weiter zulegte, die Größenordnung des Gewinnwachstum momentan aber nur um die 15 Prozent liegt. Was grundsätzlich zwar aller Ehren wert ist, für dieses KGV ist das aber doch eher wenig. Und was sagen die Analysten?

Mit diesen gestern ausgerufenen 71 Euro liegt die UBS an der Spitze der Kursziele. Der Schnitt liegt etwas über 60 Euro, die Einstufungen liegen in etwa gleich verteilt bei „Kaufen“ und „Halten“. Das zusammen mit der Bewertung betrachtet, deutet an, dass die Luft dünn geworden und eine Korrektur jederzeit möglich ist. Also, aussteigen? Wer nicht explizit kurzfristig und mit Hebel tradet, müsste das grundsätzlich nicht erwägen, es sei denn, die Umsatz- und Gewinnperspektive, bei der Bechtle selbst eher vage bleibt, würde sich verschlechtern und zugleich die mittelfristig entscheidende, breite Unterstützungszone brechen. Sie sehen diese Zone im Chart: Neben dem doppelten Leitstrahl der Rallye in Form der 20-Tage-Linie und der Juni-Aufwärtstrendlinie bei derzeit 63 Euro sind es zum einen das vorherige Rekordhoch von Ende November 2020 bei 63,58 Euro sowie die Supportzone 60,50/61,50 Euro, auf die es da ankäme. Erst, wenn diese Zone gebrochen würde, gäbe es Grund, hier über den Ausstieg nachzudenken. Sollte eine Korrektur in diese Zone führen und sich der Kurs dort stabilisieren und nach oben drehen, wäre das im Gegenzug eine Möglichkeit, sich hier ein- oder zuzukaufen … aber „billig“ wäre Bechtle auch dann noch nicht, schnelle und riesige Gewinne sollte man hier daher eher nicht erwarten

Chart vom 21.09.2021, Kurs 67,16 Euro, Kürzel BC8 | Online Broker LYNX

Morgen stehen beim IT-Systemhaus Bechtle die Quartalsergebnisse an. Aber die werden nicht darüber entscheiden, ob die Bechtle-Aktie das bisherige Rekordhoch angehen und überwinden wird. Es ist der Aktiensplit, der danach vorgenommen wird, auf den es ankommt.

Die Quartalsbilanz ist alleine deswegen kein entscheidendes Element, weil Bechtle bereits am 26. Juli mit vorläufigen Ergebnissen aufwartete. Die Ergebnisse lagen in etwa im Rahmen der Erwartungen. Und auch, wenn die Margen- und Gewinnprognose dabei leicht angehoben wurde, wirklich nennenswert war die Reaktion am Markt nicht. Kein Wunder, denn:

Man weiß, Bechtle wächst solide. Man weiß auch, dass das Wachstum in den letzten Jahren zwischen zehn und zwanzig Prozent pro Jahr lag und nach Ansicht der Analysten auch weiterhin nicht größer ausfallen wird. Und man weiß, dass Bechtle mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 35 auf Basis des letzten Kurses und der durchschnittlichen 2021er-Gewinnprognose nicht mehr günstig, aber auch noch nicht dramatisch teuer bewertet ist.

Eigentlich also eine Aktie, die zum einen zu Recht in einer Seitwärtsrange hin und her pendelt und zum anderen auch vorerst darin bleiben könnte. Wäre da nicht diese Kapitalerhöhung, die man in der letzten Hauptversammlung beschlossen hatte.

Expertenmeinung: Über das kommende Wochenende wird diese Kapitalerhöhung umgesetzt, die dazu führt, dass sich das Grundkapital des Unternehmens verdreifacht. Das wiederum führt dazu, dass Bechtle Gratisaktien an die bestehenden Aktionäre ausgibt. Für eine bestehende Aktie bekommt man dann zwei weitere, „neue“ Aktien hinzu. Das nennt sich „Aktiensplit“, d.h. aus einer Aktie werden mehrere. Am kommenden Montag, den 16. August, wird das dann in den Kursen sichtbar, indem die Aktie dann nur noch ein Drittel des Kurses haben wird wie bei der letzten Notiz am Freitag, den 13. August. Grundsätzlich.

Denn solche Aktiensplits haben nicht selten einen kurstreibenden Effekt. Der Grund ist nicht im Bereich der Logik zu finden, sondern ist rein emotional: Der Aktienkurs wirkt dadurch „billiger“. Auf diese Weise haben schon viele Unternehmen wieder Schwung in ihre Aktien gebracht. Ein Beispiel wäre für den deutschen Markt die Kursrakete Eckert & Ziegler, wo man ebenso 2020 einen Aktiensplit vollzogen hatte wie bei den weit bekannteren und größeren Beispielen Apple und Tesla. Kann das auch bei Bechtle klappen?

Das kann es, aber es ist immer riskant, alleine deswegen eine Aktie zu kaufen. Vor allem, wenn man wie in diesem Fall den Eindruck hat, dass andere, auf genau diesen Effekt wettend, längst vorkaufen. Denn nach Vorlage der vorläufigen Bilanz am 26. Juli wurde ein kurzzeitiges Plus abverkauft, die Aktie landete im Minus. Seither aber steigt sie, ohne neue Nachrichten, wie auf Schienen. Daher:

Dieser Aktiensplit, der dazu führen wird, dass die Bechtle-Aktie am Montag nur noch etwa ein Drittel kosten wird, kann zum Kurstreiber werden und mithelfen, das bisherige Rekordhoch von 190,70 Euro zu überbieten, muss es aber nicht; daher würde ich jetzt lieber nicht gezielt deswegen in eine schon im Vorfeld auf diese Hochs zusteuernde Aktie einsteigen.

Chart vom 10.08.2021, Kurs 182,00 Euro, Kürzel BC8 | Online Broker LYNX