Was passiert mit der Bayer Aktie. Verlassen die Aktionäre erneut das sinkende Schiff?

von |
In diesem Artikel

Bayer
ISIN: DE000BAY0017
|
Ticker: BAYN --- %

---
EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Bayer Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzte Handelswoche sah noch überaus vielversprechend aus. Die Bayer-Aktie konnte erstmals seit Monaten ein höheres Hoch kreieren und die 50-Tage-Linie konnte mit viel Elan nach oben durchbrochen werden. Soweit so gut, doch es fehlten in Folge die Anschlusskäufe.

Die Ausbruchskerze vom 11. Oktober wurde nur zweit Tage später wieder negiert – was für eine Niederlage. Zudem konnten die Bullen gerade in den letzten Tagen, als der DAX regelrecht durch die Decke ging, absolut keine Stärke zeigen. Die Vorgaben für die kommenden Wochen sind alles andere als gut.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Bayer Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Fehlausbrüche sind häufig ein Signal für starke Bewegungen in die Gegenrichtung. Der DAX geht gerade durch die Decke, aber wenn die Bayer Aktie nicht einmal in diesem positiven Umfeld steigen kann, wann dann? Nun droht erneut der Abverkauf Richtung Süden.

Im längerfristigen Chart sieht die Gegenbewegung der letzten Wochen nun eher wie eine bärische Konsolidierung aus. Sollte die im Chart eingezeichnete Trendlinie nun nach unten gebrochen werden, sieht die Lage aus technischer Sicht wieder relativ düster aus. Anleger, die hier auf dem falschen Fuß erwischt wurden, sollten sich schon mal Gedanken über eine Absicherung machen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 18.10.2021 Kurs: 46.61 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX
Wollen Sie Online Trading als professionelles Erlebnis erfahren?

Eine Kostenlose Depotführung, günstige Preise, eine ausgezeichnete Handelsplattform und erstklassiger Service!

Wir tun alles für Ihren Erfolg und Ihre Zufriedenheit – so geht Online-Trading heute.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Achim Mautz
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Über Monate hinweg haben wir dem deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen nur bärische Aussichten mit auf den Weg gegeben und jetzt scheint es an der Zeit, dies zu ändern, denn im gestrigen Handel sorgte die Bayer-Aktie für eine entscheidende Trendwende.

Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs ist endlich gebrochen und Aktionäre haben das Signal erhalten, worauf sie so lange gewartet haben. Sowohl das Pivot-Hoch von Anfang als auch Ende September konnten überboten werden und damit einhergehend auch erstmals seit Mai dieses Jahres die 50-Tage-Linie. Die Vorzeichen für einen Befreiungsschlag nach oben stehen richtig gut.  

Expertenmeinung: Wir heben unsere Aussichten von bärisch auf neutral an. Zu euphorisch wollen wir dennoch nicht werden, denn ein einziger Tag macht bekanntlich noch keinen neuen Trend. Das höhere Tief der vorigen Woche deutet aber auf nachhaltig erhöhten Kaufdruck hin und zumindest eine Zwischenrallye könnte sich ausgehen – vielleicht ja auch mehr. Nun müssen die Bullen dranbleiben und es bedarf dringend ein paar Anschlusskäufe. Wichtig ist auch, dass das letzte Zwischentief bei 45.73 EUR nicht mehr nach unten gebrochen wird.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.10.2021 Kurs: 48.68 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach den heftigen Abverkäufen in den letzten Monaten kam es beim deutschen Chemie- und Pharmakonzern in den letzten Wochen zumindest wieder zu einer Erholungsbewegung. Die Bayer-Aktie näherte sich erneut der fallenden 50-Tage-Linie, welche die bärische Gesamtlage als mittelfristiger Tendindikator mehr als treffend anzeigt.

Doch wie bereits im Juni und Juli dieses Jahres bissen sich die Bullen an dieser Hürde die Zähne aus. Der Indikator scheint weiterhin unüberwindbar zu sein und die Kurse drehten schnell wieder nach unten ab. Im gestrigen Handel wurde zudem das Tief der vorigen Woche gebrochen und liefert somit erneut ein vorläufiges Verkaufssignal.

Expertenmeinung: Vorerst sehen nach wie vor kein Licht am Ende des Tunnels und der Abwärtstrend bleibt weiterhin stark und robust. Seit Juli dieses Jahres haben wir unsere Analysen stetig auf der bärischen Seite belassen und aktuell gibt es auch keinen Grund, hiervon abzulassen. Doch was könnte den Trend stoppen? Die Aktie bräuchte ein höheres Tief und in Folge ein höheres Hoch. So einfach wäre es. Somit können sich interessierte Anleger ganz auf das Hoch der vorigen Woche konzentrieren. Erst mit dem Bruch der Marke von 47.85 EUR wäre mit einer Rückkehr der Bullen zu rechnen. Alles unterhalb dieses Niveaus bleibt jedoch fest in den Händen der Bären.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 05.10.2021 Kurs: 46.14 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wenn einmal ein Trend begonnen hat, dann ist es überaus schwierig, diesen zu brechen. Nicht umsonst kennen Börsianer den Spruch „the trend is your friend“. Wenn einmal die Lokomotive in eine bestimmte Richtung läuft, ist es unglaublich schwer, diese zu bremsen. So mussten Anleger der Bayer-Aktie die letzten Monate zusehen, wie die Kurse stetig in den Keller rasselten. Seit Anfang Juli warnen wir vor weiter fallenden Notierungen und unsere Warnungen kamen dem Trend entsprechend auch zum richtigen Zeitpunkt. Zwar konnte sich die Aktie im August über Wochen hinweg etwas stabilisieren, doch nun wurde auch diese vermeintliche Bodenbildung recht deutlich nach unten verlassen. Das sieht alles andere als gut aus.

Expertenmeinung: Stellt sich somit die Frage, wohin die Reise nun gehen wird. Hierbei werden wir im längerfristigen Chart fündig. Im Oktober des vorigen Jahres findet sich eine wichtige Unterstützung, welche knapp unter der Marke von 40 EUR gebildet wurde. Dies scheint wohl die nächste Zielmarke der Bären zu sein. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Lokomotive eventuell hier etwas bremsen lässt. Je steiler die Aktie in Richtung dieses vermeintlichen Bodens fallen würde, umso höher die Chancen, dass dieser hält. Vorerst heißt es also weiter Daumen drücken, aber einen Kauf sehen wir auf aktuellen Niveaus noch nicht.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 09.09.2021 Kurs: 45.57 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX


Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die negativen Nachrichten rund um die Glyphosat-Problematik wollen einfach nicht abreißen. Jedes Mal, wenn die Bayer-Aktie sich längerfristig zu erholen scheint, bekommen Anleger wieder einen auf den Deckel. So könnte man das Kursgeschehen der letzten Monate treffend zusammenfassen.

Nachdem im Mai der Ausbruch über die Marke von 56 EUR gelang und klare Kaufsignale am Tisch waren, endete die Aufwärtsbewegung abrupt. Seither haben die Bären wieder ihre Finger im Spiel und wir sehen eine klare Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Jegliche Versuche sich vom bärischen Trend abzuwenden, scheiterten die letzten Monate über am 50-Tage-Durchschnitt. Anleger hatten zumindest gute Chancen, sich bei Stärkephasen von der Aktie zu trennen. Zuletzt ging es dann im freien Fall Richtung Süden. Aktuell befindet sich Bayer in einer klar überverkauften Phase und hier noch das Handtuch zu werfen, ist wohl keine gute Idee.

Expertenmeinung: Wenn Verkäufe nicht mehr empfehlenswert sind, kann man dann schon zugreifen und kaufen? Jein. Grundsätzlich kommt es nach überverkauften Phasen meist zu starken Gegenbewegungen nach oben, doch hier braucht man Geduld, denn ohne ein Kaufsignal, kann das Wagnis ins fallende Messer zu greifen, mit großen Verlusten enden. Ja, die aktuelle Situation ist durchaus interessant, aber von Kaufsignalen sind wir aktuell noch weit entfernt. Zuerst müsste die große rote Kerze von voriger Woche größtenteils negiert werden. Schlusskurse oberhalb der Ebene von 48 EUR würden andeuten, dass die Bären ihre Kraft verlieren. Darunter ist es noch zu früh, um hier bullisch zu werden.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 10.08.2021 Kurs: 47.29 Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX

Und wieder ist es der Schatten von Monsanto, der über der Bayer-Aktie liegt und dafür sorgte, dass der Kurs nach Vorlage der Quartalsbilanz gestern 7,6 Prozent wegbrach und glatt auf Tagestief schloss. Wird Bayer jetzt erneut eine Beute der Bären? Es sieht so aus.

Beim Umsatz passte alles, da konnte Bayer sogar positiv überraschen. 10,85 Milliarden Euro kamen da im Frühjahrsquartal zusammen, im Vorjahr waren es 10,05 Milliarden gewesen, die Analysten hatten im Schnitt 10,16 Milliarden erwartet. Aber beim Gewinn klemmte es. Das EBITDA kam mit 2,58 Milliarden Euro spürbar schwächer herein als die 2,88 Milliarden des Vorjahresquartals und die 2,79 Milliarden, mit denen man in Analystenkreisen gerechnet hatte. In der Konsequenz hob Bayer zwar die Gesamtjahres-Umsatzprognose leicht an, nahm aber die Perspektive für den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) leicht nach unten.

Und wo klemmte es? Wieder mal im Bereich Crop Science, d.h. im Bereich Agrarchemie. Höhere Produktionskosten und Druck durch die Wechselkurse drückten den Gewinn in diesem Segment deutlich. War das einen derartigen Selloff wert? Und wieso versuchte man nicht einmal ansatzweise, den Schaden kurz vor Handelsende zu begrenzen, und sei es, indem die Leerverkäufer ein paar Aktien zurückkauften und dadurch ihren Gewinn sicherten?

Expertenmeinung: Man darf vermuten, die Anleger sind es einfach leid. Dieser „Monsanto-Fluch“ liegt seit Jahren wie ein düsterer Schatten über Bayer. Schon von Anfang an waren viele Investoren sehr skeptisch gewesen. Und da ahnte man noch nicht einmal etwas von der Glyphosat-Problematik. Und sie behielten eben Recht. Denn kaum hatte Bayer Monsanto für eine gewaltige Summe übernommen, brach die Glyphosat-Krise aus, die Bayers Gewinne immer wieder massiv unter Druck setzt. Diesmal, im zweiten Quartal 2021, führten diese Rückstellungen dazu, dass aus einem EBITDA von 2,58 Milliarden netto 2,35 Milliarden Verlust wurden. Gut, das war bekannt. Aber es wirkt, als würde Monsanto immer wieder als negatives Element auftauchen, so wie diesmal durch den Druck auf den Konzerngewinn durch den Bereiche Agrarchemie, der die alte Monsanto mit umfasst.

Bayer-Aktie: Chart vom 05.08.2021, Kurs 46,04 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker LYNX

Aber nicht nur deswegen wäre es zumindest keine allzu große Überraschung, wenn die Bayer-Aktie weiter nachgeben würde, ob da nun zwischendurch eine Gegenreaktion käme oder nicht. Wenn man sich den längerfristigen Kursverlauf auf Wochenbasis ansieht, erkennt man, dass die Aktie in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehrfach auf die untere Begrenzung dieses großen Abwärtstrendkanals aufgesetzt hat. Zuletzt endeten Gegenreaktionen dabei in der Nähe einer Abwärtstrendlinie, die 2017 ihren Ursprung sah. Diesmal erneut. Und mit diesem „Monsanto-Fluch“ im Rücken dürften nicht wenige Short-Seller sich sagen, dass es allemal möglich sein könnte, die Aktie erneut an die untere Begrenzung dieses übergeordneten Abwärtstrends zu befördern, die momentan um 29 Euro verläuft. Aus fundamentaler Sicht müsste da noch sehr viel mehr anbrennen, damit eine Bayer-Aktie unter 30 Euro nicht lächerlich unterbewertet wäre. Aber bis zum vorangegangenen Tief vom vergangenen Oktober bei 39,91 Euro könnte es durchaus gehen angesichts dieser immer wiederkehrenden „bad news“, welche die Bären hier verständlicherweise aggressiver agieren lassen als am Gesamtmarkt.