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Wenn Sie Aktien an der Börse kaufen oder verkaufen wollen, gibt es Einiges zu beachten, angefangen bei der Wahl des richtigen Online-Brokers bis hin zur Abführung der Abgeltungssteuer. Wir zeigen Ihnen worauf es ankommt, um erfolgreich mit Aktien zu handeln.

Voraussetzung: Ein Depot bei einem Onlinebroker

Wer Aktien handeln möchte, benötigt zunächst bei einer Bank ein Konto mit Wertpapierdepot. Im Depot werden Wertpapiere wie Aktien, aber auch Anleihen, Zertifikate oder Derivate für den Anleger aufbewahrt. Dort sind die Stückzahl, die Art (Kenn-Nummern), der Nennbetrag der hinterlegten Wertpapiere, sowie Name und Adresse des Depotinhabers gespeichert. Am Gängigsten ist heute ein Depot heute bei einem sogenannten Online Broker (Broker = Englisch für Makler). Das ist eine Internet-Bank, die nicht auf eigene Rechnung, sondern für Kunden Wertpapieraufträge ausführt und für diese die Depotführung übernimmt.

Üblich war in Deutschland bis in die 1990er Jahre, dass Wertpapiere von Privatanlegern über deren Hausbanken mit schriftlich auszufüllenden Formularen gekauft wurden. Bankmitarbeiter gaben diese Aufträge dann per Fax oder Telefon weiter. Als spezialisierte Wertpapierhandelsbanken in Deutschland auf den Markt kamen, übernahmen sie dafür die englische Bezeichnung „Broker“ oder „Brokerage Firm“. Online Brokerage steht also für Wertpapierhandel über das Internet. Die Gebühren von Onlinebrokern sind in aller Regel erheblich billiger als bei Filialbanken.

Wichtig für Ihren Erfolg beim Aktienhandel: Der richtige Onlinebroker

Abgesehen von Unterschieden in der Handhabung und der Benutzeroberfläche gibt es auch bei Onlinebrokern bei Service und Gebühren gewaltige Unterschiede. Anleger sollten auf eine kostenlose Depotführung und geringe Handelsgebühren achten. Vor allem die Preise für eine Kauf- bzw. Verkaufsorder können gewaltig schwanken. An deutschen Börsen bezahlen Sie in der Regel Euro pauschal zwischen 5 Euro und 20 Euro für einen Börsenauftrag in beliebiger Höhe meist inklusive einer geringen Courtage für die Abwicklung an der Börse. Bei Auslandsorders schwanken die Preise sogar noch stärker und liegen zwischen ca. 5 Euro und 30 Euro. Einige Broker verlangen als Transaktionsgebühren neben einer Grundgebühr auch prozentuale Anteile am Ordervolumen.

Eklatante Preisunterschiede bei Onlinebrokern

Der eklatante Preisunterschied erklärt sich vor allem durch das unterschiedliche Geschäftsmodell. Klassische (teure) Onlinebroker verdienen dank hoher Handelsgebühren auch dann Geld, wenn Langfristanleger wenige Aktien „ewig“ halten. Günstige Anbieter wie der Online Broker LYNX bieten erheblich geringere Handelskonditionen. Und zwar deshalb, weil sich das Angebot an aktivere Trader richtet, die bereits Erfahrungen mit Aktien haben und zahlreiche Handelsgeschäfte pro Jahr durchführen. Vor allem dann, wenn Anleger eine zweistellige Zahl an Transaktionen durchführen und/oder mit einem kleineren bis mittleren Betrag an der Börse handeln, macht sich die Gebührenstruktur besonders stark bemerkbar.

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Die Eröffnung eines Brokerkontos

Wer sich für einem Onlinebroker entschieden hat, kann dort recht rasch und einfach ein Konto eröffnen. Die notwendigen Schritte sind auf der Webseite des Brokers beschrieben, zunächst gilt es einen Eröffnungsantrag auszufüllen. Mit den Eröffnungsunterlagen kann dann mittels PostIdent-Verfahren in einer Postfiliale oder online die Identität bestätigt werden, als Legitimation für ein Bankkonto. Nach der Bearbeitung des Antrags teilt der Onlinebroker dem Neukunden meist innerhalb von wenigen Tagen die neue Konto- und Depotnummer mit und übermittelt die Zugangsdaten. Im letzten Schritt kann das Startkapital auf das ebenfalls mitgeteilte Verrechnungskonto überwiesen werden.

Mehr erfahren: Depoteröffnung über LYNX

Handelszeiten

An den deutschen Börsen können Aktien und andere Wertpapiere werktags von 9.00 Uhr bis 20 Uhr gehandelt werden. Der elektronische Handelsplatz XETRA der Deutschen Börse AG ist täglich 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr für Orders geöffnet.

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Der Kauf einer Aktie

Um eine Aktie zu kaufen muss diese zunächst über die Ordermaske des Onlinebrokers gefunden werden. Für eine eindeutige Identifizierung des richtigen Wertpapiers eignet sich am besten die sogenannte ISIN, die „International Securities Identification Number“. Diese hat vor einigen Jahren die sogenannte WKN (Wertpapierkennnummer) abgelöst und gilt mittlerweile als internationaler Standard. Auch über den Namen oder das Buchstabenkürzel lässt sich eine Aktie ermitteln. Allerdings sollte dann genau überprüft werden ob es sich auch tatsächlich um das gewünschte Wertpapier handelt, denn oft gibt es sehr ähnlich klingende Bezeichnungen oder unterschiedliche Aktienkategorien desselben Unternehmens. Haben Sie die richtige Aktie ausgewählt, so müssen Sie natürlich auch die gewünschte Stückzahl in die Handelsmaske eingeben und eine Börse anwählen. Der beste Börsenplatz an dem Sie die besten Kurse erhalten ist in der Regel der liquideste Handelsplatz, also der Markt mit dem höchsten Handelsvolumen einer Aktie. Für deutsche Aktien ist dies in der Regel die elektronische Handelsplattform Xetra. Für US-Aktien ist deren Heimatbörse wie z.B. Nasdaq oder NYSE die beste Option. Als nächstes muss neben der Gültigkeitsdauer der Order der passende Ordertyp gewählt werden.

Haben Sie den richtigen Ordertyp (z.B. Limit Order oder Market Order) für die Order ausgewählt, so können Sie die Order an die Börse übermitteln und abschließen. Um sicherzugehen, dass Sie nicht versehentlich geklickt haben sind hierzu bei den meisten Onlinebrokern zwei Bestätigungsklicks notwendig. Sofern Ihr Kauf erfolgreich ausgeführt wurde, erscheint Ihre Aktienposition in Ihrer Depotübersicht.

Die wichtigsten Ordertypen

Die Limit Order

Eine Limit-Order begrenzt bzw. wie der Name schon sagt „limitiert“ das Gebot auf einen maximalen Preis, den ein Anleger höchstens bereit ist zu zahlen oder bei einer Verkaufsorder den minimalen Preis, zu welchem er bereit ist, zu verkaufen.

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Die Market Order

Bei einer Market-Order wird zum nächstbesten Preis ge- bzw. verkauft (unlimitiert). Bei einem unlimitierten Auftrag zum Veräußern von Wertpapieren spricht man auch von einem Verkauf „Bestens“, bei einer Market Order zum Erwerb von Wertpapieren von einem Kauf „Billigst“.

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Die Stop Loss Order

Eine Stop Loss-Order ist ein Verkaufsauftrag, der ausgeführt wird, sobald ein bestimmter Kurs, das Stop Loss Limit erreicht oder unterschritten wird. Die Order wird dann zum nächsten Börsenkurs ausgeführt, unabhängig davon ob dieser Kurs über oder unter dem Stop Loss Limit liegt. Mit Stopp-Loss Ordern können Verluste begrenzt und bereits erzielte Gewinne zumindest teilweise abgesichert werden.

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Trailing-Stop Order

Mit der Trailing-Stop Order (Trailing = Englisch „Nachziehen“) werden Gewinne von bestehenden Aktien-Positionen abgesichert. Mit jedem neuen Hoch, das eine Aktie nach dem Kauf erzielt, wird die Stop-Loss entweder prozentual oder in Geldeinheiten nachgezogen. Angenommen eine Aktie steigt um 5 Euro. Der Stopp-Loss wird also beispielsweise automatisch um 5 Euro nach oben gezogen. Bei einer prozentualen Anpassung hingegen bleibt der prozentuale Abstand zum Stopp-Loss konstant und wird an die prozentuale Steigerung angepasst.

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Stop Buy Order

Eine Stop Buy Order ist ein Kaufauftrag, der ausgeführt wird, sobald ein bestimmter Kurs, das Stop-Buy-Limit, erreicht oder überschritten wird. Die Order wird dann zum nächsten Börsenkurs ausgeführt, unabhängig davon, ob dieser über oder unter dem Stop-Buy-Limit liegt.

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One Cancels All Order (OCA Order)

Um bei bereits bestehenden Wertpapier-Positionen die Möglichkeit der Kopplung einer Gewinnmitnahme-Order mit einem Stop Loss nutzen zu können, lassen sich verschiedene Orders über eine OCA-Gruppe miteinander verbinden. „One-Cancels-All“ bedeutet, dass auch hier bei Ausführung einer Order alle gekoppelten Orders automatisch gelöscht werden. Somit sind Kunden vor Doppelausführungen geschützt. Eine Variante der OCA-Order mit nur einer kombinierbaren Order heisst One-Cancels-Other oder OCO-Order.

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Bracket Order

Werden Stopp Loss und Take-Profit-Order bereits zusammen mit der Order zur Positionseröffnung eingegeben, so spricht man von einer Bracket Order (Bracket = Englisch „Klammer“) An die Kauforder für eine neue Aktien-Position lässt sich eine Bracket-Order anfügen. So kann sich der Anleger einerseits gegen Verluste absichern und andererseits eine automatische Gewinnmitnahme erstellen. Der Vorteil der Bracket-Order liegt darin, dass eine Doppelausführung ausgeschlossen ist, da bei Ausführung einer der beiden Orders die andere wie bei einer OCA-Orderautomatisch gelöscht wird.

Der Verkauf einer Aktie

Beim späteren Verkauf der Aktienposition oder einer Teilposition verfahren Sie wie beim Kauf, mit dem Unterschied, dass Sie die Aktie nicht erst suchen müssen, sondern direkt in Ihrer Depotübersicht zum Verkauf anwählen können.

Mögliche Fehlerquellen beim Aktienhandel

Ein Vertippen bei der Stückzahl oder die versehentliche Eingabe eines falschen Wertpapiers können für den Anleger teuer werden. Das gilt auch für den unlimitierten Kauf einer marktengen (illiquiden) Aktie bzw. dem Handel an einer wenig liquiden Börse. In beiden Fällen bezahlen Sie für die Aktien einen zu hohen Preis bzw. bekommen beim Verkauf einen zu niedrigen Preis.

Lesen Sie auch: Die häufigsten Fehler beim Handel mit Aktien

Aktiengewinne und Steuern

Die Abgeltungsteuer wurde zum 01.01.2009 als Quellensteuer auf private Kapitalerträge eingeführt. Der Steuersatz beträgt 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer und wird direkt von der Depotbank abgeführt. Mit ihr werden Kapitalerträge aus Aktien wie Kursgewinne und Dividenden unabhängig vom persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert. Gewinne und Verluste, die während eines Jahres entstehen werden miteinander verrechnet. Zuviel gezahlte Steuern z.b. bei Depots bei mehreren Banken können über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Bei ausländischen Banken, die keine Abgeltungssteuer einbehalten, müssen die erzielten Einkünfte in der Steuererklärung angegeben und belegt werden.

Abgeltungssteuer: Diese Vorteile bieten sich über LYNX

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