Adobe wird auch zukünftig den Markt schlagen

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Adobe
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Zur Adobe Aktie

Adobe ist ein echter Überflieger und das nicht nur in den letzten Monaten. Bei Adobe ist das ein Dauerzustand.

Die Erklärung dafür ist simpel: Mit Photoshop & Co. hat man ein unschlagbares Produkt. Schauen Sie sich in den Grafik- und Marketing-Abteilungen dieser Welt um. Die Anwendungen von Adobe sind allgegenwärtig.
Mit Photoshop oder Acrobat kratzt man aber nur an der Oberfläche von Adobe.

Daher hatte ich mich in der Vergangenheit immer wieder positiv zur Aktie geäußert. Zum Beispiel hier, bei einem Kurs von 278 USD:
Adobe: Ziel Allzeithoch plus X?

Und kürzlich bei einem Kurs von 552 USD:
Zündung bei Adobe: Die unendliche Maschine

In den beiden Analysen finden Sie ausführliche Informationen zu Adobe. Der eigentliche Grund, warum ich die beiden Artikel verlinke, ist aber, dass die Aktie zum Zeitpunkt der ersten Analyse gerade korrigiert hate, so wie aktuell auch.

Und zum Zeitpunkt der zweiten Analyse notierte die Aktie nur knapp unter dem heutigen Niveau, zog danach aber von 552 auf 672 USD durch.

Könnte das jetzt wieder möglich sein?

Aus technischer Sicht sieht es gar nicht schlecht aus. Adobe hat eine Korrektur bis an den Support bei 560 USD vollzogen und scheint dort auf Interesse zu stoßen.

Chart vom 13.10.2021 Kurs: 580 Kürzel: ADBE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.10.2021 Kurs: 580 Kürzel: ADBE – Tageskerzen

Gelingt jetzt ein Anstieg über 585 USD, kommt es zu einem Kaufsignal, welches Potenzial in Richtung 600 und 625 USD eröffnen würde. Grundlegend wäre auch eine Rückkehr zum Allzeithoch denkbar.

Fällt die Aktie hingegen unter 558 USD, könnte es zu einer Ausdehnung der Korrektur bis zum Aufwärtstrend oder 545 USD kommen.
Selbst dann wäre die Lage noch klar bullisch.

Wo würde ich zuschlagen?

Adobe ist nicht gerade günstig, so viel steht fest.

Bei der geschäftlichen Entwicklung ist das allerdings auch kein Wunder. Seit 2014 ist der Umsatz von 4,15 auf 12,87 Mrd. USD gestiegen.
Das Ergebnis explodierte in diesem Zeitraum von 1,29 auf 10,10 USD je Aktie.

Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Gewinnsprung um 24% auf 12,45 USD je Aktie erwartet.
Für die Folgejahre wird ein Wachstum von 15-17% erwartet.

Grundlegen ist ein Wachstum von 15-17% sehr gut. Für Adobe wären es allerdings die schlechtesten Jahre seit 2014.
Man muss also nicht viel Fantasie mitbringen, um die These aufzustellen, dass die Erwartungen womöglich zu niedrig sein könnten.

Vor allem, wenn man mal einen Rückblick wagt. Adobe übertrifft nahezu immer die Erwartungen.
Darüber hinaus gibt es keine greifbaren Gründe, warum die Wachstumsraten nachhaltig sinken dürften.

Adobe ist dank des Abo-Modells eine Cashmaschine. Ist die forward P/E mit 40 hoch? Mit Sicherheit?
In den letzten fünf Jahren kam die Aktie durchschnittlich aber auch auf eine P/E von 40.

Nehmen wir nun an, dass die Prognosen eintreffen werden und die P/E unverändert auf diesem Niveau bleibt.
Dann sind in den kommenden Jahren 15-17% Performance p.a. realistisch.

Steigen die Gewinne um 20-25%, dann wäre das eine realistische Erwartungshaltung. Die Chancen stünden in beiden Szenarien sehr gut, dass Adobe den Markt schlagen wird.

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Adobe schafft es immer wieder, die ohnehin hohen Erwartungen in den Schatten zu stellen. Das hat man gestern wieder eindrucksvoll bewiesen.
Geht die Aktie jetzt in die nächste Rallyephase über?

Aus technischer Sicht wäre es gut möglich. Pro forma ist die Aktie bereits vor einigen Tagen ausgebrochen und hat ein Kaufsignal mit einem extrapolierten Kursziel bei 575 USD ausgelöst.
Darüber wäre der Weg in Richtung 600 und 625 USD frei.

Antizyklische Anleger müssen hingegen auf einen Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau bei 525 USD hoffen.
Noch interessanter wäre der Bereich zwischen 490 und 500 USD.

Wird der Aufwärtstrend jedoch nachhaltig durchbrochen, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Chart vom 18.06.2021 Kurs: 552 Kürzel: ADBE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 18.06.2021 Kurs: 552 Kürzel: ADBE – Tageskerzen

Ganz klare Nummer

Über die Qualität von Adobe lässt sich nicht streiten. Seitdem das Unternehmen auf ein Abo-Modell umgestellt hat, ist man zu einer wahrhaftigen Gelddruckmaschine geworden.

Seit 2014 konnte der Umsatz von 4,15 auf 12,87 Mrd. USD gesteigert werden. Der Gewinn explodierte von 0,29 auf 5,26 Mrd. USD.

Die Gewinnspanne ist enorm, der Cashflow stark und nennenswerte Schulden hat man nicht.

Daher kann man sich neben der Expansion auch noch Buybacks leisten. Dadurch befeuert ist das Ergebnis im betrachteten Zeitraum von 0,53 auf 10,83 USD je Aktie gestiegen.

Die Pandemie hatte keinerlei wahrnehmbaren negativen Effekte. Adobe erzielte 2020 in gewohnter Manier neue Umsatz- und Gewinnrekorde.

All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass es nur wenige Aktien gibt, die sich in den letzten Jahren noch stärker entwickelt haben.

Daher hatte ich mich in der Vergangenheit auch immer wieder positiv zur Aktie geäußert, zum Beispiel hier:
Adobe: Ziel Allzeithoch plus X?

Und wieder

Bei der herausragend guten geschäftlichen Entwicklung waren und sind größere Korrekturen immer Gelegenheiten.

Wie bereits einleitend geschrieben, schafft es Adobe immer wieder, die ohnehin hohen Erwartungen zu übertreffen.

In den letzten zehn Quartalen war das immer der Fall. Hätte ich einen noch größeren Zeitraum für Sie untersucht, hätte das das positive Bild auch nicht getrübt.

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres lag der Gewinn mit 3,03 je Aktie weit über den Erwartungen von 2,82 USD. Der Umsatz übertraf mit 3,84 Mrd. die Analystenschätzungen von 3,75 Mrd. USD ebenfalls deutlich.

Auf Jahressicht entspricht das einem Gewinnsprung und einem Umsatzplus von 23%.

Ausblick und Bewertung

Nachdem ich eine Lobeshymne auf Adobe verfasst habe, wird es jetzt problematischer.

Bei der anhaltend guten Entwicklung gibt es zwar keinen Grund, warum die Aktie nachhaltig nachgeben oder gar einbrechen sollte.

Auf der anderen Seite ist die Bewertung aber grenzwertig hoch. Sowohl in absoluten Kennzahlen, wie auch relativ oder im historischen Vergleich.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Ergebnis von 11,85 USD je Aktie erwartet. Adobe kommt also auf eine forward P/E von 46,5.

Das ist selbst bei dem hohen Wachstum ambitioniert. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 40,6.

Die Aktie des Software-Entwicklers Adobe gehört nicht zur elitären „Clique“ der FAANG+M-Aktien, steht selten im Fokus der Schlagzeilen, ist eher ein stiller Star. Aber in der Spitze hat diese Aktie von Jahresbeginn an gerechnet bereits 60 Prozent zugelegt. Jetzt droht hier allerdings eine kräftige Korrektur, die das Gros dieses bislang grandiosen Kursgewinns zunichtemachen könnte, wenn die Käufer jetzt nicht umgehend zurückkommen.

Sie sehen im Chart, dass sich nach der steilen, im März etablierten Aufwärtsbewegung ein flacherer Aufwärtstrend etabliert hatte. Dieser Juli-Aufwärtstrend wurde Ende der Vorwoche getestet und hält bislang. Aber der Versuch, sich in von dieser aktuell bei 455 US-Dollar verlaufenden Linie nach oben abzusetzen, ist bisher nicht gelungen. Und das dürfte die Leerverkäufer, die Bären, anlocken, die derzeit hinsichtlich des Chartbildes auch die besseren Karten haben, denn:

Anfang September hatte ein potenziell bärischer „hanging man“ die Rekordjagd der Aktie beendet. Ein Erholungsversuch Mitte des Monats wurde durch ein „bearish engulfing pattern“ abgeschmettert. Dadurch etablierte sich eine kurzfristige Abwärtstrendlinie, an welcher die Adobe-Aktie am Mittwoch nach unten drehte und die Relevanz der Linie damit bestätigte. Diese Linie bildet jetzt im Verein mit der 20-Tage-Linie im Bereich 485/490 US-Dollar einen Kreuzwiderstand. Der Weg, um diese Hürde zu überwinden und damit die Gefahr einer Korrektur zu eliminieren, ist zwar nicht weit. Aber er muss trotzdem erst einmal angegangen werden: die Bullen sind gefragt.

Expertenmeinung: Und zwingend wäre deren Eingreifen nicht. Denn all diesen Gipfelstürmern aus dem Technologiesektor wird ihr bisheriger Vorteil zur Bürde: Sie galten als von Lockdown und Rezession wenig bis gar nicht betroffen, Softwareunternehmen wie Adobe sogar als Profiteure. Doch wenn man jetzt die Karte der umfassenden konjunkturellen Erholung spielen will, dann sind die bislang im Schatten stehenden Aktien klassischer Industriebranchen diejenigen, die man jetzt haben müsste. Und Aktien wie Adobe hätten als „sicherer Hafen“ ausgedient, zumal der Kurs den Gewinnen zuletzt klar davongelaufen war.

Dem Plus der Aktie von in der Spitze ca. 60 Prozent steht die Prognose eines Gewinnanstiegs um 27 Prozent im laufenden Jahr gegenüber. Und selbst, wenn man sich auf die Schätzungen der Analysten für Adobes Gewinn 2021 stützen wollte, käme man da „nur“ auf 47 Prozent, die der Gewinn in diesen beiden Jahren insgesamt zulegen würde. Kurz: Die Aktie wurde durch diese Fokussierung der Investoren auf wenige krisensicher scheinende Aktien relativ teuer. Und diese Erkenntnis greift mit jedem Tag, den die Technologieaktien länger wanken, weiter um sich.

Wollen die Bullen hier noch einmal etwas bewegen, müssten sie also umgehend aktiv werden. Denn die Bären lockt ein markantes Kursziel in Form der Kreuzunterstützung aus 200-Tage-Linie und dem vormaligen rekordhoch vom Februar im Bereich von 385 US-Dollar, sobald Adobe das letzte Zwischentief mit Closings unter 450 US-Dollar eindeutig unterbieten sollte.

Adobe Aktie: Chart vom 24.09.2020, Kurs 467,67 US-Dollar, Kürzel ADBE | Online Broker LYNX

Adobe Systems ist der führende Anbieter von Software zur Bearbeitung digitaler Inhalte. Die bekanntesten Produkte sind sicherlich der Acrobat Reader und die dazugehörigen PDF-Dateien.

Darüber hinaus gehören auch Photoshop, Lightrooom, InDesign, Flash, Shockwave, Director, Creative Suite, Dreamweaver und VoCo zum Unternehmen.

Abo-Modelle und Cloud

Die Software von Adobe erfreute sich schon immer großer Beliebtheit. Das Problem war früher nur, dass das auch für Raubkopierer galt.

Programme wie Photoshop kosteten dereinst 1.000 USD aufwärts, was immer eine Hürde darstellte.

Seitdem Adobe allerdings auf Abo-Modelle umgestellt hat, sprudeln die Gewinne. Die Einstiegshürde ist passé und hat man sich erst in die komplexen und extrem leistungsfähigen Programme eingearbeitet, bleibt man auch dabei.

In Kombination mit der Cloud hat das zu einer regelrechten Explosion der Gewinnmargen geführt. Man muss schließlich keine physischen Datenträger mehr an den Mann bringen.
Mit wenigen Klicks sind Photoshop & Co. auf dem Rechner installiert und es kann losgehen.

Lizenz zum Gelddrucken

Das spült Monat für Monat Geld in die Kassen von Adobe und macht das Unternehmen zu einem hochprofitablen Marktführer mit enormem Cashflow.

Daher hatte ich die Aktie in der Vergangenheit immer wieder zum Kauf empfohlen.
Zuletzt hier, bei einem Kurs von 277 USD:
Adobe: Ziel Allzeithoch plus X?

Ende Februar schaffte es die Aktie auch in meine Einkaufsliste für den Crash 2020

Läuft

Seitdem hat sich der Aktienkurs mehr als erfreulich entwickelt. Gleiches gilt für das Geschäft. Am Vortag legte Adobe die Zahlen zum abgelaufenen Q3 vor.

Der Gewinn lag mit 1,99 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,80 USD. Der Umsatz übertraf mit 3,23 Mrd. die Analystenschätzungen von 3,15 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht kletterte der Umsatz um 14% und das Ergebnis legte um 22% zu.

Der operative Cahflow erreichte mit 1,44 Mrd. USD ein Rekordniveau und alle Segmente trugen zum Wachstum bei.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres verbuchte der Konzern einen Gewinnsprung von 45% auf 6,35 USD je Aktie.
Von Krise also keine Spur.

Trotzdem ist die Bewertung hoch und die Kursgewinne haben bereits viel vorweggenommen. Bei dieser Stärke ist der Weg des geringsten Widerstands dennoch aufwärts. Es gibt einfach keinen Grund, warum man die Aktie verkaufen sollte.

Chart

Über 500 USD könnte jetzt direkte wieder das Allzeithoch nahe 525 USD angesteuert werden.
Darüber liegen extrapolierte Kursziele bei 550 und 575 USD.

Antizyklische Anleger müssen hingegen auf einen Rücksetzer in Richtung 465-470 oder besser 440 USD hoffen.

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Chart vom 16.09.2020 Kurs: 497 Kürzel: ADBE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 16.09.2020 Kurs: 497 Kürzel: ADBE – Tageskerzen

Wie werden die großen Technologieunternehmen wohl im jetzt endenden zweiten Quartal abschneiden? Zumindest die Softwarebranche könnte gut durch die „Lockdown-Periode“ gekommen sein. Das deutet die Quartalsbilanz des Software-Riesen Adobe an. Denn die ist bereits da, wurde schon am 11. Juni vorgelegt, weil Adobe ein um einen Monat nach vorne verschobenes Geschäftsjahr hat (Geschäftsjahresende immer am 30.11). Das ist wohl kaum eine Vorlage für die Entwicklung des Gesamtmarkts, vor allem nicht für die konjunktursensiblen Branchen. Aber hier, bei Adobe, da läuft es! Adobe verdiente in diesem von Anfang März bis Ende Mai laufenden Quartal satte 2,45 US-Dollar pro Aktie. Das war nicht nur mehr als die durchschnittliche Analystenprognose (2,32 US-Dollar), es war viel mehr als die 1,83 US-Dollar, die im Vorjahresquartals unter dem Strich standen. Der Umsatz stieg auf 3,13 Milliarden US-Dollar (Vorjahr 2,74 Milliarden). Das sind ermutigende Ergebnisse, die entsprechend honoriert wurden. Unmittelbar vor der Vorlage der Zahlen am 11. Juni nach US-Handelsende hatten einige noch sicherheitshalber Gewinne mitgenommen, immerhin hatte die Aktie im Vorfeld bereits ein neues Rekordhoch markiert. Aber mit dem Rückenwind dieser Bilanz ging es am 12. Juni deutlich höher … und das auch noch an einem charttechnisch perfekten Punkt, denn: Expertenmeinung: Die Gewinnmitnahmen im Vorfeld der Bilanzveröffentlichung führten den Kurs auf das vorherige, im Februar bei 386,75 US-Dollar markierte Hoch und damit auf eine äußerst wichtige Unterstützungsmarke zurück. Dass die Aktie genau dort wieder nach oben federte und schnell und deutlich über die zuvor nur kurz überbotene 400 US-Dollar-Marke lief, war ein äußert bullisches Signal. Dass diese erste Reaktion auf die Bilanz Anschlusskäufe nach sich zog, ebenfalls. Jetzt könnte es zwar zunächst einmal zu einer Korrektur kommen, denn im Verlauf der vergangenen Woche entstand ein „Evening Star“ im Chart, zugleich bewegen sich viele markttechnische technische Indikatoren auf Tagesbasis (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) auf überkauftem Niveau. Aber ist damit auch das Ende der Hausse an sich eingeläutet? Das muss keineswegs der Fall sein, denn zum einen sind die Perspektiven hinsichtlich Umsatz und Gewinn bei Adobe klar besser als für die US-Wirtschaft insgesamt. Zum anderen ist die Aktie im Fall einer Korrektur aus charttechnischer Sicht recht gut unterstützt. Oberhalb des alten Rekordhochs findet sich eine doppelter Leitstrahl, wie bei so vielen Technologie-Überfliegern bestehend aus der 20-Tage-Linie und der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie. Und würde diese aktuell im Bereich 405/140 US-Dollar verlaufende Zone gebrochen, wäre da ja immer noch dieses Februar-Hoch bei 386,75 US-Dollar als markanter Support. Erst, wenn auch diese Linie fallen würde, wären die Bullen in der Tat erst einmal geschlagen. Aber momentan ist das noch kein Szenario, auf das man wetten sollte! Adobe Inc. Aktie Chart vom 26.06.2020, Kurs 426,92 US-Dollar, Kürzel ADBE | Online Broker LYNX  

Bevor der allgemeine Ausverkauf im Februar begann, hatte die Aktie des Software-Unternehmens Adobe einen neuen Verlaufsrekord von 386,75 US-Dollar erreicht. Das war am 20. Februar. Zeitweise rutschte der Kurs bis 255 US-Dollar ab, aber drei Monate nach diesem Rekordhoch klopft die Aktie bereits wieder an diese bisherige Bestmarke, hatte diese am Freitag bis auf 23 Cent erreicht. Auf Schlusskursbasis gerechnet hat die Aktie sogar schon ein neues Hoch erreicht, bezogen auf die Intraday-Kurse fehlt jetzt nur noch eine Winzigkeit. Geht Adobe über diese letzte Hürde? Die Chancen stehen gut. Denn die Annahme, dass das Unternehmen von den Folgen des weltweiten „Lockdown“ kaum oder gar nicht betroffen ist, wäre begründbar. Adobes Produkte wie Photoshop, Acrobat oder Flash könnten durch den gestiegenen Anteil an im Home Office arbeitenden Personen verstärkt nachgefragt werden. Und die daraus resultierenden Lizenzeinnahmen könnten auf höherem Niveau verbleiben, weil nicht wenige große Unternehmen mitgeteilt haben, dass viele ihrer Mitarbeiter auch mittelfristig von zu Hause aus arbeiten können. Den Beweis bleibt Adobe zwar noch schuldig, weil die Ergebnisse des laufenden Quartals erst am 11. Juni erwartet werden. Aber für das bullische Lager ist das ja nur von Vorteil, denn: Expertenmeinung: Da gilt natürlich, dass die optimistischen Erwartungen deutlich gestiegener Gewinne so lange „richtig“ sind, bis man den Bullen das Gegenteil beweist. Damit hätte man bis Juni noch freie Bahn. Der Zeitpunkt der Bilanz ist dabei ungewöhnlich, das liegt daran, dass das Geschäftsjahr bei Adobe Inc. um einen Monat nach vorne versetzt ist, so dass das zweite Quartal hier Ende Mai und nicht Ende Juni zu Ende geht. Was auch bedeutet, dass die am 12. März vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal keinen Anhalt geben können, wie sich Adobe im Zuge des „Lockdown“ geschlagen hat, weil das Quartal Ende Februar und damit (ausgenommen China) vor den umfassenden Einschränkungen endete. Aber: Die Aktie läuft derzeit wie auf Schienen höher. Es wäre eher überraschend, wenn Adobe ausgerechnet an dieser letzten charttechnischen Hürde nachhaltig abdrehen würde, nachdem der Lauf des Kurses dorthin keinerlei Indizien zeigte, dass den Käufern Zuversicht und/oder Kapital ausgegangen wären. Zur Long-Seite gäbe es somit derzeit keine Alternative, nur sollte man darauf achten, sich konsequent unterhalb des mit der Aktie mitlaufenden, doppelten Leitstrahls in Form der März-Aufwärtstrendlinie und der momentan deckungsgleich mit dieser verlaufenden 20-Tage-Linie, derzeit bei 361 US-Dollar, mit Stoppkursen abzusichern. Adobe Aktie Chart vom 22.05.2020, Kurs 385,26 US-Dollar, Kürzel ADBE | Online Broker LYNX