Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
US T-Bonds (10 Jahre): Nein, das ist nicht bullisch für Aktien!

Unser Chart zeigt den Kursverlauf der US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren (US T-Bonds) über den T-Bond-Future mit Laufzeit September. Sie sehen: er steigt, und das sehr dynamisch. Es sind, um das klar herauszustellen, nicht die Zinsen, die da steigen, es sind die Kurse der Anleihen. Und je höher die steigen, desto niedriger wird die Verzinsung der Bonds, also die Rendite. Manche Anleger sagen sich immer noch: Das ist doch perfekt, denn je niedriger die Zinsen bei Anleihen, desto weniger sind die eine Konkurrenz für Aktien. Das klingt im ersten Moment logisch, ist eine eingefahrene Aussage … aber sie ist falsch. Das Gegenteil ist wahr. Das, was der T-Bond-Future hier zeigt, ist ein Grund, am Aktienmarkt Alarmstufe Rot auszurufen. Denn es bedeutet, dass die US-Anleihen laufen wie geschnitten Brot, dass sie massiv gekauft werden. Die Aktien hingegen, wie die Charts der großen US-Indizes zeigen, nicht. Basis dieser Anleihe-Rallye ist die Erwartung fallender Leitzinsen. Was wiederum im ersten Moment positiv klingt, aber:

Expertenmeinung: Diese Erwartung basiert auf der Sorge, dass die US-Wirtschaft kippen könnte. Schwächere Konjunkturdaten und die, vorsichtig formuliert, ein wenig holzige Politik in Washington deuten an, dass die US-Notenbank die Leitzinsen senken muss. Nicht, um den Aktienmarkt zu stützen, sondern um eine Rezession zu verhindern, die mit deutlich fallenden Unternehmensgewinnen einhergehen würde. Und wenn man sich diesen Chart der US T-Bonds auf Wochenbasis genau ansieht, erkennt man den Sprengstoff, der diesem Kursbild innewohnt. Er zeigt die Zeit etwa seit Donald Trumps Amtsantritt. Bis zum Herbst dachte man noch, die Wirtschaft werde immer schneller wachsen, die Leitzinsen müssten wenn, dann steigen. Doch Anfang Oktober kehrte sich diese Erwartung um, man kaufte US-Bonds statt Aktien, weil man fürchtete, dass vor allem der Handelskrieg zum Bumerang der Trump’schen Politik werden könnte. Zur Jahreswende drehte der Aktienmarkt dann plötzlich nach oben, stieg bis Anfang Mai. Dort kam also wieder Optimismus auf, aber Sie sehen es im Chart: Die Anleihen wurden weiter gekauft! Jetzt ist dadurch eine Schere entstanden: Das, was der Anleihemarkt bereits einpreist, wäre vergleichbar mit einem Test der Dezember-Tiefs am Aktienmarkt. Und dieser auch psychologische Druck würde zunehmen, wenn die T-Bonds das im September 2017 markierte Hoch von 126 26/32 US-Dollar (bei den US-Anleihen werden die Kurse hinter dem Komma immer noch in Brüchen gerechnet) überschreiten würden. Und viel fehlt dazu nicht mehr!

Chart vom 31.05.2019, Kurs 126 21/32 US-Dollar, Kürzel ZN

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