Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
US T-Bonds (10y): Alarmsignal invertierte Zinskurve

Es war zweifellos die Reaktion auf die Erkenntnis, dass das positive Resümee, das der US-Präsident nach dem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping zog, deutlich zu blumig ausgefallen war (siehe dazu auch unsere heutige Analyse zum S&P 500-Index), die dafür sorgte, dass der US-Anleihemarkt in Wallung geriet.

Das, was dort ebenso was am Aktienmarkt besonders für Verunsicherung sorgte, war der erste Schritt zu einer Invertierung der Zinskurve. Eine „invertierte Zinskurve“ liegt vor, wenn die Renditen für kurze Laufzeiten höher liegen als die für längere Laufzeiten. Das passierte am Dienstag bei den US-Staatsanleihen (T-Bonds) mit Laufzeit über zwei und fünf Jahre: Die Rendite der „Zweijährigen“ fiel auf 2,80 Prozent, die der „Fünfjährigen“ auf 2,79 Prozent.

Das passiert nur dann, wenn die Marktteilnehmer damit rechnen, dass das Wirtschaftswachstum kippt und die Notenbank die Leitzinsen senken muss, um die Konjunktur zu stabilisieren. Noch vor wenigen Wochen rechnete man damit, dass das US-Wachstum stabil bleiben und die US-Notenbank die Leitzinsen 2019 mehrfach anheben werde. Gestern intensivierten sich die zuletzt aufgekommenen Zweifel, weil immer mehr der Eindruck entsteht, dass der „Bumerang“, der durch die Wirtschaftspolitik der derzeitigen US-Regierung verursacht wird, schneller und härter zurückkommen wird als gedacht.

Expertenmeinung: Das zweite Element, das für gelinge Panik sorgte, war, dass diese Invertierung nicht entstand, weil die Renditen der „Zweijährigen“ stark gestiegen wären, sondern weil dort weniger intensiv gekauft wurde. US-Anleihen wurden auf breiter Front eingesammelt, während es dem Aktienmarkt an den Kragen ging, kurz: Umschichtungen begannen. Dementsprechend stiegen bei allen Laufzeiten der T-Bonds die Kurse, so auch bei den hier abgebildeten T-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit.

Das ist für den Aktienmarkt ebenso ein Alarmsignal wie für die Konjunkturperspektive, weil auf attraktivem Niveau (Rendite für „Zehnjährige“ 2,91 Prozent) sinkende Zinsrenditen bedeuten, dass jetzt nicht nur womöglich der höchste Punkt beim Zins erreicht ist und man daher eine gute Chance hätte, sich jetzt relativ hohe Zinsen zu sichern, die in den kommenden Jahren wieder niedriger liegen. Zugleich wäre durch ein sinkendes Zinsumfeld und sinkende Renditen mit Kursgewinnen bei den Anleihen zu rechnen.

Guter Zins und die Chance auf Kursgewinne, genau das ist die Mixtur, die einen Exodus heraus aus Aktien, hinein in Anleihen, auszulösen pflegt. Noch ist die charttechnische Startlinie für die „Zehnjährigen“ erst erreicht, nicht überschritten. Aber Sie sehen in diesem längerfristigen Chart auf Wochenbasis, dass der Kurs des Future auf die T-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit in eine zwei Jahre zurück reichende Widerstandszone zwischen 120 3/32 zu 120 24/32 US-Dollar (US-Bond-Kurse werden noch nach dem alten Bruch-System ausgewiesen) hinein gelaufen ist. Würde diese Zone nach oben durchbrochen, dürfte sich der Run in diese US-Bonds noch beschleunigen … und dann könnte es am US-Aktienmarkt noch viel ungemütlicher werden.

Chart vom 04.12.2018, Kurs 120 3/32 US-Dollar, Kürzel ZN | LYNX Online Broker

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