Analyse:
US T-Bonds (10y): Und es wäre sogar noch mehr Luft nach oben …

Betrachtet man die Kursentwicklung der US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit (US T-Bonds) ausschließlich aus charttechnischer Perspektive, passt alles perfekt. Das markante Hoch, das im September 2017 erreicht wurde, wurde im Juni überboten. Danach konsolidierte der Kurs, um in der vergangenen Woche ausgehend von diesem als Unterstützung fungierenden 2017er-Hoch massiv durchzustarten. Und das innerhalb eines im Herbst 2018 etablierten Aufwärtstrendkanals, bis zu dessen oberer Begrenzung noch einiges an Spielraum wäre. Aber was hinter diesem Aufwärtstrend und dem immensen Kursanstieg der Vorwoche steckt, war alles andere als zu erwarten gewesen.

Das Kursniveau der T-Bonds spiegelt ja die Rendite der Anleihen auf den Kopf gestellt wieder. Steigt der Kurs, bedeutet das, dass die Renditen fallen. Und in der Tat fielen die radikal. Im Herbst 2018 lag die Zinsrendite dieser zehnjährigen T-Bonds noch bei 3,22 Prozent, auf dem höchsten Niveau seit 2011. Jetzt sind sie förmlich eingebrochen, mit 1,84 Prozent so niedrig wie zum Zeitpunkt unmittelbar nach Donald Trumps Wahlsieg im Herbst 2016. Aber wieso?

Expertenmeinung: Das ist Mr. Trump höchstpersönlich zu verdanken. Und diese Kaufwelle in US T-Bonds ist nicht gerade ein bullisches Omen für den Aktienmarkt bzw. die Erwartungen der Investoren an die US-Konjunktur. Als die US-Notenbank am Mittwochabend den Leitzins erstmal seit Jahren und wie erwartet um 0,25 Prozent senkte, bewegte sich am Anleihemarkt noch relativ wenig. Aber als Donald Trump am Donnerstagabend überraschend weitere Strafzölle gegen China ankündigte, brach eine Kaufwelle los.

Geld floss aus dem US-Aktienmarkt heraus und in die T-Bonds hinein. Denn diese Eskalation im Handelskrieg erscheint vielen Akteuren als ein Fehler, der dazu führen kann, dass es mit dem „Deal“ mit China überhaupt nichts mehr wird. Und das hieße eine enorme und länger anhaltende Belastung der US-Wirtschaft und in der Folge für die US-Notenbank die Notwendigkeit, die Leitzinsen zügig und massiv zu senken, um den Schaden, den Trumps Handelskrieg anrichtet, so gut als möglich aufzufangen.

Das Tief der T-Bond-Rendite hatte im Sommer 2016 bei 1,34 Prozent gelegen. Würde dieses alte Tief angesteuert, hätte dieser Aufwärtstrend der T-Bond-Kurse noch allerhand Spielraum nach oben. Da dieser Trend durch solche politischen und, was Mr. Trump angeht, oft unberechenbaren Entscheidungen stark beeinflusst wird, sollte man aber immer im Hinterkopf haben: Die T-Bond-Kurse wurden in den letzten Jahren durch unverhoffte Entwicklungen in Washington stark beeinflusst. Und das dürfte sich nicht ändern. Der Aufwärtstrend ist intakt, aber wir sehen hier eine „politische Börse“ die, anders als in früheren Jahren, diesmal beileibe keine kurzen Beine hat!

Chart vom 02.08.2019, Kurs 128 28/32 US-Dollar, Kürzel ZN | LYNX Aktienempfehlungen

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