Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Die Profitabilität von Salesforce wird vollkommen unterschätzt

Salesforce entwickelt Enterprise-Cloud-Computing-Lösungen mit Fokus auf das Management von Customer Relations (CRM).

Das Angebot umfasst alle Bereiche von der Datenspeicherung bis hin zur Auswertung aller Parameter, Sales, Service, Marketing und Forecasting.

Unternehmen können alle Prozesse in der Cloud überwachen und somit die Kosten für Hard- und Software, IT-Management und Wartung reduzieren.

Das kann sich sehen lassen

Doch neben einer schönen Wachstumsstory liefert Salesforce auch richtig ab. In den letzten zehn Jahren stieg der Umsatz von 1,08 auf 10,48 Mrd. USD.

Die Bruttomarge ist mit mehr als 70% herausragend, doch unter dem Strich bleibt dennoch kein Gewinn.

An dieser Stelle sollte man hellhörig werden, denn wo wird der ganze Bruttogewinn am Ende verpulvert? Natürlich kostet die massive Expansion Geld und hier fließen auch erhebliche Mittel ab, doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Salesforce rechnet den Gewinn absichtlich klein. Bei börsennotierten Unternehmen ist das nicht gerade die Regel.

Die P/E ist also kein sonderlich guter Maßstab für die Profitabilität, vielleicht aber der Cashflow.

Ausblick und laufendes Geschäftsjahr

In den ersten sechs Monaten legte der Umsatz um 27% auf 5,87 Mrd. USD zu. Der freie Cashflow kletterte im Gleichklang ebenfalls um 27% auf 1,63 Mrd. USD.
Es schon sehr beeindruckend, wie hoch der freie Cashflow im Vergleich zu den Einnahmen ist.

Die Prognose wurde bestätigt und sowohl für das dritte Quartal als auch das Geschäftsjahr wird ein Umsatzwachstum von 25% erwartet.
Der Cashflow dürfte in gleichem Maße mitziehen und der Gewinn stark überproportional steigen. Es deutet sich also eine gewisse Abkehr von der bisherigen Strategie an, der Fokus verschiebt sich in Richtung Profitabilität.

Fundamentale Bewertung

Das Geschäft brummt also und es gibt keine Anzeichen einer Abkühlung. Bei dem hohen Wachstum kann man natürlich auch eine entsprechende Bewertung rechtfertigen. Doch wie sieht die aktuell aus?

Bei einem erwarteten Jahresumsatz von mehr als 13 Mrd. USD ist ein Unternehmenswert von knapp über 100 Mrd. USD durchaus ein Warnzeichen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die durchschnittliche Performance von Aktien am oberen Ende der KUV-Skala geradezu implodiert.
Wohlgemerkt Durchschnittlich. Das muss hier nicht auch der Fall sein, Anleger sollten bei Aktien mit extremem KUV aber mit höchster Vorsicht agieren. Nur wenige Unternehmen bringen die notwendigen Charakteristiken mit, um ein derart hohes KUV zu rechtfertigen. Es muss sich schon um eine echte Gelddruckmaschine mit extremen Margen und ordentlichem Wachstum handeln.

Da der Gewinn keine sinnvolle Grundlage darstellt, werfen wir also einen Blick auf den freien Cashflow.

Salesforce kommt im laufenden Geschäftsjahr auf eine P/FCF (Preis im Verhältnis zum freien Cashflow) von 36,9. Dieser Wert könnte 2019 bereits auf 28,3 fallen.

Bei einem erwarteten Anstieg von 18-20% in den kommenden Jahren, ist diese Bewertung ambitioniert – trotz all der positiven Eigenschaften des Unternehmens.
Dennoch könnte Salesforce den Markt auch in Zukunft schlagen. Auch diese Rechnung ist relativ einfach. Steigt der Cashflow um 20%, die Aktie aber nur um 10 oder 15%, wird der Wert günstiger und schlägt den Markt wohl dennoch.

Die nächsten Quartalszahlen werden am 27. November veröffentlicht.

Trading, Kursziele und Kaufmarken

Aus charttechnischer Sicht ist die Sache gar nicht uninteressant. Können die Bullen die Unterstützungszone zwischen 127 und 130 USD und somit auch die Aufwärtstrends verteidigen, wäre das ein klar bullisches Signal. Die ersten Kursziele lägen dann bei 140 und 148 USD.

Fällt Salesforce hingegen nachhaltig unter 127 USD, droht eine Ausdehnung der Korrektur bis 114 USD.
Ab diesem Punkt bieten sich strategische Investments an.

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