Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
RWE: Jetzt gilt’s!

Aktuelle Analyse der RWE Aktie

Wenn man ehrlich ist, ist die Sache mit RWE kompliziert. Durch das Hin- und Herschieben von Bereichen zwischen RWE und E.ON muss man ausgewiesener Kenner der Branche sein, um ein klares Bild zu erhalten, wann wer wo neue Schwerpunkte setzt, Geld verdient oder viel investieren muss. Das grandiose am Aktienmarkt ist: Ob bei Biotechunternehmen, Hightech-Firmen in Spezialgebieten oder verschachtelten Energieversorgern, das Gros derer, die diese Aktien kaufen und verkaufen, gehört auch nicht in die Kategorie der Branchenkenner. Wodurch man unterstellen kann, dass die Kursbewegungen nicht allzu eng an diese Spezialkenntnisse gebunden sind und man sich somit besser der Charttechnik zuwendet, wenn man die Chancen ausloten will. Wobei man die Bilanzen natürlich immer im Augenwinkel behalten sollte.

RWE hatte am 14. November „geliefert“. Und die Zahlen sahen gut aus. In den ersten neun Monaten legte der um Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn von 1,3 im Vorjahr auf jetzt 1,5 Milliarden Euro zu. Dadurch konnte die Prognose für das Gesamtjahr auf EBITDA-Basis (d.h. vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von einer Range zwischen 1,4 bis 1,7 auf eine Spanne zwischen 1,8 und 2,1 Milliarden Euro angehoben werden.

Dennoch fiel die Aktie als Reaktion auf das Zahlenwerk. Hatte man noch mehr erwartet? Fanden Eingeweihte im Kleingedruckten Haare in der Suppe? Denkbar, aber darauf kommt es nicht an, wenn man sich die Frage stellt, ob und wenn ja ab welchem Punkt die Aktie für einen Long-Trade interessant würde. Der Chart zeigt, was entscheidend ist:

Expertenmeinung: Sie sehen, dass der Kurs zwar am 14. November als Reaktion auf die Bilanz fiel, auf Schlusskursbasis aber die untere Begrenzung des Anfang Oktober etablierten Abwärtstrendkanals hielt. Seither zieht die Aktie wieder an, womit man unterstellen darf, dass eventuelle Enttäuschungen jetzt abgearbeitet sind. Und damit wird es jetzt spannend, denn jetzt zählt eben vorerst nur die charttechnische Konstellation, die dem bullischen Lager aktuell einen Matchball liefert.

Wenn es gelingt, diesen Abwärtstrendkanal nach oben zu verlassen, dessen obere Begrenzung am Freitag mit einem Tageshoch bei 27,21 Euro präzise touchiert wurde, wäre das ein klar positives Signal. Denn dann ließe sich dieser Trendkanal als konsolidierende Flagge in einem intakten, übergeordneten Aufwärtstrend interpretieren. Und gelingt es, eine solche „Flagge“ nach oben zu verlassen, ist das oft die Basis für einen neuen Aufwärtsschub, der den Kurs über das vorherige Hoch (28,81 Euro) tragen kann.

Aber auch wenn der Ausbruch zunächst misslingt, bleiben die Chancen nach oben erhalten. Erst, wenn die RWE-Aktie die Schlüsselzone aus mittelfristigem Aufwärtstrend und 200-Tage-Linie bei derzeit 24,50 Euro durchbrechen würde, wäre diese Flagge wirklich als Abwärtstrendkanal zu sehen und der Weg nach unten frei. Oberhalb dieser Zone um 24,50 Euro hätten die Bullen also noch mehrere Versuche frei!

Chart vom 29.11.2019, Kurs 26,91 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN