Börsenblick

Zurück Oktober Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Mallinckrodt: KGV 2 dank Megazahlen

Aktuelle Analyse der Mallinckrodt Aktie

Mallinckrodt wurde vor über 150 Jahren gegründet und war zwischenzeitlich eine Tochter von Covidien. Seit 2013 ist man wieder ein eigenständiges Unternehmen.

Mit seinen 5.500 Mitarbeitern ist Mallinckrodt in die zwei Hauptbereiche Spezialpharmazeutika und medizinische Bildgebung gegliedert.

Wo liegen die Probleme?

Die Produktpalette des Konzerns umfasst eine ganze Reihe zugelassener Medikamente und zahlreiche Generika, vor allem in den Bereichen Suchtbehandlung und Schmerztherapie.

Auf das wichtigste Produkt Acthar entfallen rund ein Drittel des Umsatzes. Die sinkenden Verkaufszahlen des Medikaments sind einer der Hauptgründe für den Kursverfall der Aktie.

Darüber hinaus hat man in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Übernahmen durchgeführt.
Der Generika-Sektor kam zuletzt aber deutlich unter Druck, die Margen waren rückläufig und selbst bei den Marktführern waren die Gewinne teilweise deutlich rückläufig. Für Mallinckrodt war das natürlich ein toxischer Cocktail: Hohe Schulden und sinkende Gewinne. Aktionäre ergriffen die Flucht.

Ein Vergleich

Wie weit die Panik geführt hat zeigt eine einfache Überlegung.
Seitdem das Unternehmen 2013 wieder eigenständig wurde, hat man für rund 12 Mrd. USD Übernahmen durchgeführt, doch Mallinckrodt kommt derzeit lediglich auf einen Unternehmenswert von 7 Mrd. USD.

Das würde wohl nur Sinn ergeben, wenn die Zukäufe ein Griff ins Klo waren. Schauen wir uns die einzelnen Transaktionen also an.

Im Jahr 2014 erwarb man Cadence Pharmaceuticals für $1,3 Mrd. und damit die Rechte an Ofirmev. Das Schmerzmedikament wird vor allem bei Patienten eingesetzt, denen keine Opiate verabreicht werden dürfen. Der Umsatz von Ofirmev ist seit dem Kauf von $100 auf $342 Mio. gestiegen.

Im selben Jahr hat man Questcor Pharmaceuticals für $5,6 Mrd. übernommen und damit die Rechte an Acthar, einem Medikament für Autoimmunerkrankungen. Der Umsatz von Acthar ist seitdem von $600 Mio. auf $1,11 Mrd. gestiegen.

Im Jahr 2015 folgte die Übernahme von Ikaria für $2,3 Mrd., einem Spezialisten für die Behandlung Neugeborener und den Rechten an Inomax. Der Umsatz des Medikaments ist von $185 auf $542 Mio. gestiegen.

Im selben Jahr wurde darüber hinaus Therakos für $1,33 Mrd. übernommen, ein Spezialist für Immuntherapie, der inzwischen ebenfalls Umsätze von über 231 Mio. USD generiert.

Anfang 2018 übernahm man für $849 Mio. Sucampo Pharma. Das Unternehmen erwirtschaftete mit dem ersten Produkt Amitiza bereits einen Jahresumsatz von über $200 Mio.

Restrukturierung

Misserfolg bei Zukäufen sieht anders aus. Tatsächlich dürften sich die Übernahmen sogar als Rettung für den Konzern herausstellen. Durchforstet man den Jahresabschluss von 2018, stellt man nämlich fest, dass all die zuvor genannten Medikamente ein Wachstum verzeichnen.

Das „alte“ Generikageschäft, mit dem man die Übernahmen finanziert hat, ist jedoch rückläufig. Inzwischen entfällt mehr als zwei Drittel des Konzerngeschäfts auf die neuen Töchter.

Das Generikageschäft und die Rechte an Amitiza sollen nun sogar abgespalten und eigenständig an die Börse gebracht werden. Der Bereich erzielte zuletzt einen Umsatz von 909 Mio. USD.
Durch den Börsengang könnten die Schulden von Mallinckrodt spürbar sinken. Es ist der richtige Schritt und würde maßgeblich zum Deleveraging beitragen.

Quartalszahlen schlagen wie eine Bombe ein

Die vor wenigen Stunden veröffentlichten Ergebnisse haben es in sich, Mallinckrodt scheint echte Fortschritte zu machen.

Der Umsatz kletterte um 4,7% auf 790,6 Mio. USD und lag weit über den Erwartungen von 775 Mio. USD.

Beim Gewinn scheint man die Trendwende geschafft zu haben, denn er kletterte von -0,24 auf +1,83 USD je Aktie.

Eine Auswertung des freien Cashflows bestätigt die Zahl, denn er lag bei 1,49 USD je Aktie.

Die Prognose wurde für alle wichtigen Kennzahlen erhöht. Es werden geringere Zinszahlungen erwartet, der Umsatz dürfte schneller steigen und der Gewinn wird voraussichtlich 8,30-8,60 USD je Aktie liegen. Bisher war man von 8,10-8,40 USD je Aktie ausgegangen.

Es ist also kein Wunder, dass die Aktie vorbörslich 7% im Plus ist.

Doch beim aktuellen Kurs von 17,52 USD liegt die forward P/E tatsächlich nur bei 2,1.

Die Gesamtkonstellation hatte mich bereits Anfang letzten Jahres zu einer Kaufempfehlung bewogen. Damals stand die Aktie bei 15,98 USD und stieg anschließend im hoch auf über 36 USD.

Heute ist die Situation ungleich attraktiver.

Charttechnik

Vor wenigen Tagen hat Mallinckrodt ein Paniktief inklusive Reversal ausgebildet. Die technische Konstellation ist also ebenfalls stark bullisch.

Es besteht die begründete Hoffnung auf eine umfassende Erholung. Oberhalb von 17,50 USD ist der Weg in Richtung 20 und 24 USD frei.

Mehr als 5.100 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 07.05.2019 Kurs: 17,52 Kürzel: MNK - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN