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Aktienanalyse:
Kering: Trump schießt auf die Perlen Frankreichs

Aktuelle Analyse der Kering Aktie

Kering ist ein französischer Luxusgüter-Konzern mit bekannten Marken wie Gucci, Brioni oder Saint Laurent. Hinter LVMH ist Kering wohl der größte Konzern im Bereich Luxus und Lifestyle. Und damit auf einmal in die Schusslinie des US-Präsidenten geraten. Denn der verkündete auf dem NATO-Gipfel in London gestern, dass er plane, als Antwort auf die französische Digitalsteuer französische Weine, Käse und Luxusgüter mit hohen Zöllen zu belegen. Sein Handelsberater Lighthizer sprach in diesem Zusammenhang von Größenordnungen bis 100 Prozent.

Die Luxusgüterbranche zeigte sich gegen das weltweit unter Druck stehende Wachstum bislang resistent, die Umsätze legten zu, die Gewinne ebenso. Diejenigen, die sich Gucci oder Brioni leisten können, tun das auch weiterhin. Aber bei einem Strafzoll von bis zu 100 Prozent ist es natürlich sehr wahrscheinlich, dass Unternehmen wie Kering der US-Markt wegbricht. Ein Risiko, das bislang nicht quantifizierbar ist, denn wie groß der Anteil des Umsatzes wäre, der betroffen ist, ist nicht absehbar, solange nicht klar wird, was genau höher besteuert wird und vor allem, ob man sich zwischen Frankreich und den USA nicht eventuell doch noch einig würde. Aber klar ist: Da schwebt jetzt ein Damoklesschwert über dem Unternehmen.

Expertenmeinung: Natürlich ist der US-Markt für einen weltweit operierenden Konzern nicht entscheidend für Sein oder Nichtsein. Aber normalerweise würde ein nennenswerter Umsatzrückgang den Gewinn zumindest anfänglich überproportional drücken. Das macht die Marktteilnehmer nervös und entsprechend geriet der Kurs am Dienstag unter Druck, was zum Bruch einer nicht ganz unwichtigen Unterstützungszone führte.

Nach einer äußerst stark ausgefallenen Bilanz des dritten Quartals vollendete die Kering-Aktie Ende Oktober ein Doppeltief und lief über das vormalige Rekordhoch von 539,80 Euro hinaus. Damit wurde dieses alte Hoch zusammen mit dem Topp vom Juli bei 534,35 Euro zu einer Unterstützungszone, von der sich die Kering-Aktie aber, kaum dass neue Rekorde markiert waren, nicht recht nach oben absetzen konnte. Dieses Wassertreten führte dazu, dass die Aktie als Reaktion auf diese unerfreulichen Drohungen des US-Präsidenten schnell durch diese Auffangzone hindurch rutschte.

Bei 506, 493 und 484 Euro könnten sich den Verkäufern potenzielle Unterstützungen in den Weg stellen. Aber in einem Umfeld, in dem eine unverhoffte Twitter-Nachricht die Märkte zu jeder Tages- und Nachtzeit massiv bewegen kann, wäre es gewagt, in ein fallendes Messer zu greifen ohne absehen zu können, wie scharf dieses sein wird. Bevor Kering nicht wieder über der jetzt wieder als Widerstand fungierenden Zone 534,35/539,80 Euro geschlossen hätte oder aber eine der vorgenannten, darunter liegenden Auffanglinien überzeugend verteidigt würden, wäre der Einstieg hier derzeit riskant.

Kering Aktie Chart vom 03.12.2019, Kurs 529,30 Euro, Kürzel KER | Online Broker LYNX

 

 

 

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