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Aktienanalyse:
Jungheinrich: Panik

Aktuelle Analyse der Jungheinrich Aktie

Jungheinrich zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern im Bereich Intralogistik.

Keine Überraschung

Am Vortag legte Jungheinrich die Prognose für 2020 vor, was zu einer regelrechten Panik geführt hat. Das Unternehmen verlor ein Viertel an Wert.
Mich erstaunt das gleich auf mehreren Ebenen.

Die Kursreaktion ist so ausgefallen, als bestünde die gesamte Zukunft des Unternehmens aus dem nächsten Jahr.
Darüber hinaus dürfte der schwache Ausblick auch niemanden überraschen. Die Mitteilung entspricht genau dem, was man bereits vor Monaten kommuniziert hatte.

Hier die Aussagen vom Juli:
Nach einem guten Start in das laufende Geschäftsjahr verzeichnet Jungheinrich seit kurzem einen deutlichen Rückgang der Investitionstätigkeit seiner Kunden.
Ursächlich hierfür sind die sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen […].
Vor diesem Hintergrund und mangels positiver Konjunktur- und Marktsignale erwartet der Vorstand, dass sich dieser Trend auf Jahressicht fortsetzt.

Jetzt die Aussage vom Vortag:
Vor dem Hintergrund eines in den letzten Monaten deutlich rückläufigen Marktes, einer höheren Volatilität im Auftragseingang und insbesondere mangels positiver Konjunktur- und Marktsignale […]

Fällt Ihnen etwas auf?

Die Zukunft

Im kommenden Jahr erwartete man einen Rückgang des Umsatzes von 3,85 – 4,05 auf 3,6 – 3,8 Mrd. Euro.
Das EBIT dürfte von 240 – 260 auf 150 – 200 Mio. Euro sinken.

Das Geschäft ist eben konjunkturanfällig. Damit muss man leben, oder sich andere Investments suchen. Dann muss man aber auch darauf verzichten, in dieser Wachstums- und Zukunftsbranche engagiert zu sein.

Jungheinrich deckt die gesamte Bandbreite von manuellen bis zu vollautomatisierten Fahrzeugen, Logistiksystemen sowie Dienstleistungen ab. Diesen Systemen gehört die Zukunft.
Ein schwaches Jahr ändert daran wenig. Vielmehr sollte man Kursverluste als Chance sehen. Die beste Zeit, um Aktien zu kaufen sind bekanntermaßen Krisen und Rezessionen.

Wer das in der letzten Krise getan hat, kann sich heute über massive Kursgewinne freuen – trotz der jüngsten Kurshalbierung.
Noch befinden wir uns nicht in der Rezession und es ist auch nicht sicher, ob wir zeitnah eine erleben werden. Genauso gut könnte es sich nur um eine kurzfristige Abkühlung der Wirtschaft handeln.
Wie immer muss man mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten.

In einem Krisenszenario könnte die Aktie durchaus deutlich tiefer notieren. Bleibt eine schwere Rezession allerdings aus, könnte sich das Wertpapier auf Sicht von 2 Jahren auch verdoppeln.

Nimmt man die gegebene Prognose als Grundlage, dürfte Jungheinrich im kommenden Jahr auf ein KGVe von 16,5 kommen.
Das kann man problemlos vertreten. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 18,1.
Kann Jungheinrich mittelfristig an die alte Profitabilität anknüpfen, entspräche der aktuelle Kurs einem KGV von 11,6.
Unter dem Strich ist das Chance-Risiko-Verhältnis gar nicht schlecht.

Zu diesem Schluss bin ich auch im Juli gekommen, als die Jungheinrich ebenfalls auf diesem Niveau notierte. Anschließend legte die Aktie um über 20% zu.
Damals wie heute hatte ein schwacher Ausblick zu einem Kurssturz geführt.

Charttechnik

Betrachtet man die Sache nüchtern, ist nicht viel passiert. Das erscheint nach einem Minus von 25% etwas merkwürdig, doch die zentralen Unterstützungen wurden nicht durchbrochen. Es wäre durchaus möglich, dass der Spuk nach einem Tag schon wieder zu Ende ist.

Aktuell wird der Kurssturz jedenfalls zum Einstieg genutzt. Aus Sicht der Bullen sollte Jungheinrich nicht nachhaltig unter 18,75 Euro und den Aufwärtstrend fallen. Dann dürfte der Weg des geringsten Widerstands aufwärts sein.
Ein mögliches Ziel der Erholung liegt bei 22,50 Euro. Darüber hellt sich die Lage weiter auf.

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Chart vom 19.12.2019 Kurs: 20,74 Kürzel: JUN3 - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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