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Aktuelle Analyse:
GEA: Bei diesem Kellerkind sollte man sich warm anziehen

Die GEA Group ist einer der weltweit führenden Systemanbieter für die lebensmittelverarbeitende Industrie. Das Unternehmen liefert Anlagen, Prozesstechnik und Komponenten für anspruchsvolle Produktionsverfahren, vor allem in der Nahrungsmittel- und Getränkebranche.

Den Schwerpunkt des Unternehmens bilden verfahrenstechnische Prozesse wie Wärmeaustausch und Stofftrennung. Neben der Lebensmittelbranche zählen auch die Branchen Chemie, Energiewirtschaft, Schiffbau, sowie Pharma und Kosmetik zu den Kunden.

Hier kommt keine Freude auf

Der Großteil des Geschäfts ist also nicht zyklisch und ein Unternehmen mit einer starken Positionierung in der Nahrungsmittelbranche sollte zwar recht langsam, aber dafür konstant wachsen.
Leider zerschlagen sich diese Annahmen mit einem Blick in die Kennzahlen. Der Umsatz stagniert weitgehend und ist auf Sicht von zehn Jahren sogar rückläufig. In diesem Zeitraum sanken die Einnahmen von 5,18 auf 4,61 Mrd. Euro.

Das Ergebnis entwickelt sich in Anbetracht dieser Tatsache aber noch recht ordentlich. Der Gewinn klettere im selben Zeitraum von 0,54 auf zuletzt 1,31 Euro. Ist aber ebenfalls seit Jahren weitgehend unter Druck. Der Höchstwert wurde 2015 mit 1,88 Euro je Aktie erreicht.

Darüber hinaus ist der operative Cashflow ebenfalls rückläufig und die Investitionen verhältnismäßig hoch – ohne dadurch Wachstum zu erzielen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Gewinn beispielsweise bei 243 Mio., die Investitionen bei 119 Mio. und der freie Cashflow bei 143 Mio. Euro.

Dieser Umstand legt die Vermutung nahe, dass eine Bewertung auf Basis des Gewinns und KGV, die Lage besser erscheinen lässt, als sie wirklich ist.

Ausblick und Fundamentale Bewertung

Auch im laufenden Geschäftsjahr war die Entwicklung eher durchwachsen. Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten zwar um 6,0% auf 3,63 Mrd. Euro, das EBIT war allerdings um 11% auf 195,8 Mio. Euro rückläufig.

Warum der Markt an dieser Stelle für 2018 überhaupt noch einen Anstieg des Gewinns von 1,31 auf 1,65 Euro je Aktie erwarten kann und konnte, ist kaum nachvollziehbar.

Der heute gesenkte Ausblick passt hier gut ins Bild. Die „Cash-Flow-Treiber-Marge“ dürfte 2018 nun wohl bei 6,5-7,0% liegen, statt wie bisher angenommen bei 8,5%.

Das bedeutet, dass der Gewinn natürlich sinken wird. Wohl sogar in erheblichem Ausmaß. Denn in den ersten drei Quartalen lag die Marge noch bei 9,0%. Möchte man nun im Gesamtjahr auf 6,5-7,0% kommen, muss die Marge im vierten Quartal regelrecht kollabieren und nahe Null liegen.

Am Ende bleibt noch die Frage, warum GEA eine scheinbar ganz eigene Marge, deren Definition man zunächst erst im Unternehmensbericht nachlesen muss, benötigt?

Der Gewinn ist in den ersten neun Monaten ebenfalls gesunken, von 0,82 auf 0,71 Euro je Aktie. Mit Blick auf die vorherige Überlegung ist es durchaus möglich, dass es in diesem Jahr auch nicht viel mehr wird und vor allem nicht die bisher erwarteten 1,65 Euro.

Bei einer Eintrübung im vierten Quartal dürfte wohl auch das kommende Geschäftsjahr nicht unter einem guten Stern stehen. Ein KGV von wahrscheinlich mehr als 20 ist daher nicht vertretbar. GEA erfüllt ohnehin nicht einmal die grundlegenden Bedingungen für ein Investment.

Aber auch der Blick in die Vergangenheit zeigt eine unglaubliche Irrationalität. Warum hat man diesem Unternehmen in den letzten Jahren regelmäßig ein KGV von über 30 zugestanden? Das Wachstum tendiert schließlich gegen Null.

Charttechnik

Man kann nicht müde werden es immer wieder zu betonen, dass Aktien langfristig ausschließlich den Unternehmenszahlen folgen.
Es ist daher nur folgerichtig, dass die Aktie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr vom Fleck kommt.
Die nächsten Kursziele auf der Unterseite liegen bei 20 und 16,50 Euro.

Chart vom 23.11.2018 Kurs: 22,50 Kürzel: G1A – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 23.11.2018 Kurs: 22,50 Kürzel: G1A – Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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