Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
GEA Group: Freie Bahn … nach unten

Am Mittwochabend nach Handelsende veröffentlichte der Spezialmaschinenbauer GEA Group die vorläufigen Gesamtjahresergebnisse 2018. Und die wurden gnadenlos abgestraft: Die Aktie eröffnete am Donnerstag bereits mit einer Kurslücke von zwölf Prozent nach unten und fiel im Handelsverlauf weiter zurück. Der Erholungsversuch, der seit Mitte Dezember lief und durchaus hätte eine Bodenbildung werden können, wurde damit abrupt beendet.

Und dass die Anleger derart intensiv reagierten, war angesichts dessen, was da auf den Tisch kam, nachvollziehbar. Im Rückblick lagen der 2018er-Umsatz leicht über, die Gewinnmarge hingegen leicht unter den letzten Prognosen. Aber das ahnte man bereits, das ganze Jahr 2018 war hier, wie bei einigen anderen Maschinenbauern auch, von sinkenden Erwartungen geprägt. Aber immer wieder flackerte eben auch die Hoffnung auf, es käme zu einer Stabilisierung, besser noch zu einer Belebung der Lage. Damit räumte die mit diesen vorläufigen Zahlen mitgelieferte Perspektive für 2019 indes auf:

Expertenmeinung: Basierend auf dem aktuellen „Ist“ rechnet die GEA Group mit einem Umsatz, der moderat unter dem des Jahres 2018 liegen wird. Darüber hinaus sieht man beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) einen Korridor zwischen 440 und 480 Millionen Euro. Für 2018 errechnete man vorläufig 515 bis 520 Millionen Gewinn, 2017 waren es noch 564 Millionen Euro gewesen. Man ist auf der schiefen Ebene … und bislang scheint die Rutschpartie nicht zu stoppen zu sein.

Erste Analysten reagierten umgehend. So senkte Merrill Lynch die Einstufung von „Kaufen“ auf „Neutral“, die Commerzbank senkte das Kursziel für die Aktie von 25 auf 20 Euro und stuft mit „Reduzieren“ ein. Das „Abschießen“ der vorherigen, wochenlangen Erholung ist ein klares Signal: die Marktteilnehmer sehen die GEA-Aktie als eine heiße Kartoffel an und lassen sie fallen. Der langfristige Chart auf Wochenbasis zeigt: Grundsätzlich könnte das Sommer-Tief 2012 um 19,50 Euro eine Unterstützung sein.

Chart vom 07.02.2019, Kurs 19,83 Euro, Kürzel G1A | LYNX Online-Broker

Aber diese Marke liegt weit zurück, hat damit keine faktische Relevanz mehr. Und wenn die Leerverkäufer erst einmal eine solche Konstellation permanent enttäuschter Hoffnungen vorfinden, dürften sie so schnell nicht von ihrer Beute ablassen. Die Aktie müsste über 25 Euro schließen, um ein bullisches Signal zu generieren … und das ist im Moment illusorisch, so dass es zur Neutralität oder, als aktiver Trader, zur Short-Seite jetzt, nach diesen Zahlen, erst recht keine Alternative gäbe.

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