Börsenblick

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Analyse:
Bund Future: Steht jetzt die nächste große Rallye an?

Als die Aktienmärkte Mitte August plötzlich drehten und mit den wieder anziehenden Kursen die Hoffnung wuchs, dass die Sorgen vor einer Rezession übertrieben waren, fehlte eines: Der Unterbau seitens der Fakten. Die Hoffnungen blieben Hoffnungen, die Konjunkturdaten zeigten weiterhin nicht an, dass die Lage sich stabilisieren, geschweige denn verbessern würde. Diejenigen, die am Aktienmarkt kauften, nahmen alleine die steigenden Kurse, die sie selbst höher zogen, als Beleg einer verbesserten Lage. Jetzt beginnt dieses fragile Gebäude zu wackeln. Und damit könnte bald wieder die Stunde der Anleihen schlagen. Denn viele zogen Geld von den Bonds ab und schichteten in Aktien um.

Dementsprechend stand der Bund Future, das Kursbarometer der Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit am Terminmarkt, seither unter Druck. Eine Aufwärtstrendlinie nach der anderen fiel, Anleihen waren auf einmal „out“. Doch als der Bund Future Anfang November auf der im Chart dick schwarz markierten 200-Tage-Linie aufsetzte, hielt diese. Aktuell läuft der zweite Test. Sollte dieser mittelfristig wichtige gleitende Durchschnitt erneut standhalten, kann das die Basis für einen neuen Run in die Anleihen sein. Vor allem, wenn der äußerst nervöse Start der Aktienindizes in den Dezember keine Eintagsfliege bleiben sollte.

Expertenmeinung: Der deutliche Rückgang des Bund Future auf die Levels des Frühsommers basierte auf der Unterstellung, dass die Maßnahmen der EZB so heftig nicht ausfallen würden, wie man das zeitweise vermutet hatte, als viele Deutschland und in seinem Schlepptau die Eurozone haltlos in die Rezession torkeln sahen. Da man aber langsam erkennt, dass da vor allem die Hoffnung Mutter der Gedankens war, warum sollten die Renditen der deutschen Anleihen nicht wieder auf die vorherigen Tiefs zurückkommen und die Kurse der Anleihen nebst Bund Future folgerichtig nicht wieder steigen? Immerhin hatte der DAX vor seinem montäglichen „Schluckauf“ fast das bisherige Allzeithoch erreicht. Da ist immens viel Geld hineingeflossen. Wenn jetzt wieder in größerem Umfang Kapital von den Aktien abgezogen würde, wohin sollte es fließen außer in Anleihen und in Gold, wobei Letzteres ein viel engerer Markt wäre, der weniger Kapital aufnehmen kann?

Es dürfte daher lohnen, den Bund Future jetzt nicht mehr aus den Augen zu lassen. Im Vorfeld des gerade laufenden Tests der 200-Tage-Linie hatte er präzise an der Anfang September etablierten Abwärtstrendlinie nach unten gedreht. Das war ein Signal, dass das bärische Lager imstande und willens war, Schlüssel-Widerstände zu verteidigen, den Abwärtstrend aktiv aufrechtzuerhalten. Sollte der Bund Future diese Linie erneut angehen und dann so deutlich überwinden, dass auch das vergangene Woche bei 171,60 Punkten markierte Zwischenhoch auf Schlusskursbasis überboten ist, wäre das ein erstes Signal, dass die Bären geschlagen sind und damit für risikofreudige Trader bereits ein lukratives, bullisches Signal.

Euro-BUND-Future: Chart vom 2.12.2019, Kurs 169,98 Punkte, Kürzel GBL | LYNX Online Broker

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