Börsenblick

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Aktienanalyse:
Bund Future: Von wegen Anleihen bringen keine Gewinne!

Allgemein wird ja behauptet, dass man mit Anleihen derzeit nur Verlust machen kann. Das wäre richtig, wenn man sich z.B. eine Bundesanleihe mit zehn Jahren Laufzeit jetzt kauft und tatsächlich diese zehn Jahre liegen lassen würde. Mitte April gab es da wenigstens noch eine Zins-Rendite von knapp 0,1 Prozent. Aber jetzt, etwas mehr als zwei Monate später, ist die Rendite so niedrig wie nie zuvor: -0,32 Prozent! Ja, das wäre ein Groschengrab, denn während man pro Jahr 0,32 Prozent verliert, nagt zugleich die Inflation am Kapital. Aber wie kommt die Rendite der Anleihen von knapp +0,1 auf -0,32 Prozent bei Anleihen, die bereits ausgegeben sind und an der Börse gehandelt werden, zum Tragen?

Bereits umlaufende Bonds passen sich den Veränderungen des Renditeniveaus über Kursveränderungen an. Wenn die Rendite fällt, steigen die Kurse der bestehenden Anleihen, bis auch deren Rendite dadurch den allgemeinen Marktlevel erreicht hat. Was das bedeutet, kann man gut im Euro Bund Future, Barometer der deutschen Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit an der Terminbörse: Er steigt und steigt und steigt. Und könnte auch noch höher laufen, denn:

Expertenmeinung: Der bisherige Kursanstieg preist zwar bereits ein, dass die Europäische Zentralbank Maßnahmen ergreifen wird, um das kippende Wachstum der Eurozone zu stabilisieren. D.h. bevor die EZB selbst bereits etwas getan hätte, haben die Trader am Anleihemarkt bereits eine Zinssenkung vorweggenommen, indem sie die Renditen gedrückt und die Kurse der Anleihen höher getrieben haben. Aber sollte sich die Lage, z.B. durch umfassenderen Druck seitens der USA in Sachen Handelskonflikt, verschärfen, wäre es mit normalen Maßnahmen nicht getan.

Es kann daher jederzeit zu Panikkäufen in Anleihen kommen, die den Bund Future noch deutlich höher treiben würden. Nichtsdestotrotz haben wir jetzt, wie der Chart zeigt, erst einmal einen Level erreicht, der ohne eine zusätzliche Verschärfung der Rahmenbedingungen wohl eine natürliche Obergrenze bildet, bis sich der markttechnisch überkaufte Zustand des Bund Futures abgebaut hat. Der Kurs war an der oberen Begrenzung des seit vergangenen Herbst laufenden Trendkanals angestoßen, nachdem man eine Rede von EZB-Chef Draghi vergangenen Dienstag als Ankündigung von Zinssenkungen interpretiert hat.

Um sofort aus diesem Trendkanal nach oben auszubrechen, müssten kurzfristig unerwartet negative Impulse auftauchen. Wenn es dazu nicht kommt, wäre eine Konsolidierung die wahrscheinlichere Variante. Aber solange der Bund Future nicht mit Schlusskursen unter 169,30 Prozent nach unten aus diesem Kanal herausrutscht, kann man mit Anleihen sehr wohl Geld verdienen, indem man diesem markanten Aufwärtstrend des Bund Future folgt.

Chart vom 21.06.2019, Kurs 172,04 Prozent, Kürzel GBL | LYNX Aktienempfehlungen

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