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Aktienanalyse:
Deutsche Telekom: Die Tochter darf endlich heiraten

Aktuelle Analyse der Deutsche Telekom Aktie

Am Morgen erwachten die Anteilseigner der Deutschen Telekom mit „good news“ und durften sich gleich zum Handelsstart über einen stattlichen Kursgewinn freuen, denn endlich, so scheint es, kann die Fusion zwischen der Telekom-Tochter T-Mobile US und dem US-Mobilfunkanbieter Sprint stattfinden. Zumindest hat das zuständige US-Bezirksgericht die Klage mehrerer US-Bundesstaaten abgewiesen, die diesen Zusammenschluss verhindern wollten, weil dieser angeblich das Wettbewerbs-Bild im US-Mobilfunkmarkt negativ verändern würde. Vorbehaltlich des Umstands, dass die Kläger gegen das Urteil Einspruch einlegen könnten, ist das eine zweifellos sehr gute Nachricht.

Denn T-Mobile US ist ein Erfolgsmodell. Die US-Tochter agiert geschickt in dem eigentlich vergeben wirkenden US-Markt und rang den großen Anbietern AT&T und Verizon markant Marktanteile ab. Der Umsatz steigt seit Jahren wie an einer Schnur gezogen. Und mit den Kunden und dem Potenzial von Sprint kann T-Mobile noch einmal richtig durchstarten. Gut für die „Mutter“, denn auch, wenn T-Mobile US grundsätzlich unabhängig agiert, hält die Deutsche Telekom doch 63 Prozent der Anteile des US-Unternehmens und profitiert damit unmittelbar von einem solchen Schritt nach vorne. Bleibt die Frage, ob dieses gestrige Plus der T-Aktie erst der Anfang eines längeren Kursanstieges ist oder die Wirkung dieses Gerichtsentscheids schnell wieder verblasst.

Expertenmeinung: So positiv das gestrige Plus von 3,75 Prozent an sich ist: Wenn man sich den Chart der Telekom-Aktie im einem längeren Zeitraster auf Wochenbasis betrachtet, sieht das Bild dennoch derzeit nach einer Toppbildung aus. Der im Frühjahr 2018 etablierte Aufwärtstrend ist vor fast einem Jahr in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Der gestrige Kurssprung half, die Aktie deutlicher von der bei 14,37 Euro verlaufenden Nackenlinie des potenziellen Topps weg zu bekommen. Aber erst, wenn die T-Aktie diese Handelsspanne nach oben verlässt, indem es gelingt, die beiden letzten markanten Hochs bei 16,20 und 16,26 Euro zu bezwingen, wäre der Weg nach oben wirklich frei. Denkbar ist zwar, dass das gelingt, aber:

Dass die Aktie über den Kurssprung zum Handelsstart hinaus nicht weiter zulegen konnte, sondern mit 15,42 Euro sogar knapp unter dem morgendlichen Eröffnungskurs von 15,45 Euro aus dem Handel ging, macht deutlich, dass die Kuh in Sachen Abwärts-Wende noch nicht vom Eis ist. Was die Aktie in den kommenden Wochen höher ziehen könnte ist die Erwartung der Ende März anstehenden Dividendenausschüttung, die bei der Telekom bekanntlich immer recht stattlich ausfällt. Aber auch das ist keine sichere Bank für Kursgewinne. Noch also sollte man diesen Kursanstieg auf dem Rücken der Tochter T-Mobile US nur als einen Schritt in Richtung einer möglichen Wiederbelebung des Aufwärtstrends sehen, nicht aber als vollzogene Aufwärtswende.

Deutsche Telekom Aktie Chart vom 11.02.2020, Kurs 15,42 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX

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