Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Deutsche Telekom: Klatsche für die Bullen

Die Deutsche Telekom gehört zu den größten europäischen Telekommunikationskonzernen.
Das Unternehmen ist mit 216.000 Mitarbeitern in mehr als 50 Ländern vertreten, rund zwei Drittel des Umsatzes entfallen auf das Geschäft außerhalb Deutschlands.

Ist so, bleibt so

Beim Börsengang 1996 lag der Erstausgabepreis bei 14,57 Euro. Die Deutsche Telekom gehört also nicht gerade zu den Überfliegern an der Börse, langfristig ist das Papier ein klarer Underperformer und das wird auch so bleiben.

Das hat vielschichtige Gründe, hier nur einige:
Das Unternehmen hat strukturelle Probleme und wächst nur langsam, der „Wasserkopf“ und bürokratische Apparat sind überbordend.

Der Markt, in dem man operiert ist gesättigt und die Angebote der Deutschen Telekom sind austauschbar. Niemanden interessiert es wirklich, von welchem Anbieter er Festnetz, Smartphone oder DSL bezieht.
Dementsprechend setzen sich die günstigsten Anbieter am Markt durch und die Margen sind für alle niedrig.

5G ist nur ein Beispiel

Das größte Problem ist aber die Tatsache, dass das Geschäft extrem kapitalintensiv ist.

Wenn ein Unternehmen jedes Jahr Milliarden investieren muss, nur um den Gewinn halbwegs stabil zu halten, ist das nicht gerade ein gutes Zeichen. Auch dieser Umstand wird sich nicht ändern und daher kommt die Aktie auch nicht vom Fleck.

Die Ersteigerung der neuen 5G-Frequenzen für einige hundert Millionen Euro ist in diesem Kontext nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

In den letzten zehn Jahren musste man Investitionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Mrd. Euro stemmen, der Gewinn stagniert aber.

Es ist ein trauriges Paradebeispiel für minimalen bis nicht vorhandenen Return-on-Investment. Wie in einem Uhrwerk steigt auch noch jedes Jahr die Verschuldung, in den letzten vier Geschäftsjahren von 46,3 auf 51,7 Mrd. Euro.

Anleger kaufen die Aktie dennoch, denn immerhin gibt es eine ordentliche Dividende. Das ist aber auch das einzige, was man erwarten kann.

Für die Risiken, die die Börse mit sich bringt, ein schlechter Deal.
Wenn man ohndhin nur einen Kupon möchte, wären Anleihen die bessere Wahl gewesen. Mit einigen Anleihen der Deutschen Telekom hätte man auch eine weitaus bessere Rendite realisieren können.

Charttechnik

In der Vorwoche kam es zu einem Ausbruch über 15,50 Euro, der nun eindrucksvoll negiert wurde. Dass es vor allem wegen der Dividende in den Keller ging, spielt für das Chartbild keine Rolle.

Für viele Anleger gibt es jetzt auch auf Monate hinweg kein Kaufargument mehr, denn die nächste Ausschüttung gibt es eben erst 2020.

Ausgehend vom aktuellen Niveau drohen weitere Verluste in Richtung 14,30 und 14,00 Euro. Dort liegen die antizyklischen Kaufmarken, darunter würde sich das Chartbild weiter eintrüben.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 14,80 oder besser noch 15,00 Euro, würde sich die Lage vorerst entspannen.

Chart vom 29.03.2019 Kurs: 14,73 Kürzel: DTE - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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