Deutsche Telekom Aktie aktuell Deutsche Telekom: Vielleicht sollte man das ganz pragmatisch angehen

News: Aktuelle Analyse der Deutsche Telekom Aktie

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Deutsche Telekom
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Zur Deutsche Telekom Aktie

Im Verlauf der Vorwoche hat die Aktie der Deutschen Telekom die bei 14,10 Euro verlaufende Nackenlinie einer ausgedehnten Toppbildung durchbrochen und dieses Topp damit vollendet. Aus charttechnischer Sicht wäre damit der Weg an die nächste, markante Unterstützungszone frei: An die große Abwärts-Kurslücke vom März zwischen 12,42 und 12,87 Euro. Das dürfte so manchen Investor fassungslos zurücklassen.

Denn während manche Aktien von Unternehmen, die durch die Corona-Krise massiv unter Druck stehen, an und bisweilen sogar über ihre Prä-Corona-Hochs gelaufen sind, nähert sich damit eine Aktie wieder dem Krisenniveau, für die von 26 die Aktie beobachtenden Analysten 20 bullisch sind und der Rest das Papier mit „Halten“ einstuft … und deren durchschnittliches Kursziel derzeit bei 18,87 Euro liegt. Und zudem handelt es sich um eine Aktie mit einer derzeit bei 4,4 Prozent liegenden Dividendenrendite, sofern die Telekom für das Jahr 2020 erneut die 2019 leicht auf 60 Cent pro Aktie gekürzte Dividende ausschüttet. Wogegen momentan nichts spricht.

Hinzu kommt, dass zahlreiche Experten ihre Kursziele angehoben hatten, seit die Telekom Mitte August starke Zahlen für das schwierige zweite Quartal ablieferte und die selbst schon im August davon ausging, dass das bereinigte operative Ergebnis 2020 deutlich über dem des Jahres 2019 liegen wird. Die Aktie müsste doch eigentlich laufen wie geschnitten Brot!

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Expertenmeinung: Das Problem ist dieses Wörtchen „eigentlich“. So etwas dreht eine Aktie gemeinhin nicht, denn würden die vorstehenden Argumente die Mehrheit der Trader und der langfristigen Investoren überzeugen, wäre dieses Topp nie entstanden und erst recht nicht vollendet worden. Zwar hätte, wer sich auf Ertragskraft, Dividende und auf die bullischen Experten beruft, im Prinzip gute Argumente. Aber solange man dann alleine auf der Käuferseite stünde, bringt einem das wenig, denn entscheidend ist schließlich, dass eine Aktie steigt, nachdem man eingestiegen ist. Daher wäre man wohl am besten beraten, wenn man diese Situation konsequent pragmatisch und nicht emotional angehen würde, was hieße:

Solange die T-Aktie aus rein charttechnischer Sicht bärisch ist, hat man kein taugliches Chance/Risiko-Verhältnis, wenn man sich gegen diesen abwärts weisenden Trend positioniert. Anders wäre es, wenn die Aktie diese Nackenlinie der Toppbildung und die bei 14,40 Euro verlaufende, kurzfristige Abwärtstrendlinie zurückerobert. Dann würde die Charttechnik wieder auf bullisch drehen … und dann wäre die Chance weit höher, dass auch andere Akteure, die hier bislang nicht oder auf der Short-Seite agieren, in einem positiven Umfeld steigender Notierungen die obengenannten Argumente wahrnehmen, die derzeit durch die Schwäche des Kurses überlagert werden. Die Welt könnte somit einen Euro über dem Freitags-Schlusskurs weit besser für die Bullen aussehen … bis dahin aber wäre ein Test der obengenannten Zielzone 12,42 und 12,87 Euro eben keineswegs ausgeschlossen – trotz bullischer Analysten und einer lukrativen Dividende.

Chart vom 23.10.2020, Kurs 13,46 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Deutsche Telekom Aktie

Die von der Deutschen Telekom vor einem Monat vorgelegte Bilanz des Jahres 2019 interessiert in einem Börsenumfeld wie diesem derzeit kaum jemanden. Was die Anleger ängstigt ist, dass die Prognose-Sichtweite jetzt auf null gesunken ist. Was vor ein paar Wochen noch als Perspektive galt, ist nicht mehr zu halten. Aber was niemand heute bereits abschätzen könnte: Wird es zu moderaten oder im Gegenteil zu dramatischen Korrekturen nach unten kommen? Rein von der Logik her müsste die Deutsche Telekom zu den Unternehmen gehören, die eher moderaten Druck verspüren werden. Noch aber helfen solche Überlegungen der Aktie in keiner Weise. Auch hier dominieren negative Nachrichten aktuell die Schlagzeilen. Die eigentlich kommende Woche anstehende Hauptversammlung wird verschoben, dadurch verschiebt sich auch die Auszahlung der Dividende. Und schon zu Wochenbeginn hatte die Telekom alle Ladengeschäfte bis auf weiteres geschlossen. Aber wie sehr könnte das auf Umsatz und Gewinn drücken? So sehr, dass der jetzt gut 25 Prozent betragende Abschlag gegenüber dem Jahresende 2019 angemessen ist? Expertenmeinung: Das ist aus derzeitiger Sicht zumindest fraglich. Immerhin machen die regelmäßigen Einnahmen der Telefon-, Mobilfunk- und Internetverträge den Großteil des Umsatzes aus. Und warum sollte jemand aufgrund der Virus-Epidemie zu einem anderen Anbieter wechseln? Zumal konkurrierende Unternehmen ja momentan die gleichen Probleme haben. Rational betrachtet kann der Umsatz der Telekom also nicht so brutal wegbrechen, wie das bei konjunktursensiblen Branchen wie Airlines oder Maschinenbauern denkbar wäre. Aber dieser Gedanke alleine ist kein Argument, einfach die Hand aufzuhalten und zu kaufen. Denn schließlich wären solche Überlegungen auch schon vor einer Woche möglich gewesen … und die T-Aktie fiel dennoch rasant weiter. Es gälte daher, Signale einer Bodenbildung oder die Rückeroberung charttechnisch wichtiger Ankerpunkte abzuwarten. Erst dann hätte man einigermaßen stabilen Boden unter den Füßen und eine taugliche Orientierung für nicht zu weit entfernt liegende Stoppkurse. Die wo liegen würden? Auf der Unterseite würde sich das Tief des Jahres 2014 bei 10,06 Euro anbieten. Aber bedenken Sie, dass wir uns in einem von kurzfristigen, emotionalen Entscheidungen dominierten Umfeld bewegen. Um eine Unterstützung zu halten, müssten dort auch genug Käufer zugreifen oder zumindest die Leerverkäufer in größerem Umfang ihre Aktien eindecken. Das wäre denkbar, ist aber nicht sicher, daher darf man in solchen Phasen nicht in ein fallendes Messer greifen. Was sich alleine daran belegen lässt, dass man mit dem Argument einer nahen Unterstützung auch auf Höhe der letzte Woche gefallenen Supportlinie bei 12,72 Euro hätte zugreifen können – mit fatalem Ergebnis. Daher sollte sich entweder über 10,06 Euro eine Bodenbildung vollziehen, deren Vollendung man abwarten sollte. Oder die T-Aktie schafft den Sprung über die 12,72 Euro-Linie, das wäre ein bullisches Signal durch die Rückeroberung wichtiger Hürden. Im Auge behalten sollte man die Aktie jetzt allemal, aber einfach blind zuzugreifen kann, trotz dieses Ausverkaufs, unschön enden! Deutsche Telekom Aktie Chart vom 18.03.2020, Kurs 10,83 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.  

Am Morgen erwachten die Anteilseigner der Deutschen Telekom mit „good news“ und durften sich gleich zum Handelsstart über einen stattlichen Kursgewinn freuen, denn endlich, so scheint es, kann die Fusion zwischen der Telekom-Tochter T-Mobile US und dem US-Mobilfunkanbieter Sprint stattfinden. Zumindest hat das zuständige US-Bezirksgericht die Klage mehrerer US-Bundesstaaten abgewiesen, die diesen Zusammenschluss verhindern wollten, weil dieser angeblich das Wettbewerbs-Bild im US-Mobilfunkmarkt negativ verändern würde. Vorbehaltlich des Umstands, dass die Kläger gegen das Urteil Einspruch einlegen könnten, ist das eine zweifellos sehr gute Nachricht. Denn T-Mobile US ist ein Erfolgsmodell. Die US-Tochter agiert geschickt in dem eigentlich vergeben wirkenden US-Markt und rang den großen Anbietern AT&T und Verizon markant Marktanteile ab. Der Umsatz steigt seit Jahren wie an einer Schnur gezogen. Und mit den Kunden und dem Potenzial von Sprint kann T-Mobile noch einmal richtig durchstarten. Gut für die „Mutter“, denn auch, wenn T-Mobile US grundsätzlich unabhängig agiert, hält die Deutsche Telekom doch 63 Prozent der Anteile des US-Unternehmens und profitiert damit unmittelbar von einem solchen Schritt nach vorne. Bleibt die Frage, ob dieses gestrige Plus der T-Aktie erst der Anfang eines längeren Kursanstieges ist oder die Wirkung dieses Gerichtsentscheids schnell wieder verblasst. Expertenmeinung: So positiv das gestrige Plus von 3,75 Prozent an sich ist: Wenn man sich den Chart der Telekom-Aktie im einem längeren Zeitraster auf Wochenbasis betrachtet, sieht das Bild dennoch derzeit nach einer Toppbildung aus. Der im Frühjahr 2018 etablierte Aufwärtstrend ist vor fast einem Jahr in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Der gestrige Kurssprung half, die Aktie deutlicher von der bei 14,37 Euro verlaufenden Nackenlinie des potenziellen Topps weg zu bekommen. Aber erst, wenn die T-Aktie diese Handelsspanne nach oben verlässt, indem es gelingt, die beiden letzten markanten Hochs bei 16,20 und 16,26 Euro zu bezwingen, wäre der Weg nach oben wirklich frei. Denkbar ist zwar, dass das gelingt, aber: Dass die Aktie über den Kurssprung zum Handelsstart hinaus nicht weiter zulegen konnte, sondern mit 15,42 Euro sogar knapp unter dem morgendlichen Eröffnungskurs von 15,45 Euro aus dem Handel ging, macht deutlich, dass die Kuh in Sachen Abwärts-Wende noch nicht vom Eis ist. Was die Aktie in den kommenden Wochen höher ziehen könnte ist die Erwartung der Ende März anstehenden Dividendenausschüttung, die bei der Telekom bekanntlich immer recht stattlich ausfällt. Aber auch das ist keine sichere Bank für Kursgewinne. Noch also sollte man diesen Kursanstieg auf dem Rücken der Tochter T-Mobile US nur als einen Schritt in Richtung einer möglichen Wiederbelebung des Aufwärtstrends sehen, nicht aber als vollzogene Aufwärtswende. Deutsche Telekom Aktie Chart vom 11.02.2020, Kurs 15,42 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bis Anfang Juni konnte die Deutsche Telekom Aktie in der Gewinnerliste des DAX mitmischen, doch was danach passierte, war alles andere als überzeugend. Das Zwischenhoch bei 16.20 EUR wurde mit voller Überzeugung verkauft und signalisierte bereits zu diesem Zeitpunkt eine Änderung im Käuferverhalten. Stärke wurde nicht mehr gekauft, sondern genutzt, um Gewinne zu realisieren und sich aus dem Wertpapier zu verabschieden. Die auffällig große rote Kerze markierte in Folge auch das bisherige Jahreshoch der Aktie. Trotz der weiterhin recht positiven Entwicklung des Gesamtmarktes, konnten die Kurse nicht mehr weiter klettern und die Aufwärtsbewegung wurde schließlich zu Beginn der vorigen Woche endgültig gestoppt. Das Pivot-Tief von Ende Juni wurde gebrochen und der Übergang in eine neutrale Korrekturphase war nicht mehr aufzuhalten. Angekommen an der wichtigen Unterstützungslinie bei rund 14.60 EUR fragen sich nun die Marktteilnehmer, ob auch diese Support-Ebene gebrochen wird. Expertenmeinung: Der Chart wirkt angeschlagen und es ist aus unserer Sicht nur noch eine Frage der Zeit, bis die Unterstützung bei 14.60 EUR gebrochen wird. Die Last auf diesen Bereich wird immer größer und der Verkaufsdruck dürfte die Dämme in den kommenden Tagen wohl zum Einsturz bringen. Danach wäre wohl das Tief von Februar als möglicher Ankerpunkt der Bären an der Reihe. Der Bereich von 14.00 EUR ist aktuell auch unser nächstes Kursziel für die Aktie. Wir senken daher unsere Erwartungen auf die bärische Seite. Aussicht: BÄRISCH Chart vom 25.07.2019 Kurs: 14.656 Kürzel: DTE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen