Deutsche Telekom Aktie Prognose Deutsche Telekom: Jetzt oder nie

News: Aktuelle Analyse der Deutsche Telekom Aktie

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Deutsche Telekom
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Deutsche Telekom Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In diesem Jahr gab es am deutschen Parkett kaum sichere Häfen. Eine der wenigen Aktien, welche sich dennoch gut entwickeln konnte, war die Deutsche Telekom-Aktie. Im Mai gelang sogar der Ausbruch über ein wichtiges Widerstandsniveau.

Der Breakout über 17.80 EUR sorgte im Mai für positives Momentum und brachte in Folge sogar ein neues 5-Jahres-Hoch. Dies ist für die aktuelle Marktlage wirklich beeindruckend. In den letzten Wochen erhöhte sich jedoch wieder der Verkaufsdruck und nun wird das Ausbruchsniveau gerade wieder nach unten getestet. Vorerst konnten die Bullen diesen Bereich verteidigen und somit bleibt der Aufwärtstrend intakt.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Deutsche Telekom Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dennoch hat die aktuelle Entwicklung auch einen leicht negativen Beigeschmack. Im Normalfall sollten Kursreaktionen in Richtung einer wichtigen Support-Ebene rasch aufgekauft werden. Dies Kurse der Telekom Aktie halten sich derzeit allerdings ein wenig zu lange im Bereich von 18 EUR auf und das Chartbild ähnelt eher einer bärischen Konsolidierung als einem überzeugenden Bounce nach oben.

So oder so. Die Entscheidung über den weiteren Kursverlauf der Aktie wird wohl hier getroffen werden. Solange die Marke bei 17.80 EUR nicht nachhaltig nach unten gebrochen wird, bleiben die Bullen am Ball. Darunter könnte sich die Lage jedoch schnell ändern.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 17.06.2022 Kurs: 18.09 Kürzel: DTE | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Deutsche Telekom Aktie

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Mit dem gestrigen Plus hat sich die Deutsche Telekom-Aktie in den Top 3 der DAX-Aktien des bisherigen Jahres etabliert. Und sie notiert unmittelbar am 2021er-Hoch, auf dem Sprung, ein neues 20 Jahres-Hoch zu erreichen. In diesem Umfeld wirkt das unlogisch … oder nicht?

Nicht unbedingt. Immerhin erwarten die Analysten für die Telekom 2022 steigende Gewinne. Und das soll in den kommenden Jahren so bleiben. Ob sich das Unternehmen wirklich in einem tendenziell in Richtung Rezession abgleitenden Umfeld so gut wird behaupten können, muss man zwar erst einmal sehen. Aber wer heute kauft, muss auf Basis dessen entscheiden, was greifbar ist. Und wenn eine Aktie so gut läuft wie die T-Aktie es in den letzten Tagen tut, zugleich eine recht ansehnliche Dividende von knapp vier Prozent winken dürfte (auch, wenn es bis zum nächsten April dauern wird, bis wieder eine Ausschüttung ansteht) und die Aktie eine relative Stärke zum Gesamtmarkt ausweist, fällt der Einstieg eben leichter. Zumal:

Aktienfonds haben es dieser Tage nicht gerade leicht, das Geld der Anleger zu investieren. Allzu hoch darf die Barreserve nicht werden, wenn man ausreichend mit dabei sein will, wenn der Markt wieder nach oben dreht. Und Aktien in intakten Aufwärtstrends sind rar. Da ballt sich das Kapital dort, wo die Fundamentals noch recht stabil wirken und der Trend passt. Den Fondsmanagern dürfte zwar klar sein, dass das Eis umso dünner wird, je weiter die Aktie steigt. Aber irgendwo muss das Geld ja hin.

Expertenmeinung: Aus dieser Warte heraus wäre es zwar nicht sicher, aber doch gut möglich, dass die T-Aktie diese markante Charthürde in Form des im Vorjahr erreichten 20-Jahres-Hochs bei 18,99 Euro als Widerstand herausnimmt und erst einmal weiterläuft. Ob dann aber mehr drin wäre als ein Test der runden 20 Euro-Marke, die die Anleger zuletzt am 7. Januar 2002 gesehen hatten, ist zumindest ein wenig fraglich. Denn wirklich „billig“ ist die Aktie von der Bewertung her nicht … und wird eben umso teurer, je weiter sie zulegt.

Chart vom 25.05.2022, Kurs 18,936 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX

Und der Umstand, dass derzeit nur wenige Aktien steigen, kann auch bremsend wirken. Denn wenn Akteure in einem breiten Portfolio ihre Exposition am Markt reduzieren wollen, fällt es den meisten eben leichter, dafür dann einen Gewinn mitzunehmen als woanders einen Verlust zu akzeptieren. Und an der T-Aktie ist eben noch, wie man sagt, „Speck dran“. Was tun? Man sollte am besten erst mal schauen, was da jetzt dieser Tage an der 19 Euro-Marke passiert. Geht die T-Aktie darüber hinaus, könnte man Richtung 20 Euro an Teilverkäufe denken. Dreht die Aktie indes im Bereich dieses 2021er-Hochs nach unten, sollte man auf den Unterstützungsbereich 17,78/17,87 Euro achten. Sollte der auf Schlusskursbasis klar unterboten werden, brennt hier etwas an!

Behalten die Analysten Recht, werden Umsatz und Gewinn bei der Telekom in den nächsten Jahren wie auf Schienen steigen. Aber kommt es wirklich so? Wer jetzt einsteigen wollte, muss daran glauben, denn mit der Dividende ist jetzt ein kurzfristiges Zugpferd ausgespannt.

Zwei Dinge springen einem ins Auge, wenn man sich den längerfristigen Chart auf Wochenbasis ansieht: Dynamische, mittelfristige Trends sind nicht gerade die Domäne der T-Aktie. Und sie ist gerade an einer Widerstandszone abgeprallt, die bis ins Jahr 2015 zurückreicht und an der sie nur einmal im vergangenen Jahr vorbeikam … aber das nur für kurze Zeit. War es das womöglich mit der vor einem Monat begonnenen Rallye?

Deutsche Telekom Aktie: Wochenchart vom 08.04.2022, Kurs 17,13 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX

Das muss sich erst noch herausstellen. Denn richtig ist zwar, dass die Aktie zum Wochenschluss am Widerstand in Form des Anfang Februar markierten Zwischenhochs bei 17,82 Euro abgedreht hat. Aber das liegt am sogenannten Dividendenabschlag. Die Dividende wurde am Freitag ausgezahlt. Und es ist üblich, dass die Dividende aus dem Aktienkurs herausfließt, dieser also um diesen Betrag nachgibt. Ob das indes von Dauer ist oder der Dividendenabschlag schnell wieder aufgeholt wird, ist immer offen und kommt auf die charttechnische Situation der Aktie und die Stimmung am Gesamtmarkt an. Und eines fällt immerhin positiv auf:

Expertenmeinung: Die Telekom-Aktie verlor zwar am Freitag 0,43 Euro oder 2,47 Prozent. Aber die Dividende betrug 0,64 Euro. Die Aktie hielt sich so gesehen also recht wacker. Und sie ist zwar dadurch an einer Charthürde abgeprallt, aber die Akteure wissen ja, dass das nur an der Dividende lag. Und sie hält bislang im Gegenzug eine wichtige Kreuzunterstützung in Form der 20-Tage- und der 200-Tage-Linien bei 16,95/17,00 Euro, an der die Aktie am Freitag erst einmal nicht weiter nachgab. Ein Grund, den Daumen zu heben?

Deutsche Telekom Aktie: Tageschart vom 08.04.2022, Kurs 17,13 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX

Um entscheiden zu können, ob die T-Aktie auch ohne das verlockende Zugpferd der Dividendenzahlung stabil bleiben, im Idealfall sogar die Charthürde bei 17,82 Euro überwinden kann, sollte man der Aktie bzw. den Tradern jetzt noch zwei, drei Tage Zeit geben, um sich neu zu sortieren. Eines spricht zumindest für die Aktie:

Der Telekommunikationssektor dürfte relativ stabil auf ein sich immer weiter eintrübendes wirtschaftliches Umfeld reagieren, anders als viele andere Branchen. Und die Deutsche Telekom ist ein Unternehmen mit immenser Substanz und einer soliden Marktposition. Aber:

Das könnte der Aktie zwar mittelfristig Stabilität verleihen, kurzfristig dürften die Tendenz am Gesamtmarkt und chart- und markttechnische Signale aber schwerer wiegen. Und da die Aktie durch die Rallye der vergangenen Wochen markttechnisch klar überkauft ist und zumindest die „Dividendenjäger“ kurzfristig als Käufer wegfallen bzw. die Aktie womöglich abstoßen, wäre es auf jeden Fall zu überlegen, hier auf der Long-Seite in Deckung zu gehen, sollte die T-Aktie diese jetzt im Feuer stehende Kreuzunterstützung 16,95/17,00 Euro auf Schlusskursbasis deutlich unterbieten.

Man muss 20 Jahre zurückgehen, um einen Kurs zu finden, der höher lag als der gestrige. Trotzdem könnte für die Deutsche Telekom-Aktie noch Luft nach oben sein. Denn mehr und mehr Anleger erwägen, in defensive Aktien umzuschichten – und die T-Aktie wäre eine davon.

Die vergangene Woche vorgelegten Ergebnisse des zweiten Quartals sahen gut aus. Zwar lag der Umsatz nominal unter dem des Vorjahresquartals. Aber das lag am Verkauf der Sprint-Tochter Boost: Deren Umsätze fielen dadurch weg. Organisch lag das Umsatzwachstum bei 6,8 Prozent – für die Telekom eine beachtliche Größenordnung. Und immerhin lag die Telekom mit 26,6 Milliarden Umsatz solide über der durchschnittlichen Analystenprognose von 26,1 Milliarden. Und der Nettogewinn? Der konnte sich wahrhaftig sehen lassen: Mit 2,1 Milliarden Euro lag der weit über dem Vorjahresergebnis von 1,28 Milliarden und deutlich über der Erwartung der Experten, die im Schnitt nur 1,53 Milliarden Euro vorausgesagt hatten. Diese Zahlen erlaubten der Telekom auch, die Gewinnprognose leicht anzuheben.

Das Zahlenwerk zeitigte Wirkung, die Aktie legte seit der Veröffentlichung der Bilanz am vergangenen Donnerstagmorgen in der Spitze sechs Prozent zu. Doch am Montag gab es dann schon erste, leichte Gewinnmitnahmen. Es wirkt, als sei der Effekt der Ergebnisse jetzt ausgereizt … aber es kann durchaus sein, dass da noch Luft nach oben ist.

Expertenmeinung: Dafür, dass die Deutsche Telekom nicht gerade als Wachstumswunder bekannt ist, ist es schon auffällig, dass ausgerechnet ein Wertpapier, das gerne als „lahme Ente“ angesehen wird, seit Jahresanfang besser lief als der DAX. Aber das könnte gerade an eben dieser Behäbigkeit liegen, die die Telekom in Relation zu konjunktursensiblen Unternehmen in Sachen Umsatz und Gewinn aufweist. Denn in starken Wachstumsphasen der Konjunktur ist das zwar von Nachteil. Versiegt das Wachstum aber und werden „defensive“ Aktien wieder gesucht, wird aus dem Nachteil ein Trumpf.

Und momentan mehren sich ja durchaus Signale, dass es mit dem Wachstum in Europa, aber auch z.B. in China, von wo gestern relativ enttäuschende Konjunkturdaten kamen, nicht so weit her ist, wie es viele noch vor einigen Monaten gedacht hatten. Hinzu kommen zwei weitere Aspekte, die die Akteure locken könnten, hier erst einmal noch auf der Käuferseite zu bleiben:

Zum einen eine trotz dieses Kursanstiegs immer noch tadellose Dividendenrendite die, wenn die Dividende für 2021 auf dem Level des Vorjahres bliebe, um die 3,25 Prozent liegt. Zum anderen der Umstand, dass die beiden Aufwärtstrendkanäle, die Sie hier in unserem Chart auf Wochenbasis sehen, beide ein gemeinsames Ziel haben: Die oberen Begrenzungslinien beider Kanäle kreuzen sich Anfang September im Bereich von 20 Euro. Dieses bullische Szenario würde platzen, wenn der kürzere, Ende Oktober etablierte Trendkanal mit Schlusskursen unterhalb des Anfang August markierten Zwischentiefs von 17,10 Euro signifikant durchbrochen würde. Aber bis dahin hätte die T-Aktie alle Chancen, dieses potenzielle Ziel von runden 20 Euro tatsächlich anzusteuern.

Chart vom 16.08.2021, Kurs 18,60 Euro, Kürzel DTE | Online Broker LYNX