Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ein kurzer Hoffnungsschimmer im Februar konnte den übergeordneten Abwärtstrend nicht nachhaltig drehen. Seither hat sich die Lage wieder eingetrübt.
Die Deutsche Telekom-Aktie zeigt weiterhin eine Struktur aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs, was den mittelfristig schwachen Verlauf unterstreicht. Mit dem Bruch der 50-Tage-Linie kam zusätzlicher Verkaufsdruck auf, wodurch die Abwärtsbewegung an Dynamik gewann. Erholungsversuche bleiben bislang verhalten und werden immer wieder abverkauft, was auf eine derzeit begrenzte Nachfrage hindeutet. Insgesamt präsentiert sich das Chartbild angeschlagen und weiter unter dem Einfluss der Verkäuferseite.
Expertenmeinung: Der Trend zeigt derzeit nach unten und die Aktie wirkt weiterhin anfällig für weitere Rückschläge. Entscheidend wird sein, ob es den Bullen gelingt, zumindest eine Stabilisierung einzuleiten und erste höhere Tiefs auszubilden. Ohne eine solche Entwicklung bleibt der Druck erhöht und die zuletzt markierten Tiefs um 26 EUR könnten erneut in den Fokus rücken.
Erst eine klare Veränderung der Trendstruktur würde das Bild wieder etwas aufhellen. Vorerst bleibt die bärische Einschätzung von Januar dieses Jahres bestehen.
Aussicht: Bärisch
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 20.04.2026, Kurs: 29.68 EUR Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.04.2026 um 7:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Nachricht schicken an Achim Mautz
Firmendepot für Kapitalgesellschaften
Sie möchten ein Depot für Ihre GmbH, AG oder UG eröffnen und Betriebsvermögen in Wertpapieren anlegen? Informieren Sie sich jetzt über unser Wertpapierdepot für Geschäftskunden: Mehr zum Firmendepot über LYNX
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.04.2026 um 22:23 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Die Telekom-Aktie hatte einen grandiosen Start ins Jahr 2026 hingelegt. Aber nachdem der Kurs Anfang März zusammen mit dem Gesamtmarkt abrutschte, fällt er momentan beschleunigt weiter, während sich der DAX erholt. Was stimmt mit der Aktie derzeit nicht?
Alle 18 die T-Aktie regelmäßig einstufenden Analysten plädieren auf „Kaufen“, sechs von ihnen werten die Aktie sogar als „Strong Buy“. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit momentan gut 38 Euro weit über dem jetzt so deutlich gedrückten Kurs. Und die Bewertung wäre mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 13 bis 14 für die durchschnittliche 2026er-Gewinnschätzung sehr moderat und würde grundsätzlich Luft nach oben bieten.
Allein in den vergangenen zwei Handelstagen verlor die Aktie 7,26 Prozent und liegt vom bisherigen Jahreshoch bei 34,36 Euro bereits 16,35 Prozent im Minus. Die bisherige Jahresperformance, die am Hoch Ende Februar bei 24,2 Prozent gelegen hatte, ist auf 3,9 Prozent zusammengeschrumpft. Das passiert doch nicht „einfach so“?
Expertenmeinung: Hier wurde am 2.4. die Dividende ausgezahlt. Die betrug einen Euro und wird üblicherweise vom Kurs „abgeschlagen“, was hier auch passierte. Aber der Abstieg seit Ende Februar ist ja weitaus größer, die Dividende alleine erklärt das also nicht. Zumal es ja vor allem in den ersten beiden Tagen dieser laufenden Woche dynamisch in den Keller ging, als die Dividende längst kein Thema mehr war.
Die ganz aktuellen Verluste könnten darauf basieren, dass der für die Aktie zuständige Analyst bei JPMorgan am Montag auf Risiken im US-Geschäft hinwies. Für die Telekom bedeutsam, weil die Tochter T-Mobile US für den Konzern eine wichtige „Cash Cow“ ist. Aber bei diesen Abschlägen müssten viele Akteure rein auf solche vagen Vermutungen hin, ohne den Beleg von handfesten Zahlen der Telekom selbst, ausgestiegen sein … kann das angehen?
Alleine deswegen wohl nicht, aber das Chartbild spielte hier eben auch eine Rolle. Wir sehen, dass die Aktie Anfang April, als der Dividendenabschlag erfolgte, zwar deutlich abrutschte, dabei aber die 200-Tage-Linie verteidigte. Von dort aus ging es erst einmal wieder nach oben. Doch es fiel auf, dass die Aktie dabei unterhalb der 20-Tage-Linie gleich drei rote Kerzen nacheinander ausbildete, was bedeutet, dass der Schlusskurs unter dem Eröffnungskurs lag. Ein Indiz für Gewinnmitnahmen in steigende Kurse hinein. Das alleine dürfte einige beunruhigt haben.
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 14.04.2026, Kurs 28,74 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Als dann am Montag dieser skeptische Analystenkommentar folgte, dürfte das deswegen größeren Druck ausgelöst haben, der sich intensivierte, weil dadurch die Anfang April noch gehaltene 200-Tage-Linie fiel. Eine gewisse Nervosität, kombiniert mit einer ungünstigen charttechnischen Konstellation und der geringeren Hemmung auszusteigen, weil man die Dividende bereits kassiert hatte, kann daher entscheidend für die Beschleunigung des Abgabedrucks gewesen sein, aber:
Jetzt hat die T-Aktie eine Supportzone erreicht, die zwischen 28,14 und 28,90 Euro Halt bieten könnte. Das muss zwar nicht gelingen. Aber angesichts der insgesamt weiterhin bullischen Analysten, deren deutlich höheren Kursziele und der günstigen Bewertung über das KGV wäre durchaus eine gute Chance gegeben, dass es sich relativ bald in Sachen T-Aktie „ausverkauft“ haben könnte. Eine überzeugende Rückeroberung der aktuell bei 29,78 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie wäre dahingehend ein gutes Indiz – es könnte daher lohnen, die T-Aktie im Auge zu behalten.
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.02.2026 um 10:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Dass die Deutsche Telekom, wie am Donnerstag mitgeteilt, ihre Ziele für das vergangene Jahr übertroffen hat und 2026 weiterwachsen will, klang gut. Die absoluten Wachstumsraten sind hier zwar eher klein. Doch das hindert die Käufer derzeit nicht, zuzugreifen. Warum?
Der Umsatz des Telekommunikationskonzerns legte 2025 um 2,9 Prozent zu, der um Sonderfaktoren bereinigte, operative Gewinn, gerechnet als EBITDA, stieg um 2,8 Prozent. Der bereinigte Gewinn pro Aktie stieg immerhin von 1,90 auf 2,00 Euro … etwas mehr als das EBITDA, aber mit knapp 5,3 Prozent Anstieg muss man dennoch konstatieren: Dynamisch ist etwas anders. Und der Ausblick für 2026?
Über den Autor
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.02.2026 um 22:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Die Börse ist stets für Überraschungen gut. Dass die Telekom-Aktie in der Performance-Bilanz für 2026 auf Platz 3 im DAX steht, ist so eine. Dabei muss eine unerwartete Rallye nicht unberechtigt sein, die Bullen haben gute Argumente – aber wie weit kann das noch gehen?
Als ich die T-Aktie zuletzt am 3. Februar an dieser Stelle besprochen hatte, hatte ich darauf hingewiesen, dass diese Aktie eigentlich einiges zu bieten hätte: eine eher günstige Bewertung, eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, die Erwartung langsamen, aber konstanten Wachstums für die kommenden Jahre und Analysten, die durch die Bank zum Kauf raten. Am Vorabend der Analyse hatte die Telekom-Aktie bei 28,74 Euro geschlossen, gestern beendete sie den Handel mit 33,36 Euro, um gut 16 Prozent höher. Das ging schnell.
Dabei dürften zwei Faktoren zusammengewirkt haben. Zum einen, dass es gelungen war, den Doppel-Widerstand aus mittelfristiger Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie zu überwinden. Damit war das Argument, man könne doch keine Aktie in einem intakten Abwärtstrend kaufen, vom Tisch. Zum anderen, dass die Anleger derzeit auffällig intensiv bei Aktien zugreifen, die 2025 als Aschenputtel endeten, weil sie weder mit dem Thema KI noch mit den Verteidigungs- und Infrastrukturprogrammen des Bundes in Zusammenhang standen und dadurch „langweilig“ wirkten.
Jetzt, da die Überflieger des Vorjahres für den Moment ausgereizt wirken, werden solche Aktien für einige attraktiv, da sie Solidität und Robustheit verheißen, Eigenschaften, an die man sich in nervöser werdenden Märkten gerne erinnert.
Expertenmeinung: Aber ist die Party angesichts dieses so dynamischen Aufwärts-Impulses nicht langsam vorbei? Sollte man sich hier nicht eher auf Gewinnmitnahmen verlegen, statt zuzukaufen oder gar jetzt erst neu einzusteigen?
Natürlich wird die Luft mit jedem Prozent Kursanstieg dünner, vor allem, wenn eine Aktie so rasant zulegt und dadurch markttechnisch heiß gelaufen ist. Allerdings sehen wir im Chart, dass es erst in der vergangenen Woche zu einem eindrucksvollen „Arbeitsnachweis“ des bullischen Lagers kam. Nachdem die Deutsche Telekom-Aktie den Doppel-Widerstand aus Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie überboten hatte, gingen dem Kursanstieg für einige Tage die Käufer aus. Als das aber zu größeren Abgaben führte, wurden diese noch am selben Tag in ein Plus verwandelt, was wiederum die Anschlusskäufe brachte, welche die T-Aktie daraufhin auch noch über den Widerstandsbereich 31,83/32,08 Euro trugen.
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 17.02.2026, Kurs 33,36 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Dass die Aktie immer mal wieder zurücksetzen wird, sollte man einkalkulieren, aber möglich wäre ein Erreichen des 2025er-Jahreshochs bei 35,91 Euro grundsätzlich schon. Denn auch jetzt noch wäre die Bewertung mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von, je nach Quelle der Schätzung, 13 bis 15 für 2026 noch nicht das obere Ende der üblichen Spanne. Und was die Kursziele der Analysten angeht: Mit dem jetzt erreichten Kurs ist es gerade erst gelungen, sich über das niedrigste aller Experten-Kursziele bei 33 Euro zu schieben. Der Schnitt liegt mit 37 Euro noch über dem Vorjahreshoch, alle Experten sind für die Aktie aktuell bullisch. Aber:
Dieser Optimismus, sei es der der Analysten, sei es der der Käufer, muss kommende Woche unterfüttert werden. Morgen in einer Woche, am 26. Februar, werden die 2025er-Ergebnisse des Unternehmens erwartet … und mit ihnen natürlich der Ausblick auf 2026. Wenn Letzterer passt, könnte die Party weitergehen, daher: Ob man hier noch neu einsteigen wollte, müsste man sich nach einer Rallye wie dieser sicherlich sehr genau überlegen. Aber mit sukzessiv nachgezogenen Stoppkursen noch an Bord dieses Zuges zu bleiben, wäre aktuell keine allzu verwegene Entscheidung.
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.02.2026 um 23:30 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Seit fast einem Jahr verharrt die Deutsche Telekom in einem mittelfristigen Abwärtstrend, seit Herbst läuft sie unter der Abwärtstrendlinie seitwärts. Viel spricht für diese Aktie, eigentlich. Aber die Käufer bleiben weg. Macht das Chartbild jetzt Hoffnung?
Die Aktie der Deutschen Telekom hätte ja eigentlich viel zu bieten. Die Bewertung ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren nach dem Abstieg des Kurses jetzt eher günstig. Die Dividendenrendite liegt solide über dem DAX-Durchschnitt. Die Experten erwarten zwar langsames, aber dafür stetiges Wachstum beim Unternehmensgewinn. Sämtliche Analysten, die die Aktie regelmäßig einschätzen, raten zum Kauf. Und das durchschnittliche Kursziel liegt mit momentan 36,90 Euro weit über dem aktuellen Kurs der Aktie.
Eine solche Ansammlung bullischer Argumente findet man nicht oft. Aber auch andere Aktien am deutschen Aktienmarkt, die vergleichbare Attribute aufweisen würden, waren im vergangenen Jahr Mauerblümchen. Nicht alle, aber verblüffend viele. Was steckt dahinter?
Expertenmeinung: Wenn man sich im Chartbild ansieht, wann der Abstieg der T-Aktie begann, kommt einem da schon ein Verdacht. Es ging Anfang März los, als das Zoll-Drama begann … aber im Gegensatz zum DAX gelang es dieser Aktie im weiteren Verlauf nicht, neue Hochs zu markieren. Denn die Zugpferde des Index waren andere Titel. Die, die von dem Plan des Bundes profitieren würden, massiv in Infrastruktur und Verteidigung zu investieren: Bauwerte, Energieversorger, Rüstungstitel und Banken.
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 02.02.2026, Kurs 28,74 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Da erschien die Telekom-Aktie eben langweilig. Doch diese Hype-Aktien des Jahres 2025 sind jetzt teuer bewertet, nehmen vieles an Umsatz- und Gewinnwachstum vorweg, das so kommen kann, aber nicht muss. Ein Umschichten in „langweilig“ wirkende, aber von den Rahmendaten her attraktive Aktien wäre daher jederzeit denkbar. Aber dazu braucht es vor allem ein Argument: ein Chartbild, das den Eindruck erweckt, dass hier wieder etwas los ist, dass die Bullen zurück sind. Solange die T-Aktie in ihrem Abwärtstrend festhängt, wird es schwierig, die Aufmerksamkeit der Käufer zu erlangen. Aber da tut sich gerade etwas.
Wir sehen, dass der Kurs kräftig anzieht, seitdem es am 21. Januar gelungen war, das 2025er-Jahrestief bei 26,00 Euro präzise zu verteidigen. Aktuell ringt der Kurs mit dem Januar-Verlaufshoch bei 28,90 Euro. Würde es gelingen, diesen Widerstand herauszunehmen, wäre die nächste Widerstandszone bereits eine Schlüsselzone:
Es ginge um den Doppel-Widerstand aus mittelfristiger Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie im Bereich von 29,84 bis 30,10 Euro. Auch das Oktober-Hoch, knapp darüber bei 30,41 Euro, sollte man in die Kalkulation mit einbeziehen. Würde die T-Aktie diese Zone überbieten, wäre der Abwärtstrend bezwungen und damit das Argument vom Tisch, welches manche Akteure momentan wohl noch zaudern lässt, sich hier zu engagieren. Diesen Widerstandsbereich im Auge zu behalten, könnte sich also lohnen!
Über den Autor
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.01.2026 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Telekommunikationsanbieter steht seit geraumer Zeit unter Druck, und der intakte Abwärtstrend setzte sich im vergangenen Halbjahr fort. Die Deutsche-Telekom-Aktie geriet dabei zunehmend unter Verkaufsdruck, ehe sich die Abwärtsbewegung zwischen November und Dezember zumindest vorübergehend beruhigte.
In dieser Phase entstand der Eindruck einer möglichen Trendwende, die zu Jahresbeginn kurzfristig sogar bestätigt wurde. Mit dem Anstieg über die Marke von 28 EUR schien die Käuferseite die Oberhand zu gewinnen. Dieses Niveau konnte jedoch nicht nachhaltig verteidigt werden. In der Folge wurden die Kurse wieder in Richtung der zuvor etablierten Tiefs gedrückt, wodurch das übergeordnete bärische Bild erneut in den Vordergrund rückte.
Über den Autor
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.