Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Ceconomy: Was wäre jetzt möglich … und was nicht?

Ein Kursanstieg von 26,78 Prozent an nur einem Tag bei Ceconomy, dem aus der METRO abgespalteten Zweigestirn aus Media Markt und Saturn … hat man dort in den Kellern Gold gefunden?

Nicht im Mindesten. Und die Quartalsbilanz, die diese Kursexplosion auslöste, wirkt auf den ersten Blick banal, sogar ein wenig negativ angehaucht. Immerhin ging es hier um das wichtigste Quartal: das Weihnachtsquartal, bei Ceconomy aufgrund des zum Kalenderjahr verschobenen Geschäftsjahrs das erste Geschäftsquartal 2018/2019. Und da wundert es im ersten Moment schon, dass ein Rückgang des Gewinns als EBIT von 253 Millionen im vierten Kalenderquartal 2017 auf jetzt 234 Millionen Euro und ein nur marginal von 6,76 auf 6,88 Milliarden Euro gestiegener Umsatz eine derartig extreme Reaktion auslösen konnte.

Und es mag ja sein, dass die Zahlen damit besser ausfielen als allgemein befürchtet – aber ein solcher Anstieg?

Expertenmeinung: Die Dimension des Anstiegs dürfte vor allem darauf basieren, dass die Leerverkäufer die Aktie im Vorfeld scheinbar ungehindert Richtung Nulllinie drücken konnten und so selbstsicher waren, dass die Käufer sie jetzt vor sich hertreiben. Das Egalisieren ihrer Leerverkäufe bedeutet ja, dass auch sie kaufen müssen.

Angesichts der Bilanz kauften erfreute Anleger und entsetzte Bären gerade zeitgleich, während erst einmal niemand dagegenhält. Nur eine Woche zuvor, am 1. Februar, hatte die Aktie ein Tief von 2,92 Euro erreicht. Von diesem Tief aus gemessen steht damit ein Plus von 68 Prozent binnen Wochenfrist zu Buche. Überzogen? Nicht unbedingt.

Richtig ist, dass das Drama der Aktie mit einem verhagelten Weihnachtsquartal 2017 begann. Die Anleger reagierten entsetzt und stiegen aus. Jetzt sieht es eigentlich kaum besser aus. Aber seither hatte sich die Gesamtsituation verschlechtert. Und wenn man sich überlegt, dass die Aktie noch bei fast elf Euro notierte, als die Bilanz des Vorjahresquartals präsentiert wurde und da bereits die negative Reaktion auf die Zahlen im Kurs enthalten war, weil das über eine Vorab-Gewinnwarnung kommuniziert wurde, versteht man:

Bei einem zum Vorjahr einigermaßen gleichem, besser als erwartet ausgefallenem Ergebnis für ein Weihnachtsquartal notiert die Aktie selbst nach dieser Rallye nicht einmal halb so hoch wie vor einem Jahr. Das lockt zum Einstieg. Aber zwischen 6,20 und 7,10 Euro wartet eine super-massive Widerstandszone.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich Ceconomy bis in diese Region nach oben kämpft. Aber die allgemeinen Rahmenbedingungen sind trotz diesem doch beruhigenden Quartalsergebnis problematisch, daher: Möglich wäre die Fortsetzung der Käufe in die Region 6,20/7,10 Euro schon, wenngleich das nichts wäre, worauf man sich verlassen dürfte. Aber dass Ceconomy über diese Widerstandszone hinauskäme, ist aus aktueller Sicht unwahrscheinlich, dazu ist das Umfeld derzeit zu ungünstig.

Chart vom 08.02.2019, Kurs 4,90 Euro, Kürzel MEO | LYNX Online Broker

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