Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Bechtle: Jetzt einsteigen oder besser abwarten?

Bechtle ist einer der führenden Anbieter von IT-Konzepten für Gewerbekunden in Deutschland.
Das Geschäftsmodell verbindet IT-Dienstleistungen mit dem herstellerunabhängigen Direktvertrieb von Hard- und Software für inzwischen mehr als 75.000 Kunden.
Die Services von Bechtle umfassen hierbei alle Dienstleistung von der IT-Strategieberatung über die Projektplanung und Durchführung, Systemintegration bis zum Komplettbetrieb der IT ganzer Unternehmen.

Eine Erfolgsgeschichte

Auf die langfristige Entwicklung bin ich bereits in der letzten Analyse eingegangen. Bechtle gehört zweifelsohne zu den großen Erfolgsgeschichten Deutschlands und dementsprechend gut entwickelte sich auch die Aktie.

Es handelt sich hier um einen gut aufgestellten Outperformer. Das sind die Unternehmen, die man langfristig im Depot haben möchte. Aber eben nur zum richtigen Preis.
Zuletzt schien die Gesamtkonstellation eher für weiter fallende Kurse zu sprechen und wie erwartet ging es auch noch einmal um mehr als 10% abwärts.

Inzwischen liegen neue Zahlen vor und die Aktie ist günstiger, also sollte man die Lage jetzt noch einmal neu bewerten.

Wie sehen die Quartalszahlen aus?

In den ersten neun Monaten des Jahres konnte der Umsatz um 18,8% auf 2,97 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Wachstum hat sich also noch etwas beschleunigt.

Die Margen waren allerdings rückläufig und dementsprechend konnte der Gewinn nicht mithalten. Das Ergebnis kletterte von 1,84 auf 2,10 Euro je Aktie, ein Plus von 14,2%.
Der Rückgang der Marge dürfte aber weitgehend durch die Übernahme von Inmac begründet sein.

Vergleicht man die Performance des dritten Quartals mit den Vorjahren ist das Bild eher positiv, denn ein hohes Wachstum ist hier sehr untypisch. Die großen Sprünge erfolgen meist im vierten Quartal.

Der Auftragsbestand ist mit 589 Mio. ebenfalls recht komfortabel und liegt weit über dem Vorjahresniveau von 508 Mio. Euro.

Margenziel wackelt

Die Prognose wurde zwar grundsätzlich bestätigt, man zeigte sich gleichzeitig aber auch zurückhaltend.
Man muss aber auch wissen, dass Bechtle den Ausblick bereits im letzten Quartal noch einmal angehoben hat.

Das Unternehmen erwartet weiterhin von ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aus, sowohl was Umsatz als auch Gewinn angeht.

Das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele sei unverändert realistisch. Die Margenentwicklung könnte allerdings durch das starke organische Umsatzwachstum einerseits sowie die Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation der Inmac andererseits unter Druck geraten. Der Vorstand hält die Prognose bezüglich der EBT-Marge vor diesem Hintergrund zwar für ambitioniert, aber insbesondere angesichts der hohen Bedeutung des vierten Quartals für den Gesamtjahreserfolg dennoch grundsätzlich für erreichbar.

Anleger scheinen nicht ganz überzeugt zu sein, denn die Aktie gab nach der Meldung um knapp 6% nach.

Fundamentale Bewertung

Im laufenden Geschäftsjahr soll ein Ergebnis von 3,22 nach zuvor 2,73 Euro je Aktie erreicht werden. Dieses Ziel scheint aktuell sehr ambitioniert, könnte aber erreicht werden.

Bechtle kommt dementsprechend auf ein KGVe 22,0. Dieser Wert könnte 2019 aber bereits auf 18,2 fallen. In den letzten fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 20,8.

Die Schlussfolgerung ist ähnlich wie in der letzten Analyse. Möchte man das kommende Jahr nicht vorwegnehmen, besteht durchaus noch Abwärtspotential. Auch im Verhältnis zum Gewinnwachstum und Ausblick ist die Aktie kein Schnäppchen. Realistische Kursziele für 2019 liegen zwischen 80 und 90 Euro.

Charttechnik

Langsam kommen wir in einen für Investoren interessanten Bereich.
Schließt die Aktie unter 72 Euro, kommt es dennoch zu einem Verkaufssignal mit einem ersten Kursziel bei 67,50 Euro.

Darunter wäre der Weg bis zu der breiten Unterstützungszone bei 63,50 – 65,50 Euro frei. Hier sollte unbedingt mit einer Gegenbewegung gerechnet werden und es bieten sich antizyklische Käufe an.

Gelingt hingegen eine direkte Rückkehr über 72 Euro, würde sich die Lage wieder entspannen.

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