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Aktienanalyse:
Bechtle: Bullen mit Sisyphos-Arbeit?

Als wir vor drei Wochen einen Blick auf die Aktie des IT-Spezialisten Bechtle geworfen hatten, rieten wir zu einer konsequent engen Absicherung aggressiver Long-Trades, weil zwar die „Story“ bei dieser Aktie stimmt, der im Januar begonnene, Anfang Mai massiv intensivierte Kursanstieg die Aktie aber für scharfe Rücksetzer anfällig machen würde. Der angeratene „Fallschirm“ erwies sich, wie der Chart heute zeigt, als nötig, denn mit zwei kräftigen Verkaufsimpulsen sieht das Chartbild jetzt deutlich unerfreulicher aus und würde sogar eine mittelfristig relevante Trendwende nach unten in den Bereich des Möglichen rücken.

Es war bereits auffällig, dass die Bechtle-Aktie am Tag der Dividendenzahlung kräftig unter Druck geriet. An diesem 29. Mai schloss die Aktie auf einmal fast zehn Euro unter dem Vortages-Schlusskurs. Das wäre bei einer äußerst hohen Dividende dem üblichen, dadurch entstehenden Abschlag im Kurs zuzurechnen gewesen. Aber nicht, wenn die Dividende wie im Fall Bechtle gerade einmal einen Euro betrug. Und es sollte nicht der letzte Abverkauf gewesen sein. Zwei Wochen lang wurde dieser Abriss des Kurses mühsam wieder aufgeholt, dann kam der nächste Abverkauf. Und diesmal gab es dafür einen greifbaren Anlass:

Expertenmeinung: Der Vorstandschef von Bechtle erklärte am vergangenen Freitag in einem Interview, dass das Umsatzwachstum im Jahr 2019 nur im einstelligen Bereich liegen werde. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Wachstum zwischen 15 und 20 Prozent gerechnet. Das war eine herbe Überraschung, zumal sich die Frage stellt, was „einstellig“ denn konkret sein wird, denn würde Bechtle mit knapp zehn Prozent rechnen, hätte man das anders, eher mit „bei knapp zehn Prozent“, formuliert.

Die Aktie sackte dadurch zum zweiten Mal in kurzer Zeit durch und unterbot das Ende Mai markierte Zwischentief. Erneut wurde in den vergangenen Tagen versucht, den Schaden zu beheben, aber es könnte durchaus sein, dass das bullische Lager sich da eine Sisyphos-Arbeit aufgehalst hat, weil der Kurs trotzdem nicht wieder an die alten Hochs anknüpfen kann. Denn die Aktie war zwar im Vorfeld der Korrektur nicht überteuert, aber auch nicht billig. Und gerechtfertigt wurde das bis dahin mit einem relativ ansehnlichen Wachstum.

Sich dem Versuch anzuschließen, den Sisyphos-Felsen bzw. den Kurs wieder zum Gipfel zu schieben, könnte daher schiefgehen. Im Gegenzug sieht die bärische Seite interessant aus. Sollte die Aktie, die am 14. Juni nur intraday kurz unterbotene Unterstützungszone um 90 Euro erneut und dann auf Schlusskursbasis brechen, wäre das für risikofreudige Trader schon ein erstes Signal, um sich einen Short-Trade zu überlegen.

Chart vom 19.06.2019, Kurs 96,90 Euro, Kürzel BC8 | LYNX Aktienempfehlungen

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