Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
ASML Holding: Trotz guter Zahlen droht die Abwärtswende

Vergleicht man den Kursverlauf der ASML-Aktie mit dem Geschäftsverlauf des Unternehmens, kommt man nicht umhin, sich zu wundern. Es läuft gut für den im Euro Stoxx notierten, niederländischen Anlagenbauer. Das Jahr ist fast zu Ende … und gerade erst vergangene Woche hatte die ASML Holding ihre mittelfristige Umsatzprognose noch einmal angehoben, nachdem die Mitte Oktober präsentierten Ergebnisse des dritten Quartals sehr gut ausgefallen waren.

Trotzdem notiert die Aktie fast auf den Euro genau dort, wo sie auch am 14. November 2017 notiert hatte. Der Anstieg von Umsatz und Gewinn seither wird also nicht honoriert. Oder besser, wenn man sich den Abstieg der Aktie seit Ende Juli ansieht, nicht mehr. Aber wieso? Weil die ASML Holding ein Anlagenbauer ist, der die Halbleiterindustrie beliefert – da liegt der Hund begraben, denn:

Expertenmeinung: Seit Monaten argwöhnen die Investoren, dass das Wachstum der Chiphersteller den Höhepunkt hinter sich hat und das Risiko besteht, dass ein Angebotsüberhang entsteht, der empfindlich auf die Preise drückt. Noch sind die Signale dahingehend diffus – einige Chiphersteller zeigten sich für das laufende Quartal sehr zuversichtlich, andere hingegen weniger. Aber klar ist:

Wenn es zu einem Abflauen in der Chip-Konjunktur käme, wären Zulieferbetriebe umgehend mit betroffen. Denn natürlich versuchen die Chiphersteller dann zu sparen und Kosten zu drücken. Und gerade für Anlagenbauer wie Aixtron oder eben die ASML Holding wäre das brisant. Denn bei ihnen ginge es nicht alleine um einen Rückgang der Bestellvolumen wie z.B. bei Wafer-Herstellern wie Siltronic. Hier geht es um Investitionsgüter. Und wird der Wind für die Chiphersteller rauer, können Investitionen schnell nicht nur auf der Zeitachse nach hinten geschoben, sondern auch ganz storniert werden.

Diese Befürchtungen preisen die Marktteilnehmer seit Monaten in die Aktie ein. Und der Vorteil der Bären ist: Das Lager der Bullen ist nicht imstande zu beweisen, dass etwas nicht passieren wird, was passieren könnte. Also bleibt das nervöse Umfeld erhalten. Das macht den Bruch der wichtigen, im Oktober bereits zweimal kurz unterbotenen Unterstützung um 142 Euro jederzeit möglich – was dann eine breite Toppbildung vollenden und den Weg nach unten erst einmal freigeben würde.

Auf der Gegenseite wäre ein Ausbruch über die aktuell um 149 Euro verlaufende, mittelfristige Abwärtstrendlinie sicherlich hilfreich, aber auf festem Boden stünden die Bullen erst, wenn die ASML-Aktie die im Oktober gleich zweimal vergebens belagerte 200-Tage-Linie durch Schlusskurse über 168 Euro eindeutig unter sich lassen würde.

Chart vom 14.11.2018, Kurs 153,02 Euro, Kürzel ASML

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN