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Aktienanalyse:
ASML Holding: Nach diesem Gravestone-Doji muss man aufpassen

Aktuelle Analyse der ASML Aktie

Die ASML Holding ist ein niederländischer Maschinenbauer, der speziell die Halbleiterindustrie beliefert. Hier werden Hightech-Chip-Produktionsmaschinen gebaut, die sich ungebrochener Nachfrage erfreuen. Im Zuge der Bilanz zum dritten Quartal berichtete ASML von beeindruckend gestiegenen Auftragseingängen in Höhe von 5,1 Milliarden Euro, zugleich gelang es, die Bruttomarge von ohnehin schon beeindruckenden 43,0 auf 43,7 Prozent zu steigern. Die Analysten erwarten zwar für das Gesamtjahr 2019 „nur“ einen gegenüber 2018 gehaltenen bis minimal höheren Gewinn. Aber wenn man bedenkt, wie schwierig das Jahr für viele Chiphersteller und Zulieferer der Branche war, ist das eine außerordentlich starke Performance.

Eine Performance, die sich auch im Aktienkurs niederschlägt, der seit Ende 2018 um über 90 Prozent zugelegt und am Dienstag einen neuen Verlaufsrekord von 266,70 Euro erreicht hat. Die Aktie scheint wie auf Schienen zu laufen, hatte die Trendintensität im August noch einmal deutlich erhöht und einen steileren als den vorbestehenden Aufwärtstrend etabliert. Dadurch entstand ein Aufwärtstrendkanal, zu dessen oberer Begrenzung bei derzeit 272 Euro noch Luft wäre. Trotzdem sollte man langsam vorsichtig werden, aus zwei Gründen:

Expertenmeinung: In den Jahren zuvor war die Aktie recht parallel zu den steigenden Gewinnen gelaufen. Dadurch bewegte sich das Kurs/Gewinn-Verhältnis immer im Bereich zwischen 20 und 30, was angesichts des stetigen Wachstums nicht teuer war. Dadurch, dass die Gewinne in diesem jetzt endenden Jahr voraussichtlich aber nicht viel zulegen, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis derzeit um 45. Und das wäre nur zu rechtfertigen, wenn ASML das Wachstum in 2020 dynamisch wieder aufnehmen würde. Das hofft man, aber was das Jahr 2020 an Bedingungen für die Branche bringen wird, weiß in Wahrheit natürlich noch niemand.

Der zweite Punkt, weshalb man als Long investierter Trader vorsichtig werden sollte, ist der „Gravestone Doji“, den die Aktie am Dienstag ausgerechnet nach einer kräftigen Rallye und auf Rekordhoch ausbildete. Das zeigt, dass Marktteilnehmer noch unterhalb der oberen Begrenzung des Trendkanals beginnen, Gewinne mitzunehmen. Solange die Kreuzunterstützung aus der unteren Begrenzung des August-Trendkanals und der die Rallye begleitenden 50-Tage-Linie im Bereich von aktuell 242/243 Euro hält, wäre ein Rücksetzer noch kein Beinbruch. Würde dieser Support indes brechen, kann es schnell an die mittelfristig relevante Auffangzone aus der 200-Tage-Linie, dem Juni-Hoch und der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie im Bereich 202/211,50 Euro gehen. Daher wäre ein Stop Loss, knapp unter 242/243 Euro, der sukzessiv mit dem weiteren Ansteigen der 50-Tage-Linie und der August-Trendlinie nach oben nachgezogen wird, in jedem Fall zu überlegen.

ASML Holding Aktie: Chart vom 17.12.2019, Kurs 262,75 Euro, Kürzel ASML | LYNX Online Broker

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