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Aktienanalyse:
Apple: Fahnenstangen enden gemeinhin abrupt … aber wann?

Aktuelle Analyse der Apple Aktie

Die Apple-Aktie ist ein Paradebeispiel dafür, welchen immensen Effekt umfassende Aktienrückkäufe haben können. Das Geschäftsjahr 2018/2019 (bei Apple enden die Geschäftsjahre immer am 30. September) wies fallende Umsätze (-2,0 Prozent) und fallende Gewinne (-7,1 Prozent) aus. Doch die Aktie stieg im Jahr 2019 um sagenhafte 86 Prozent. Und seit dem 31.12.2019 sind bis jetzt in der Spitze noch einmal etwa zehn Prozent hinzugekommen. Und doch glauben viele, dass die Aktie recht billig sei. Und in der Tat, das Kurs/Gewinn-Verhältnis fiel 2019 auf 18,4, nachdem es per Ende 2018 noch bei 18,9 gelegen hatte. Zauberei? Nein, Aktienrückkäufe.

Apple kauft seit Jahren eigene Aktien zurück. Die Zahl der umlaufenden Aktien hat sich dadurch mittlerweile im zweistelligen Prozentbereich verringert. Da die US-Anleger sich gemeinhin nur das EPS (Gewinn pro Aktie) ansehen, wirkt das, als würde der Gewinn stetig steigen, obgleich er in der Bilanz insgesamt zurückgeht, denn der Gewinn muss sich auf immer weniger Aktien verteilen, da diese durch die Rückkäufe nach und nach immer weniger werden. Zugleich werden dann nicht die Vorjahresergebnisse als Vergleich herangezogen, ob die Ergebnisse gut sind oder nicht, sondern die oft gezielt niedrig liegenden Prognosen der Analysten. So steigt eine Aktie immer höher, obwohl die Gewinne fallen. Aber geht das wirklich ewig so weiter?

Expertenmeinung: Es kann noch lange so weitergehen, zumal man jetzt auch propagiert, dass Apple den erfolgreichen Schwenk weg vom Hightech-Schwerpunkt zum Service-Unternehmen geschafft habe. Ein Argument, um die zuletzt stetig sinkenden Umsätze bei den klassischen Apple-Geräten zu verharmlosen. Aber solange die Anleger glauben, dass Apple damit auf dem Weg zu wieder dynamisch zulegenden Gewinnen ist, kann die Hausse weitergehen. Nur weist der Kursverlauf mittlerweile die Züge einer sogenannten „Fahnenstange“ auf. Und die enden gemeinhin abrupt und brutal, wobei im Vorfeld niemand absehen kann, wann und wo bei einer solchen Fahnenstange „oben“ ist. Was tun?

In jedem Fall sind Fahnenstangen nicht geeignet, um schon einmal auf Verdacht die Lager zu wechseln und mit Short-Trades auf das böse Ende zu wetten. Die Dynamik nimmt bei Fahnenstangen immer mehr zu, wie die steiler werdenden Trendlinien der Aktie zeigen. Daher kann man da leicht am langen Arm der immer weiter kaufenden Bullen verhungern. Aber wer bei diesem wilden Hausse-Ritt spekulativ dabei ist, täte gut daran, sich mit konsequent entlang der steilsten Trendlinie nachgezogenen Stop Loss abzusichern. Ein Stop Loss mit einem Respektabstand von etwa fünf US-Dollar unterhalb der steilsten, Anfang Dezember etablierten und aktuell um 312 US-Dollar verlaufenden Aufwärtstrendlinie wäre hier in jedem Fall zu überlegen. Zumal es schon morgen mit der Bilanz des vierten Kalenderquartals 2019 (d.h. von Apples erstem Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020) zu einer Nagelprobe für die Bullen kommen wird.

Apple Aktie: Chart vom 24.01.2020, Kurs 318,31 US-Dollar, Kürzel AAPL | LYNX Online Broker

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