Börsenblick

Zurück November Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
Apple: Ist das der Anfang vom Ende?

Apple ist einer der weltweit führenden Technologiekonzerne. Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft Elektronikprodukte. Die bekanntesten sind sicherlich das iPhone, auf welches auch ein bedeutender Teil des Konzernumsatzes entfällt.
Darüber hinaus bietet das Unternehmen eigene Tablets der Reihe iPad, Desktopcomputer und Notebooks mit dem Namen Mac, die tragbaren Musikplayer, die Apple Watch und den Apple TV an.
Die zweite tragende Säule ist das Digitalgeschäft mit Apps sowie iTunes, Apple Music und dem iBookstore.

Emotionen wie man davon profitiert

Apple ist ein erstaunliches Unternehmen. Scheinbar hat jeder eine klare Meinung zum Konzern und die ist ganz überwiegend emotional behaftet. Die Einen lieben die Produkte, Andere halten sie für viel zu teuer.  Ich kann beide Standpunkte verstehen.

Die Produkte sind zu teuer, aber ist das für einen Investor etwa ein negatives Argument? Keineswegs. Der Obstkonzern realisiert für die Branche geradezu abnormale Margen und die Kunden halten iPhone & Co dennoch die Stange.

Die Kursbewegungen von Apple sind also besonders stark von Emotionen geprägt. Dieser Umstand bringt immer wieder riesige Chancen mit sich.

Im Jahr 2016 hatte ich den Wert gefühlt ein halbes Dutzend Mal empfohlen (zB hier). Die Rechnung war so einfach, dass es einem im Nachhinein wie ein Witz erscheint. Der Konzern war an der Börse 400 Mrd. USD Wert, hatte 200 Mrd. USD und der Jahresgewinn lag bei mehr als 40 Mrd. USD.
Die Stimmung war mal wieder am Boden und das Ende von Apple wurde heraufbeschworen. Selbstverständlich kam es nicht dazu und es handelte sich um Kaufkurse.

Die ganzen Vorgänge sind ein Paradebeispiel für die Irrationalität des Marktes, der hier mal eben um mehrere Hundert Milliarden Dollar daneben lag…

Die letzte Kaufempfehlung kam nach herausragend guten Zahlen zu Kursen 190 USD. Anschließend ging es noch einmal 20% aufwärts.
Doch dann wurde ich langsam skeptisch, die entsprechenden Warnungen können Sie auf meinem Guidants-Desktop nachlesen.

Nach einer Rallye von 160% wird die Luft eben dünner. Doch gerade dann möchten viele Trader einsteigen, denn der Wert läuft ja so gut. Ich halte antizyklisches Handeln für klüger. Investoren sollten kaufen, wenn die Stimmung mies ist und verkaufen wenn alles perfekt erscheint – schließlich können die Überraschungen dann nur noch negativ sein.

Das ist emotional extrem herausfordernd und genau deshalb so gewinnbringend.

Doch wo stehen wir aktuell?

Bisher gibt es an den Zahlen nichts zu mäkeln. Im gerade erst abgeschlossenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz von 229,2 auf 265,6 Mrd. USD. Der Gewinn kletterte von 9,21 auf 11,91 USD je Aktie. Alles erschien perfekt…

Das Nettoergebnis lag bei 59,5 Mrd. USD, der operative Cashflow bei geradezu astronomischen 77,4 Mrd. USD und der freie Cashflow bei 64,1 Mrd. USD.

Apple hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 13,7 Mrd. USD an Dividenden ausgeschüttet und für geradezu unglaubliche 72,7 Mrd. USD eigene Aktien zurückgekauft.

Dennoch sitzt man auf 237 Mrd. USD Cash.

Die Summen, mit denen man hier jongliert, sind schon atemberaubend.

Wie geht es nun weiter?

Doch am Horizont ziehen Gewitterwolken auf, denn das neue iPhone XR scheint ein echter Ladenhüter zu sein.
Es ist nur folgerichtig, dass die Aktie nach dieser Meldung unter Druck kommt, denn schließlich ist das iPhone weiterhin das wichtigste Produkt.
Man sollte sich also schon mal auf schwache Quartalszahlen einstellen.

Das ist auch den Analysten nicht entgangen und dementsprechend wurden die Erwartungen für 2019 bereits kräftig runtergeschraubt.

Ich möchte aber noch einen Schritt weitergehen. Wir unterstellen also, dass die Entwicklung bei Apple geradezu desaströs sein wird.

Während der Konsens von einem Gewinnwachstum von 13% ausgeht, erwarten wir eine glatte Null – trotz der Aktienrückkäufe.

Apple hat derzeit einen Börsenwert von 840 Mrd. USD. Zieht man die enormen Cashbestände ab, bleiben noch 600 Mrd. USD für das operative Geschäft.

Der Gewinn würde in unserem Negativszenario wie im Vorjahr bei 60 Mrd. USD liegen, der freie Cashflow bei 64 Mrd. USD.

Auf dieser Basis käme Apple im laufenden Geschäftsjahr auf eine P/E von 10.

Man kann das Unternehmen also nicht gerade als teuer bezeichnen, vor allem wenn dieses Negativszenario nicht eintreten sollte.

Dennoch könnte es noch eine Etage tiefer gehen. Die oberflächlich gemeldete P/E liegt im laufenden Geschäftsjahr bei 13. Seit der Finanzkrise hat Apple zwei markante Tiefs ausgebildet: 2013 und 2016: Damals lag die P/E bei 10-11. Das würde aktuell Kursen von 134 – 147 USD entsprechen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Aktie noch tiefer fallen wird.

Doch der Turnaround kann natürlich auch zuvor erfolgen.

Charttechnik

Apple hat exakt auf den langfristigen Aufwärtstrend zurückgesetzt. Nach der scharfen Korrektur sollte hier mit einer technischen Gegenbewegung gerechnet werden. Oberhalb von 180 USD wäre der Weg in Richtung 190 USD frei.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter den Aufwärtstrend, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur bis 165 USD gerechnet werden. Darunter reihen sich die Unterstützungen geradezu auf (Siehe Chart 3).

20181121-apple-ist-das-der-anfang-vom-ende20181121-apple-ist-das-der-anfang-vom-ende-langfristig20181121-apple-ist-das-der-anfang-vom-ende-supports

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN