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Aktienanalyse:
Apple: Was wäre, wenn das Sprungtuch wegfiele?

Aktuelle Analyse der Apple Aktie

Für viele Marktteilnehmer ist Apple einer der klarsten Long-Trades überhaupt. Die Aktie ist seit Ende 2018 bereits um 70 Prozent gestiegen, deutlich über das vorherige Rekordhoch aus dem Jahr 2018 gelaufen und hat Anfang November sogar den breiten, zu Jahresbeginn etablierten Aufwärtstrendkanal nach oben verlassen. Was sollte eine solche Aktie aufhalten? Das Unternehmen ist eine Gelddruckmaschine mit stets steigenden Gewinnen, die Aktie ohne jeden charttechnischen Widerstand. Das denken zumindest viele.

Was diese Aktie nicht nur aufhalten, sondern wegbrechen lassen könnte, ist ein Blick auf die Fakten, die hinter diesem scheinbar unaufhaltsamen Aufwärtstrend stehen. Man könnte die Hausse relativieren, indem man nicht den Level zum Jahresende 2018, sondern das vormalige 2018er-Rekordhoch bei 233,47 US-Dollar als Referenz dafür nimmt, um wie viel die Aktie „teurer“ geworden ist. Da würde sich „nur“ ein Plus von 14,6 Prozent ergeben. Also nicht wirklich viel, schließlich steigen die Gewinne bei Apple gleichzeitig. Nein, das tun sie nicht.

Expertenmeinung: Im per 30.9. abgeschlossenen Geschäftsjahr 2018/2019 lag der Gewinn pro Aktie zwar höher als im vorherigen Geschäftsjahr. Aber das lag nur daran, dass Apple in immenser Größenordnung die eigenen Aktien zurück kauft. Das „trimmt“ den Gewinn pro Aktie, weil dieser sich auf immer weniger Aktien verteilen muss. Nimmt man ihn aber als nominalen Gewinn nach Steuern, ohne ihn auf die Aktien aufzusplitten, ist er gefallen, von 59,53 Milliarden US-Dollar 2017/2018 auf 55,26 Milliarden im gerade beendeten Geschäftsjahr 2018/2019. Auch der Umsatz ging zurück, von 265,6 auf 260,2 Milliarden. Und das, während die Aktie wie ein Strich stieg.

Tatsächlich läuft der Kurs also deutlich schneller als die Rahmenbedingungen hinterher kommen. Was dazu führt, dass das aktuelle Kurs/Gewinn-Verhältnis bei 22 liegt. Für einen Wachstumswert harmlos. Aber Apple wächst ja momentan nicht. Und dass das Unternehmen sich mehr und mehr auf Service-Bereiche verlagert, weil mit iPhones und iPads kein Wachstum mehr zu erzielen ist, zeigt, dass Apple sich des Problems bewusst ist und Lösungen sucht. Ob es aber gelingt, über Services im Medienbereich wieder so dynamisch zu wachsen wie früher, ist zumindest offen. Würde den Anlegern das bewusst, kann das die Aktie deutlich drücken. Vor allem, wenn eines geschehen würde:

Wenn Apple diese gewaltigen Aktienrückkäufe einstellen oder auch nur reduzieren würde. Denn die sehen diejenigen, die sich der Lage zwar bewusst sind, aber stur weiter kaufen, als Sprungtuch an. Aber warum sollte Apple das ewig weiterführen? Und wenn man bedenkt, dass sich das Kurs/Gewinn-Verhältnis bei Apple in den Jahren vor 2018 im Bereich zwischen 12 und 16 bewegt hat, ist das KGV von aktuell 22 ein Wort. Diese Aktie wirkt, als wäre sie eine Einbahnstraße. Aber wer genauer hinsieht erkennt, dass man sich hier besser eng und konsequent absichern sollte. Die obere Begrenzung des überbotenen Aufwärtstrendkanals, aktuell bei 256 US-Dollar, wäre dahingehend eine sinnvolle Orientierungsbasis.

Chart vom 27.11.2019, Kurs 267,84 US-Dollar, Kürzel AAPL | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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