Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Apple: Wenn man nur wüsste, wer da kauft

Apple gehört zu den wenigen Aktien, die sich einer präzisen charttechnischen Analyse gerne entzieht. Es ist selten, dass der Kurs an vorherigen Wendemarken präzise aufsetzt, dort dann nach oben dreht oder nach klar erkennbarer Gegenwehr am Ende durchbricht.

Das kann daran liegen, dass dieses für die Wall Street so wichtige Schwergewicht oft als Vehikel benutzt wird, um die großen Indizes, in denen die Aktie notiert ist (u.a. Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100) zu bewegen. Aber die Tendenz der letzten Wochen macht dennoch klar:

Da ist viel an Optimismus verlorengegangen. Diese Aktie wieder in einen stabilen Aufwärtstrend zu befördern, dürfte zumindest nicht leicht fallen. Apple notierte am Donnerstagabend in etwa auf dem Niveau, das die Aktie vor der Veröffentlichung der Quartalsbilanz zum zweiten Kalenderquartal 2018 Anfang August hatte. Das heißt: Es existiert nicht nur kein Kursgewinn mehr mit Blick auf die Ergebnisse des Frühjahres- ebenso wie des Sommerquartals. Auch der eigentlich die Aktie um etwa zwölf Prozent aufwertende Effekt des gigantischen, Anfang August verkündeten Aktienrückkaufprogramms ist dahin. Dazu gehört schon einiges, vor allem bei einem solchen Flaggschiff wie Apple. Aber die Argumente derjenigen, die hier ausgestiegen sind, haben schon ihre Berechtigung:

Expertenmeinung: Apple konnte im letzten Quartal zwar den Gewinn pro Aktie beeindruckend steigern. Aber das basierte zum einen auf der steten Verringerung der ausstehenden Aktien durch diese Rückkaufprogramme. Dadurch verteilt sich der Gewinn auf immer weniger Aktien, der Gewinn pro Aktie steigt damit quasi „von allein“. Zum anderen gelang die Gewinnsteigerung durch immer höhere Preise. Aber die Verkaufszahlen der iPhones überzeugten nicht. Und die der Macs und iPads sind ohnehin seit längerer Zeit tendenziell rückläufig.

Hinzu kamen nach der negativen Reaktion auf diese Anfang November präsentierte Bilanz Meldungen, dass das neue iPhone-Modell nicht gut laufen würde. Die Anleger fürchten, dass Apple, das lange nicht mehr so innovativ agiert wie vor Jahren, mit dieser Politik immer höherer Preise sehr bald spürbar Schiffbruch erleiden wird. Das führte am Mittwoch dazu, dass die Kreuzunterstützung aus dem Zwischenhoch des Juni und der 200-Tage-Linie bei 194 US-Dollar mit Schwung durchbrochen wurde.

Gestern jedoch zog die Aktie wieder an – regt sich der Widerstand der Bullen? Wird es gelingen, diesen wichtigen Bereich um 194 US-Dollar schnell zurückzuerobern und diesen Rebreak als Basis eines neuen Aufwärtsimpulses zu nutzen? Würde Apple jetzt noch einige Tage weiter zulegen, wäre das in der Tat ein wichtiges Signal, immerhin gehört der Level um 194 US-Dollar zu den wenigen scharf umrissenen Ankerpunkten im Kursbild. Aber ob das gelingt, hängt davon ab, wer da am Donnerstag gekauft hat. Denn das müssen keineswegs zuversichtliche Bullen gewesen sein.

Ebenso kann es sich hier um Käufe von Leerverkäufern, sprich Bären, gehandelt haben, die nur einen Teil ihrer Gewinne sichern wollten. Und um Positionen leer verkaufter Aktien zu schließen, muss man die entsprechende Aktie eben kaufen. Das jedoch würde keineswegs eine Basis für einen neuen Aufwärtsimpuls darstellen. Hier wäre Vorsicht angezeigt, allzu viel Optimismus geht von diesem Lebenszeichen knapp unter der 200-Tage-Linie nicht aus.

Chart vom 15.11.2018, Kurs 191,41 US-Dollar, Kürzel AAPL

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