Börsenblick

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Aktienanalyse:
Allianz: Neues Hoch abverkauft – das ist noch nicht schlimm, aber…

Aktuelle Analyse der Allianz Aktie

Mit einem Minus von 2,7 Prozent lag die Allianz-Aktie am Freitag auf Platz 2 der DAX-Verlierer. Was allein für sich genommen noch kein Beinbruch ist. Es ist aber ein Weckruf für das bullische Lager. Denn dass dieses Minus die Reaktion auf die am Freitagmorgen vorgelegte Quartalsbilanz war und am Vortag ein neues, mehrjähriges Hoch (der höchste Stand seit 2002) erreicht wurde, indiziert Erschöpfungstendenzen. Und wenn erst einmal ein Riss durch die Front der Käufer geht, kann sich der leicht ausweiten und zu einer Korrektur führen. Die für mittel- und langfristige Investoren natürlich dazugehört. Aber wer hier mit heißer Nadel tradet, könnte da dann schon in Turbulenzen geraten.

Festzuhalten ist, dass die Bilanz gut ausgefallen war. Der Versicherungskonzern hatte den Umsatz um 8,1 Prozent und damit mehr als seitens der Analysten prognostiziert gesteigert. Der Gewinn blieb mit 2,98 Milliarden Euro auf operativer Ebene auf Vorjahresniveau und traf damit die Prognosen. Auch netto gerechnet blieb der Gewinn auf dem Niveau des Vorjahresquartals, lag da aber über den Expertenschätzungen. Das war ohne Wenn und Aber respektabel. Und in einem Umfeld mit derart niedrigen Renditen am Anleihemarkt kann man nicht erwarten, dass die Allianz den Rekordgewinn des Vorjahres ernstlich nennenswert übertrifft. Die Bilanz an sich war somit für die Abgaben des Freitags mehr ein Auslöser als die eigentliche Ursache. Aber wo liegt die?

Expertenmeinung: In zu hohen Erwartungen, kombiniert mit einem charttechnischen „Deckel“. Dass da einige dachten, die Bäume würden in den Himmel wachsen lässt sich vermuten, weil die Allianz-Aktie im Vorfeld der Bilanz-Präsentation am Donnerstag massiv zulegte und auf ein neues Hoch gezogen wurde. Was andeutet, dass viele auf diese Zahlen hin vorgekauft hatten in der Erwartung, dass der Kurs danach erst recht durchstarten würde. Was schiefging. Das lag wohl weniger an einer negativen Beurteilung der Zahlen selbst als an eben diesem Umstand: Viele Käufer waren bereits eingestiegen, alle hofften auf weitere Käufe, um ihre eigenen Vorkäufe zu vergolden – und die kamen nicht.

Einerseits, weil zu viele clever sein wollten und vorkauften, andererseits, weil die Aktie aus charttechnischer Sicht an eine Hürde herangelaufen war. Die über die Hochpunkte vom Mai, Juli und Oktober zu konstruierende Widerstandslinie war zwar am Donnerstag im Zuge der Vorkäufe überboten worden. Aber als sie unterboten wurde und dann diejenigen, die auf schnelle Gewinne hofften, sofort wiederverkauften, als diese ausblieben, war der Kurs dann eben doch an dieser Linie abgeprallt. Und die bildet mit der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie zusammen einen Keil, dessen untere Begrenzung im Zuge einer grundsätzlich ja auch völlig normalen Korrektur angesteuert werden könnte, wenn sich die Abgaben zum Wochenstart fortsetzen sollten. Sollte die per Freitagabend angelaufene Unterstützungszone 215/219 Euro brechen, wäre ein Test der unteren Begrenzung dieses Keils um derzeit 202 Euro durchaus realistisch.

Allianz Aktie: Chart vom 08.11.2019, Kurs 219,00 Euro, Kürzel ALV | LYNX Online Broker

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