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Shopify Aktie Prognose Wie Sie die KI-Gefahr bei Shopify und anderen Aktien besser einschätzen können

News: Aktuelle Analyse der Shopify Aktie

von

16.02.2026 | 16:35 Uhr
In diesem Artikel
Shopify
ISIN: CA82509L1076
|
Ticker: SHOP --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Shopify Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Einst gefeierter Shootingstar, jetzt im Kreuzfeuer der KI-Diskussion. Ist die Siegesserie von Shopify in Gefahr?

Das Fähnchen kann sich morgen wieder drehen

Shopify gehört zu einer Riege von Aktien, bei denen sich das Narrativ in unregelmäßigen Abständen komplett verändert.
Es gab Zeiten, in denen das Unternehmen als Alternative zu Amazon gehandelt wurde, als überholter und unprofitabler Problemkandidat, zeitweise konnte kein Preis zu hoch sein, dann keiner zu niedrig.
In den letzten 2-3 Jahren erlebte die Aktie dann eine Renaissance. Die operativen Erfolge waren beachtlich und der Kurs verzehnfachte sich nahezu.

Doch seit einiger Zeit hat sich ein neues Narrativ gefunden und die Aktie ist deutlich unter Druck geraten.

Derzeit wird die Börse von einem Thema beherrscht. Es wächst die Sorge, dass traditionelle Software-Anbieter und SaaS‑Plattformen wie Shopify durch neue, KI‑fokussierte Wettbewerber oder alternative Technologien unter Druck geraten könnten.
Diese Debatte hat zu einem regelrechten „Blutbad“ im Software-Sektor geführt. Mit Kursverlusten von etwas mehr als 30 % ist Shopify im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen im Sektor noch vergleichsweise gut weggekommen.

Die Debatte um eine mögliche Disruption erspare ich Ihnen an dieser Stelle. Das Thema hatten wir bereits anhand von etlichen anderen Beispielen ausführlich durchleuchtet.
Eine gewisse Disruptionsgefahr besteht bei nahezu jedem Unternehmen, im Software-Sektor ist diese Gefahr seit jeher überdurchschnittlich groß, da es immer wieder vorkommt, dass kleine Entwicklerteams herausragende Produkte auf den Markt bringen – im Zweifelsfall reicht ein einzelner genialer Kopf.

Disruptionsrisiko verstehen: Checkliste für Anleger

Vielleicht ist es aber dienlich, wenn ich Ihnen eine Checkliste an die Hand gebe, anhand der Sie die Disruptionsgefahr für Unternehmen abschätzen können.

Faktoren, die das Risiko senken können:

  • Eine grundlegend hohe Kundenbindung und eine starke Vertragsbindung.
  • Hohe Wechselkosten für Kunden (Monetär, Schulung, Datenmigration).
  • Tiefe Integration in die bestehende IT-Landschaft oder die Arbeitsprozesse des Kunden.
  • Kundenbindung durch eine Community, Ökosysteme, Daten, Netzwerke oder Zusatzservices.
  • Die Software ist Kernbestandteil kritischer Geschäftsprozesse.
  • Hohe Abhängigkeit von unternehmensspezifischen Daten.
  • Customizing / maßgeschneiderte Workflows und Anwendungen.
  • Komplexität der Kernfunktionen (schwer nachzubauen durch KI).
  • Proprietäre Algorithmen oder Modelle.
  • Hohe regulatorische Hürden im Hintergrund.
  • Regulierte Branchen / sicherheitskritische Software.
  • Lange Projekt-Laufzeiten der Kunden.
  • Exklusive Datenbasis / First-Party-Daten.
  • Starke Marke / Marktführerschaft.
  • Alleinstellungsmerkmale, die schwer zu kopieren sind.
  • Hochspezialisierte Lösungen.
  • Integration von KI in den eigenen Angeboten.

Auf dem Prüfstein

Das wären jedenfalls die ersten Punkte, die mir einfallen. Im Kern lässt es sich wie folgt zusammenfassen:
Je tiefer die Software in die Arbeitsprozesse der Kunden integriert ist und je höher die Wechselkosten sind, umso unwahrscheinlicher ist eine Disruption. Umso niedriger die möglichen Einsparungen, umso uninteressanter ist ein Wechsel.
Besonders niedrig ist die Gefahr, wenn der Software-Anbieter eine exklusive Datenbasis oder ein Netzwerk bieten kann, denn das kann man nicht kopieren.

Im Gegensatz dazu ist die Disruptionsgefahr besonders hoch, wenn es sich um standardisierte und austauschbare Produkte handelt. Vor allem offene, leicht reproduzierbare Funktionen oder Low-Code.
Am härtesten könnte es Software treffen, die bisher Aufgaben übernommen hat, die durch KI automatisiert werden kann. Derartige Systeme könnten faktisch obsolet werden.

Was sagt uns das über Shopify?

Wer sich Shopify anhand der vorherigen Liste bewertet, die keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, kommt zu einem gemischten Bild.

Die Kundenbindung von Shopify ist aus einer ganzen Reihe von Gründen hoch und die Wechselkosten sind es auch. Wer schon mal eine Webseite von einem System auf ein anderes umgestellt hat, weiß wovon ich spreche.

Viele Händler nutzen Shopify für Kernprozesse wie Bestellabwicklung, Lagerverwaltung, Zahlungsabwicklung. Zahlungen, Steuern und Themen wie rechtliche Compliance erfordern eine stabile Plattform und Vertrauen – das ist nicht über Nacht zu replizieren.
Darüber hinaus ist die Palette an Services von Shopify so groß, dass es für ein KI-Startup sehr schwierig sein dürfte, alles zu kopieren.

Auf der anderen Seite kann man argumentieren, dass neue KI-Anbieter zukünftig das Neugeschäft belasten könnten.
Wenn man sich beispielsweise anschaut, wie schnell man mithilfe von KI Webseiten und Online-Shops kreieren kann, stellt sich natürlich die Frage, ob das das Wachstum von Shopify belasten wird.

Dasselbe gilt für Marketing-Kampagnen und andere einzelne Features. Die Kunden von Shopify müssen ja nicht gleich den ganzen Shop zur Konkurrenz verlagern. Es reicht schon aus, dass einzelne Services nicht mehr genutzt und durch andere Anbieter ersetzt werden.

Shopify boomt

Zahllose KI-Startups arbeiten Tag und Nacht daran, Shopify das Leben schwer zu machen. Doch das ist nichts Neues, das ist allerspätestens seit der Vorstellung von ChatGPT im Jahr 2022 selbstverständlich.
Wenn man sich die Geschäftszahlen anschaut, haben die Wettbewerber von Shopify damit bisher keinen Erfolg gehabt,

Denn in der Zeit seitdem KI allgegenwärtig geworden ist, konnte Shopify den Umsatz von 7,06 auf 11,56 Mrd. USD deutlich gesteigert.
Der freie Cashflow hat sich von 0,94 auf 2,15 USD je Aktie mehr als verdoppelt.

Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr waren keinerlei Probleme ersichtlich. Unter dem Strich konnte der Umsatz um 30 % auf 11,56 Mrd. USD und das operative Ergebnis um 36 % auf 1,47 Mrd. USD gesteigert werden.
Der freie Cashflow verbesserte sich um 26 % auf 2,01 Mrd. USD.

Der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die über die Systeme von Shopify abgewickelt wurden, kletterte 2025 auf die stattliche Summe von 378,4 Milliarden Dollar (nach 292,3 Mrd. USD im Vorjahr).

Im Jahresverlauf war auch keine Verlangsamung der Wachstumsdynamik zu erkennen. Im Schlussquartal lag das Wachstum bei 31 %.
Das operative Ergebnis ist überproportional gestiegen, was ebenfalls dafür spricht, dass sich Shopify nach wie vor gegen die Konkurrenz behaupten kann.

Erste Risse?

Der einzige Makel ist die von 18 auf 17 % leicht gesunkene FCF-Marge im letzten Geschäftsjahr.

Shopify begründet den Rückgang vor allem durch erhöhte Investitionen in KI-Tools und Plattformentwicklung zur Sicherung zukünftigen Wachstums.

Das weitaus größere Problem ist aus meiner Sicht, dass sich dieser Trend fortsetzen könnte.
Für das erste Quartal stellt Shopify ein Umsatzplus im „niedrigen 30-Prozent-Bereich“ in Aussicht, also ein anhaltend hohes Wachstum.

Das Bruttoergebnis soll jedoch etwas langsamer steigen, im „hohen 20-Prozent-Bereich“.
Die FCF-Marge dürfte auf Jahressicht sogar leicht sinken.

Shopify Aktie: Chart vom 16.02.2026, Kurs: 112,70 USD - Kürzel: SHOP | Online Broker LYNX
Shopify Aktie: Chart vom 16.02.2026, Kurs: 112,70 USD – Kürzel: SHOP | Quelle: TWS

Man sollte Veränderungen in diesem Umfang nicht überbewerten, aber es könnte ein erstes Zeichen dafür sein, dass der Wettbewerb härter geworden ist.
Ebenso gut wäre es möglich, dass das nicht auf externe Effekte zurückzuführen ist, sondern schlichtweg darauf, dass das Segment Merchant Solutions derzeit schneller wächst als der noch profitablere Geschäftsbereich Subscriptions Solutions.

 Den Konsensschätzungen zufolge dürfte der FCF im laufenden Geschäftsjahr um 32 % auf 1,87 USD je Aktie steigen.
Shopify kommt demnach auf einen Multiplikator von 60 und dürfte damit für viele Anleger nicht in Frage kommen.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Shopify seit dem Börsengang vor etwas mehr als zehn Jahren fast durchweg höher bewertet war.
Dasselbe gilt für andere Kennzahlen. Das KUV liegt aktuell beispielsweise bei 12,3. Im langjährigen Durchschnitt wurden 17,7 gezahlt und in den letzten fünf Jahren durchschnittlich 16, trotz zwischenzeitlichem Kurskollaps.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.02.2026 um 15:46 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

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Vorherige Analysen der Shopify Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.11.2025 um 14:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Vom Hype zum Absturz und zurück: Shopify hat gezeigt, was echte Resilienz bedeutet. Die Wachstumsdynamik nimmt zu.

Die unsichtbare Macht hinter Millionen Online-Shops

Shopify ist eines der erfolgreichsten Unternehmen im globalen E-Commerce-Ökosystem und hat sich als zentrale Infrastrukturplattform für den Onlinehandel etabliert. Das Unternehmen bietet eine umfassende Lösung, mit der Händler aller Größenordnungen Online-Shops erstellen, verwalten und skalieren können.

Die besondere Stärke von Shopify liegt in der Kombination aus technischer Flexibilität und einfacher Bedienbarkeit. Dadurch können sowohl Start-ups ohne Programmierkenntnisse als auch internationale Marken mit komplexen Anforderungen effizient auf derselben Plattform arbeiten.

Das Geschäftsmodell von Shopify basiert auf einer abonnementbasierten SaaS-Struktur. Händler zahlen monatliche Gebühren, die sich je nach Leistungsumfang und Unternehmensgröße unterscheiden. Dieses Modell sorgt für stabile und planbare Einnahmen. Zusätzlich profitiert Shopify von Transaktionsgebühren und Provisionen, die bei der Nutzung hauseigener Services wie „Shopify Payments“ anfallen.

Warum viele Händler auf Shopify schwören – und kaum wieder wechseln

Diese integrierte Zahlungsabwicklung funktioniert sowohl online als auch im stationären Handel. Damit schlägt Shopify eine Brücke zwischen digitalem und physischem Verkauf und ermöglicht Händlern eine nahtlose Verbindung beider Vertriebskanäle.

Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil liegt in der hohen Kundenbindung. Sobald ein Händler seinen Online-Shop auf Shopify eingerichtet hat, ist der Wechsel zu einer anderen Plattform mit erheblichem Aufwand verbunden. Diese technische und organisatorische Bindung führt zu konstanten, wiederkehrenden Einnahmen und schafft für Shopify eine starke Ertragsbasis.

Das Geschäftsmodell zeichnet sich durch hohe Profitabilität und Skalierbarkeit aus. Da zusätzliche Kunden nur geringe variable Kosten verursachen, sind die möglichen Gewinnspannen erheblich.

Was für ein Comeback

Shopify gehört zu den größten Comeback-Storys, die die Börse in den letzten Jahren hervorgebracht hat.
Auf einen Kurssturz von 176 auf 24 USD folgte eine Bilderbuch-Rallye, welche die Aktie auf ein neues Allzeithoch bei knapp über 180 USD katapultiert hat.

Ich hatte mehrfach in Artikeln auf die geschäftlichen Fortschritte hingewiesen, zuletzt im Mai bei einem Kurs von 94 USD:
Shopify: Das Geschäft in Europa boomt

Seitdem hat das Unternehmen zweimal Quartalszahlen vorgelegt, die es in sich haben.

Im zweiten Quartal 2025 lag der Gewinn mit 0,35 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 0,28 USD. Mit einem Umsatz von 2,68 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 2,54 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 31 % und einem Gewinnsprung von 35 %.

Der freie Cashflow konnte um 27 % auf 422 Mio. USD gesteigert werden, die FCF-Marge lag bei 16 %.

Cash ist King

Im dritten Quartal hat sich die starke Entwicklung konsequent fortgesetzt. Der Gewinn lag mit 0,34 USD je Aktie über den Erwartungen von 0,32 USD. Mit einem Umsatz von 2,68 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 2,54 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 32 %, der Gewinn (non-GAAP) ist allerdings leicht gesunken.

Der gemeldete Gewinn ist bei Shopify aber ohnehin nicht sehr aussagekräftig und man kann damit fast nach Belieben ein positives oder negatives Bild zeichnen. Nach non-GAAP ist das Ergebnis zwar leicht gesunken, nach GAAP ist es jedoch um mehr als 50 % gestiegen.

Wie sagte Altmeister Rappaport so schön: „Profit is an opinion, Cash is a fact.“

Der freie Cashflow konnte im dritten Quartal um 20 % auf 507 Mio. USD gesteigert werden, die FCF-Marge lag bei 18 %.

Shopify ist inzwischen hochprofitabel und wächst obendrein mit erheblichem Tempo – zuletzt hat die Dynamik sogar zugenommen.
Der Bruttowarenwert, der über die Systeme von Shopify abgewickelt wurde, ist im letzten Quartal von 69,7 auf 92,0 Mrd. USD gestiegen.

Das einzige Problem ist die Bewertung, da die Aktie in den letzten Monaten bereits komplett durch die Decke gegangen ist. Sollte es jedoch zu einer größeren Korrektur kommen, könnte sich das als Gelegenheit herausstellen.

Shopify Aktie: Chart vom 05.11.2025, Kurs: 160,94 USD - Kürzel: SHOP | Online Broker LYNX
Shopify Aktie: Chart vom 05.11.2025, Kurs: 160,94 USD – Kürzel: SHOP | Quelle: TWS

Die Quartalszahlen haben im gestrigen Handel zu Abgabedruck geführt. Fällt die Aktie jetzt unter 160 USD, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 150 und 136–140 USD.
Spätestens zwischen 120 und 130 ist mit einem stark erhöhten Kaufinteresse zu rechnen.

Gelingt hingegen eine schnelle Rückkehr über 170 USD, dürfte das Allzeithoch abermals angesteuert werden. Darüber ergibt sich ein extrapoliertes Kursziel bei 200 USD.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Anfang August verzeichnete die Shopify-Aktie nach der Vorlage der Quartalszahlen ein deutliches Gap nach oben. Nach den vorangegangenen Kursgewinnen nutzten jedoch viele Anleger diesen Anstieg, um Gewinne zu realisieren.

Daraufhin kam es zu einer gesunden Korrektur, die vergangene Woche nahezu punktgenau an der 20-Tage-Linie Halt fand. Die Bullen konnten hier zwar Stabilität herstellen, allerdings blieb ein neues Kaufsignal bislang aus. Erst mit dem Bruch der aktuellen Korrekturformation nach oben könnte sich der Aufwärtstrend wieder verstärken.

Expertenmeinung: Aktuell befinden sich die Bullen an einem kritischen Punkt – sollte es gelingen, die Aktie aus der Konsolidierung nach oben zu befreien, wäre dies ein mögliches Signal für eine neue Aufwärtswelle. Optimal wäre ein Anstieg über die Marke von 143/144 USD. Ein solches Szenario würde den bestehenden Trend untermauern und neues Momentum freisetzen. Bleibt dieser Schritt hingegen aus, könnte sich die laufende Korrektur vorerst fortsetzen. Für Trader bleibt Shopify interessant, denn die technische Lage spricht weiterhin für eine mögliche Fortsetzung der positiven Tendenz, auch wenn kurzfristige Rücksetzer nicht ausgeschlossen sind.

Aussicht: BULLISCH

Shopify Aktie: Chart vom 27.08.2025, Kurs: 139.89 USD, Kürzel: SHOP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Shopify Aktie: Chart vom 27.08.2025, Kurs: 139.89 USD, Kürzel: SHOP | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit dem gestrigen Ausbruch über den Widerstandsbereich knapp über der Marke von 112 USD scheint das E-Commerce-Unternehmen in eine bullische Trendphase eingetreten zu sein.

Das potenzielle Kaufsignal hatte sich in den letzten Wochen bereits angedeutet. Zahlreiche höhere Tiefs signalisierten, dass sich der Kaufdruck allmählich verstärkte. Kleinere Rücksetzer wurden vor allem von der 20-Tage-Linie aufgefangen. Der gestrige Breakout der Shopify-Aktie wurde zudem von hohem Handelsvolumen begleitet. Dieser Ausbruch wirkt aus technischer Sicht überzeugend.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Das Geschäft von Shopify in Europa boomt, vor allem in Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland. Wer hätte das erwartet?

Was Shopify einzigartig macht

Shopify bietet umfassende Lösung für Unternehmen jeder Größe, um Online-Shops zu erstellen, zu verwalten und zu skalieren. Was Shopify von der Konkurrenz abhebt, ist sein flexibles und benutzerfreundliches System, das sowohl für Start-ups als auch für etablierte Marken geeignet ist.

Das Kerngeschäft von Shopify basiert auf einer abonnementbasierten SaaS-Lösung. Händler können zwischen verschiedenen Preismodellen wählen, die sich nach den Bedürfnissen ihres Unternehmens richten.
Hinzu kommen hauseigene Payment-Services, auch für den stationären Handel. Dadurch hat Shopify eine Brücke zwischen Online- und Offline-Handel geschaffen, der eine nahtlose Integration ermöglicht.

Die Kundenbindung ist hoch, denn sobald ein Unternehmen erst einen Shop bei Shopify eingerichtet, ist der Aufwand, um zur Konkurrenz zu wechseln, enorm. Fortan fließen laufend Gebühren und Provisionen an Shopify.

Das Geschäft ist profitabel, durch wiederkehrende Einnahmen geprägt, nicht kapitalintensiv und gut skalierbar.

Wachstum auf allen Ebenen

In den letzten fünf Jahren konnte der Umsatz von 2,93 auf 8,88 Mrd. USD massiv gesteigert werden. Der Sprung in die Profitabilität ist 2019 gelungen.
Der Gewinn ist in dieser Zeit von 0,05 auf 1,22 USD je Aktie gestiegen und der freie Cashflow von 0,01 auf 1,23 USD je Aktie.

Am 8. Mai hat Shopify die Quartalszahlen zum ersten Quartal vorgelegt.
Der Gewinn lag mit 0,26 USD je Aktie im Rahmen der Erwartungen. Mit einem Umsatz von 2,36 Mrd. USD hat man die Analystenschätzungen von 2,33 Mrd. USD übertroffen.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 27%. Das operative Ergebnis konnte um 136% auf 203 Mio. USD gesteigert werden.
Am aussagekräftigsten ist jedoch der freie Cashflow, der um 56% auf 363 Mio. USD geklettert ist. Die FCF-Marge lag bei 15%.

Die monatlich wiederkehrenden Umsätze verbesserten sich um 20% auf 182 Mio. USD.
Das Bruttoergebnis kletterte von 957 Mio. auf 1,17 Mrd. USD

Das über die Shopify-Systeme abgewickelte Handelsvolumen (GMV) konnte um 27% auf 74,75 Mrd. USD gesteigert werden.

Ausblick und Bewertung

Für das zweite Quartal stellt man ein Umsatzplus von etwa 25% und einen Anstieg des Bruttoergebnises um hohen Zehnerbereich in Aussicht.
Die FCF-Marge soll auf einem ähnlichen Niveau wie im ersten Quartal liegen, also bei 15%.

Dem Vorstand zufolge war bis Ende April keine Abkühlung zu erkennen. Shopify verzeichnet weiterhin über alle Kanäle hinweg ein starkes Wachstum und hat das siebte Quartal infolge einen Anstieg des GMV um mehr als 20% erzielt.
Besonders stark ist das Wachstum in Europa, wo ein Plus von 36% erreicht wurde, angeführt von Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland.

Der aktuellen Zoll-Problematik wird man noch in diesem Monat mit der automatisierten Berechnung von Zoll-inkludierten Preisen begegnen.

Darüber hinaus hat man neue Großkunden wie FAO Schwarz und Grand Seiko gewonnen. Großunternehmen wie Tapestry und Birkenstock setzen zunehmend auf Shop Pay-Komponenten.

Den Konsensschätzungen zufolge soll das Ergebnis in diesem Jahr um 18% auf 1,44 USD je Aktie steigen und der FCF um 27% auf 1,55 USD je Aktie.
Shopify ist also definitiv kein Schnäppchen, bei dem anhaltend hohen Wachstum ist der Weg des geringsten Widerstands dennoch die Oberseite.

Shopify Aktie: Chart vom 09.05.2025, Kurs: 94 USD - Kürzel: SHOP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Shopify Aktie: Chart vom 09.05.2025, Kurs: 94 USD – Kürzel: SHOP | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 100 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 110, 120 und 129 USD.

Fällt die Aktie hingegen unter 89 USD, muss mit einem erneuten Rücksetzer bis 80 USD oder zum Aufwärtstrend nahe 70 USD gerechnet werden.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.