HubSpot Aktie Prognose HubSpot: Wo würde ich zuschlagen?

News: Aktuelle Analyse der HubSpot Aktie

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HubSpot
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Die Börse ist wahrlich ein spezieller Ort. Teilweise gehen Aktien dermaßen durch die Decke, dass man sich nur noch ungläubig die Augen reiben möchte.
Am Ende folgt darauf aber immer der unweigerliche Absturz und der geht mitunter auch so weit, dass man sich irgendwann die Frage stellt, ob das denn nie ein Ende haben möge.

Achterbahn

Erfahrene Anleger wissen aber, dass jeder Trend ein Ende findet. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel und sie wachsen ebenso wenig wieder zurück in den Boden.

Nehmen wir zum Beispiel HubSpot. Was hier geschehen ist, ist geradezu exemplarisch.
Wie alle Wachstumsaktien, ging der Kurs im allgemeinen Börsenhype von 2020/2021 komplett durch die Decke und in diesem Jahr in die Knie.

Das Einzige, was HubSpot von anderen Aktien unterscheidet, ist der Umfang der Aufwärts- sowie Abwärtsbewegung. Beides war in diesem Fall außerordentlich umfangreich.
Man erlebt es nicht jeden Tag, dass sich eine Aktie binnen weniger Monate von 90 auf 866 USD fast verzehnfacht und dann schnurstracks kollabiert und wieder zwei Drittel an Wert verliert.
Hier haben dutzende Milliarden US-Dollar den Besitzer gewechselt.

Könnte es langsam an der Zeit sein, wieder einzusteigen? Eine Sache dürfte jedenfalls klar sein: Das Chance-Risiko-Verhältnis ist heute ungleich besser als bei 866 USD.

Ist das der Boden?

Die erste Frage ist natürlich, ob es sich um einen unbegründeten Hype um die Aktie gehandelt hat oder ob man ein reiner Krisengewinner war, der nun dem Siechtum nahe ist.
Hier kommt man schnell zu Antworten. Den ersten klaren Hinweis liefert der Chart.

In den Jahren vor dem Hype ging es mit dem Kurs stetig bergauf. Das passiert nicht, wenn nicht auch geschäftlich Fortschritte erzielt wurden.

Wer sich die Geschäftszahlen zu Gemüte führt, sieht sich in dieser These bestätigt. HubSpot konnte den Umsatz in den zurückliegenden fünf Jahren von 376 Mio. auf 1,30 Mrd. USD vervielfachen.
Seit 2017 ist der freie Cashflow durchweg positiv und in diesem Zeitraum von 0,60 auf 3,95 USD je Aktie gestiegen.

Die Reise war allerdings unstetig und ein großer Teil des Anstiegs wurde erst im letzten Geschäftsjahr realisiert.
Die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen im Vorjahr haben zu einer geradezu übernatürlichen Profitabilität geführt, was 2022 so nicht fortgeführt werden konnte.

Das dürfte, neben der Überbewertung von 2021, einer der Hauptgründe dafür sein, dass die Aktie einen Großteil der Kursgewinne wieder abgegeben hat.

Aktuelle Lage und Ausblick

Der außergewöhnliche hohe Cashflow von 2021 ist eine Sache, beim Umsatz sieht man jedoch, was wirklich vor sich geht.

Hier ist die Entwicklung deutlich stetiger. Das Umsatzwachstum war im letzten Jahr mit +41% zwar auch sehr stark, aber die Abweichung von den Normalwerten war nicht ganz so hoch, denn HubSpot verzeichnet seit etlichen Jahren Wachstumsraten, die weitgehend bei 20-40% p.a. liegen.

Das gilt auch für das laufende Geschäftsjahr, in dem der Umsatz um 27% auf etwa 35 USD je Aktie steigen dürfte.

Der freie Cashflow dürfte weitgehend stagnieren und in den kommenden Jahren dann wieder im Gleichklang mit dem Umsatz um 20-40% p.a. steigen.

Der Wachstumstrend ist also ungebrochen und dementsprechend sollte der Kurs früher oder später auch wieder anziehen.
Wenn Unternehmen den Umsatz/Gewinn/Cashflow in dieser Geschwindigkeit steigern, wird der Kurs irgendwann folgen.

Geht es noch eine oder zwei Etagen tiefer, dürfte sich das als Gelegenheit herausstellen.

Aktuell kommt HubSpot auf ein KUVe von 8,0. In den fünf Jahren vor Covid lag das KUV durchschnittlich bei 8,5 und am Tief bei 5,6.
Zieht man diesen Maßstab heran, ist die Aktie an sich selbst gemessen also fair bis attraktiv bewertet.

Der P/FCF ist mit 69 noch immer sportlich, bei den vorliegenden Wachstumsraten würde sich das aber auch recht schnell relativieren und unter dem Strich war die Aktie noch nie günstiger.
Potenzial hat HubSpot, es bleibt aber eine Geschichte für risikobereite Anleger, die hohes Wachstum suchen.

War da noch was?

Abschließend sollte man wohl noch klären, wie HubSpot überhaupt Geld verdient.

Das Unternehmen hat inzwischen so ein umfangreiches Produktportfolio, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
Unter anderem bietet HubSpot ein kostenloses CRM-System an und wenn man die Geschäftskunden erst eingefangen hat, verkauft man ihnen eine ganze Reihe von Services.
Die Namen der einzelnen Angebote sind ziemlich selbsterklärend: Marketing Hub, Sales Hub, Service Hub, CMS Hub und Operations Hub.

Allessamt Lösungen für Probleme, die jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe lösen muss.
Hubspot selbst hat sich anfänglich vor allem auf kleinere Geschäftskunden konzentriert und mit der Zeit in der Nahrungskette nach oben gearbeitet und setzt dabei auf Kooperation.

Die Services von HubSpot bieten Schnittstellen zu einer Vielzahl von anderen Systemen wie zum Beispiel zu Salesforce, NetSuite oder Microsoft Dynamics. Das erleichtert die Integration und öffnet Türen.

Chart vom 06.12.2022 – Kurs: 281 Kürzel: HUBS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 06.12.2022 – Kurs: 281 Kürzel: HUBS – Wochenkerzen

HubSpot versucht sich seit etlichen Wochen an einer Bodenbildung. Eine dynamische Abwärtsbewegung lässt sich jedenfalls nicht mehr erkennen.
Gelingt jetzt ein nachhaltiger Anstieg über 310 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 370 sowie 400 USD.

Fällt HubSpot jedoch unter die Supportzone bei 250-280 USD, muss mit einer Ausdehnung des Crashs in Richtung 200 USD gerechnet werden.

Die Handelsspanne um die es hier geht, sind nicht gerade unerheblich. Dem sollte bei der Wahl der Positionsgröße Rechnung getragen werden.

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