Domino's Pizza Aktie Prognose Domino’s Pizza: Kursziel Allzeithoch?

News: Aktuelle Analyse der Domino's Pizza Aktie

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Domino's Pizza
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Dominos eröffnet eine Filiale nach der anderen, die Margen steigen und jetzt arbeitet man auch noch mit Uber zusammen.

Eine globale Erfolgsstory

Domino’s Pizza hat mehr als 17.000 Niederlassungen. Damit gehört man zu den größten „Fast-Food“-Ketten der Welt.
Dass es sich um ein Erfolgskonzept handelt, ist also keine Übertreibung.

Das gilt auch für Anleger. Die Aktie ist ein massiver Outperformer und hat mit der Zeit immer wieder neue Hochs erreicht. Wenn man zu einem vernünftigen Preis eingestiegen ist, musste man die Aktie nur noch laufen lassen.

Das galt in der Vergangenheit und das dürfte auch aktuell gelten. Daher hatten wir in den vergangenen Monaten immer wieder auf die Aktie hingewiesen.

In den letzten zehn Jahren hat sich der Kurs vervielfacht. Derartige Kursgewinne sind natürlich nur möglich, wenn ein Unternehmen auch dementsprechend abliefert.

Bei Domino’s kommen gleich eine Vielzahl an Faktoren zusammen, die die starke Performance erklären.

Der Umsatz ist in diesem Zeitraum von 1,80 auf 4,54 Mrd. USD gestiegen. Der Gewinn kletterte von 143 auf 452 Mio. USD.

Wie die Aktie zum Outperformer wurde

Das Geschäft ist nicht sonderlich kapitalintensiv, einen Großteil der Investitionen stemmen schließlich die Franchise-Nehmer. Gleiches gilt für das Risiko. Daher könnte man sich auch umfassende Buybacks leisten.
In der letzten Dekade hat man die Zahl der ausstehenden Papiere von 56 auf 35 Millionen Stück reduziert. In Summe führen andauernde Aktienrückkäufe und stetig steigende Gewinne natürlich zu enormen EPS- und Kursgewinnen.

Das Ergebnis kletterte in dieser Zeit von 2,45 auf 12,53 USD je Aktie und die Dividende wurde von 0,61 auf 4,45 USD je Aktie erhöht.

Derzeit liegt die Dividendenrendite bei 1,25 %. Das ist im ersten Moment nicht viel, steigert Dominos die Dividenden in Zukunft in einem ähnlichen Ausmaß wie in der Vergangenheit, winken perspektivisch erhebliche Dividenden.

An der Börse muss man langfristig denken und handeln. Im Ruhestand erhält man nicht die höchste Dividende, wenn man 10-20 Jahre zuvor Dividendentitel gekauft hat, sondern Aktien, die anschließend jedes Jahr die Dividende erhöht haben.

Wie man eine Dividendenrendite von 35 % erreicht

Wer Dominos vor zehn Jahren gekauft hat, hat nicht nur sein Kapital vervielfacht, er erhält heute auch eine Dividende von etwa 8 %.
Wer beim Börsengang 2004 investiert hat, hätte trotz miserablem Timing sein Kapital ver-30-facht und heute eine Dividendenrendite von etwa 35 %.

Es wird natürlich schwierig sein, diese Erfolge in der Zukunft zu wiederholen, für Anleger reicht es aber aus, wenn die Zukunft auch nur annähernd so erfolgreich ausfällt wie die Vergangenheit.

Die Kernfragen, an denen sich das entscheidet, sind: Wird in Zukunft noch Pizza gegessen und kann Dominos weiterhin neue und profitable Filialen eröffnen. Die Chancen dafür stehen gut.

Globale Partnerschaft mit Uber

Um das Geschäft weiter voranzutreiben, hat man kürzlich eine weltweite Partnerschaft mit Uber geschlossen.
Bis Ende des Jahres sollen in der gesamten USA Bestellungen über die Uber Eats- und Postmates-App möglich sein.
Als Reaktion darauf kam es am 12. Juli zu einem Kurssprung.

Am Montag hat man neue Quartalszahlen vorgelegt und die Pläne konkretisiert. Demnach sollen mittelfristig etwa zwei Drittel aller Filialen eine Lieferung mit Uber Eats anbieten.

Der Gewinn lag in Q2 mit 3,08, je Aktie über den Erwartungen von 3,02 USD. Der Umsatz verfehlte mit 1,02 Mrd. die Analystenschätzungen von 1,05 Mrd. USD jedoch knapp.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 5,8 % und einem Gewinnsprung um 9,2 %.
Der freie Cashflow legte um 69 % auf 204,3 Mio. USD zu.

Das inflationäre Umfeld sowie die Konjunktursorgen führen weiterhin zu einer Zurückhaltung der Konsumenten. Der Umsatz je Filiale kletterte in den USA lediglich um 0,1 %, international lag das Plus bei 3,6 %.
Dominos war dennoch in der Lage, die Bruttomarge von 36,3 % auf 39,5 % zu steigern.

197 neue Niederlassungen – in einem Quartal

Darüber hinaus trägt die ewige Expansion zu steigenden Umsätzen und Gewinnen bei. Im letzten Quartal wurden 197 neue Niederlassungen eröffnen, davon 27 in den USA und 170 international.

Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Anstieg des Gewinns um 8 % auf 13,59 USD je Aktie erwartet. In Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen wäre das ein gutes Resultat.
In den kommenden beiden Jahren werden wieder zweistellige Wachstumsraten erwartet.
Die forward P/E liegt bei 28,4. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 30,7.

Domino’s Pizza Aktie: Chart vom 25.07.2023, Kurs: 385,90 - Kürzel: DPZ | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Domino’s Pizza Aktie: Chart vom 25.07.2023, Kurs: 385,90 – Kürzel: DPZ | Quelle: TWS

Der Unterstützungsbereich bei 300-325 USD hat mehrfach gehalten. Die Chancen stehen gut, dass es sich um einen finalen Boden handelt.
Kommt die Aktie jetzt nochmal zurück, könnte das eine Gelegenheit zum Einstieg sein.

Langfristige Investoren könnten einen tranchenweisen Einstieg zwischen 375 und 300 USD erwägen.

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Vorherige Analysen der Domino's Pizza Aktie

Im letzten Artikel bin ich ausführlich auf die einzige Aufgabe eines Investors eingegangen (Sie haben nur eine einzige Aufgabe. Wissen Sie, welche?).

Vieles davon könnte man an dieser Stelle wiederholen, denn es würde auch in Bezug auf Dominos Pizza passen.
Krisen sollten Investoren vor allem als eins betrachten: Als Gelegenheiten, herausragende Unternehmen zu einem vernünftigen Preis einzusammeln.

Mutig sein, wenn es die anderen nicht sind

Wann wäre das einfacher als während Crashs, wenn alle Aktien durch die Bank abverkauft werden?
Investoren, die sich in diesen Situationen Unternehmen ins Depot packen, die die Krise überstehen und stärker aus ihr hervorgehen werden, werden dereinst die Früchte ernten können.

Zur Vollständigkeit halber sei gesagt: Unter Investoren, verstehe ich Anleger, die einen Anlagehorizont von vielen Jahren haben.
Doch es darf nicht nur beim „wollen“ bleiben, man muss es auch wirklich umsetzen und dann 10 Jahre o.ä. investiert bleiben.

In dem zuvor verlinkten Artikel hatte ich einen kleinen Ausschnitt der Krisen der letzten zwei Dekaden genannt. In den kommenden beiden wird es auch sehr viele geben, doch davon darf man sich nicht beirren lassen.

Dominos Pizza hat all die Krisen der Vergangenheit bewältigt und konnte prosperieren. Wir werden sehen, ob das auch zukünftig gelingt.
Aber die Chancen stehen recht gut, dass auch 2038 noch Pizza gegessen wird.

Die wirklich wichtigen Fragen

Das ist natürlich nicht der einzige Faktor, aber doch ein wichtiger. Als Anleger muss man vor allem die zugrundeliegenden Trends im Auge behalten.
Die Kernfragen sind nicht, in welchem Umfang die Fed den Leitzins erhöht, oder ob sich die USA in einer Rezession befinden.

Die Kernfragen sind beispielsweise, ob Dominos die Expansion vorantreiben und neue profitable Niederlassungen eröffnen kann. Oder aber, ob man durch Skaleneffekte die Profitabilität steigern kann.
Denn das ist schließlich die Grundlage für perspektivisch steigende Gewinne, Dividenden und anhaltende Buybacks.

Einzelne Quartale sind hingegen bedeutungslos. Rezessionen oder Inflation belasten mit Sicherheit das aktuelle Geschäft, haben aber keinerlei Aussagekraft darüber, wo Dominos im Jahre 2038 stehen wird.
Das gilt es haarscharf zu unterscheiden.

Aber es ist doch Rezession!

Domino’s Pizza ist mit mehr als 19.000 Niederlassungen bereits die weltweit größte Pizza-Kette, doch es werden ständig mehr.

Im letzten Quartal lag die Zahl der selbst betriebenen Filialen 16,9% über dem Vorjahresniveau, bei den Franchise-Stores lag das Plus bei 16,0%.

Gleichzeitig drückt die Inflation aktuell natürlich auf die Profitabilität und die Konsumlaune der Kundschaft, aber das eine ist ein zugrundeliegender Trend, das andere temporäres Störfeuer.

Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr von 4,36 auf 4,60 Mrd. USD steigen.
Das Ergebnis wird aber vermutlich von 13,60 auf 12,60 USD je Aktie sinken.

Im Gegenzug kletterte die Dividende vermutlich von 3,76 auf 4,40 USD je Aktie.

Ausblick und Bewertung

Blickt man ein bisschen weiter in die Zukunft, erwarten die Prognostiker für 2023 bereits einen Umsatz von 4,90 Mrd. USD und einen neuen Rekordgewinn von 14,80 USD je Aktie.

Das erscheint plausibel, denn in der Vergangenheit ist es Dominos immer gelungen, nach Krisen recht schnell wieder neue Rekordgewinne einzufahren.

Daher lag die P/E in den letzten fünf Jahren auch durchschnittlich bei 32,6 und seit dem Börsengang 2003 durchschnittlich bei 23,6.

Aktuell liegt die forward P/E bei 26,2. Je nach Bezugszeitraum befinden wir uns also in einer anderen Lage, allerdings ziemlich sicher auf einem rational vertretbaren Niveau.
Das war vor wenigen Monaten, als die P/E noch bei über 40 lag, nicht der Fall.

Eine realistische Renditeerwartung entspricht also im Bereich der erwarteten Wachstumsraten.
In den kommenden Geschäftsjahren werden Gewinnsteigerungen von 14-18% per annum erwartet, was aufgrund von historischen Wachstumsraten von 19% p.a. plausibel erscheint.
Größere Rücksetzer könnten sich demnach als Gelegenheiten herausstellen.

Chart vom 05.10.2022 – Kurs: 330 Kürzel: DPZ - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 05.10.2022 – Kurs: 330 Kürzel: DPZ – Wochenkerzen

Dominos ist an der Unterstützung bei 300 USD sowie dem dort verlaufenden Aufwärtstrend abgeprallt. Gelingt jetzt ein nachhaltiger Anstieg über 330 USD, könnte das eine Erholung in Richtung 375 USD einleiten.
Darüber wäre der Weg in Richtung 400 – 415 USD denkbar.

Antizyklische Investoren dürften hingegen darauf hoffen, dass die Aktie nochmal zum Support bei 300 USD zurückkehrt.

Fällt die Aktie unter 300 USD, wäre das aus Trading-Sicht das Ende, für Investoren würde der Spaß dann allerdings erst richtig anfangen. Womöglich käme es dann zu einem Rücksetzer in die Unterstützungszone bei 225 – 240 USD.