Daimler Aktie aktuell Daimler: Keine andere Aktie aus dem Dax ist so niedrig bewertet

News: Aktuelle Analyse der Daimler Aktie

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Zur Daimler Aktie

An Daimler scheiden sich die Geister. Einerseits scheint die Bewertung der Aktie außerordentlich niedrig zu sein, aber langfristig konnte man mit dem Autobauer trotzdem kaum Geld verdienen.
Wer zum falschen Zeitpunkt eingestiegen ist, zum Beispiel in der Nähe der Hochs aus dem Jahr 1998, 2007 oder 2015, der dürfte aktuell gerade so bei plus minus null sein.

Aktuell befindet sich Daimler also wieder auf dem Niveau der alten Hochs. Daher sollte man sich unbedingt die Frage stellen, ob „dieses Mal alles anders“ ist und die Aktie endlich zur Oberseite durchbricht, oder ob der Aktie das gleiche Schicksal wie damals droht.

Das Bear-Case

Aus Sicht der Bären ist die Sache klar. Aktien die Jahrzehnte nicht steigen, haben grundlegende Probleme und können sie in den seltensten Fällen lösen.

Es ist schließlich nicht so, als hätte man bei Daimler nicht auch vor zehn oder 20 Jahren alles unternommen, um den Konzern nachhaltig nach vorne zu bringen. Wirklich gelungen ist das allerdings nicht.

Dazu kommt ein zunehmend schwieriges Umfeld, der Wandel in Richtung Elektromobilität und voraussichtlich ein schrumpfender Automobilmarkt.
Das Thema Car-Sharing sollte man in diesem Zusammenhang nicht unterschätzen.

Wachstum Fehlanzeige

Darüber hinaus stagniert der Umsatz seit 2017 weitgehend, was die Margen unter Druck gebracht hat.
Der Gewinn ist in diesem Zeitraum von 10,53 auf 3,63 Mrd. Euro eingebrochen.

Zuletzt musste man sogar die Dividende von 3,25 auf 0,90 Euro je Aktie senken, auch wenn die nächste Erhöhung bereits ausgemachte Sache scheint.

Ein weiterer Belastungsfaktor könnte die aktuelle Chip-Krise sein. Daimler musste zuletzt wieder tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

Weitere Minuspunkte sammelt der Konzern beim Cashflow. In der Regel muss Daimler alles was man operativ erwirtschaftet, sofort wieder reinvestieren.

Das ist im Kern auch der Grund, warum für die Anleger „nur“ die Dividende bleibt und der Kurs nicht nachhaltig steigt.

Daraus resultiert auch die vergleichsweise hohe Verschuldung von 78,7 Mrd. Euro – nur knapp unter dem Börsenwert.

Keine ist so niedrig bewertet

Das wiederum erklärt die oberflächlich niedrige Bewertung. Jüngst titelte das Handelsblatt sogar „Keine andere Aktie aus dem Dax ist so niedrig bewertet, wie die Daimler-Aktie“.

Wenn man es oberflächlich betrachtet und Kleinigkeiten wie 78,7 Mrd. Euro an Schulden ignoriert, ist das richtig.

Dass große Zeitungen und Analystenhäuser die Daimler-Aktie derzeit geradezu bewerben, ist auch eher ein Warnsignal.
Derzeit empfehlen 22 von 29 Bankhäusern und Analysten die Aktie zum Kauf. Wo waren sie vergangenes Jahr im Crash?

Womöglich ist die Aufmerksamkeit, die das Unternehmen erhält, am Höhepunkt angekommen.

Das Bull Case

So viel zum Bear-Case. Für die Bullen sieht die Sache anders aus, es ist eben wie immer eine Frage der Perspektive.

Das aktuellste Thema ist sicherlich die Abspaltung der LKW-Sparte. Das könnte Bewegung in den Kurs bringen. Womöglich kann der Bereich eigenständig eine deutlich höhere Bewertung erzielen, was den Kurs von Daimler stützen würde.

Noch wichtiger ist aber, dass die Anteile an der LKW-Sparte an die Aktionäre von Daimler ausgeschüttet werden.
Steigt anschließend der Kurs, kann man entsprechende Gewinne einfahren.

Blickt man in die jüngere Vergangenheit, waren Abspaltungen für deutsche Aktionäre eine erfreuliche Angelegenheit.
Die Aktien von Siemens Healthineers und Siemens Energy sind nach der Abspaltung deutlich gestiegen.

Es läuft endlich wieder

Darüber hinaus kann man die Argumente der Bären auch teilweise entkräften. Es ist zwar richtig, dass Daimler enorme Schulden hat, ein bedeutender Teil davon entfällt allerdings auf das Leasinggeschäft.

Solange die Kunden die Kredite bedienen, verdient die Daimler Bank daran nicht mal schlecht.

Noch wichtiger ist aber sicherlich, dass man die langfristigen Schulden zuletzt deutlich senken konnte. Seit Ende 2019 von 95,64 auf 78,70 Mrd. Euro.

Das beste Argument für Daimler sind aber sicherlich die aktuellen Zahlen.

Das kann sich sehen lassen

Bereits im ersten Quartal konnte man 4,37 Mrd. Euro oder 4,01 Euro je Aktie verdienen – mehr als im ganzen Vorjahr.

Im zweiten Quartal hat sich der positive Trend fortgesetzt. Der Umsatz lag mit 43,48 Mrd. Euro über dem Vorkrisen-Niveau und das Ergebnis war mit 3,36 Euro je Aktie ebenfalls stattlich.
Endlich konnte man wieder zweistellige Umsatzrenditen erzielen.

Es wäre also gut möglich, dass Daimler die Erwartungen erfüllen und in diesem Jahr über 11 Euro je Aktie verdienen.
Aus dieser Warte wäre Daimler mit einem KGVe von 7,0 natürlich sehr günstig bewertet.

Das hat in der Vergangenheit allerdings auch nicht geholfen. Für Daimler ist eine Bewertung auf diesem Niveau normal.

Das wird sich nur ändern, wenn der freie Cashflow dauerhaft steigt und positiv bleibt.
Nur dann besteht eine Chance auf nachhaltig steigende Kurse.

Ein realistisches Bild

Kann Daimler an die starken letzten Quartale anknüpfen, könnte womöglich ein FCF von 6-8 Euro je Aktie erzielt werden.
Das KCVe läge demnach bei 12,8 oder weniger, was ein sehr viel realistischeres Bild ergibt als das niedrige KGV.

Die Bewertung ist also nicht so niedrig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Und ob Daimler dauerhaft einen positiven freien Cashflow erzielen kann, ist keineswegs sicher.

In Summe stehen die Chancen dafür, dass die Aktie endlich die alten Höchststände überschreitet, dennoch besser denn je.
Investoren sollten trotzdem eine größere Korrektur abwarten.

Chart vom 02.08.2021 Kurs: 77,17 Kürzel: DAI - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.08.2021 Kurs: 77,17 Kürzel: DAI – Tageskerzen

Aus technischer Sicht ist die Welt bei Daimler in Ordnung. Der Aufwärtstrend ist intakt und die Abspaltung der LKW-Sparte könnte die Fantasie der Anleger weiter beflügeln – auch wenn das am Geschäft selbst nichts ändert.

Mit dem Anstieg über 75,50 Euro wurde ein Kaufsignal mit möglichem Kursziel bei 80 Euro ausgelöst.
Darüber wäre der Weg in Richtung 83-85 Euro frei.

Womöglich werden in den nächsten Monaten auch die relevanten Hochs aus dem Jahr 2015 bei 90 und 95 angesteuert.
Auf diesem Niveau muss mit erhöhtem Abgabedruck gerechnet werden.

Fällt Daimler hingegen unter 73,75 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan. In diesem Szenario muss ein Rücksetzer zum Aufwärtstrend eingeplant werden.

Wird der Aufwärtstrend nachhaltig unterschritten, trübt sich das Chartbild deutlich ein.

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Vorherige Analysen der Daimler Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zahlreiche Anleger blicken wohl etwas zähneknirschend auf die Kursentwicklung des deutschen Automobilherstellers. Die Daimler-Aktie hatte im Laufe der vorigen Woche nämlich deutlich die Unterstützung bei 70 EUR durchbrochen und einige Investoren dürften hier wohl das Handtuch geschmissen haben.

Ein Ausstieg machte durch den Schlusskurs unter der Unterstützung auch erst einmal Sinn, doch der Durchbruch wurde aus technischer Sicht nicht bestätigt. Zwar gab es wie angesprochen einen Schlusskurs unter der besagten Marke, doch die Durchbruchskerze wurde nicht durch einen weiteren Schlusskurs darunter bestätigt. Die Bullen schlugen schnell zurück und hievten die Kurse wieder deutlich über das Niveau von 70 EUR. Nun gelang sogar die Rückeroberung der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50.

Expertenmeinung: Zwar wurde der Aufwärtstrend wurde zwar aus technischer Sicht gebrochen, doch Korrekturen gehören nun einmal zum Großen und Ganzen dazu. Aktuell könnte sich aus dem Fehlsignal nach unten eine neuerliche Aufwärtsbewegung bilden. Nach dem heftigen Comeback wäre jedoch eine kleine Verschnaufpause recht hilfreich. Sollte sich auf dem aktuellen Niveau eine kleine Bullenflagge oder ein Wimpel bilden, wäre gegebenenfalls ein gutes Setup für die laufende Handelswoche zu erwarten. Unsere Gesamteinstufung auf Daimler bleibt vorläufig auf der bullischen Seite.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 26.07.2021 Kurs: 75.45 Kürzel: DAI | Online Broker LYNX

Der Daimler-Konzern legte in der Nacht zum Donnerstag und damit knapp eine Woche vor dem regulären Bilanztermin (21.7.) vorläufige Ergebnisse vor. Die waren zwar mit Spannung erwartet worden, große Kursbewegungen lösten sie aber nicht aus. Wo lag das Problem?

Die Daimler-Aktie bildet seit Monaten ein potenzielles Topp aus. Kurz vor diesen Vorab-Zahlen hatte der Kurs die entscheidende Nackenlinie des Topps um 70 Euro getestet. Diese Daten hätten also eine perfekte Gelegenheit geboten, die Aktie deutlich von dieser Linie weg zu ziehen und damit das Risiko einer Abwärtswende entscheidend zu mindern. Doch so, Sie sehen es im Chart auf Tagesbasis, bleibt das Risiko eines Topps erhalten, es könnte sogar eine äußerst bärische Schulter-Kopf-Schulter-Formation entstehen. Und das, obwohl die Ergebnisse nicht schlecht, sondern im Gegenteil eigentlich stark waren.

Tageschart vom 15.07.2021, Kurs 73,18 Euro, Kürzel DAI | Online Broker LYNX

Daimler meldete zwei Zahlen: Den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) und den Return on Sales (RoS), der der EBIT-Gewinnmarge entspricht. Der Umsatz wurde, obgleich er die Basis für die vorgenannten Zahlen ist, nicht gemeldet, den mussten die Analysten und Anleger selbst ausrechnen. Das EBIT lag nach diesen vorläufigen Zahlen (die sich bis zum 21. Juli wohl kaum noch ändern werden) bei 5,185 Milliarden Euro, die EBIT-Marge bei 12,8 Prozent, daraus errechnet sich ein Umsatz von ca. 42 bis 43 Milliarden Euro. Ist das jetzt gut oder nicht?

Dass Daimler wieder einmal nicht die Vorjahreswerte benannte, sondern statt dessen darauf hinwies, wie weit diese Ergebnisse über den durchschnittlichen Analystenprognosen lag, mag viele nicht stören. Aber da es die vorherigen Ergebnisse sind und nicht die Prognosen, auf die es ankommt, wenn man als Investor die Lage beurteilen will, mag das einigen ein wenig „plakativ“ vorgekommen sein. Doch wer sich überlegt, ob er/sie hier ein- oder doch aussteigen soll, interessiert sich letztlich weniger für das „wie“ der Präsentation, sondern für deren Inhalt.

Der Vergleich zum Vorjahresquartal ist dabei nicht allzu hilfreich, denn da herrschte des Lockdowns wegen eine ganz andere Gemengelage. Welche tauglichen Vergleiche ließen sich anstellen? Zum einen der Vergleich zum Vorquartal: Das EBIT im ersten Quartal lag mit 5,748 Milliarden Euro höher als im zweiten mit 5,185 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorquartal leicht von 41 auf 42/43 Milliarden. Aber erst, wenn man das mit einem Jahr vergleicht, in dem Daimler noch sehr starke Gewinne erzielte, wird ein Bild daraus. Und dafür sind weder 2020 noch 2019 geeignet, denn 2020 war das Lockdown-Jahr, 2019 war von immensen Abschreibungen geprägt. Die wären beim EBITDA außen vor, beim EBIT nicht.

Daher ist es recht knifflig, auf EBIT-Basis Vergleiche zu ziehen, aber andere Zahlen hat Daimler ja nicht geliefert. Zieht man indes den Vergleich zu 2017 und 2018, wird deutlich, wie stark diese zusammengerechnet knapp 11 Milliarden Euro im EBIT sind, die der Konzern im ersten Halbjahr erreicht hat. Denn in den noch starken Jahren 2017 und 2018 lag dieses EBIT bei knapp 13 bzw. bei knapp 10,4 Milliarden Euro … für das jeweilige Gesamtjahr! Diese Vorab-Zahlen sind also sehr gut – aber wieso schoss der Aktienkurs dann nicht nach oben?

Das erklärt der Blick auf das längerfristige Chartbild auf Wochenbasis: Die Daimler-Aktie hatte zuvor einen Kurslevel erreicht, der eine Rückkehr zu den starken Jahren bereits einpreist: Das Jahreshoch von 80,41 Euro entsprach dem höchsten Kurs seit dem Herbst 2015! Daher hätte es wohl noch stärkerer Zahlen bedurft, um einen Befreiungsschlag nach oben auszulösen.

Der wäre dann denkbar, wenn das Unternehmen im Zuge der kommende Woche anstehenden, endgültigen Ergebnisse eine deutliche Anhebung der Gesamtjahresprognose und einen bullischen Vorausblick auf 2022 liefern würde. Aber solange sich der Kurs nicht von dieser Schlüsselzone zwischen 65 und 70 Euro, bestehend aus 200-Tage-Linie, mittelfristigem Aufwärtstrend und der Nackenlinie der potenziellen Schulter-Kopf-Schulter-Formation, lösen kann, bliebe eine Abwärtstrendwende ein unverändert denkbares Szenario.

Wochenchart vom 15.07.2021, Kurs 73,18 Euro, Kürzel DAI | Online Broker LYNX

Am 21. Juli wäre der reguläre Termin für die Quartalsbilanz des Daimler-Konzerns. VW hat bereits vorläufige Ergebnisse gemeldet. Zieht Daimler nach, müsste das sehr bald passieren. Käme da nichts, könnte das die Anleger noch nervöser machen, als sie schon sind.

Bei den Ergebnissen des ersten Quartals hatte Daimler genau eine Woche vor dem regulären Bilanztermin die vorläufigen Ergebnisse gemeldet. Bei Zahlen, die über den allgemeinen Erwartungen ausfallen, wird das gerne gemacht. Gibt es nichts zu jubeln, bleibt eine Vorab-Meldung aber auch schon mal aus. So gesehen wird es jetzt spannend. Denn dass die Marktteilnehmer nicht mehr so optimistisch sind, wie es im Zuge der Auto-Hausse zwischen November und April der Fall war, lässt sich im Chartbild nicht übersehen.

Auffällig ist dabei, dass die VW-Aktie nach den am Freitag vorab gemeldeten Rumpfdaten zur Bilanz kräftig davonzog, Daimler aber kaum mitlief. Man ist sich unsicher, ob man es wagen kann, die starke Entwicklung im Volkswagen-Konzern auf Daimler zu übertragen. Die Ergebnisse werden daher, ob sie vorab als vorläufige Daten kommen oder nicht, Weichen stellen.

Expertenmeinung: Immerhin muss die Frage beantwortet werden, ob das sehr gute Ergebnis des ersten Quartals auf einen Nachholeffekt zurückzuführen ist oder sich verstetigen wird. Zwar war Daimler im Zuge dieser Ende April vorgelegten Zahlen sehr optimistisch und hob die Margen-Prognose an. Aber gerade erst vergangene Woche meldete der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), dass das erste Halbjahr 2021 zwar seitens der deutschen Zulassungen im Pkw-Bereich 15 Prozent über dem ersten Halbjahr 2020 lag, dies aber dennoch das zweitniedrigste Niveau seit 1991 bedeutete. Wird der China-Absatz das kompensieren? Kann sich Daimler im positiven Sinne abkoppeln? Auf diese Fragen werden Antworten kommen. Spätestens eben am 21. Juli.

Aus charttechnischer Sicht hat sich die Aktie im Vorfeld der Ergebnisse in einen Bereich zurückgezogen, der schnelle Signale in beide Richtungen zulassen würde. Nicht gut ist, dass die Aktie zwar im Juni über das April-Hoch hinauslief, dann aber die Anschlusskäufe ausblieben. Im Bereich um 80 Euro wurde der Anstieg gestoppt … und nach mehrwöchigem Seitwärts-Geschiebe auf engstem Raum korrigierte der Daimler-Kurs dorthin, von wo er sich im Mai zu diesem bislang letzten Hoch aufgeschwungen hatte: an die 70 Euro-Marke.

Diese Linie bei 70 Euro, die übergeordnete Aufwärtstrendlinie bei 68 Euro und die knapp über 64,50 Euro verlaufende 200-Tage-Linie bilden zusammen die Entscheidungszone auf der Unterseite. Würde dieser Bereich durchbrochen, wäre der Weg nach unten erst einmal frei. Auf der Oberseite fände sich unter der 80 Euro-Marke nur ein potenzieller Widerstand in Form der heute bei ca. 76,10 Euro ankommenden 20-Tage-Linie. Gelänge ein Schlusskurs darüber, wäre damit dann auch diese 70 Euro-Marke verteidigt. Der Schwung eines solchen, erneuten Stärkebeweises der Bullen könnte dann allemal imstande sein, den Kurs nicht nur an, sondern auch über 80 Euro zu tragen. Aber das würde in jedem Fall absolut überzeugende Bilanzergebnisse voraussetzen … wir dürfen gespannt sein, Vorab-Zahlen könnten jetzt grundsätzlich jederzeit kommen.

Daimler-Aktie: Chart vom 12.07.2021, Kurs 73,26 Euro, Kürzel DAI | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Mitte 2020 haben wir in sämtlichen Analysen der Aktie des deutschen Automobilherstellers unsere Aussichten auf der bullischen Seite gelassen – absolut zu Recht. Die Daimler Aktie befindet sich in einer beeindruckenden Form und liefert schon seit Monaten einen stabilen Aufwärtstrend. Lediglich die Korrektur von April auf Mai gab Anlegern etwas zu denken, doch der Supportbereich rund um die Marke von 70 EUR konnte nachhaltig gehalten werden. Der Ausbruch aus der Bullenflagge im Mai markierte ein weiteres klares Kaufsignal in der Aktie und führte zu einem neuen Jahreshoch. Somit befindet sich der Titel weiterhin in einem klaren Aufwärtstrend, welcher aktuell nicht gefährdet scheint.

Expertenmeinung: Es sieht aktuell ganz danach aus, als ob die Bullen das Allzeithoch aus dem Jahr 2015 ins Visier nehmen würden. Dieses bildete sich bei exakt 96.08 EUR und könnte somit das nächste mögliche Kursziel der Daimler Aktie sein. Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich, dass auch der DAX seine stabile Aufwärtsbewegung beibehält. Hier ist darauf zu achten, dass wir in den kommenden Tagen möglichst keine Schlusskurse unter dem Niveau von 15.500 Punkte bekommen. Alles in allem stehen bei Daimler die Ampeln nach wie vor auf Grün und wir behalten unsere positive Gesamtbewertung bei.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.06.2021 Kurs: 78.38 Kürzel: DAI | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ende Januar, als sich die Kurse der Daimler-Aktie noch mit der Zone bei 60 EUR herumschlugen, hatten wir unser Kursziel auf 76 EUR angehoben. Diese Marke konnte mittlerweile wie nach Plan erreicht werden. Und es ist auch kein Wunder, dass hier die ersten deutlicheren Gewinnmitnahmen einsetzten. Aktuell finden sich im Chart jede Menge roter Kerzen, was den Verkaufsdruck dieser Tage doch deutlich unterstreicht. Die eingeleitete Korrektur stellt die Rallye auf die Probe und der Aufwärtstrend steht auf Messers Schneide. Die wohl wichtigste Marke ist der Bereich bei 70 EUR. Dieses Niveau darf keinesfalls gebrochen werden.

Expertenmeinung: Ob die Rallye auf aktuellem Kursniveau endet, hängt nun ganz davon ab, ob die Support-Ebene nachhaltig gehalten werden kann. Schlusskurse darunter würden bereits andeuten, dass der Trend womöglich vorüber ist. Dies wäre gleichzeitig auch der Übergang von einer bullischen in einen neutrale Verkaufsphase. Doch noch ist es nicht soweit und darum gibt es auch keinen Grund an der bullischen Gesamteinstufung der Aktie zu rütteln. Theoretisch könnten sich auch neue Kaufsignale bilden, sofern die Korrektur nach oben verlassen werden würde.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 11.05.2021 Kurs: 72.36 Kürzel: DAI | Online Broker LYNX