CTS Eventim Aktie aktuell Wie hat Eventim dieses Kunststück vollbracht?

News: Aktuelle Analyse der CTS Eventim Aktie

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CTS Eventim
ISIN: DE0005470306
Ticker: EVD
Währung: EUR

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Zur CTS Eventim Aktie

CTS Eventim ist ein international führender Anbieter in den Bereichen Ticketing und Live Entertainment.

Ein echter Marktführer

Neben dem Flaggschiff eventim.de gehören auch oeticket.com, ticketcorner.ch, ticketone.it und entradas.com zum Unternehmen. Über diese Plattformen, jedoch auch stationär und mobil verkauft Eventim jährlich rund 250 Millionen Eintrittskarten.

Was vielen Anlegern aber gar nicht bewusst ist, ist wie groß Eventim Live inzwischen geworden ist. Das Promoter Netzwerk umfasst mehr als 25 Veranstalter.

Darüber hinaus ist Eventim der Veranstalter von Festivals wie „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane“, „Southside“ und „Lucca Summer“ und der Betreiber der Lanxess Arena, der Waldbühne Berlin und dem Apollo in London.

Klarer Outperformer

All das hat dazu beigetragen, dass man den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 520 Mio. auf 1,44 Mrd. Euro steigern konnte.
Das Ergebnis kletterte von 0,44 auf 1,38 Euro je Aktie.

Das Geschäft ist nicht kapitalintensiv und gut skalierbar, daher konnte man die Dividende im selben Zeitraum von 0,21 auf 0,62 Euro je Aktie erhöhen.

Kein Wunder also, dass die Aktie ein Outperformer ist. Das Unternehmen bringt gleich eine ganze Reihe von wünschenswerten Eigenschaften mit, die man sich als Investor wünscht.

Daher hatte ich die Aktie über Jahre hinweg auch immer wieder empfohlen.

Ein Kunststück?

Die aktuelle Pandemie hat das Geschäft aber faktisch zum Erliegen gebracht, daher hatte ich zuletzt sogar vor der Aktie gewarnt.

Die These war einfach: Das Geschäft von CTS dürfte durch das Verbot von Großveranstaltungen und Konzerten quasi kollabieren und die Pandemie könnte sich durchaus noch eine ganze Weile ziehen.

Nach der Analyse sackte die Aktie auf 31,30 Euro ab, hat sich zuletzt aber wieder spürbar erholt.
Schaut man sich die gestern veröffentlichte Pressemitteilung zum ersten Halbjahr an, sieht es auch so aus, als wäre die Lage gar nicht so schlimm.

Der Umsatz ist zwar massiv eingebrochen, doch unter dem Strich hat man ein nahezu ausgeglichenes normalisiertes EBITDA erzielt.

Das konnte man vor allem durch massive Einsparungen erreichen. Um die Liquidität zu sichern, wurde die Dividende ausgesetzt und eine Kreditlinie gezogen.

So weit so gut, aber was bedeutet „normalisiertes EBITDA“?

Investorenlegende Charlie Munger bezeichnete das EBITDA dereinst als Frankenstein-Kennzahl. Damit hat er recht.
Dementsprechend steht es um das „normalisierte EBITDA“. Derartige Kennzahlen sollte man mit Vorsicht genießen.

Das passiert in Wirklichkeit

Wenn man es genau wissen möchte, muss man schon in den Konzernbericht eintauchen. Aber wer macht sich die Arbeit schon? Die meisten Börsenberichterstatter übernehmen schließlich nur Überschriften.
Tauchen wir gemeinsam ein.

Im ersten Quartal ist der Umsatz um 34,7%auf 184,6 Mio. Euro gesunken. Bei diesem Umsatzeinbruch war es ein wahres Glanzstück, dass das EBT lediglich bei -1,56 Mio. Euro lag.

Im zweiten Quartal ist der Umsatz allerdings 96,6% auf 13,9 Mio. Euro implodiert. Der Verlust (EBT) lag bei 57 Millionen Euro.
In Anbetracht des totalen Zusammenbruchs des Geschäfts ist aber auch dieser Verlust erstaunlich niedrig.

Mit einer Liquidität von 820 Mio. Euro könnte man auch eine längere Krise überstehen. Eventim sitzt vorerst fest im Sattel.

Nicht so wild?

Derartige Summen erzielt man sonst in einem guten Halbjahr als Gewinn.
Ein Verlust von 57 Mio. Euro ist aber dennoch etwas ganz anderes als der Anschein eines ausgeglichenen Ergebnisses, welches man mit dem normalisierten EBITDA vermitteln wollte.

Inzwischen bin ich wieder deutlich positiver gestimmt, selbst wenn sich die Krise noch länger ziehen wird.
Die Menschen werden weiterhin Konzerte, Festivals & Co. besuchen wollen und Eventim hat ausreichend Liquidität, um zu überleben, bis sich die Lage wieder verbessert.

Daher dürften die langfristigen Chancen überwiegen. Eventim hat in den letzten Monaten bewiesen, dass man die Krise bewältigen kann und sich deutlich besser geschlagen, als ich erwartet hätte.

Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

Chart

CTS Eventim hat einen Abwärtstrend überwunden und könnte kurz vor einem Kaufsignal stehen.
Können 37 Euro überwunden werden, wäre der Weg in Richtung 40 – 41 Euro frei. Darüber rücken 44 Euro in den Fokus.

Mehr als 10.700 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 21.08.2020 Kurs: 36,50 Kürzel: EVD - Wochenkerzen
Chart vom 21.08.2020 Kurs: 36,50 Kürzel: EVD – Wochenkerzen | Online Broker LYNX

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der CTS Eventim Aktie

Eigentlich hätte niemanden überraschen dürfen, was der Online-Ticket-Vermarkter CTS Eventim am Mittwoch als Ergebnis des ersten Quartals vorlegte. Das markante Minus, das die Aktie daraufhin hinnehmen musste, macht indes deutlich, dass viele eben doch überrascht waren, dass die Scharte, die der „Lockdown“ bei diesem Unternehmen hinterlassen hat, derart tief ist. CTS Eventim setzte in den ersten drei Monaten knapp 35 Prozent weniger um. Das Minus beim Gewinn, als EBITDA gerechnet, lag sogar bei 76 Prozent zum Vorjahresquartal. Und eine Prognose für den Rest des Jahres lieferte CTS Eventim nicht mit. Wie auch.

Wenn man sich erinnert, dass die Absagen von Veranstaltungen nur den letzten Monat des ersten Quartals betrafen, kann man sich ausmalen, wie das laufende Quartal ausfallen wird. Denn bis Ende Juni ist kaum damit zu rechnen, dass wieder größere Veranstaltungen stattfinden werden, so dass der Ticket-Verkauf weiter brach liegen wird. Und hinter den folgenden Quartalen steht ein Fragezeichen. Zwar wurde für Konzertveranstalter und Ticket-Vermarkter die Gutschein-Lösung geschaffen. Das heißt, dass, wer ein Ticket für eine wegen der Corona-Pandemie abgesagten Veranstaltung gekauft hat, kein Geld zurück erhält, sondern einen Gutschein. So konnte verhindert werden, dass Unternehmen wie CTS Eventim monetär mit einem Schlag ausbluten. Aber erst, wenn das operative Geschäft wieder ins Laufen kommt, ließe sich absehen, wie sich Umsatz, Gewinn und damit auch der Aktienkurs mittelfristig einordnen lassen. Und dieser Zeitpunkt muss nicht, kann aber noch fern sein.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur CTS Eventim Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Für die Anleger ist das eine überaus knifflige Situation. Denn wie man die Aktie in diesem Schwebezustand bewerten will, ist schlicht Ansichtssache. Kurzfristig liegt der Umsatz am Boden, an Gewinne ist nicht zu denken. Irgendwann wird das natürlich anders sein. Was sich aber aktuell nicht abschätzen lässt ist, wann die Großveranstaltungen wieder beginnen, wie stark dann die Teilnehmerzahl begrenzt werden muss und wie sie vom Publikum aufgenommen werden. Daher ist jegliche Einschätzung eines „fairen Werts“ für die Aktie der Grundlage beraubt. Wer davon ausgeht, dass die Normalität bald zurückkehrt, könnte dem Kurs deutlich Spielraum nach oben zubilligen. Wer der Meinung ist, dass Großveranstaltungen auf lange Zeit nicht in der früheren Art möglich sein werden, würde die Aktie deutlich tiefer sehen. Momentan steht die zweite Gruppe kurz davor, sich durchzusetzen:

Die CTS Eventim-Aktie hatte nach einer kurzen, aber kräftigen Gegenreaktion eine leicht „hängende“ Seitwärtsbewegung etabliert, die man als konsolidierende Keilformation sehen kann. Eine Trendbestätigungsformation also, die tendenziell die Fortsetzung der Erholung avisierte. Jetzt steht dieser Keil aber unmittelbar davor, in die falsche Richtung, nach unten, verlassen zu werden. Zum Handelsende des Mittwochs gelang es gerade noch, den Ausbruch nach unten auf Schlusskursbasis zu verhindern. Aber noch ist diese Möglichkeit nicht vom Tisch. Und da sich oberhalb des bisherigen Baisse-Tiefs, am 18. März bei 25,54 Euro ausgebildet, keine Unterstützungen herausgebildet haben, wäre ein Test dieses Tiefs durchaus möglich. Denn diese harsche Reaktion auf eigentlich nicht überraschende Bilanzzahlen zeigt, dass da noch einiges an Hoffnungen im Markt war, der Aktie also die potenziellen Verkäufer noch nicht ausgegangen sind.

CTS Eventim Aktie Chart vom 20.05.2020, Kurs 34,72 Euro, Kürzel EVD | Online Broker LYNX

Wir leben in verrückten Zeiten, das System ist aber schon seit der Finanzkrise erkrankt. Covid-19 war nur der Brandbeschleuniger, der jetzt alles ins Wanken gebracht hat.
Dass Öl auf -37 USD gefallen ist, ist nur Symptom. Die eigentlichen Probleme reichen viel tiefer.

Ich bin eher der Typ Dauer-Optimist und Permabulle, doch selbst mir vergeht es derzeit. Von Tag zu Tag wird offensichtlicher, dass der Neustart der Wirtschaft sehr viel schwieriger wird, als alle Welt erwartet hatte.

Ich glaube nicht, dass die Wirtschaft eine V-förmige Erholung hinlegen wird. Man muss sich nur umsehen. Die Einzelhändler haben wieder geöffnet, doch sind die Läden in Ihrer Heimatstadt wieder gut gefüllt? Bei mir um die Ecke nicht.
Ist es bei Ihnen auch so? Ich würde mich über Rückmeldungen auf Guidants sehr freuen. Das hilft uns allen, die Lage besser einzuschätzen.

Das wurde übersehen

Ein Thema wurde bisher auch viel zu wenig diskutiert. Wenn man von heute auf morgen die größten Hilfspakete der Menschheitsgeschichte beschließt, dann werden zwangsläufig auch Fehler gemacht.
Betrug ist nur das kleinste Problem. Es handelt sich schließlich um den größten Transfer von Vermögen, den es jemals gab.

Es dürfte wohl niemanden geben, der ernsthaft denkt, dass das keine negativen Konsequenzen haben wird. Doch wie sehen die aus? Niemand kann es auch nur annähernd abschätzen. Die Theorien gehen so weit auseinander, wie nur irgend möglich.

Das ist sicher

Heute ist also eine Sache wichtiger, als jemals zuvor: Man muss mit gesicherten Fakten arbeiten.
Was bedeutet das? Wir wissen was bereits passiert ist und gerade passiert. Damit müssen Sie arbeiten. Vergessen Sie Modelle und Vorhersagen – wann lagen die Prognostiker jemals richtig?

Was wir sicher wissen: Verschiedene Branchen werden unterschiedlich hart getroffen. Und wir wissen, welche Branchen hart getroffen werden. Wir wissen auch, dass hohe Schulden in dieser Situation umso problematischer sind.
Die Aktienkurse spiegeln das zum Teil aber nicht wider.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Carriage Services ist einer der führenden Bestatter in den USA. Die Aktie hat fast die Hälfte an Wert verloren, doch schadet Corona dem Geschäft wirklich so sehr? Man kann wohl mit Sicherheit sagen, dass das nicht der Fall ist.
Man könnte sogar bullische Argumente finden.

Was sollte man meiden?

Wie sieht es aber auf der anderen Seite aus? Es ist vollkommen klar, was man meiden sollte.
Unternehmen, die kein Geld verdienen, ständig Fremdkapital benötigen und hohe Schulden haben.
Branchen die zyklisch anfällig sind oder aktuell stark betroffen: Autobauer, – Zulieferer, Halbleiter, Einzelhandel, Tourismus.

Spielen Sie es einfach durch!

Es wird dauern, diese Krise zu verdauen. Wahrscheinlich viel länger, als bisher angenommen.
Spielen Sie es doch einfach in Gedanken durch. Nehmen wir an, heute würde ein Wundermittel gefunden, welches jeden Patienten zu 100% heilen kann. Auf magische Weise hätten wir außerdem ausreichend davon auf Lager, Milliarden von Dosen.
Morgen geht es also los. Totale Lockerung, Restaurants öffnen, die Flugzeuge fliegen wieder.

Leider ändert das am bereits angerichteten wirtschaftlichen Schaden nichts. Nicht durchgeführte Reisen, Kino- und Restaurantbesuche. Lohnausfälle, verlorene Jobs usw.
Ein Teil der Bevölkerung wird sich weiterhin vorsichtig verhalten und zum Beispiel nicht in Restaurants gehen.
Bereits jetzt muss man mit massiven Zweit- und Drittrundeneffekten rechnen.

Lange gewartet

Einen Wirtschaftsbereich trifft es besonders hart. Für Konzerte, Festivals & Co. sieht es vorerst ganz schlecht aus. Großveranstaltungen sind mindestens bis zum 31. August untersagt.
Und auch danach wird es keine vollkommene Lockerung geben.
Teilweise reagieren die Veranstalter bereits selbst. Das Oktoberfest wurde kurzerhand abgesagt.

Das bringt mich zu CTS Eventim. Die Aktie zählte in der Vergangenheit zu den großen Outperformern. Schönes Wachstum, hochprofitabel, starker Cashflow.
Genau das, was man als Investor im Depot haben möchte.

Doch wie stark ist das Geschäft von CTS betroffen? Das Hauptgeschäft mit Ticketverkäufen dürfte gegen null tendieren.
Ebenso das Promoter-Netzwerk Eventim Live. Konzerte abgesagt.

Darüber hinaus ist Eventim der Veranstalter von Festivals wie „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane“, „Southside“, „Lucca Summer“ und der Betreiber der Lanxess Arena, der Waldbühne Berlin und dem Apollo in London.
Das fällt alles weg.

CTS Eventim hat glücklicherweise Barreserven und kaum Schulden. Doch bereits jetzt ist klar, dass dem Unternehmen Monate an Einnahmen entgehen werden. Es ist nur noch die Frage wie viele.

Vom Tief hat die Aktie aber um 70% zugelegt. Man sollte auf dem aktuellen Niveau also äußerst vorsichtig sein.
Aus charttechnischer Sicht könnte die Aktie gerade eine Top-Formation ausbilden.
Fällt CTS unter 37 Euro kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 35 sowie 31,25 Euro.

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Chart vom 21.04.2020 Kurs: 37,30 Kürzel: EVD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

CTS Eventim ist ein international führender Anbieter in den Bereichen Ticketing und Live Entertainment.

Das wissen viele Anleger gar nicht

Zuletzt hatte ich CTS Eventim Juni vergangenen Jahres zum Kauf empfohlen. Anschließend legte die Aktie von 41 auf 61 Euro zu. Jetzt ist es endlich zu einer Korrektur gekommen.
Es lohnt sich also, die Lage neu zu sondieren, denn an meiner grundlegend positiven Einschätzung hat sich nichts geändert. Die Aktie ist mit gutem Grund ein Outperformer:

Neben dem Flaggschiff eventim.de gehören auch oeticket.com, ticketcorner.ch, ticketone.it und entradas.com zum Unternehmen.
Über diese Plattformen, jedoch auch stationär und mobil verkauft Eventim jährlich rund 250 Millionen Eintrittskarten.

Ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens ist zudem das Promoter-Netzwerk Eventim Live, welches mehr als 25 Veranstalter umfasst.
Darüber hinaus ist Eventim der Veranstalter von Festivals wie „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane“, „Southside“ und „Lucca Summer“ und der Betreiber der Lanxess Arena, der Waldbühne Berlin und dem Apollo in London.

Im Extremfall

Eventim hat sich von einem Ticketverkäufer zu einem Marktführer im Bereich Ticketing und Live-Events entwickelt und das schlägt sich auch in Zahlen nieder.
In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 467 Mio. auf 1,24 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Gewinn kletterte von 0,41 auf 1,23 Euro je Aktie.

Das Geschäft ist nicht kapitalintensiv, der freie Cashflow liegt regelmäßig über dem gemeldeten Gewinn. Daher kann man sich auch problemlos eine Dividende leisten. Die Ausschüttung wurde im selben Zeitraum von 0,15 auf 0,62 Euro je Aktie angehoben, woraus sich derzeit eine Dividendenrendite von 1,30% ergibt.

CTS Eventim ist einer der Fälle, bei dem man sich als Aktionär auch Buybacks wünschen würde. Die Charakteristiken des Geschäftsmodells sind wie dafür gemacht, für Anleger würde es echten Mehrwert schaffen.
Leisten könnte man es sich auch. Das Unternehmen hat keinen nennenswerten Schulden und rund 600 Mio. Euro an Barmitteln. Damit könnte man im Extremfall ein Zehntel der eigenen Aktien kaufen.

Aktuelle Lage und Ausblick

Das laufende Geschäftsjahr passt perfekt in das langfristige Bild. In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 16,5% auf 1,07 Mrd. Euro. Die Marge verbesserte sich, EBITDA und EBIT legten jeweils um mehr als 20% zu.
Das Ergebnis stieg um 13,9% auf 0,75 Euro je Aktie.

Für das Gesamtjahr wird ein Gewinnsprung von 1,23 auf 1,39 Euro je Aktie erwartet, im neuen Jahr sollen es bereits 1,55 Euro werden.
CTS Eventim kommt somit auf ein KGVe von 37,6. Im laufenden Kalenderjahr dürfte der Wert dann auf 33,4 sinken.

Die Aktie geht also nicht gerade als klassisches Schnäppchen durch, doch das KGV von Eventim liegt eigentlich immer über 30. Die Qualitäten des Unternehmens fallen eben nicht nur uns auf – sie sind allzu offensichtlich.
Auf Cashflow-Basis und inklusive der Vermögenswerte relativiert sich die hohe Bewertung allerdings. Der EV/FCF liegt bei 15.

Charttechnik

Eventim ist auf den kurzfristigen Aufwärtstrend zurückgekehrt. Aktive Trader könnten hier auf eine Erholung in Richtung 54 und 56 Euro spekulieren.

Langfristige Anleger sollten über einen schrittweisen Einstieg nachdenken, womöglich mit zunehmender Positionsgröße, je tiefer es geht. Als erstes könnte sich Bereich zwischen 50 und 52,50 anbieten, darunter die Unterstützungen bei 47 sowie 43 und 40 Euro.

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Chart vom 25.02.2020 Kurs: 52,20 Kürzel: EVD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Börsenregeln gibt es reichlich. Viele sind Unfug, einige hingegen seit eh und je ein guter Rat. So beispielsweise die Regel, dass es an der Zeit ist zu kaufen, wenn auf schlechte Nachrichten hin keine Verkäufe mehr aufkommen. Das deutet an, dass mittlerweile ausgestiegen ist, wer verkaufen wollte und dem Markt die Verkäufer und Baissiers ausgehen. Ein solches Phänomen sahen wir um Weihnachten 2018. Da heißt es dann rauf auf den Zug und festhalten, bis der aus den Schienen springt. Nun weiß man nie vorher, wann das passieren wird. Und manchmal, so wie derzeit, kann man gar nicht glauben, wie lange das gut geht. Da stellt sich die Frage, woher die Hinweise kommen sollen, dass es Zeit ist, den Gewinn vom Tisch zu nehmen und sich zu verabschieden. Da ist erneut diese alte Regel hilfreich, denn sie gilt auch umgekehrt:

Kommen nach guten Nachrichten keine Käufe mehr, sind dem Markt offenbar die Käufer ausgegangen, Da wäre es dann kein Schaden, sich nach dem Ausgang umzusehen. Und genau dieses Phänomen sahen die Anleger am Dienstag beim Event-Organisator und Ticket-Vermarkter CTS Eventim. Denn dessen Quartalsbilanz war gut. Die Reaktion am Markt aber war es nicht.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur CTS Eventim Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: CTS Eventim hatte am Morgen mit überzeugenden Ergebnissen aufgewartet. Der Umsatz war im dritten Quartal um 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen überproportional um 42,3 Prozent. Da hätte man einen ordentlichen Satz der Aktie nach oben erwarten können. Aber der blieb aus. Offenbar reichten diese starken Zahlen also nicht, um neue Käufer zu mobilisieren. Warum? Da spielt die Bewertung ebenso eine Rolle wie die Charttechnik:

Auch, wenn man die durchschnittliche Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich höher ansetzt als das, was die Analysten aktuell noch im Konsens erwarten (1,44 Euro) und da einmal 1,70 Euro pro Aktie annehmen würde, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis bei über 30. Was nicht zu teuer wäre, wenn man erwarten könnte, dass der Gewinnanstieg im derzeitigen Tempo auch 2020 und 2021 weitergeht. Aber das zu unterstellen wäre in einem so konsumabhängigen Bereich gewagt. Die Aktie wirkt daher jetzt bereits gut bewertet. Und hat zugleich die obere Begrenzung des breiten Aufwärtstrendkanals erreicht, die den Kurs seit Dezember 2018 begleitet und ihm in der Spitze, gerechnet vom Tief im Dezember 2018, zu einem Plus von 78 Prozent verhalf. Gute Nachrichten, keine Käufe: Da sollte man jetzt genau hinschauen. Sollte die Kreuzunterstützung, die gestern bereits verteidigt werden musste, zusammengesetzt aus dem Juli-Aufwärtstrend und der 20-Tage-Linie durch Schlusskurse unter 52,50 Euro hinreichend deutlich brechen, würde ein Test der mittelfristigen Supportlinien bei 46 Euro (untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals) und 44,35 Euro (200-Tage-Linie) deutlich wahrscheinlicher!

CTS Eventim Aktie Chart vom 05.11.2019, Kurs 53,65 Euro, Kürzel EVD | Online Broker LYNX

CTS Eventim ist ein international führender Anbieter in den Bereichen Ticketing und Live Entertainment.

Marktführer

Neben dem Flaggschiff eventim.de gehören auch oeticket.com, ticketcorner.ch, ticketone.it und entradas.com zum Unternehmen.
Über diese Plattformen, jedoch auch stationär und mobil verkauft Eventim jährlich rund 250 Millionen Eintrittskarten.

Ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens ist zudem das Promoter-Netzwerk Eventim Live, welches mehr als 25 Veranstalter umfasst.

Darüber hinaus ist Eventim der Veranstalter von Festivals wie „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane“, „Southside“ und „Lucca Summer“ und der Betreiber der Lanxess Arena, der Waldbühne Berlin und dem Apollo in London.

Eventim hat sich von einem Ticketverkäufer zu einem Marktführer im Bereich Ticketing und Live-Events entwickelt und das schlägt sich auch in Zahlen nieder.

Outperformer mit Grund

CTS Eventim konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 467 Mio. auf 1,24 Mrd. Euro steigern.
Gleichzeitig kletterte das Ergebnis von 0,41 auf 1,23 Euro je Aktie.

Darüber hinaus ist das Geschäft nicht kapitalintensiv. Nur ein Bruchteil der operativ erwirtschafteten Mittel müssen und mussten reinvestiert werden, um das erhebliche Wachstum zu finanzieren.
Daher ist die Bilanz solide und Kapitalerhöhungen waren auch nicht notwendig.

Dementsprechend ist es auch keine Überraschung, dass die Aktie ein langfristiger Outperformer ist. Das Unternehmen hat eine ganze Reihe von Eigenschaften, die man sich als Investor wünscht.

Ausblick und Bewertung

CTS Eventim hat die grundlegenden Hürden für ein Investment also problemlos übersprungen, jetzt muss „nur“ noch der Preis stimmen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 20% auf 1,24 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Margen waren allerdings rückläufig und daher kletterte der Gewinn lediglich um 4,2% auf 1,23 Euro je Aktie.

Im ersten Quartal 2019 legte der Umsatz um 3,0% auf 282,7 Mio. Euro zu und das Ergebnis von 0,27 auf 0,28 Euro je Aktie.

Nüchtern betrachtet muss man leider sagen, dass die Dynamik zuletzt nachgelassen hat. Das kam bei den Anlegern nicht gut an und daher kam die Aktie nach den Zahlen und spürbar unter Druck.

Für das Gesamtjahr wird dennoch ein Anstieg des Gewinns von 1,23 auf 1,40 Euro je Aktie erwartet, was einem Plus von 14% entspricht.

Darüber hinaus soll die Dividende von 0,62 auf 0,69 Euro je Aktie klettern, die Rendite liegt somit bei 1,7%.

Eventim kommt derzeit auf ein KGV von 33,5 und ein KGVe von 29,4.

Im Verhältnis zum Wachstum sowie den Charakteristiken und der Perspektive des Unternehmens ist das fair. Auch in der Vergangenheit lag das KGV meist über 30.
Ein Schnäppchen ist es dennoch nicht – im Dezember war das aber der Fall, als das KGVe zeitweise unter 25 lag.

Eventim kommt derzeit auf ein EV/FCF von 13. Auf Cashflow-Basis ist die Bewertung also deutlich attraktiver.
Das deutet darauf hin, dass das Unternehmen profitabler ist, als ein Blick auf das KGV erahnen lässt.

Das EuGH-Urteil ist ein Rückschlag

Eventim hat den vorläufigen Zuschlag für die Erhebung der PKW-Maut in Deutschland erhalten.
Nach dem EuGH-Urteil, wonach die Maut gegen EU-Recht verstößt, hängt der Auftrag in der Schwebe.

Keine Kleinigkeit, denn die Verträge hätten eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren und wären wohl zwei Milliarden Euro schwer.

Das ist für Eventim keine erfreuliche Entwicklung, doch man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Bisher ist das Unternehmen auch ohne Maut gut über die Runden gekommen. Es ist nur ein „Bonus“, wenn auch ein großer.

Es ist auch gut möglich, dass sich Deutschland und die EU bis zur geplanten Einführung der Maut im Jahr 2021 einigen werden und sie doch kommt.

Als Anleger sind aber vor allem die Kursreaktionen auf verschiedene Szenarien wichtig. Erfolgt keine Einigung, ist das keine Neuigkeit. Es ist durchaus möglich, dass sich die Aktie nicht großartig bewegt.
Was aber, wenn es an dieser Front positive Nachrichten gibt? Die Laune der Anleger dürfte sich aufhellen und die Aktie steigen.

Charttechnik

CTS Eventim bewegt sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Nach dem Rücksetzer vom Allzeithoch wurde die Aktie an der Unterstützung bei 40 Euro aufgefangen.
Kurzfristig kann man also auf eine Erholung hoffen. Selbst eine Rückkehr an das Allzeithoch ist nicht ausgeschlossen

Fällt die Aktie hingegen unter 40 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 37,50 und 35 Euro.

Kommt Eventim in den Bereich zwischen 37,50 und 35 Euro zurück, würde sich für Investoren und antizyklische Anleger ein Einstieg anbieten.

Mehr als 5.400 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 18.06.2019 Kurs: 41,20 Kürzel: EVD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker