CTS Eventim Aktie aktuell CTS Eventim: Hier wäre ein Fallschirm höchst ratsam!

News: Aktuelle Analyse der CTS Eventim Aktie

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CTS Eventim
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Zur CTS Eventim Aktie

Am Donnerstag legte der Event-Veranstalter und Ticket-Vermarkter CTS Eventim seine Neun-Monats-Bilanz vor. Sie war fatal. Und niemand hätte etwas anderes erwarten können. Denn kaum ein börsennotiertes Unternehmen traf die Corona-Krise und die Lockdowns brutaler als dieses. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten 2020 79 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Und man muss „nur“ sagen, weil die ersten zwei Monate 2020 ja noch normal liefen. Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag bei 17,7 Millionen Euro, netto betrug das Minus sogar 61,8 Millionen, nach einem Gewinn von 72,3 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2019.

Hätte man den Chart nicht zur Hand, würde man mutmaßen, dass die Aktie am Boden liegen müsste. Vor allem, weil der derzeitige Lockdown erneut die Veranstalter umsatzlos macht und zu fürchten ist, dass eben dieser Lockdown noch Wochen, im Extremfall Monate andauert. Aber nein: Die Aktie notiert nicht allzu weit unter dem Tageshoch des 24. Februars, des Tages, an dem hier der große Selloff begann. Am Tageshoch des 9. Novembers hatten bis zu diesem Ausgangspunkt des Abstiegs sogar nur noch zwei Euro gefehlt. Was geht hier vor?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur CTS Eventim Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Man könnte es so umschreiben: Diejenigen, die die Aktie auf diesem Kursniveau, das etwa 100 Prozent über dem März-Tief liegt, kaufen, projizieren die Rückkehr zur Normalität, die mit dem Ende der Corona-Problematik einhergehen könnte. Das kann man damit begründen, dass CTS Eventim, wenn nicht 2021, so doch 2022 wieder die Gewinnlevels von 2019 erreichen wird. Und sie vielleicht sogar überschreitet, weil dann womöglich viele Konzerte und Veranstaltungen nachgeholt werden. Das Problem ist, dass man da sehr weit in die Zukunft blickt. Wäre dieses Denken „schussfest“, könnte man das auch bei allen anderen Unternehmen praktizieren, indem man einfach die in keiner Weise absehbaren, aber erhofften Gewinne in zwei oder drei Jahren als Basis dafür nimmt, ob eine Aktie jetzt kaufenswert ist.

De facto ist das eine äußerst riskante Spekulation. Dass die Aktie in der Spitze 35 Prozent nach oben schoss, als am 9. November die erste Meldung über einen zulassungsbereiten Impfstoff hereinkam, unterstreicht das. Denn bis es zu einer flächendeckenden Impfung kommt, die eine Normalisierung in Sachen Events ermöglichen könnte, würde es mindestens Frühjahr, womöglich Sommer. Und auch dann wäre zu vermuten, das Abstands- und Hygieneregeln dazu führen, dass sich die Zahl möglicher Tickets halbiert.

Die Analysten sind im Gegensatz zu denen, die hier kaufen und die Aktie in Richtung der vorherigen Levels tragen, geteilter Ansicht. Die Lager mit Einschätzungen „Kaufen“, „Halten“ und „Verkaufen“ sind derzeit gleich groß, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 41 Euro – und ist weit überboten. Dass CTS Eventim am Freitag vier Prozent zulegte, nachdem die Commerzbank ihr Kursziel anhob, klingt in einem solchen, von großen Erwartungen geprägten Umfeld zwar im ersten Moment logisch. Aber nicht, wenn man sieht, dass die Commerzbank das Ziel nur von 40 auf 44 Euro anhob und die Aktie mit „Halten“ beurteilt.

Hier sollte man, wenn, dann nur mit Fallschirm dabei sein. Und spätestens, wenn die CTS Eventim mit Schlusskursen klar unter 44 Euro wieder in den unlängst nach oben verlassenen Seitwärtstrendkanal zurückkehrt, sollte man die Reißleine ziehen!

CTS Eventim Aktie: Chart vom 20.11.2020, Kurs 51,05 Euro, Kürzel EVD | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der CTS Eventim Aktie

Bevor den Anlegern Ende Februar schlagartig klar wurde, dass ein anstehender Lockdown die Geschäftsgrundlage des Event- und Ticketspezialisten CTS Eventim im D-Zug-Tempo gegen null herunterfahren würde, notierte die Aktie um 59 Euro. Am Dienstagabend schloss sie ca. 18 Euro unter diesem Niveau, aber 16 Euro über dem Jahres-Verlaufstief vom März. Der halbe Weg zurück wäre also in etwa absolviert. Doch das gilt nur für den Kurs, nicht für die Bilanz des Unternehmens.

Denn nach wie vor sind Großveranstaltungen, die „Cash Cow“ von CTS Eventim, nicht möglich. Wie viel Umsatz der Ticketvermarkter im jetzt endenden dritten Quartal machen konnte, ist zwar noch offen. Aber man kann sich eigentlich anhand der europaweiten Einschränkungen denken, dass da wohl zu viel zum Sterben, aber zu wenig zum Leben dabei heraussprang. Im ersten Halbjahr brach der Umsatz insgesamt um über 70 Prozent ein, speziell im zweiten Quartal betrug das Umsatzminus 96,6 Prozent. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wurde nach +109,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019 in den ersten sechs Monaten 2020 zu einem Verlust von 3,5 Millionen. Und das auch nur, weil es gelang, eine Gutscheinregelung zu etablieren, wodurch verkaufte Tickets für ausgefallene Veranstaltungen gutgeschrieben und nicht zurückgezahlt werden müssen. Dass die Aktie trotzdem Anfang August durchstartete und bis Mitte September stieg, war angesichts dieses Hintergrunds erstaunlich. Was steckte dahinter?

Expertenmeinung: In erster Linie wohl die Hoffnung, dass Medikamente und Impfstoffe bald flächendeckend verfügbar sind und so Großveranstaltungen wieder möglich werden. Denn das, was derzeit wieder machbar ist, sind kleinere Events, die im Vergleich zu den vorherigen Umsätzen des Unternehmens bestenfalls ein Rinnsal sein können. Das allerdings ist eine fragile Hoffnung, die wohl imstande ist, eine Aktie von einer Unterstützung weg höher zu tragen, wie das bei der Verteidigung des Mai-Tiefs Ende Juli/Anfang August gelang. Ob das aber, nachdem jetzt die Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie wieder zunehmen, ausreicht, den Kurs auch über massive charttechnische Widerstände zu tragen, ist fraglich.

Chart vom 29.09.2020, Kurs 41,34 Euro, Kürzel EVD | Online Broker LYNX

Sie sehen, dass CTS Eventim an den Widerstandsbereich 44,10/45,12 Euro herangelaufen war, dort aber nicht weiterkam, was auch daran gelegen haben dürfte, dass die 200-Tage-Linie diesen Bereich erreicht hat und dadurch als zusätzliche Hürde wirkt. Derzeit versucht man den Kurs zwar in Schlagdistanz zu diesem Widerstandsbereich zu stabilisieren, um die Chance auf einen Ausbruch nach oben aufrechtzuerhalten. Aber der müsste erst einmal mit Schlusskursen über 45,12 Euro gelingen und sollte von klar positiven Nachrichten begleitet werden, um ihm über den Weg zu trauen. Auf der Gegenseite könnte ein Schlusskurs unterhalb des Vorwochen-Verlaufstiefs von 40,74 Euro schon reichen, um die Aktie wieder auf den Weg an die Supportzone 31,36/32,46 Euro und damit „zurück auf Los“ zu schicken.

CTS Eventim ist ein international führender Anbieter in den Bereichen Ticketing und Live Entertainment.

Ein echter Marktführer

Neben dem Flaggschiff eventim.de gehören auch oeticket.com, ticketcorner.ch, ticketone.it und entradas.com zum Unternehmen. Über diese Plattformen, jedoch auch stationär und mobil verkauft Eventim jährlich rund 250 Millionen Eintrittskarten.

Was vielen Anlegern aber gar nicht bewusst ist, ist wie groß Eventim Live inzwischen geworden ist. Das Promoter Netzwerk umfasst mehr als 25 Veranstalter.

Darüber hinaus ist Eventim der Veranstalter von Festivals wie „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane“, „Southside“ und „Lucca Summer“ und der Betreiber der Lanxess Arena, der Waldbühne Berlin und dem Apollo in London.

Klarer Outperformer

All das hat dazu beigetragen, dass man den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 520 Mio. auf 1,44 Mrd. Euro steigern konnte.
Das Ergebnis kletterte von 0,44 auf 1,38 Euro je Aktie.

Das Geschäft ist nicht kapitalintensiv und gut skalierbar, daher konnte man die Dividende im selben Zeitraum von 0,21 auf 0,62 Euro je Aktie erhöhen.

Kein Wunder also, dass die Aktie ein Outperformer ist. Das Unternehmen bringt gleich eine ganze Reihe von wünschenswerten Eigenschaften mit, die man sich als Investor wünscht.

Daher hatte ich die Aktie über Jahre hinweg auch immer wieder empfohlen.

Ein Kunststück?

Die aktuelle Pandemie hat das Geschäft aber faktisch zum Erliegen gebracht, daher hatte ich zuletzt sogar vor der Aktie gewarnt.

Die These war einfach: Das Geschäft von CTS dürfte durch das Verbot von Großveranstaltungen und Konzerten quasi kollabieren und die Pandemie könnte sich durchaus noch eine ganze Weile ziehen.

Nach der Analyse sackte die Aktie auf 31,30 Euro ab, hat sich zuletzt aber wieder spürbar erholt.
Schaut man sich die gestern veröffentlichte Pressemitteilung zum ersten Halbjahr an, sieht es auch so aus, als wäre die Lage gar nicht so schlimm.

Der Umsatz ist zwar massiv eingebrochen, doch unter dem Strich hat man ein nahezu ausgeglichenes normalisiertes EBITDA erzielt.

Das konnte man vor allem durch massive Einsparungen erreichen. Um die Liquidität zu sichern, wurde die Dividende ausgesetzt und eine Kreditlinie gezogen.

So weit so gut, aber was bedeutet „normalisiertes EBITDA“?

Investorenlegende Charlie Munger bezeichnete das EBITDA dereinst als Frankenstein-Kennzahl. Damit hat er recht.
Dementsprechend steht es um das „normalisierte EBITDA“. Derartige Kennzahlen sollte man mit Vorsicht genießen.

Das passiert in Wirklichkeit

Wenn man es genau wissen möchte, muss man schon in den Konzernbericht eintauchen. Aber wer macht sich die Arbeit schon? Die meisten Börsenberichterstatter übernehmen schließlich nur Überschriften.
Tauchen wir gemeinsam ein.

Im ersten Quartal ist der Umsatz um 34,7%auf 184,6 Mio. Euro gesunken. Bei diesem Umsatzeinbruch war es ein wahres Glanzstück, dass das EBT lediglich bei -1,56 Mio. Euro lag.

Im zweiten Quartal ist der Umsatz allerdings 96,6% auf 13,9 Mio. Euro implodiert. Der Verlust (EBT) lag bei 57 Millionen Euro.
In Anbetracht des totalen Zusammenbruchs des Geschäfts ist aber auch dieser Verlust erstaunlich niedrig.

Mit einer Liquidität von 820 Mio. Euro könnte man auch eine längere Krise überstehen. Eventim sitzt vorerst fest im Sattel.

Nicht so wild?

Derartige Summen erzielt man sonst in einem guten Halbjahr als Gewinn.
Ein Verlust von 57 Mio. Euro ist aber dennoch etwas ganz anderes als der Anschein eines ausgeglichenen Ergebnisses, welches man mit dem normalisierten EBITDA vermitteln wollte.

Inzwischen bin ich wieder deutlich positiver gestimmt, selbst wenn sich die Krise noch länger ziehen wird.
Die Menschen werden weiterhin Konzerte, Festivals & Co. besuchen wollen und Eventim hat ausreichend Liquidität, um zu überleben, bis sich die Lage wieder verbessert.

Daher dürften die langfristigen Chancen überwiegen. Eventim hat in den letzten Monaten bewiesen, dass man die Krise bewältigen kann und sich deutlich besser geschlagen, als ich erwartet hätte.

Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

Chart

CTS Eventim hat einen Abwärtstrend überwunden und könnte kurz vor einem Kaufsignal stehen.
Können 37 Euro überwunden werden, wäre der Weg in Richtung 40 – 41 Euro frei. Darüber rücken 44 Euro in den Fokus.

Mehr als 10.700 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 21.08.2020 Kurs: 36,50 Kürzel: EVD - Wochenkerzen
Chart vom 21.08.2020 Kurs: 36,50 Kürzel: EVD – Wochenkerzen | Online Broker LYNX

Eigentlich hätte niemanden überraschen dürfen, was der Online-Ticket-Vermarkter CTS Eventim am Mittwoch als Ergebnis des ersten Quartals vorlegte. Das markante Minus, das die Aktie daraufhin hinnehmen musste, macht indes deutlich, dass viele eben doch überrascht waren, dass die Scharte, die der „Lockdown“ bei diesem Unternehmen hinterlassen hat, derart tief ist. CTS Eventim setzte in den ersten drei Monaten knapp 35 Prozent weniger um. Das Minus beim Gewinn, als EBITDA gerechnet, lag sogar bei 76 Prozent zum Vorjahresquartal. Und eine Prognose für den Rest des Jahres lieferte CTS Eventim nicht mit. Wie auch. Wenn man sich erinnert, dass die Absagen von Veranstaltungen nur den letzten Monat des ersten Quartals betrafen, kann man sich ausmalen, wie das laufende Quartal ausfallen wird. Denn bis Ende Juni ist kaum damit zu rechnen, dass wieder größere Veranstaltungen stattfinden werden, so dass der Ticket-Verkauf weiter brach liegen wird. Und hinter den folgenden Quartalen steht ein Fragezeichen. Zwar wurde für Konzertveranstalter und Ticket-Vermarkter die Gutschein-Lösung geschaffen. Das heißt, dass, wer ein Ticket für eine wegen der Corona-Pandemie abgesagten Veranstaltung gekauft hat, kein Geld zurück erhält, sondern einen Gutschein. So konnte verhindert werden, dass Unternehmen wie CTS Eventim monetär mit einem Schlag ausbluten. Aber erst, wenn das operative Geschäft wieder ins Laufen kommt, ließe sich absehen, wie sich Umsatz, Gewinn und damit auch der Aktienkurs mittelfristig einordnen lassen. Und dieser Zeitpunkt muss nicht, kann aber noch fern sein. Expertenmeinung: Für die Anleger ist das eine überaus knifflige Situation. Denn wie man die Aktie in diesem Schwebezustand bewerten will, ist schlicht Ansichtssache. Kurzfristig liegt der Umsatz am Boden, an Gewinne ist nicht zu denken. Irgendwann wird das natürlich anders sein. Was sich aber aktuell nicht abschätzen lässt ist, wann die Großveranstaltungen wieder beginnen, wie stark dann die Teilnehmerzahl begrenzt werden muss und wie sie vom Publikum aufgenommen werden. Daher ist jegliche Einschätzung eines „fairen Werts“ für die Aktie der Grundlage beraubt. Wer davon ausgeht, dass die Normalität bald zurückkehrt, könnte dem Kurs deutlich Spielraum nach oben zubilligen. Wer der Meinung ist, dass Großveranstaltungen auf lange Zeit nicht in der früheren Art möglich sein werden, würde die Aktie deutlich tiefer sehen. Momentan steht die zweite Gruppe kurz davor, sich durchzusetzen: Die CTS Eventim-Aktie hatte nach einer kurzen, aber kräftigen Gegenreaktion eine leicht „hängende“ Seitwärtsbewegung etabliert, die man als konsolidierende Keilformation sehen kann. Eine Trendbestätigungsformation also, die tendenziell die Fortsetzung der Erholung avisierte. Jetzt steht dieser Keil aber unmittelbar davor, in die falsche Richtung, nach unten, verlassen zu werden. Zum Handelsende des Mittwochs gelang es gerade noch, den Ausbruch nach unten auf Schlusskursbasis zu verhindern. Aber noch ist diese Möglichkeit nicht vom Tisch. Und da sich oberhalb des bisherigen Baisse-Tiefs, am 18. März bei 25,54 Euro ausgebildet, keine Unterstützungen herausgebildet haben, wäre ein Test dieses Tiefs durchaus möglich. Denn diese harsche Reaktion auf eigentlich nicht überraschende Bilanzzahlen zeigt, dass da noch einiges an Hoffnungen im Markt war, der Aktie also die potenziellen Verkäufer noch nicht ausgegangen sind. CTS Eventim Aktie Chart vom 20.05.2020, Kurs 34,72 Euro, Kürzel EVD | Online Broker LYNX

Wir leben in verrückten Zeiten, das System ist aber schon seit der Finanzkrise erkrankt. Covid-19 war nur der Brandbeschleuniger, der jetzt alles ins Wanken gebracht hat. Dass Öl auf -37 USD gefallen ist, ist nur Symptom. Die eigentlichen Probleme reichen viel tiefer. Ich bin eher der Typ Dauer-Optimist und Permabulle, doch selbst mir vergeht es derzeit. Von Tag zu Tag wird offensichtlicher, dass der Neustart der Wirtschaft sehr viel schwieriger wird, als alle Welt erwartet hatte. Ich glaube nicht, dass die Wirtschaft eine V-förmige Erholung hinlegen wird. Man muss sich nur umsehen. Die Einzelhändler haben wieder geöffnet, doch sind die Läden in Ihrer Heimatstadt wieder gut gefüllt? Bei mir um die Ecke nicht. Ist es bei Ihnen auch so? Ich würde mich über Rückmeldungen auf Guidants sehr freuen. Das hilft uns allen, die Lage besser einzuschätzen.

Das wurde übersehen

Ein Thema wurde bisher auch viel zu wenig diskutiert. Wenn man von heute auf morgen die größten Hilfspakete der Menschheitsgeschichte beschließt, dann werden zwangsläufig auch Fehler gemacht. Betrug ist nur das kleinste Problem. Es handelt sich schließlich um den größten Transfer von Vermögen, den es jemals gab. Es dürfte wohl niemanden geben, der ernsthaft denkt, dass das keine negativen Konsequenzen haben wird. Doch wie sehen die aus? Niemand kann es auch nur annähernd abschätzen. Die Theorien gehen so weit auseinander, wie nur irgend möglich.

Das ist sicher

Heute ist also eine Sache wichtiger, als jemals zuvor: Man muss mit gesicherten Fakten arbeiten. Was bedeutet das? Wir wissen was bereits passiert ist und gerade passiert. Damit müssen Sie arbeiten. Vergessen Sie Modelle und Vorhersagen – wann lagen die Prognostiker jemals richtig? Was wir sicher wissen: Verschiedene Branchen werden unterschiedlich hart getroffen. Und wir wissen, welche Branchen hart getroffen werden. Wir wissen auch, dass hohe Schulden in dieser Situation umso problematischer sind. Die Aktienkurse spiegeln das zum Teil aber nicht wider. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Carriage Services ist einer der führenden Bestatter in den USA. Die Aktie hat fast die Hälfte an Wert verloren, doch schadet Corona dem Geschäft wirklich so sehr? Man kann wohl mit Sicherheit sagen, dass das nicht der Fall ist. Man könnte sogar bullische Argumente finden.

Was sollte man meiden?

Wie sieht es aber auf der anderen Seite aus? Es ist vollkommen klar, was man meiden sollte. Unternehmen, die kein Geld verdienen, ständig Fremdkapital benötigen und hohe Schulden haben. Branchen die zyklisch anfällig sind oder aktuell stark betroffen: Autobauer, – Zulieferer, Halbleiter, Einzelhandel, Tourismus.

Spielen Sie es einfach durch!

Es wird dauern, diese Krise zu verdauen. Wahrscheinlich viel länger, als bisher angenommen. Spielen Sie es doch einfach in Gedanken durch. Nehmen wir an, heute würde ein Wundermittel gefunden, welches jeden Patienten zu 100% heilen kann. Auf magische Weise hätten wir außerdem ausreichend davon auf Lager, Milliarden von Dosen. Morgen geht es also los. Totale Lockerung, Restaurants öffnen, die Flugzeuge fliegen wieder. Leider ändert das am bereits angerichteten wirtschaftlichen Schaden nichts. Nicht durchgeführte Reisen, Kino- und Restaurantbesuche. Lohnausfälle, verlorene Jobs usw. Ein Teil der Bevölkerung wird sich weiterhin vorsichtig verhalten und zum Beispiel nicht in Restaurants gehen. Bereits jetzt muss man mit massiven Zweit- und Drittrundeneffekten rechnen.

Lange gewartet

Einen Wirtschaftsbereich trifft es besonders hart. Für Konzerte, Festivals & Co. sieht es vorerst ganz schlecht aus. Großveranstaltungen sind mindestens bis zum 31. August untersagt. Und auch danach wird es keine vollkommene Lockerung geben. Teilweise reagieren die Veranstalter bereits selbst. Das Oktoberfest wurde kurzerhand abgesagt. Das bringt mich zu CTS Eventim. Die Aktie zählte in der Vergangenheit zu den großen Outperformern. Schönes Wachstum, hochprofitabel, starker Cashflow. Genau das, was man als Investor im Depot haben möchte. Doch wie stark ist das Geschäft von CTS betroffen? Das Hauptgeschäft mit Ticketverkäufen dürfte gegen null tendieren. Ebenso das Promoter-Netzwerk Eventim Live. Konzerte abgesagt. Darüber hinaus ist Eventim der Veranstalter von Festivals wie „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane“, „Southside“, „Lucca Summer“ und der Betreiber der Lanxess Arena, der Waldbühne Berlin und dem Apollo in London. Das fällt alles weg. CTS Eventim hat glücklicherweise Barreserven und kaum Schulden. Doch bereits jetzt ist klar, dass dem Unternehmen Monate an Einnahmen entgehen werden. Es ist nur noch die Frage wie viele. Vom Tief hat die Aktie aber um 70% zugelegt. Man sollte auf dem aktuellen Niveau also äußerst vorsichtig sein. Aus charttechnischer Sicht könnte die Aktie gerade eine Top-Formation ausbilden. Fällt CTS unter 37 Euro kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 35 sowie 31,25 Euro. Mehr als 50.000 zufriedene Kunden. Ich bin einer davon. Chart vom 21.04.2020 Kurs: 37,30 Kürzel: EVD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

CTS Eventim ist ein international führender Anbieter in den Bereichen Ticketing und Live Entertainment.

Das wissen viele Anleger gar nicht

Zuletzt hatte ich CTS Eventim Juni vergangenen Jahres zum Kauf empfohlen. Anschließend legte die Aktie von 41 auf 61 Euro zu. Jetzt ist es endlich zu einer Korrektur gekommen. Es lohnt sich also, die Lage neu zu sondieren, denn an meiner grundlegend positiven Einschätzung hat sich nichts geändert. Die Aktie ist mit gutem Grund ein Outperformer: Neben dem Flaggschiff eventim.de gehören auch oeticket.com, ticketcorner.ch, ticketone.it und entradas.com zum Unternehmen. Über diese Plattformen, jedoch auch stationär und mobil verkauft Eventim jährlich rund 250 Millionen Eintrittskarten. Ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens ist zudem das Promoter-Netzwerk Eventim Live, welches mehr als 25 Veranstalter umfasst. Darüber hinaus ist Eventim der Veranstalter von Festivals wie „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane“, „Southside“ und „Lucca Summer“ und der Betreiber der Lanxess Arena, der Waldbühne Berlin und dem Apollo in London.

Im Extremfall

Eventim hat sich von einem Ticketverkäufer zu einem Marktführer im Bereich Ticketing und Live-Events entwickelt und das schlägt sich auch in Zahlen nieder. In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 467 Mio. auf 1,24 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Gewinn kletterte von 0,41 auf 1,23 Euro je Aktie. Das Geschäft ist nicht kapitalintensiv, der freie Cashflow liegt regelmäßig über dem gemeldeten Gewinn. Daher kann man sich auch problemlos eine Dividende leisten. Die Ausschüttung wurde im selben Zeitraum von 0,15 auf 0,62 Euro je Aktie angehoben, woraus sich derzeit eine Dividendenrendite von 1,30% ergibt. CTS Eventim ist einer der Fälle, bei dem man sich als Aktionär auch Buybacks wünschen würde. Die Charakteristiken des Geschäftsmodells sind wie dafür gemacht, für Anleger würde es echten Mehrwert schaffen. Leisten könnte man es sich auch. Das Unternehmen hat keinen nennenswerten Schulden und rund 600 Mio. Euro an Barmitteln. Damit könnte man im Extremfall ein Zehntel der eigenen Aktien kaufen.

Aktuelle Lage und Ausblick

Das laufende Geschäftsjahr passt perfekt in das langfristige Bild. In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 16,5% auf 1,07 Mrd. Euro. Die Marge verbesserte sich, EBITDA und EBIT legten jeweils um mehr als 20% zu. Das Ergebnis stieg um 13,9% auf 0,75 Euro je Aktie. Für das Gesamtjahr wird ein Gewinnsprung von 1,23 auf 1,39 Euro je Aktie erwartet, im neuen Jahr sollen es bereits 1,55 Euro werden. CTS Eventim kommt somit auf ein KGVe von 37,6. Im laufenden Kalenderjahr dürfte der Wert dann auf 33,4 sinken. Die Aktie geht also nicht gerade als klassisches Schnäppchen durch, doch das KGV von Eventim liegt eigentlich immer über 30. Die Qualitäten des Unternehmens fallen eben nicht nur uns auf – sie sind allzu offensichtlich. Auf Cashflow-Basis und inklusive der Vermögenswerte relativiert sich die hohe Bewertung allerdings. Der EV/FCF liegt bei 15.

Charttechnik

Eventim ist auf den kurzfristigen Aufwärtstrend zurückgekehrt. Aktive Trader könnten hier auf eine Erholung in Richtung 54 und 56 Euro spekulieren. Langfristige Anleger sollten über einen schrittweisen Einstieg nachdenken, womöglich mit zunehmender Positionsgröße, je tiefer es geht. Als erstes könnte sich Bereich zwischen 50 und 52,50 anbieten, darunter die Unterstützungen bei 47 sowie 43 und 40 Euro. Mehr als 8.100 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Alle Märkte und Produkte aus einer Hand? Mein Broker ist LYNX. Chart vom 25.02.2020 Kurs: 52,20 Kürzel: EVD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker