Aurora Cannabis: Comeback der Cannabis-Aktien?

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Aurora Cannabis
ISIN: CA05156X8843
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Aurora Cannabis Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Keine Frage, fundamental stehen Pot-Aktien nach wie vor nicht gut da. Die führenden Flaggschiffe der Branche wie etwa Tilray, Canopy Growth oder die Cronos Group weisen noch immer tiefrote Zahlen aus und die Wende hin zu profitablen Unternehmen ist bisher nicht gelungen. Dennoch gab es bei diesen Werten in den letzten Wochen auffallend starke Bewegungen. Bereits Ende Oktober hatten wir auf diesen Umstand hingewiesen.

Unter anderem konnte auch die Aurora Cannabis-Aktie eine klare Trendwende einleiten. Die Abwärtsbewegung der letzten Monate endete in einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation, welche zum Ende der vorigen Woche nach oben gebrochen werden konnte – ein klares Kaufsignal. Die Aktie befindet sich jetzt in einer neutralen Kaufphase und die Bullen scheinen sich wieder auf diesen Titel eingeschossen zu haben. Auch das Volumen der letzten Handelstage war überdurchschnittlich hoch.  

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Aurora Cannabis Aktie finden Sie hier.


Expertenmeinung: Der erste Impuls nach oben führte zu Wochenbeginn zu einem Pullback, welcher hauptsächlich auf die Schwäche im Russell 2000 zurückzuführen war. Die Small-Caps wollten sich der Rallye der großen Unternehmen im S&P500 einfach nicht anschließen. Was nicht ist, kann aber noch werden.

Aus technischer Sicht wäre es nun enorm wichtig, die Unterstützung bei rund 7.70 USD zu halten. Darunter wollen die Bullen die Kurse keinesfalls mehr sehen. Nach oben hin wäre nun genügend Platz, um die Aktie wieder in Richtung des nächsten Widerstandes bei rund 10.50 USD zu treiben. Für uns aktuell eine bullische Angelegenheit.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 17.11.2021 Kurs: 7.89 Kürzel: ACB | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Vor einigen Jahren drehte sich bei Privatanlegern alles rund um das Thema Cannabis-Aktien. Mittlerweile ist in diesem Sektor von Euphorie nichts mehr zu sehen und der Fokus ist auf andere Branchen übergegangen. Dieses Phänomen nennen wir Sektorroation, was aber nicht bedeuten muss, dass das Interesse der Anleger nicht zurückkehren könnte.

Immer wieder gelangen die Aktien hier und da in den Fokus der Anleger, doch bislang blieb eine nachhaltige längerfristige Trendwende aus. Die Aurora Cannabis-Aktie steht aktuell wieder vor einer solchen möglichen Wende, denn der Chart liefert uns eine klare umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, welche bald nach oben gebrochen werden könnte. Im gestrigen Handel versuchten die Bullen bereits die Nackenlinie nach oben zu durchbrechen – bislang aber noch ohne Erfolg.  

Expertenmeinung: Interessant ist vor allem die Tatsache, dass die Volumina in den letzten Wochen deutlich angezogen haben. Bei der Ausbildung des Kopfes war das Volumen mehr als doppelt so hoch wie üblich. Ein Zeichen dafür, dass hier auch einige Großanleger ihre Finger im Spiel haben könnten.

Sollte der Breakout über die Marke von 7.80 USD gelingen, könnten wir uns eine Zwischenrallye auf bis zu 9.50 USD durchaus vorstellen. Danach bleibt abzuwarten, ob diese Wende auch längerfristig Bestand haben wird. Aber immer einen Schritt nach dem anderen. Vorerst ist die Aktie noch nicht nach oben ausgebrochen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 21.10.2021 Kurs: 7.37 Kürzel: ACB | Online Broker LYNX

Vor knapp einer Woche musste Aurora Cannabis die Vorlage der Quartalszahlen plötzlich verschieben.
Mit Blick auf die extremen Verluste, die Schließung von immer mehr Niederlassungen und ständige Kapitalerhöhungen sicherlich kein gutes Omen.

Die Aktionäre von Aurora scheint das aber nicht zu schrecken, sie halten dem Unternehmen weiter die Stange. Dabei brennt die Hütte lichterloh.

Jetzt wissen wir es

Gestern legte Aurora dann mit Verspätung die Zahlen vor und man ist wie gewohnt optimistisch und verweist auf all die erzielten Fortschritte.
Ich frage mich, ob Anleger, die schon einige Monate oder Jahre an Board sind, auch noch wirklich optimistisch sind.

Bei Aurora freue man sich über die strategischen und finanziellen Fortschritte und über das Wachstum beim margenstarken medizinischen Cannabis.
Man habe die Kosten gesenkt, die Bilanz gestärkt und den Cashburn reduziert.

Das Quartal sei gut verlaufen und seit für den langfristigen Erfolg ebenso gut positioniert.

Jetzt wissen wir es wirklich

Hört sich alles gut an. In Zahlen übersetzt sieht die Realität wie folgt aus:

Der Umsatz ist auf Jahressicht um 20% auf 54,8 Mio. CAD eingebrochen. Dank gestiegener Cannabis-Preise, Standortschließungen, Entlassungen und anderer Einsparungen ist der Verlust zwar gesunken, der operative Verlust summierte sich aber trotzdem noch auf -133,9 Mio. CAD.

Man muss sich die Frage stellen, wann und wie diese Lücke jemals geschlossen werden kann.
Da die Produktionskosten ungefähr bei der Hälfte des Verkaufspreises liegt, müsste Aurora den Umsatz ungefähr versechsfachen und alle anderen Kosten konstant halten, um in die Reichweite eines Break-Even zu kommen.

Das ist aber natürlich unrealistisch und man wächst ohnehin nicht.

Prinzip Hoffnung

Stand heut muss man konstatieren, dass es vollkommen unklar ist, ob und wann das Unternehmen jemals profitabel sein wird.
Bei dem hohen Cashburn wird man in Zukunft wie gewohnt immer wieder Kapitalerhöhungen durchführen müssen.

Wer sich hier also engagiert, muss nicht nur hoffen, dass Aurora dereinst der Sprung in die Profitabilität gelingt.
Gleichzeitig muss man auch noch hoffen, dass die Verwässerung der Aktienbasis nicht alle realen Erfolge zunichtemacht.

Verschleierung

Vorausgesetzt, Aurora gelingt die Rückkehr auf die Erfolgsspur überhaupt.
Wir haben hier nicht mit einem kurzen Durchhänger zu tun. Inzwischen stagniert/sinkt der Umsatz bereits seit drei vollen Geschäftsjahren.

Das dürfte auch der Grund sein, warum Aurora die Zahlen eher „kryptisch“ darstellt und in der Mitteilung zum vierten Quartal (Link) die Zusammenfassung der Gesamtjahreszahlen unterlässt.

Ich habe das aber gerne für Sie, liebe Leser, und für Aurora übernommen.

Chart vom 28.09.2021 Kurs: 6,38 Kürzel: ACB - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 28.09.2021 Kurs: 6,38 Kürzel: ACB – Wochenkerzen

Der Gesamtumsatz lag bei 245,5 Mio. nach 279,0 Mio. CAD im Vorjahr, ein Minus von 12%.
Wenn wir uns jetzt ins Gedächtnis rufen, dass der Umsatz in Q4 sogar um 20% gesunken ist, wird klar, dass sich die Abwärtsspirale beschleunigt hat.

Der Verlust im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr lag bei 698,6 Mio. CAD.

Daher musste man sich im Jahresverlauf auch mehrfach neues Kapital besorgen. Dadurch konnte Aurora zwar 651,4 Mio. CAD einnehmen, aktuell hat man trotzdem „nur“ noch 440,8 Mio. CAD.

Die Zahl der ausstehenden Aktien hat sich dadurch verdoppelt. An den wirtschaftlichen Problemen hat sich allerdings nichts geändert. Man könnte das Geld auch einfach zum Heizen verwenden, dann würde es wenigstens warm.

Die Aktionäre von Aurora Cannabis mussten in den Wochen und Monaten schon eine gehörige Portion Leidensfähigkeit aufbringen.
Abgesehen von kurzen Kurskapriolen fällt und fällt die Aktie.

Dass der Kurs dereinst bei über 100 USD stand, daran möchte man gar nicht denken.

Der nächste Schlag in die Magengrube

Am Dienstag nach Börsenschluss sollte Aurora Cannabis eigentlich Quartalszahlen vorlegen. Doch statt Zahlen, gab es nur eine knappe Mitteilung, dass man die Vorlage auf den 27. September verschiebt.

Eine Erklärung gab es nicht. Aktuell lässt sich natürlich nur spekulieren, was die Gründe sind.
Doch eins ist sicher: Wäre alles in Butter, gäbe es keinen Grund für die Verschiebung.

Vertrauenserweckend ist das alles nicht.

Kurz nach der Absage zirkulierten allerdings Presseberichte, die eine Erklärung liefern könnten. Demnach plane man eine Schließung des Standorts mit der internen Bezeichnung „Aurora Polaris“ in Edmonton (Kanada).

Demnach sei das Unternehmen knapp bei Kasse und könnte sich den Betrieb nicht mehr leisten.
Die Produktion verlagere man daher, so gut es geht, an zwei andere Standorte.

Nicht das erste Mal

Bereits im Vorjahr musste man 5 Niederlassungen schließen, die waren allerdings wesentlich kleiner.
Aurora Polaris hat eine Fläche von nahezu 28.000 Quadratmetern und hatte das Unternehmen Berichten zufolge knapp 50 Mio. USD gekostet.

Das bedeutet, dass Aurora zukünftig wesentlich geringere Produktionskapazitäten haben wird. Das gilt vor allem für „value-added“ -Produkte wie Edibles – und das ist nicht das einzige Problem.

Die verheißungsvollen Aussichten der Branche scheinen sich nicht zu materialisieren. Der Absatz stockt und am Schwarzmarkt unterbietet die Preise der legalen Anbieter.

Während die Dealer sicherlich gut verdienen, schreibt Aurora daher enorme Verluste.
Um das auszugleichen, musste man eine Kapitalerhöhung nach der anderen durchführen.

Seit dem Ende des Geschäftsjahres 2019 ist die Zahl der ausstehenden Aktien von 80 auf 197 Millionen Stück explodiert.

Schlechte Aussichten

Gleichzeitig ist das Wachstum zum Erliegen kommen, zuletzt war der Umsatz sogar spürbar rückläufig.
Durch die Schließung von Aurora Polaris dürfte sich die Entwicklung noch weiter beschleunigen.

Im letzten Quartal sackte der Umsatz von 73,5 auf 55,2 Mio. CAD ab und man erzielte einen Verlust von 164,7 Mio. CAD.

In den neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres summiert sich der Verlust auf atemberaubende 567,0 Mio. CAD.
Wie das vierte Quartal, für das man ja eigentlich Zahlen vorlegen wollte, ausgesehen hat, kann man sich ungefähr vorstellen.

Chart vom 22.09.2021 Kurs: 6,03 Kürzel: ACB - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 22.09.2021 Kurs: 6,03 Kürzel: ACB – Wochenkerzen

Es wäre gut möglich, dass Aurora heute „nur“ noch über Barmittel von 300 Mio. CAD verfügt.

Bei dem derzeitigen Cashburn wäre das Unternehmen, ohne weitere Kapitalerhöhungen, in sechs Monaten zahlungsunfähig.
Womöglich ist die Lage sogar noch dramatischer.

Es wäre auch nicht die erste Insolvenz im Sektor, nur die größte. In den letzten Jahren haben bereits neun börsennotierte Cannabis -Unternehmen den Stecker gezogen.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Start ins neue Jahr verlief im Sektor der Cannabis-Aktien überaus vielversprechend. Zahlreiche Titel der Branche zogen deutlich an – so auch der Kurs der Aurora Cannabis-Aktie. Immerhin konnte sich das Papier im Februar kurzfristig sogar verdoppeln. Dies war der ideale Zeitpunkt, um etwaige Gewinne ins Trockene zu bringen, denn die parabolischen Tendenzen waren zu diesem Zeitpunkt kaum zu übersehen. Was steil nach oben läuft, kommt wenig später auch wieder steil nach unten. Diese technische Komponente habe ich in den letzten Wochen schon des Öfteren erörtert. Dementsprechend wundert es auch kaum, dass die Kurse mittlerweile wieder auf den Boden der Realität zurückgekehrt sind. Nun müssen sich die Bullen aber beweisen, denn Aurora ist mittlerweile an der psychologisch wichtigen Marke bei 10 USD angekommen.   

Expertenmeinung: Die Frage ist nun, ob der Boden auch wirklich halten wird. Sollten die Kurse den Support bei 10 USD durchbrechen, wäre das positive Momentum vorerst dahin und somit auch der Aufwärtstrend der letzten Monate. Wie rasch die Kurse hier in den Keller gehen können, konnten Anleger bereits in den letzten Jahren beobachten. Hier ist also höchste Vorsicht geboten. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der US-Markt derzeit alles andere als positiv präsentiert. Die Indizes befinden sich im Rückzug und die Bären haben den Druck dieser Tage deutlich erhöht. Vorerst senken wir unsere Aussichten auf die Aktie von bullisch auf neutral.

Aussicht: NEUTRAL

Aurora Cannabis Aktie: Chart vom 25.02.2021 Kurs: 10.82 Kürzel: ACB | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Stimmung an der Wall Street ist gut und vor allem Aktien mit einer mittleren oder kleineren Marktkapitalisierung werden weiterhin gehypt. Dies erklärt vor allem die starke Performance des Russell 2000. Ende des vorigen Jahres hatten bereits einige Analysten ihre Prognosen für die Aurora Cannabis-Aktie nach oben angehoben. Die große Talfahrt der letzten Jahre scheint zumindest vorerst vorbei zu sein. Nach dem wilden Anstieg im November hat sich die Lage mittlerweile wieder etwas beruhigt. Jetzt aber scheinen die Bullen gerade eine neuerliche Attacke geplant zu haben, denn es gibt bereits erste Anzeichen möglicher Ausbruchsversuche. Der Trend bleibt vorerst noch in einer neutralen Phase.  

 

Expertenmeinung: Entscheidend für die weitere Entwicklung der Aktie, ist vor allem die Bewegung der kommenden Tage. Gestern wurde der Widerstand bei 11.30 USD getestet, doch noch fehlte der Kaufdruck, um die Kurse darüber halten zu können. Erst wenn die Aktie darüber schließen würde, wäre damit zu rechnen, dass hier eine weitere Impulswelle gezündet werden dürfte. Die Bären sitzen bereits auf Nadeln, denn die Short-Quote in dieser Aktie befindet sich nach wie vor bei gigantischen 22.82 Prozent. Bedeutet also, dass hier zahlreiche Leerverkäufer ihre Positionen eindecken müssten, was für weiteren Kaufschub sorgen könnte. Die Lage sieht für einen möglichen Trade jedenfalls äußerst attraktiv aus.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 13.01.2021 Kurs: 10.91 Kürzel: ACB | Online Broker LYNX