KGV von 2? Gewinn von ArcelorMittal explodiert +gigantische Buybacks

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ArcelorMittal
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ArcelorMittal hat einen gigantischen Quartalsgewinn von 4,6 Mrd. USD eingefahren. Geht es so weiter, könnte das KGV auf 2 sinken.

Das geht besser

Am Mittwoch hatte ich eine Analyse zu Salzgitter veröffentlicht und das Fazit war nicht gerade positiv.
Das liegt aber nicht nur am Unternehmen selbst, in dieser Branche hat man es grundsätzlich nicht leicht.

Die Stahlindustrie ist kapitalintensiv, zyklisch und margenschwach. Die Produkte sind weitgehend austauschbar und entsprechend hoch ist der Wettbewerbsdruck.
Darunter leiden alle Akteure im Sektor.

Aus all diesen Gründen müssen Unternehmen in dieser Branche in den guten Zeiten überproportional große Gewinne erzielen.
Salzgitter ist das in der Vergangenheit nicht gelungen und selbst in dem aktuell außergewöhnlich freundlichen Geschäftsumfeld kommt unter dem Strich zu wenig raus.
Im ersten Halbjahr hat man „nur“ einen Gewinn von 230,6 Mio. Euro erzielt. Im Verhältnis zum Börsenwert von 1,7 Mrd. Euro ist das viel, es ist aber nur eine Momentaufnahme und es geht noch besser.

KGV von 2?

Dass man zumindest zeitweise enorme Gewinne einfahren kann, zeigt ArcelorMittal. Das Unternehmen kommt zwar auf einen Börsenwert von 30,95 Mrd. USD, was dem 15,8x-fachen von Salzgitter entspricht.
Im ersten Halbjahr hat man allerdings ein Nettoergebnis von 6,3 Mrd. USD eingefahren.

Der Multiplikator von Halbjahresgewinn zu Börsenwert ist im Fall von Arcelor mit 4,9 statt 7,4 also wesentlich niedriger.

Darüber hinaus wissen wir, dass ArcelorMittal im dritten Quartal eindrucksvoll an diese starke Entwicklung anknüpfen konnte. Das Unternehmen profitiert ganz maßgeblich von den hohen Stahlpreisen in den USA.
Je nach Produktkategorie liegen die Spot-Preise, zum Beispiel für Flachstahl, dort 50% über dem Niveau in Europa.

Unter dem Strich hat das dazu geführt, dass das Ergebnis in Q3 auf 4,62 Mrd. USD regelrecht explodiert ist.
Diese Nachricht dürfte auch den heutigen Kursanstieg von Salzgitter ausgelöst haben. Denn selbstverständlich nährt die gute Entwicklung bei Arcelor auch die Hoffnung bei Salzgitter.

Kann man im vierten Quartal einen ähnlichen Gewinn wie in Q3 einfahren, würde ArcelorMittal in diesem Jahr die Hälfte des Börsenwerts erwirtschaften.

Wir sprechen also über ein mögliches KGV von 2.

Da man die Schulden bereits maßgeblich gesenkt hat, ist es daher nur folgerichtig, dass man das bestehende Buyback-Programm abermals aufgestockt hat. Derzeit sind 6,0 Mrd. USD für Aktienrückkäufe vorgesehen. Damit könnte man nahezu jedes fünfte Papier einziehen.

Ob das ArcelorMittal zu einem langfristig attraktiven Investment macht, bleibt abzuwarten. Aber vorerst könnte die Rallye weitergehen.

Arcelor ist ein Underperformer, hat sich in der „jüngeren“ Vergangenheit aber deutlich besser als Salzgitter geschlagen.
Auf Sicht von 5 Jahren hat Salzgitter um 11,8% zugelegt, bei Arcelor sind es immerhin 46,8%.

Für diejenigen, die die Aktien in diesem Zeitraum im Depot hatten, macht das einen erheblichen Unterschied.

Chart vom 11.11.2021 Kurs: 30,97 Kürzel: MT - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 11.11.2021 Kurs: 30,97 Kürzel: MT – Wochenkerzen

Mögliche Ziele der aktuell laufenden Rallye liegen bei 32,50 sowie 34,00 und 36,50 – 37,50 USD. Darüber würde sich das Chartbild weiter aufhellen.

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