Silberpreis Prognose 2019

Silberpreis Zukunft: Kehrt 2019 endlich die Hausse zurück?

Wird das „Gold des kleinen Mannes“ 2019 eine ähnliche Hausse starten wie zwischen Ende 2008 und Anfang 2011, als sich der Silberpreis in der Spitze mehr als verfünffachte? Oder werden Versuche, eine Aufwärtstrendwende zu vollenden, wieder einmal von den Short-Sellern vereitelt, so dass die großen Gewinne in den kommenden Monaten auf der Short-Seite warten?

Der Silberpreis wird am freien Markt gebildet. Die Angebots-/Nachfrage-Situation nach tatsächlichem Silber spielt dabei natürlich eine Rolle, aber oft ist die reine Spekulation das deutlich wichtigere Element der Kursbildung. Ob Silber in diesem Jahr eine Hausse hinlegt, wird daher vor allem davon abhängen, ob die kurzfristigen Trader genug Chancen sehen, um mit großem Volumen und nachhaltig auf der Long-Seite aktiv zu werden. Gold ist dabei der wichtigste Vorlagengeber, aber auch dort ist es vor allem die Spekulation, die die Richtung vorgibt. Und die wird dann auf Hausse setzen, wenn der zur Jahreswende 2018/2019 eindrucksvoll unterbrochene Exodus am Aktienmarkt erneut einsetzen sollte. Unter welchen Umständen wäre das denkbar?

Silberpreis Prognose aktuell

Die Chance für eine langfristige Silber-Hausse wäre dann groß, wenn sich die derzeit erneut verharmlosten Risiken als tatsächliche, negative Fakten etablieren, konkret könnte dies bedeuten.

Silber-Hausse? Ja, wenn sich die Lage zuspitzt

In Asien, den USA und der Eurozone kommt es zur Rezession. Der BrExit verläuft „hart“, sprich ohne Vertrag. In den USA kommen Trumps Projekte, vor allem das wichtige, in der Schublade schmorende Infrastrukturprogramm, nicht voran. Die Verschuldung in den USA übersteigt das bisherige Ausmaß, das Handelsbilanzdefizit legt zu, ob mit oder ohne Einigung im Handelsstreit mit China. Das hätte folgende Konsequenzen:

Der Konsum lässt nach, das Bruttoinlandsprodukt schrumpft, die Unternehmensgewinne brechen weg. Dann hätten wir ein Umfeld, in dem die Marktteilnehmer am Aktienmarkt Angst um ihr Geld bekommen und nach „sicheren Häfen“ suchen: defensive Aktien, Anleihen und, allen voran, Edelmetalle.

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Bleiben Sie flexibel – vorgefasste Meinungen sind Gift für die Gewinne

Kann man davon ausgehen, dass es so kommt? Und wenn ja, ist die Silber-Hausse dann sicher? Auf beide Fragen muss man mit „nein“ antworten. „Sicher“ ist, was die Silberpreis Prognose für die Zukunft angeht, nun einmal gar nichts. Daher ist es absolut zwingend, sich nicht stur vorab auf ein Szenario festzulegen. Denn dann läuft ein Anleger Gefahr, eine sich auftuende Chance, die in die Gegenrichtung der eigenen Erwartung entsteht, nicht wahrzunehmen oder, schlimmer noch, eisern auf der falschen Seite des Trends zu bleiben und Verluste zu erleiden, wo Gewinne hätten entstehen können bzw. müssen.

Diese Flexibilität, die Offenheit gegenüber dem Unerwarteten, ist bei Silber noch wichtiger als bei Gold, denn der Silberpreis zeigt sich deutlich volatiler, wie der nachfolgende Chart über die vergangenen knapp zwölf Jahre deutlich macht:

Der Chart zeigt die Kursveränderungen auf logarithmischer Basis, d.h. ein Prozent Anstieg oder Rückgang haben auf der Werteachse immer dieselbe Größe, egal, ob sich diese Veränderung bei 15 oder bei 30 US-Dollar vollzieht. Wir erkennen daran, dass Silber in den knapp zweieinhalb Jahren der Gold-Hausse seit Ende 2008 im Vorfeld deutlich stärker einbrach, dann aber umso extremer zulegte. Auch in den vergangenen Jahren zeigte sich der Silberpreis lebhafter. Ein Grund mehr, sich hier nicht auf ein fest im Kopf verankertes Szenario festzulegen.

Silberpreis-Entwicklung: Weg mit der Glaskugel, her mit der Charttechnik!

Der folgende Chart liefert ein weiteres Argument, warum es nicht sinnvoll ist, sich im Vorfeld auf ein Szenario des Silberpreises festzulegen. Die Grafik zeigt die Entwicklung des Silberpreises über zehn Jahre zusammen mit dem Anteil bullisch eingestellter Experten. Sie sehen, dass es hier einen Gleichlauf gibt: Steigt der Silberpreis, steigt der Anteil der Bullen unter den Experten. Nur, was bringt Ihnen das? Die Experten werden nicht Wochen oder Monate vorher bullisch, sondern deren Stimmung bewegt sich mit dem Kurs mit.

Wenn selbst die ausgewiesenen Experten nicht imstande sind, die Bewegungen des Edelmetalls vorauszusagen, warum sollte man das als Anleger mit einer langfristigen Silberpreis-Prognose überhaupt versuchen! Achten Sie auf die Signale, die Ihnen die chart- und markttechnische Analyse liefern. Dazu gleich mehr, vorher noch ein Aspekt, den man immer im Hinterkopf behalten sollte:

Der Währungsaspekt ist nicht zu unterschätzen!

Silber wird wie alle Rohstoffe in US-Dollar gerechnet. Der Kurs einer Feinunze Silber in US-Dollar ist das Maß der Dinge; was die Feinunze in Euro kostet, ist damit davon abhängig, wie der Euro/US-Dollar-Kurs aktuell steht. Und damit ist es für uns als europäische Anleger nicht alleine wichtig, wie sich der Silberpreis selbst bewegt, sondern auch, ob der US-Dollar zum Euro an Wert verliert, was bei Long-Trades auf Silber negativ wäre … oder aber, ob der US-Dollar zum Euro teurer, wertvoller wird. Ist Letzteres der Fall, gäbe es diesen Währungsgewinn noch als Zubrot. Unsere folgende Grafik zeigt, wie viel das ausmachen kann:

Über die letzten Jahre hat der Euro tendenziell nachgegeben, d.h. der US-Dollar wurde aus Sicht europäischer Investoren mehr wert. Besonders im Jahr 2014 ging es mit dem US-Dollar aufwärts (der Euro/US-Dollar-Kurs fiel). Das sorgte für einen großen Vorsprung bei denen, die bereits damals bei Silber Long investiert waren. Über die vergangenen fünf Jahre hat der Silberpreis in US-Dollar fast 30 Prozent an Wert verloren, in Euro aber nur etwa 13 Prozent.

Es ist daher ratsam, bei Silber Long-Trades vorzugsweise dann mitzuziehen, wenn Euro/ US-Dollar ebenfalls abwärts tendiert, was hieße, der US-Dollar legt an Wert zu. Anders bei Silber Short-Positionen. Da bietet ein schwacher US-Dollar zusätzlichen Rückenwind, denn dann verlieren der Silberkurs in US-Dollar und der US-Dollar selbst zum Euro auch noch!

Die Charts zeigen für die Silberpreis-Prognose: 2019 wäre nichts unmöglich!

Wenn man sich die Charts des Silberpreises auf mittel- und kurzfristiger Ebene ansieht, wird deutlich: Aktuell, Anfang März 2019, ist noch offen, in welche Richtung das Pendel für den Rest des Jahres ausschlagen wird.

In der mittelfristigen Betrachtung auf Wochenbasis fällt auf, dass Versuche einer Bodenbildung seit Jahren immer wieder abgewiesen werden. Noch also gelingt es dem Bären-Lager, den Kurs am Boden zu halten. Allerdings haben wir in den vergangenen Jahren auch keine derart kritische Entwicklung der Rahmenbedingungen erlebt wie derzeit. Die Basis für eine Silber-Rallye wäre also grundsätzlich jetzt günstiger als in den vergangenen Jahren. Trotzdem bietet es sich an, auf ein entsprechendes Startsignal im Chart zu warten. Dazu der Blick auf den Chart auf Tagesbasis:

Sie sehen hier, dass der Kurs für Silber seit September 2017 in einem Abwärtstrend verläuft. Gerade erst Ende Februar wurde versucht, diesen Abwärtstrend zu sprengen. Das wurde klar und energisch abgewiesen, aber damit ist die Bedeutung dieser Abwärtstrendlinie nur noch gestiegen. Sollte es gelingen, bei Silber Schlusskurse über 16,25 US-Dollar zu erreichen, wäre das ein markant bullisches Signal!

Im Gegenzug sollte man auf die Unterstützungszone 14,90/15,00 US-Dollar achten. Wenn die unterboten würde, wäre der Weg nach unten erst einmal frei. Und da wir im Silber-Handel einen hohen Anteil an kurzfristigen Tradern haben, kann der Kurs dann auch deutlicher nachgeben, wenn die Rahmenbedingungen mit Blick auf ein abrutschendes Wachstum der Weltwirtschaft eigentlich eine Rallye im Silberpreis unterstützen würde.

Die Trailing Stop-Order: Gewinne sichern, Verluste begrenzen.

Die Trailing-Stop Verkaufsorder ist eine abgewandelte Stop-Order. Hierbei wird der Stop-Preis in einem festgelegten Folgeabstand (Trailing-Wert) an den Kurs gekoppelt. Wenn dieser Wert steigt und somit der Abstand größer als der Trailing-Wert ist, wird der Stop-Preis nach oben angepasst.

Silber-Aktien: Für erfahrene Trader hochinteressant!

Ebenso wie bei Gold und anderen Edelmetallen sind Aktien der Unternehmen, die das Edelmetall fördern und/oder weiterverarbeiten eine hochinteressante Investment-Idee für risikofreudige Anleger. Risikofreudig und erfahren sollte man da aber schon sein, denn diese Aktien sind oft noch volatiler als der Silberpreis selbst. Der Grund:

Hier schlagen auch kleinere Veränderungen im Preis pro Feinunze stark auf die Gewinne durch, weil man da die Förderkosten abziehen muss. Angenommen, eine Silbermine hätte Förderkosten von 12 US-Dollar pro Feinunze, würde ein Kursanstieg des Silbers von 15 auf 18 US-Dollar die Gewinnspanne glatt verdoppeln, während dieser Anstieg im Silberkurs selbst nur 20 Prozent ausmacht.

Interessante Silber-Aktien und weitere Informationen zum Thema Silber finden Sie in diesem Artikel: „Die besten Silber-Aktien 2019“.

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„Goldpreis-Prognose 2019“

„Euro/US-Dollar-Prognose 2019“

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„DAX-Prognose 2019“

Fazit: „Augen auf“ schlägt jede langfristige Silberpreis-Prognose

Ob Silber 2019 zur Rakete oder zu einem Flop wird, hängt von einer Kette für sich genommen schon nicht sicher absehbaren Faktoren ab. Wird sich die Gesamtsituation der Weltwirtschaft weiter zuspitzen oder gelingt es, die derzeitigen Risiken in den kommenden Monaten zu bannen? Und selbst wenn es hinsichtlich des Wachstums ernst wird, ist nicht vorhersagbar, ob und wann genau die momentan so unerschütterlich wirkenden Akteure am Aktienmarkt die Nerven verlieren und der Run auf die Edelmetalle beginnt oder nicht.

Dem Kurspotenzial wäre, wenn Emotionen, Charttechnik und Rahmenbedingungen einheitlich in eine Richtung weisen, weder nach oben noch nach unten Grenzen gesetzt, das hat der Silberpreis in den vergangenen Jahren bewiesen. Wir raten daher dazu, das Geschehen immer mit einem Auge zu verfolgen, um konsequent anhand charttechnischer Signale die Chancen zu nutzen, die Silber in diesem Jahr sicherlich gleich mehrfach bieten wird!

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Ronald Gehrt

Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse.

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