Börsenblick

Zurück Mai Weiter
Zurück 2020 Weiter

Analyse:
Gold: Das dürfen die Bullen so nicht stehen lassen

Zum Start in die neue Woche wurde erst einmal querbeet alles gekauft: Aktien, Rohöl, Gold. Doch dann drehte der Goldpreis nach unten ab und generierte damit aus psychologischer ebenso wie aus charttechnischer Sicht ein Warnsignal, das, würde das bullische Lager jetzt nicht zeitnah dagegenhalten, zumindest den kurzfristigen Aufwärtstrend beenden könnte. Denn von neuen Jahreshochs aus am Ende des Tages ins Minus zu drehen, d.h. einen Intraday-Turnaround zu vollziehen, dürfte die Bären mutig machen. Vor allem, weil es zumindest so scheint, als hätte man am Montag am Aktienmarkt jetzt alle Bedenken hinsichtlich einer nicht nur heftigen, sondern auch langwierigen Rezession über Bord geworfen. Wenn eine Hausse der Aktienindizes vorgaukelt, dass der Himmel wieder voller Geigen hängt, wer wollte dann noch Gold kaufen?

Doch so zwingend, wie sich das im ersten Moment liest, ist diese Argumentation nicht. Erstens, weil Gold nicht in die Knie ging, als man am Aktienmarkt Mitte März zur Aufwärtswende blies. Es lief mit, nicht gegen den Aktienmarkt nach oben. Zweitens, weil die Rallye der Aktienmärkte in den USA und Europa argumentativ auf dünnen Beinchen daher kommt. Immerhin unterfüttert die Faktenlage die Hoffnung auf eine rasante und dynamische Wiederkehr des Wachstums bislang nicht. Und wären wirklich alle davon überzeugt, dass der Aktienmarkt ab jetzt nur noch den Weg nach oben kennt, wäre der Goldpreis am Morgen nicht erst auf neue, mehrjährige Hochs gelaufen. Dennoch, dieser Intraday-Turnaround des Montags steht jetzt erst einmal im Raum. Wird das wirklich der Wendepunkt?

Expertenmeinung: Auffällig ist diese relativ späte Wende des Goldpreises. Das Edelmetall lief im asiatischen Handel deutlich höher und hielt sich im Bereich des neuen Jahres-Verlaufshochs von 1.765,68 US-Dollar, bis um 14 Uhr die ersten US-Akteure ins Geschehen eingriffen. Und es ist nicht selten so, dass große Adressen im Zuge einer gezielt losgetretenen Aktien-Rallye versuchen, das Umfeld „passend“ zu formen. Und wenn der Eindruck entstehen soll, dass die Aktien jetzt endgültig den Schwenk nach oben geschafft haben und die Gefahr eines zweiten Baisse-Schubes vom Tisch ist, passt ein deutlich über dem vorherigen Jahreshoch (1.747,59 US-Dollar) notierender Goldpreis jetzt einmal nicht ins Bild. Ob das Anschlussverkäufe nach sich zieht, dürfte daher sehr vom Aktienmarkt abhängen. Sollten die großen Indizes heute weiter steigen und der Dienstag nicht zum „Turnaround Tuesday“ werden, kann Gold weiter nachgeben. Aber noch sind die Unterstützungen, die aus diesem gestrigen Warnsignal ein echtes Short-Signal machen würden, nicht touchiert worden.

Sie sehen im Chart, dass Gold noch nicht wieder in das Dreieck zurückgekehrt ist, aus dem es am vergangenen Donnerstag nach oben ausgebrochen war. Erst, wenn der Kurs durch diese Formation hindurch nach unten herausrutscht, was per heute mit Schlusskursen unter 1.684 US-Dollar der Fall wäre und dieser Ausbruch mit Schlusskursen unter der Unterstützung bei 1.644 US-Dollar so deutlich wäre, dass eine Bärenfalle unwahrscheinlich würde, hätten wir hier ein klar bärisches Signal. Möglich wäre es, dass es dazu kommt, sicher hingegen ist das noch keineswegs, die Bullen hätten noch alle Zeit, dem aktiv entgegenzuwirken.

Gold Chart vom 18.05.2020, Kurs 1.731,45 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | Online Broker LYNX

 

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN