Aktuelle Analyse:
Wal-Mart: Beeindruckende Rallye, geht da noch mehr?

Wal-Mart ist der weltweit größte Einzelhandelskonzern, der größte private Arbeitgeber sowie das umsatzstärkste Unternehmen.

Die im Jahr 1962 gegründete Supermarkt- und Kaufhauskette ist heute mit rund 11.700 Filialen in 28 Ländern der Welt präsent und verzeichnet pro Woche rund 260 Mio. Kunden.

Das sollte Ihnen bewusst sein

Der Konzern hat also gigantische Ausmaße und dementsprechend langsam vollziehen sich Veränderungen. Eröffnet oder schließt Wal-Mart 100 Filialen oder investiert 10 Mrd. USD, fällt es kaum ins Gewicht.
Jeder kennt das Unternehmen, zahllose Analysten beschäftigen sich tagtäglich mit der Aktie und den Vorgängen im Unternehmen.

Wäre die mit einem Nobelpreis bedachte Efficient Market Hypothesis auch nur annähernd richtig, müssten zumindest solche Aktien fair bewertet sein – wenigstens in ruhigen Zeiten.

Doch nicht einmal das ist der Fall ist, das zeigen die enormen Kursschwankungen. Innerhalb von 2 Jahren hat sich der Kurs nahezu verdoppelt.
Umsatz und Gewinn sind in diesem Zeitraum aber nur um wenige Prozent gestiegen. Die P/E ist von 12 auf über 20 geklettert. Geändert hat sich seitdem nichts, abgesehen von der Stimmung der Anleger.

Ein anderes prominentes Beispiel wäre Apple, hier hatte sich der effiziente Markt im Jahr 2016 Mal eben um 500 Mrd. USD geirrt.

Ultimativ widerlegen kann man das theoretische Konstrukt aber auch mit einer deutschen Aktie.
Bei Henkel gibt es wie bei vielen deutschen Titeln Stamm- und Vorzugsaktien. Zum jetzigen Zeitpunkt notiert die Stammaktie bei 83 Euro und die bei Vorzugsaktie 89 Euro.

Die beiden Papiere unterscheiden sich nur durch Dividende und Stimmrechte.

Durch den hohen Kursunterschied ist es nun aber so, dass die Stammaktie Stimmrechte UND eine höhere Dividendenrendite hat.
Die Vorzugsaktie hat hingegen kein Stimmrecht und eine schlechtere Dividendenrendite.

Es ergibt überhaupt keinen Sinn. Wäre der Markt auch nur annähernd effizient, wäre das unmöglich.

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Weil man sich jeden Tag wieder bewusstmachen sollte, wie irrational die Börse ist. Wie wichtig es ist, sich an die Zahlen zu halten, statt an Emotionen. Handelt man mit dem Strom, drohen enorme Verluste.

Wie viele Aktien würden Ihnen spontan einfallen, die es nur im letzten Jahr vollkommen zerlegt hat? Wie viele davon hatten vor dem Einbruch ein KGV von 30, 40 oder mehr? Ich könnte Ihnen sofort ein halbes Dutzend Beispiele aus 2018 nennen, vor denen wir gewarnt hatten.

Ist das KGV im Verhältnis zum Gewinnwachstum zu hoch, kommt es früher oder später zum Knall.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Kommen wir zurück zu Wal-Mart. Das Umsatzwachstum entspricht seit Jahren ungefähr der Inflation und der Gewinn ist seit 2012 sogar rückläufig – trotz massiver Aktienrückkäufe.

Man tritt bestenfalls auf der Stelle, das wäre auch für die Aktie das sinnvollste und rational gewesen. In Wirklichkeit waren die Kursschwankungen aber erheblich.

Die P/E lag am Tief bei 12 und am Hoch bei 24. Da die Aktie zuletzt wieder beliebt war, kommt man aktuell auf eine P/E von über 20.

Hat sich an den Wachstumsaussichten nichts geändert, ist die Bewertung aber kaum zu rechtfertigen und es drohen entsprechende Kursverluste.

Leider ist genau das der Fall. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres war der Gewinn rückläufig. Für 2019 hat man Besserung gelobt, doch anschließend erwartet man de-facto wieder Stagnation.

Wie man Wal-Mart bei diesen Aussichten eine P/E von über 20 zugestehen kann, erschließt sich mir nicht.
Auch ein möglicher Verkauf von ASDA wird an den grundlegenden Problemen nichts ändern.

Letzte Woche ist es nach den Quartalszahlen dennoch zu einem Kurssprung gekommen, die Anschlusskäufe fehlten allerdings. Ein Warnzeichen.
Bei den Anlegern dürfte es nach einigen Stunden wohl durchgesickert sein, dass ein gutes Quartal nicht ausreicht.
Der Ausblick dürfte sein Übriges getan haben, denn das operative Ergebnis soll weiter sinken.

Der Chart

Auf der Oberseite reihen sich die Widerstände bei 102,50 sowie 106 und 100 USD geradezu auf. Den Bullen hat abermals die Kraft für einen Ausbruch gefehlt, es sieht also schwer nach Top aus.

Fällt die Aktie jetzt nachhaltig unter 99 USD, kommt es zu einem prozyklischen Verkaufssignal mit einem ersten Kursziel bei 94,50 USD. Darunter wäre Platz bis 89 und 87,50 USD.

Chart vom 25.02.2019 Kurs: 99,55 Kürzel: WMT - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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