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Aktuelle Analyse:
Walmart: „Okay“ ist auf diesem Kursniveau zu wenig

Die am Donnerstag vor US-Handelsstart veröffentlichte Bilanz des ersten Geschäftsquartals des Handelsriesen Walmart führte zwar anfänglich zu einem Kurssprung. Aber der mündete umgehend in Abgabedruck. Am Freitagabend schloss die Aktie nur noch knapp anderthalb Prozent über dem Schlusskurs des Mittwochs. Dabei waren die Ergebnisse auf den ersten Blick gut.

Aber auf den zweiten Blick waren sie eben nicht mehr als das: sie waren „okay“. Aber das ist zu wenig für eine Aktie nahe an ihren Rekordhochs. Wo schwammen die Haare in der Suppe? Nicht beim reinen Gewinn pro Aktie. Der lag um Sondereffekte bereinigt bei 1,13 US-Dollar pro Aktie und damit solide über den (allerdings gemeinhin tief gestapelten) Schätzungen der Analysten, die im Schnitt 1,02 US-Dollar angepeilt hatten. Aber zum einen verfehlte der Umsatz die Erwartungen.

Der war nur um ein Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Und dass die „same store sales“, der Umsatz auf vergleichbarer Fläche, in den USA um 3,4 Prozent zulegte (Analystenprognose +3,2 Prozent) und der Gesamtumsatz dennoch hinter den Erwartungen zurückblieb, deutet an, dass es außerhalb der USA nicht so läuft wie erhofft. Der zweite Aspekt lag im Bereich des Onlinehandels:

Expertenmeinung: Walmart war angetreten zu schaffen, was viele für unmöglich hielten: Als klassischer Einzelhändler wollte man den verlorenen Boden wettmachen und Onlinehändler wie amazon.com durch ein eigenes Onlinegeschäft das Fürchten lehren. Das funktioniert besser, als es die Pessimisten dachen. Aber schlechter, als die Optimisten es noch im Herbst 2017 erhofft hatten, als starke Online-Wachstumszahlen den Eindruck erweckten, Walmart hätte hier unerwartet eine Goldgrube aufgetan.

Der Online-Umsatz stieg im Vergleich zum ersten Geschäftsquartal 2018 um 37 Prozent. Gut, aber nicht berauschend genug, um an der vom Rekordhoch bei 109,98 US-Dollar ausgehenden Abwärtstrendlinie hinreichend viele Käufer zu mobilisieren, um die Gewinnmitnahmen aufzufangen und den Ausbruch nach oben zu schaffen. Und damit wird es für die Bullen gleich auch noch eng, denn diese abverkaufte Reaktion auf die Quartalsbilanz startete auf Höhe einer im Februar etablierten Aufwärtstrendlinie.

Die verläuft bei 99,25 US-Dollar und ist jetzt erneut in Schlagdistanz. Nur wenig tiefer, bei 96,80 US-Dollar, findet sich zudem die 200-Tage-Linie. Sollte die auf Schlusskursbasis mit Kursen unter 96,50 US-Dollar eindeutig gebrochen werden, wäre der Versuch, im Kielwasser dieser Bilanz nach oben auszubrechen, zum Bumerang geworden und Walmart für risikofreudige Trader ein interessantes Ziel auf der Short-Seite.

Chart vom 17.05.2019, Kurs 100,86 US-Dollar, Kürzel WMT | LYNX Aktienempfehlungen

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