Börsenblick

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Analyse:
US-Dollar/Chinesischer Yuan: Das Barometer zeigt Entspannung

Am Mittwoch ist der vorgesehene Termin zur Unterzeichnung des „Phase I“-Deals. Doch was umfasst diese Teileinigung eigentlich? Diese Frage ist weiterhin unbeantwortet. Es wäre zwar zu erwarten, dass die Investoren wenigstens dann, wenn das Vertragswerk unterzeichnet wird, Details erfahren, aber sicher ist nicht einmal das. Die Frage stellt sich, wie der Devisenmarkt reagiert. Derzeit, im Vorfeld, wird dieser erste Schritt nach zwei Jahren fruchtlosem, das Wachstum bremsendem Hin und Her positiv honoriert. Auch seitens der chinesischen Behörden, denn der Kurs des US-Dollars zum chinesischen Yuan sinkt nicht nur im Rahmen der Spanne, die um das offizielle chinesische Fixing herum zugelassen wird, auch eben dieser offizielle, täglich neu festgelegte Wechselkurs wurde zuletzt Stück für Stück gesenkt. Ein Zeichen der Entspannung.

Rein charttechnisch betrachtet ist der Weg nach unten jetzt frei, d.h. der Yuan könnte weiter aufwerten, der Preis, den man für einen US-Dollar in Yuan zu zahlen hätte, weiter nachgeben. Sie sehen, dass das Währungspaar am 7. Januar die wichtige, im Chart blau gehaltene 200-Tage-Linie unterschritten hat, an welcher der Kurs im Dezember noch abrupt wieder nach oben gedreht hatte. Ein erstes charttechnisches Kursziel wäre jetzt der Bereich um 6,82 Yuan pro US-Dollar, vorausgesetzt, dieser Phase I-Vertrag hält, was sich die Marktteilnehmer davon versprechen und es käme zeitnah danach zu weiteren Gesprächen, die erwarten ließen, dass der Prozess hin zu einer umfassenden Befriedung der Lage zügig weitergeht.

Expertenmeinung: Allerdings bleibt offen, ob die sukzessiv gesenkten Fixings der Realität standhalten, wenn offengelegt wird, was dieser bislang vom Inhalt her sorgsam geheim gehaltene „Phase I-Deal“ wirklich umfasst. Welchen Grund hat es, dass niemand preisgeben will, in welchen Bereichen man sich bislang einig ist? Möglicherweise auch, dass dieses Vertragswerk selbst jetzt noch nicht in allen Teilen wirklich zementiert ist. Dass die chinesische Delegation unter Führung des Vizepremiers Lui He bereits jetzt in Washington ist, statt nur zur Unterzeichnung anzureisen, lässt den Gedanken aufkommen, dass es immer noch offene Fragen gibt, die bis zur letzten Minute diskutiert werden. Was bedeutet: Dieser „Deal“ könnte allemal auch eine Enttäuschung werden, zu mager und/oder zu vage ausfallen und dazu führen, dass das momentane Bild einer Entspannung keinen Bestand hat.

Daher wäre es opportun, auch die Oberseite noch im Blick zu behalten. Ein Rebreak des Währungspaars über die Widerstandszone aus der 200-Tage-Linie und dem 2018er-Hoch (6,97/6,98 Yuan) wäre im Fall einer Enttäuschung durchaus denkbar und würde eine zumindest auf kurzfristiger Ebene interessante Long-Trading-Chance in Richtung der Abwärtstrendlinie bei aktuell 7,03 Yuan eröffnen.

Chart vom 13.01.2020, Kurs 6,8820 Yuan, Kürzel USD.CNH | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

 

 

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